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Großraum Frankfurt: Arbeitsmarkt erlebt eine Hiobsbotschaft nach der anderen

In Frankfurt und in dem Raum um die Main-Metropole herrscht Angst. Nachdem Schlecker Pleite gegangen ist werden nun wahrscheinlich auch die Lufthansa und Neckermann Stellen streichen. Allerdings setzen sich die Angestellten von Neckermann zur Wehr und besetzten am heutigen Dienstag die Hanauer Straße.

Neckermann plant 1.380 von insgesamt 2.120 Stellen abzubauen. Überleben wird nur der Internet-Versandhandel, so die Pläne des Besitzers Sun Capital aus den USA. Daneben wird die Lufthansa deutschlandweit 2.500 Stellen streichen.

In Rüsselsheim will Opel die Produktion des Astra einstellen und in Offenbach sind bei Manroland von ehemals 1.750 Mitarbeitern nur noch 900 übrig. Von denen wurden 896 in eine Transfergesellschaft übernommen. Bis Ende Juli soll diese helfen, neue Stellen zu suchen.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Frankfurt, Lufthansa, Arbeitsmarkt, Hiobsbotschaft
Quelle: www.fr-online.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.05.2012 11:16 Uhr von Borgir
 
+25 | -4
 
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Wo ist denn der von der Politik zu hoch gelobte Aufschwung? Wo sind denn die super guten Arbeitsmarktzahlen? Wo?
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08.05.2012 11:27 Uhr von Urrn
 
+7 | -27
 
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08.05.2012 11:50 Uhr von SN_Spitfire
 
+15 | -3
 
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Schlecker: war und ist das beste Beispiel in Deutschland.
Jahrelange Misswirtschaft und die Unternehmensleitung hat sich einen Dreck um die Mitarbeiter geschert.

Ja, daran ist die Führung schuld gewesen!

Drum hielt und halte ich es für absolut richtig, dass hier die Politik nicht eingeschritten ist und hier geholfen hat!
Es kann und darf doch nicht jede Firma, welche Insolvenz anmelden muss, bei der Regierung anklopfen und die Hand aufhalten auf Kosten des Steuerzahlers!
Und ja (auch wenn es so gut wie nie der Fall ist), ich muss hier der FDP wirklich danken, dass sie hier Unterstützungszahlungen verhindert hat, so Leid mir die Mitarbeiter bei Schlecker auch tun. Wenn man merkt, dass es dem Arbeitgeber nicht gut geht, sollte man rechtzeitig die Reissleine ziehen und sich eine andere Stelle suchen. Im Fall Schlecker hat sich sogar Edeka und Rewe angeboten, einen Teil der Mitarbeiter zu übernehmen, so what???
Der Markt reglt sich von selbst und für dieses Szenario braucht es keine Politik.

Beim Thema Arbeitsmarkt und Entlassungen hat die Politik mitnichten etwas Essentielles damit zu tun, also meckert zumindest in dieser Thematik nicht dauernd über die Politik!

[ nachträglich editiert von SN_Spitfire ]
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08.05.2012 12:02 Uhr von saber_
 
+12 | -4
 
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@SN_Spitfire: die politik hat sehr wohl was damit zu tun... und das sogar sehr direkt!

denn wer sonst bestimmt ueber die gesetzgebung in deutschland?

und solange die manager die ihre fetten praemien einstreichen und die firma gegen die wand fahren nicht entsprechend haftbar gemacht werden, solange wird es so weitergehn... und noch viel schlimmer!


es kann auch nicht sein das ein warren buffet einen bruchteil eines normalen managergehaltes verdient....

und dabei ist besagter mann zeit seines lebens eher erfolgreich gefahren und hat nie wirklich seine investitoren in stich gelassen...

ein wiedeking aber faehrt porsche fast vor die wand und kassiert immernoch fast 80 mio jahresgehalt...
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08.05.2012 12:07 Uhr von Sascha_Schnuppe
 
+6 | -1
 
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Morgen braucht neckermann Geld: und der Staat hilft ihnen..
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08.05.2012 12:54 Uhr von no_trespassing
 
+5 | -0
 
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Sun Capital aus den USA: Tja, denen ist Soziale Marktwirtschaft egal.
Die leben nach US-Prinzipien sich hier aus und die Politik schaut zu.

Das gleiche mit Opel - der Staat hätte damals geholfen das Unternehmen zu übernehmen. Aber das haben Politiker eindrucksvoll vermasselt, indem sie Staatshilfe für jeden garantierten.
==> GM nahm die Staatsknete dankend an und entlässt dann eben heute die Mitarbeiter.

Bochum und Rüsselsheim können eigentlich komplett dichtmachen. Danke, ihr super Politiker.

Ach ja, und vielen Dank auch für Hochtief. Tolle Wirtschaftspolitik.
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08.05.2012 13:38 Uhr von ArrowTiger
 
+3 | -1
 
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@SN_Spitfire: -- "ich muss hier der FDP wirklich danken, dass sie hier Unterstützungszahlungen verhindert hat, so Leid mir die Mitarbeiter bei Schlecker auch tun."

Das ist leider ein Trugschluss. Durch die Verhinderung der Transfergesellschaft durch die FDP wurden die Insolvenzkosten vollständig auf den Steuerzahler verlagert, Schlecker wurde für mögliche Investoren uninteressant, und weitere 12.000 Mitarbeiter verloren ihren Job.

Eine Transfergesellschaft wäre also durchaus im Sinne der Mitarbeiter und des Steuerzahlers gewesen. Die Blockade der FDP macht nur im Hinblick auf ihre Klientel Sinn.
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08.05.2012 14:47 Uhr von SN_Spitfire
 
+1 | -3
 
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@ArrowTiger: Vollkommener Quatsch!
Die Transfergesellschaften hätten den Steuerzahler Unsummen gekostet, weil dadurch der Entscheidungsprozess unweigerlich in die Länge gezogen worden wäre.
Wie ich geschrieben hab, ist der Hauptteil der Mitarbeiter seitens REWE und Edeka übernommen und eingestellt worden. Es gibt daher überhaupt keine Gründe für diese Transfergesellschaft.
Den Mitarbeitern steht selbstverständlich Arbeitslosengeld in entsprechender Höhe absolut zu! Sowas stell ich gar nicht in Frage. Hierfür zahlen wir ALLE als Arbeitnehmer und Arbeitgeber, dass die Überbrückungszeit für die Mitarbeiter möglichst problemlos vorrüber geht.
Bei einer Transfergesellschaft wären Gespräche mit Investoren, Teilhabern, auffangfirmen usw. nur noch mehr in die Länge gezogen worden und alle Mitarbeiter hätten mehr und mehr bangen müssen um ihren Arbeitsplatz. Jetzt wissen sie wenigstens, ok, der Arbeitsplatz ist tot... Ich muss mir einen Neuen suchen.
Sowas ist Live, sowas ist der Arbeitsmarkt. Es läuft überall nach genau gleichem Schema.
Nur, weil bei Schlecker 12.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, heisst das nicht, dass der Steuerzahler zusätzlich noch Geld in die Hand nehmen muss, um diese Firma vor der Insolvenz zu retten.
Man sieht/hat gesehen, dass es ohne diese Transfergesellschaft ebenfalls problemlos vonstatten ging!

[ nachträglich editiert von SN_Spitfire ]
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08.05.2012 15:04 Uhr von ArrowTiger
 
+1 | -1
 
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@SN_Spitfire: -- "Vollkommener Quatsch!"

Ganz sicher nicht!

Sorry, mangels Zeit hier ein erläuternder Artikel von Jens Berger von Ende März diesen Jahres: "Die FDP und die Schlecker-Pleite – Polittaliban außer Kontrolle", http://www.nachdenkseiten.de/...
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08.05.2012 15:25 Uhr von SN_Spitfire
 
+1 | -1
 
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@ArrowTiger: Mir gehts mitnichten um die FDP momentan.

Hier gehts um Grundsätzliches in Bezug auf den Arbeitsmarkt.

Ich selbst (ich bin ganz und gar kein FDP Wähler) bin uns war ebenfalls gegen die Transfergesellschaft und das aus gutem Grund. Weswegen, habe ich ja in vorigen Beiträgen bereits beschrieben.

Das was du gerade hier postest ist Polemik gegen die FDP als Partei, was mit dem Grundsatz auf dem Arbeitsmarkt ganz und gar nichts zu tun hat.
Was stellt Schlecker mit 12.000 Mitarbeitern besser dar, als ein Unternehmen mit 50-150 Mitarbeitern?
Natürlich gehts hier um Arbeitsplätze und deren Sicherung, aber hier hat sich die Politik gefälligst rauszuhalten!

Bestes Beispiel, wo die Politik sich eingemischt hat, aber der Schuss nach hinten los ging, war zu Schröders (SPD) Zeiten die Firma Holzmann. Bekannt?

Klar, erinnert sich wahrscheinlich kein Mensch mehr dran... Der Steuerzahler büßt hier heute noch!
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08.05.2012 15:41 Uhr von ArrowTiger
 
+2 | -1
 
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@SN_Spitfire: -- "Was stellt Schlecker mit 12.000 Mitarbeitern besser dar, als ein Unternehmen mit 50-150 Mitarbeitern?"

Also, Transfergesellschaften sind bei einer Insolvenz eigentlich nichts ungewöhnliches. Und es ging ja nicht nur um die knapp 12.000 entlassenen Mitarbeiter, sondern auch um die weiteren über 13.000, die ohne Transfergesellschaft nun ebenso plötzlich auf der Straße stehen (werden). Das ist schon eine Menge!

Wie im Artikel beschrieben, hätte die Gesellschaft u.a. für die Beschäftigten eine hohe Rechtssicherheit und bevorzugte Position gegenüber Schlecker erworben, was ihre Forderungen angeht. Dies war der FDP ja möglicherweise ein Dorn im Auge, da damit z.B. die Banken vom ersten Gläubigerplatz gefallen wären. So bleibt den Mitarbeitern nur die Insolvenzmasse, um ihre Forderungen einzuklagen - mit den bekannten Nachteilen.

Und so zahlen wir jetzt auch alle dafür, daß die Banken mal wieder fein aus der Sache rausgekommen sind.

Aber das ist, wie schon geschrieben, nicht der einzige Nachteil, der durch das Nichtzustandekommen der Transfergesellschaft entstanden ist.

Ich frage mich ohnehin, wie diese Splitterpartei die Transfergesellschaft gegen die Mehrheit im Parlament verhindern konnte. So gesehen, trifft diese "Polemik" schon sehr genau die Verantwortlichen für diese Situation.

Ist jetzt aber eh zu spät, noch groß darüber zu diskutieren... ;-)
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08.05.2012 15:44 Uhr von General_Strike
 
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@Borgir: Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger ist auf kaum mehr als 7.000.000 gesunken.

Was willst du mehr?
Vollbeschäftigung???
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08.05.2012 15:47 Uhr von Hawkeye1976
 
+3 | -0
 
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Tja, aber wenigstens können die zukünftigen Arbeitslosen dort ruhig schlafen dank Nachtflugverbot. ;)
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08.05.2012 17:38 Uhr von irykinguri
 
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was soll das sein? hanauer strasse????????
wohl eher hanauer landstrasse
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08.05.2012 17:47 Uhr von Sonny61
 
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Da muss die Bundesagentur mal wieder die "Bleistifte" kräftig spitzen um die Statistik zu retten - Neue Ideen braucht das Land!
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08.05.2012 20:15 Uhr von Zephram
 
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Stimmt! Den Steuerzahler kann man nun wirklich nicht dafür ranziehen, der muss ja die Banken bedienen ;)

jm2p Zeph
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08.05.2012 21:41 Uhr von Michael7
 
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Leider wird das wohl nicht besser werden Die Technik schreitet immer weiter voran und vernichtet dadurch Arbeitsplätze. Eine Entwicklung, die nicht zu stoppen ist. Leider. Die Gesellschaften müssen sich etwas überlegen, denn irgendwann -eigentlich schon heute- gibt es nicht mehr genug Arbeit um Alle mit dem hieraus resultierenden Einkommen zu ernähren. Wenn man hunderte von Milliarden in einen korrupten Euro-Rettungs-Schirm verschleudern kann, könnte man auch hierzulande etwas für Alle tun.

Eine Möglichkeit wäre das "bedingungslose Grundeinkommen". Auf "wissensmanufaktur.net" werden viele Hintergründe erklärt. Bin vor ca. 3 Tagen darauf gestoßen und bin restlos begeistert. Denn es bedeutet, dass unsere Gesellschaft. Ja alle Gesellschaften weltweit eine "individuelle Chance" haben einen menschlichen und gerechten Weg für Alle zu finden.

Dann wären solche Meldungen relativiert in einem Entwicklungsprozess der Technisierung. Einer Technisierung, die eigentlich dem Menschen zu Gute kommen sollte und nicht irgendwelchen Banken- und Börsensystemen. Die Politiker sollten daher als Volksvertreter ihre Bürger vertreten und schützende Systeme fördern und entwickeln. Denkt mal darüber nach.
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09.05.2012 08:47 Uhr von unomagan
 
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Das: Bedienungslose Grundeinkommen klingt toll. Unterstütze ich auch, aber solange es nicht Weltweit zu einer "Revolution" kommt. Kann man das leider knicken. Das Geld würde hier "entwertet" werden. Eine gesteigerte Inflation so zu sagen. Diese wäre aber vorhersehbar: Jedes Jahr x%, konstant! nicht zu verachteten wenn man auf Jahrzehnte planen kann.

Allerdings würden die "Firmen" ihre Produktion und co noch mehr als ohne hin schon ins Ausland verlagern. Wie auch Firmensitze, Support und co. Alles was raus kann, geht raus.

Die gier der Menschen ist nicht zu unterschätzen

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