09.05.12 14:22 Uhr
 750
 

Schlecker-Mitarbeiter wollen auf 98 Millionen Euro aus Gehaltszahlungen verzichten

Die Mitarbeiter des von der Pleite bedrohten Drogerie-Unternehmens "Schlecker" wollen zur Rettung ihres Arbeitgebers auf Geld verzichten. Wie genau dieser Geldverzicht aussehen soll, wird noch vom Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und der Gewerkschaft Ver.di verhandelt.

Die Mitarbeiter wollen dem Involvenzverwalter eine Gehaltsersparnis von 98 Millionen Euro anbieten. Dieser allerdings forderte eine Ersparnis von 141 Millionen Euro. Die Gewerkschaft will allerdings weiterhin keine Mehrarbeit und keine Gehaltskürzungen hinnehmen.

Die Ersparnis an Gehalt könnte sich aus der Streichung von Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie des Verzichts auf Gehaltserhöhungen zusammensetzen. Geiwitz wollte auf Sonderzahlungen verzichten und pro Woche 2,5 Stunden Mehrarbeit. Am Mittwoch sollen die Gespräche weitergehen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Borgir
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Geld, Mitarbeiter, Insolvenz, Schlecker
Quelle: www.handelsblatt.com

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

"Football Leaks" deckt zweifelhaftes Geschäftsgebaren im Profi-Fußball auf
Chipanlagebauer Aixtron: Obama blockiert Übernahme durch chinesischen Investor
Bundestag verabschiedet Kindergeld-Erhöhung um zwei Euro

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
09.05.2012 14:22 Uhr von Borgir
 
+6 | -2
 
ANZEIGEN
Das ist ein mehr als faires Angebot der Beschäftigten, nachdem die Firmeninhaber den Laden so dermaßen in den Dreck gefahren haben.
Kommentar ansehen
09.05.2012 15:45 Uhr von thatstheway
 
+10 | -0
 
ANZEIGEN
@ dungalop: da muss ich dir recht geben.
Dieser lohnverzicht wird die endgültige Abwicklung der Schlecker-Märkte nicht verhindern und die "Ihr Platz"-Märkte werden folgen.
Warum auf etwas freiwillig verzichten, ändrn wird es nix.
Kommentar ansehen
09.05.2012 16:07 Uhr von pest13
 
+11 | -0
 
ANZEIGEN
Die Mitarbeiter sollen: nicht auf Gehaltszahlungen, die ihnen zustehen, verzichten, sondern diese einfordern, denn Schlecker wird pleite gehen. Dies wäre auch gut so.
Kommentar ansehen
09.05.2012 18:29 Uhr von fallobst
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
wieso einfordern? entweder der laden ist jetzt sofort weg vom fenster und zwar ohne die möglichkeit beim schlecker noch zu arbeiten und geld zu verdienen oder die mitarbeiter werden in zukunft weniger verdienen, um damit dem unternehmen (und ihrem arbeitsplatz) eine chance aufs überleben zu geben. klar ist die chance nicht gigantisch, aber sie ist da. die betroffenen müssen sich nun entscheiden.
Kommentar ansehen
09.05.2012 19:21 Uhr von Marco Werner
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Hier im Osten war Lohnverzicht: in den 90ern fast jede Woche irgendwo zu hören, wenn es um den Erhalt einer auf der Kippe stehenden Firma ging. Und meist sind die leichtgläubigen Angestellten drauf eingegangen. Gebracht hats in keinem Fall was, die betreffenden Firmen sind trotzdem ausnahmslos Pleite gegangen. Insofern würde ich´s an der Stelle der Schlecker-Mitarbeiter nicht einsehen, auf irgendeine Zahlung zu verzichten.
Kommentar ansehen
09.05.2012 20:24 Uhr von fallobst
 
+0 | -2
 
ANZEIGEN
@ marco werner: Dein Kommentar ist irgendwie sinnlos.

1.) Die Unternehmen, die du ansprichst waren Überreste der wirtschaftlichen Mistpolitik der DDR. Sachen wie Produktivität und Effizienz waren doch allerhöchstens aus Märchenbüchern bekannt.

2.) Es geht hierbei um die zukünftigen Zahlungen für die Arbeit in den NÄCHSTEN 3 Jahren. Wenn die das ablehnen, dann gibts Schlecker nicht mehr. Dann gibts Null Geld für Null Arbeit. Anderenfalls gibts weniger Geld für die gleiche Arbeit wie zuvor.
Wie gesagt, das müssen die Betroffenen selbst entscheiden, aber du tust so, als würden die Angestellten jetzt noch Geld fürs Nichtstun bekommen.

3.) Einige Unternehmen konnten nicht saniert bzw. gerettet werden und andere dagegen schon. Was genau haben die untergegangenen Unternehmen in den 90er Jahren jetzt mit der Drogerie-Kette Schlecker zu tun?
Das ist als ob du du Birnen und Äpfel addierst und daraus schließt, dass es morgen am Nordpol regnen wird.
Kommentar ansehen
09.05.2012 22:28 Uhr von Marco Werner
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@fallobst: Das Beispiel aus den 90ern war halt nur ein Beispiel,weils da öfters vorgekommen ist...übrigens nicht nur bei ehemalig volkswirtschaftlichen Betrieben, auch bei direkt nach der Wende hochgezogenen Firmen war das so. . Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen,daß Lohnverzicht in der Praxis nur höchst selten eine Firma rettet.
Kommentar ansehen
10.05.2012 02:03 Uhr von fallobst
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
@ marco werner: aber was haben die von dir gemeinten Firmen mit Schlecker gemein? Selbe Sparte? Selbe Kundengruppe? Selbes Geschäftsfeld? Selbe Geschäftsidee? Selbe Marktsegmente?

Nur weil das Unternehmen sind, kannst du das nicht einfach salopp vergleichen. Das ist nämlich sinnlos. Wenn der Markt noch Wachstumspotential hat bzw. das Unternehmen wegen mangelnder Konkurrenz einen guten Marktanteil besitzt, dann hat ein Unternehmen verhältnismäßig gute Chancen durchzukommen. Aber eine Pauschal-Aussage bei dem Thema zu treffen macht absolut keinen Sinn.
Kommentar ansehen
10.05.2012 16:21 Uhr von thatstheway
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@ fallobstler: das mit Schlecker hat indirekt sehr viel mit den betroffenen Unternehmen aus den 90zigern in Ostdeutschland was zu tun.
Die Branche ist egal, es wurden Betrieb absichtlich in den Konkurs ( damals, heute Insolvenz) getrieben um unter neuen Namen in einer anderen Straße wieder zu eröffnen = neue Fördermittel , unliebsames teures Personal entlassen u.s.w.
Warum hat Schlecker eine eigene Zeitarbeitfirma gegründet ?
Bestimmt nicht zum Wohl der Beschäftigten.
Und auch hier wurde die Filiale geschlossen, so wird aus Schlecker-Drogerie -> Schlecker Discount etc.
Was ist hier passiert, das Gleiche, teures Personal entlassen, billige Leiharbeiter wieder eingestellt, wohlgemerkt über die eigene Zeitarbeitsfirma, damit hat der alte Schlecker doppelt und dreifach verdient.
Also bevor du einen Kommentar zur Wirtschaft abgibst bedenke alle möglichen Hintergründe, auch wenn du meinst die sind nicht wichtig.
Kommentar ansehen
10.05.2012 18:50 Uhr von shadow#
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Dort arbeiten also zum Großteil Idioten Sonst wüssten sie dass sie dann am Ende nur mit weniger Geld auf der Straße stehen.

Refresh |<-- <-   1-10/10   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Freiburg: Frauenmord-Verdächtiger ist 17 Jähriger Afghane
The Last of Us 2 - Fortsetzung des Kult-Spiels kommt
Busenwunder Bettie Ballhaus: Nackter Adventskalender im Netz


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?