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Iran: Großayatollah ruft in Fatwa zur Ermordung eines Rappers in Deutschland auf

Shahin Najafi ist 31 Jahre alt und von Beruf Rapper. Geboren im Iran, lebt er seit 2005 in Deutschland. Er gilt als "iranischer Eminem" und seine Musik wird im Iran entweder auf dem Schwarzmarkt gekauft oder im Internet heruntergeladen. Anders ist das nicht möglich, da er auf dem Index steht.

Ein iranischer Großayatollah hat nun eine Fatwa (Todesdekret) gegen den Rapper ausgesprochen, da dieser im Lied "Imam Naghi" den zehnten Propheten (Imam), der von den Schiiten verehrt wird, beleidigt haben soll. Die Fatwa gelte nicht nur für Schiiten, sondern sei eine Aufforderung an alle Muslime.

Najafi ist dem Regime im Iran schon seit Langem ein Dorn im Auge. So seien seine islamkritischen Texte der Grund dafür, dass er auf der Liste der Dissidenten einen der oberen Plätze einnimmt. Im Februar 1989 wurde gegen den bekannten Schriftsteller Salman Rushdie ebenfalls eine Fatwa ausgesprochen.


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WebReporter: Margez
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Deutschland, Iran, Rapper, Ermordung, Fatwa
Quelle: www.heute.at

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.05.2012 21:37 Uhr von erw
 
+20 | -6
 
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gut so: soll er in deutschland seine meinungsfreiheit (sofern legal hier) genießen und weiter gegen die mullahs reden. die haben es sich redlich verdient.
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09.05.2012 21:49 Uhr von BoscoBender
 
+0 | -6
 
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Warum sollen andere die Drecks Arbeit machen Soll sich der VEVAK ihn doch holen...
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09.05.2012 21:49 Uhr von Habnochwasimofen
 
+11 | -9
 
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Leider muss ich hier an einer Stelle widersprechen....eine Fatwa ist ein Rechtsgutachten und keine Erlaubnis, um jemanden zu töten.
Diese Rechtsgutachten gibt es in vielen Bereichen und spiegeln nur die Meinung des Verfassers wider...natürlich finden solche Fatwas in der islamischen Welt bei vielen Gehör, da sie richtungsweisend sind, aber dennoch nicht unbedingt bindend.

Man darf nicht vergessen, dass es nunmal unter Strafe steht, Beleidigungen usw. öffentlich zu äussern, vorallem wenn es um die Religion geht.
Im Iran herrscht nunmal die Scharia und jedem dort ist bewusst, welche Strafen bei gewissen Delikten drohen.

Man sollte sich, bevor man jetzt hier über den Sinn oder Unsinn dieser Gesetzgebung urteilt,bewusst werden, dass auch bei uns Strafen gegen Personen ausgesprochen werden, wenn zum Beispiel der Bundespräsident diffamiert oder beleidigt wird.
Zwar wird dafür keiner mit dem Tode bestraft, aber auch das ist dem iranischen Rechtssystem gar nicht so fern....denn ob ich nun den Bundespräsidenten beleidige oder einen der Imame ist doch völlig wurst....andere Länder, andere Strafen.
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09.05.2012 21:54 Uhr von humantraffic
 
+5 | -1
 
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also wenn: fatwa ein rechtsgutachten ist, dann ist die überschrift falsch.
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10.05.2012 04:57 Uhr von iarutruk
 
+4 | -1
 
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@Habnochwasimofen Wie du schon behauptest, ist eine Fatwa ein Rechtsgutachten, in dem der Verfasser ein Großayatollah, seine Meinung abgibt, die da lautet, den Rapper zu töten.

Wie bindend diese Fatwa ist, wird die Zukunft zeigen, wie lange der Rapper noch lebt.

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