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Bundesbank will sich gegen höhere Inflation nicht mehr sperren

Aufgrund der Schuldenkrise in Europa ist die Bundesbank zu einer Lockerung der deutschen Geldpolitik bereit. Um die krisengeschüttelten Staaten der Peripherie zu unterstützen, sollen die Bundesbürger künftig eine höhere Geldentwertung akzeptieren.

Die Teuerungsrate in der Bundesrepublik - mit aktuell 2,0 Prozent deutlich unterhalb dem Durchschnitt der Eurozone von 2,6 Prozent - könnte laut Ulrich Kater von der Dekabank demnächst auf 4,0 Prozent wachsen. Der IWF-Chefökonom Olivier Blanchard hält gar 6,0 Prozent für einige Euroländer verkraftbar.

Die Stellungnahme der Bundesbank wird als weiteres Indiz für eine Abkehr der strengen Sparpolitik Angela Merkels in Hinblick auf einen Wachstumspakt für die Eurozone interpretiert.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Geld, Angela Merkel, Inflation, Bundesbank, Akzeptanz
Quelle: www.ftd.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.05.2012 07:00 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+20 | -1
 
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Laut Unctad-Chefökonom Heiner Flassbeck (Ex-Finanzsekretär von Oskar Lafontaine), dessen jahrelang durch die Hofpresse zerissenen Ermahnungen hinsichtl. dringend benötigter Lohnzuwächse in Deutschland nun ganz offensichtlich umgesetzt werden, wird die Anpassung der Eurozone bei rund 2% Inflationsunterschied zwischen Peripherie u. Deutschland rund 20 Jahre benötigen. Die jahrelange Diffamierung Flassbecks u. Lafontaines hinsichtlich nicht erfolgter Lohnzuwächse kommt das Land nun teuer zu stehen.
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10.05.2012 07:19 Uhr von Tattergreis
 
+30 | -0
 
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Warum nicht: Durch die Inflation wird wieder alles teurer, oder?
ABER klaubt irgend jemand das durch die Inflation auch das Nettogehalt steigt um die teuren Preise zu Bezahlen, ICH NICHT.
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10.05.2012 07:26 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+19 | -1
 
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Negativ-Verzinsung bei Vermögensanlagen: Da werden die Inhaber von Lebensversicherungen oder privaten Altersvorsorge-Produkten wohl ihre helle Freude haben. Bei den derzeit niedrigen Zinsen infolge der Notenbankpresse & EZB-Ersatzkrediten zu 1% wird es für die Versicherer ohnehin schon zunehmend schwieriger, den Garantiezins von 1,75% zu erreichen. Eine hübsche Negativverzinsung ist die Folge. Gleiches dürfte für Riester gelten. ;-)

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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10.05.2012 08:01 Uhr von The_eye_of_Horus
 
+12 | -1
 
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Juhuu, der Baron ist wieder da.
Endlich steigt das Niveau hier wieder an.
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10.05.2012 08:57 Uhr von DrStrgCV
 
+18 | -2
 
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2% - wo denn: Also ganz ehrlich, seit Einführung des Scheiss-T-euros ist die reale Inflation bei Verbrauchsgegenständen, Energie, Lebenserhaltungskosten bei 80% und höher.

Klar, Plasmafernseher, Dieselloks, etc sind günstiger, was die Statistik runter drückt, aber das ist ja bloß Schönmalerei.

Der Trend ist trotzdem da - Inflation - der Euro iost bald das, wofür ich ihn schon lange halte - dreckiges Arschabwischpapier.
Anders kann ich das nicht nennen.

Bald gibt es wieder D-Mark oder Nord-Euro.
Umrechnungskurs 1DM = 100 Euro

Lacht ruhig, her mit den Minussen, in spätestens 2 Jahren werden wir nicht mehr lachen.....
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10.05.2012 09:10 Uhr von shadow#
 
+6 | -2
 
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Na gut, machen wir eben 2,5%: Die 6% sollen die Griechen übernehmen.
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10.05.2012 10:05 Uhr von Petaa
 
+10 | -0
 
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OMFG: "...Die Teuerungsrate in der Bundesrepublik - mit aktuell 2,0 Prozent deutlich unterhalb dem Durchschnitt der Eurozone von 2,6 Prozent - könnte laut Ulrich Kater von der Dekabank demnächst auf 4,0 Prozent wachsen..."

Die haben da irgendwo einige Prozentpunkte vergessen. Die reale Teuerungsrate für die wirklichen Güter des täglichen Bedarfs liegt eher bei 7-8 Prozent. Ich rede hier nicht von dem absurden Standard Warenkorb sondern von dem Einkaufswagen im Supermarkt(Kaffee,Fleisch,Milch,Schokolade und co.), Nahverkehr und natürlich Sprit.
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10.05.2012 10:16 Uhr von Ich_denke_erst
 
+1 | -9
 
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Ist schon komisch hier: zu DM Zeiten hatten wir fast genau denselben Warenkorb - und alle waren begeistert über die starke DM. Jetzt - zu Euro Zeiten - passt der Warenkorb nicht mehr ins Bild und deswegen ist er falsch.
Eines muss aber allen klar sein - bei unserem Schuldenstand in Deutschland brauchen wir eine Inflation von ca 8-10 % um die Schulden wieder loszuwerden. Oder glaubt hier irgendeiner dass die BRD ihre Schulden von über 2 Bio. Euro zurückzahlen kann?

Und eines sollte im Hinblick auf die derzeitigen Lohnverhandlungen auch klar sein - wenn die Gewerkschaften 6,5 % fordern und evtl auch erhalten wird die Inflation bei 8-10 % liegen - Netto bleibt also wieder weniger.
Ich glaube dass nennt man einen Phyrrus Sieg.
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10.05.2012 10:25 Uhr von thatstheway
 
+5 | -0
 
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@ sukor74: ich zitiere :...Und wer nicht sparen will fliegt eben raus. Das wäre unter Garantie billiger.

Das hat alles nichts mit dem Sparkurs zu tun, gerade dieser hat eben Einfluss auf die Inflation und zwar je nach Auslegung
positiv oder negativ.

Was am Günstigsten für die BRD wäre, raus aus dem T€uro
und keine finanziellen Verpflichtungen, z.B. Bürgschaftern etc., mehr für andere Staaten übernehmen.
Das ist mit Garantie billiger.

[ nachträglich editiert von thatstheway ]
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10.05.2012 11:27 Uhr von Kamimaze
 
+10 | -1
 
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@Petaa: > "Ich rede hier nicht von dem absurden Standard Warenkorb sondern von dem Einkaufswagen im Supermarkt(Kaffee,Fleisch,Milch,Schokolade und co.), Nahverkehr und natürlich Sprit."

Im Supermarkt hab ich seit einiger Zeit das Gefühl, dass dort die Preise beinahe wöchentlich "angepasst" werden. So stelle ich mir den schleichenden Anfang einer galoppierenden Inflation vor... :-/
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10.05.2012 11:58 Uhr von saber_
 
+1 | -10
 
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mir egal: hab meine familie
alle sind gesund
hab genug geld um jeden tag essen auf den tisch zu stellen
hab nen job der mir spass macht
hab ein dach ueber dem kopf

rest ist mir egal
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10.05.2012 12:48 Uhr von AequitasX
 
+5 | -1
 
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2%= ja nee, is klar ich sehs doch jeden Tag im Supermarkt - vor 3 Jahren kostete ein Produkt das ich regelmäßig kaufe noch 1,39 Euro, nun kostet es 1,99 Euro - 2% fürn Ar...
Und das ist leider kein Einzelfall... da fragt man sich echt wieso die Preise so steigen, obwohl es nur 2% Inflation sein sollen :-/
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10.05.2012 13:02 Uhr von no_trespassing
 
+6 | -1
 
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Macht doch! Umso schneller explodiert der Laden! Inflation ist die Urangst der Deutschen.
Inflation bei stagnierenden oder sinkenden Löhnen und wir haben in absehbarer Zeit hier Dramen.

Die Reichen sind übrigens nicht so blöd - die schichten derzeit das Geld schön in Sachwerte um. Geht mal zu immobilienscout24.de und checkt Häuser aus eurer Umgebung.
Die bleiben keine 4-8 Wochen dort als Exposé, dann sind die weg.

Selbst Ackerland wird derzeit in Massen aufgekauft.
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10.05.2012 13:41 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
+1 | -1
 
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Inflation ist der Tod der Währung: Die Inflationsrate SOLLTE zwischen einem und zwei Prozent liegen. Schöngerechnet sind wir grade bei 2%, in der Realität siehts schon anders aus und jetzt will man diese Obergrenze bewusst durchbrechen? Welcher honk ist da wieder am Ruder?
Kommt der aus London?
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10.05.2012 13:53 Uhr von ArrowTiger
 
+0 | -4
 
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Inflation ist ok. :-): Inflation ist jedenfalls wesentlich unproblematischer, als Deflation oder eine Rezession. Siehe Japan seit den 1990er Jahren: Japan hat -außer einer kurzen Unterbrechung- bis heute ein Problem, da wieder rauszukommen! Eine Inflation ist dahingegen wesentlich schneller in den Griff zu bekommen.

Inflationsangst ist allerdings ein typisch deutsches Phänomen - vermutlich gegründet auf der damaligen gallopierenden Hyperinflation. Eine solche droht uns derzeit jedoch mit Sicherheit nicht. ;-)

Übrigens hat sich bisher nur Frankreich an die Inflationsvorgaben der EU gehalten. Deutschland lag darunter, die meisten Länder darüber. Im gemeinsamen Wirtschaftsraum sollte sich allerdings jeder an die Vorgaben halten. Eine etwas höhere Inflationsrate wird uns sicher nicht schaden, eher im Gegenteil. Gegensteuernde begleitende Maßnahmen natürlich vorausgesetzt, z.B. moderate Lohnerhöhungen.
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10.05.2012 14:19 Uhr von 1234321
 
+2 | -0
 
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mein Geld bald nichts mehr wert: Das finden nur kluge Geschäftsleute gut, die wissen, wie man sein Geld anlegt.
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10.05.2012 17:31 Uhr von ArrowTiger
 
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Unter der Decke der neoliberalen Einheitspartei Hier noch ein interessanter Artikel zum Thema für die, die ökonomisch interessiert sind und die Entscheidung der Bundesbank verstehen wollen:

"Unter der Decke der neoliberalen Einheitspartei gärt es": http://www.nachdenkseiten.de/...

"So wird von einer Veranstaltung am 9. Mai an der Uni Münster berichtet, bei der Heiner Flassbeck in seinen bekannten Positionen sowohl von einem Vertreter der Deutschen Bank als auch von dem früheren sächsischen Ministerpäsidenten Georg Milbradt (CDU) unterstützt wurde und bei der, zum offensichtlichen Entsetzen der Moderatorin von der FAZ (Heike Göbel) auch Hans Tietmeyer zugestehen musste, dass die Anpassung der Wettbewerbsfähigkeit nicht nur einseitig von Seiten der Defizitländer erfolgen kann. [...]"

Offenbar werden die Dogmatiker unruhig... und hoffentlich einsichtig - bevor es zu spät ist. Lieber spät, als nie!

Ach ja: Minus ist ja bei Beiträgen gegen den "Mainstream" schnell geklickt. Besser wäre es jedoch, sich eingehender mit der Materie zu befassen und seinen Kopf mal ganz undogmatisch zu öffnen. Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, ist die Jammerei nämlich auf allen Seiten groß... ;-)
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10.05.2012 17:33 Uhr von neminem
 
+0 | -0
 
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Wow: Europa hat Schulden und deshalb wird alles teurer. Wer hätte das gedacht?

Und es gibt halt nichts, was man als Normalsterblicher dagegen tun kann. Man sieht es kommen, man weiss es, aber man kann nichts tun. Augen zu und durch. Fetter Wohlstandsverlust für alle!!!! WOhoo Das wär mal ein Slogan, der der Wahrheit entspricht.
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10.05.2012 21:58 Uhr von Michael7
 
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Seltsam: In vielen Branchen wurden und werden gerade neue Tarif-Abschlüsse durch die Gewerkschaften erkämpft. Diese Erfolge für die Beschäftigten sind mit der Lockerung durch die Bundesbank Null und nichtig. Die Inflation frisst alles auf!

Eine interessante Strategie. Einerseits sagen die Gewerkschaften:"Wir wollen mehr als nur die Inflationsrate vom großen Kuchen für unsere Beschäftigten haben!" Dann freuen sich die Beschäftigten und schon ist Alles genauso "wenig wert" wie vorher.

Kommt sich da Niemand verarscht vor?

Das Bankensystem und die Wirtschaft halten nunmal zusammen. Hintergründe gefällig? Dann lest hier weiter...

http://www.wissensmanufaktur.net/

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