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Urheberrecht: Fotograf fordert 120 Millionen Dollar Entschädigung von Agentur

Der Fotograf Daniel Morel war während des Haiti-Erdbebens 2010 vor Ort und postete 17 seiner Fotos auf Twitter. Ein anderer Twitter-Nutzer verbreitete diese ohne Quellenangabe weiter, so fand die Presseagentur AFP die Bilder, verbreitete sie auf Fotoportalen und nutzt sie für ihre Berichterstattung.

Morel erhielt für die Verwendung seiner Bilder keinen Cent - obwohl beispielsweise auf einem der Fotoportale 820 Mal seine Bilder verkauft wurden. Jetzt fordert er von AFP eine Entschädigung in Höhe von 120 Millionen US-Dollar.

Von anderen Medien wie ABC, CBS und CNN erhielt Morel bereits eine Entschädigung in unbekannter Höhe. Das Urteil könnte den rechtlichen Rahmen für den Umgang mit online veröffentlichten Bildern neu stecken.


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WebReporter: PudelDesTodes
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Dollar, Entschädigung, Fotograf, Urheberrecht, Agentur
Quelle: www.spiegel.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.05.2012 20:37 Uhr von PudelDesTodes
 
+18 | -1
 
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Einer Agentur sollte klar sein, dass Bilder nicht einfach vom Himmel fallen. Hätten sie sich bemüht den Urheber zu suchen, hätten sie ihn gewiss gefunden.
Wenn die Presse selber immer haargenau auf Quellenangaben bei Weiterverwendung ihrer Artikel besteht, sollten sie selbst auch so fair sein und nicht fremde Bilder vermarkten.
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06.05.2012 21:53 Uhr von KingPiKe
 
+5 | -21
 
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06.05.2012 22:06 Uhr von c0rE_eak_it
 
+9 | -4
 
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@kingpike & zeus35: hallo? gehts noch?
Was sind das denn für dämliche Argumente.
Bloß weil mein Auto in der Öffentlichkeit geparkt wurde darf damit auch noch lang nicht jeder fahren oder damit machen was er will. Oder muss ich bei meinem Auto daraufhinweisen, und nen Zettel dran machen, dass man es doch bitte nicht stehlen und verkaufen soll.

Ich finde 120 Millionen auch völlig absurd und übertrieben, keine Frage, aber AFP weiß ganz genau, dass man nicht einfach Bilder im Internet nehmen kann und die verkaufen darf.
Grade solche Agenturen, wie auch immer sie heißen mögen sind ganz gerne schnell mal hinterher, wenn man ihre Bilder klaut.

Mag ja sein, dass sich die Bilder im Internet verbreiten trotzdem hat man noch lange nicht das recht die bilder einfach zu nehmen und zu verkaufen. das kommt ja hehlerei nahe.
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06.05.2012 22:08 Uhr von CrazyCatD
 
+8 | -0
 
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@KingPiKe und @Zeus35: Es geht nicht darum das diese Bilder um die Welt gehen, sondern das Andere diese als ihr geistiges Eigentum ausgeben und auch noch verkaufen und daran Geld verdienen und nicht der eigentliche Schöpfer dieses Photos und das ist eindeutig eine Verletzung des Urhebenrechts und da ist es egal ob er es bei Twitter, FB oder seiner eigenen Seite ins Netz gestellt hat, er kann sein Bild sooft und wo auch immer veröffentlichen wie er will, das Urheberrecht bleibt seins.
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06.05.2012 22:19 Uhr von Jlaebbischer
 
+6 | -0
 
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KingPike: Andere haben mit seinen Bildern Geld in unbekannter Höhe verdient. Da ist es selbstverständlich, dass er klagt. Ob 120 Millionen angemessen sind, steht auf einem anderen Blatt.
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06.05.2012 23:51 Uhr von KingPiKe
 
+0 | -2
 
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@c0rE_eak_it und andere. Nichts ist dämliche als dieser immer wiederkehrende Autovergleich, egal zu welchen Thema, vor allem, wenn er mal sowas von überhaupt nicht passt.

Aber um mal auf deinen Gedankengang aufzuspringen:

Ein Auto hat ein Nummernschild und wird somit einem Besitzer zugeschrieben. Wenn Das Auto kein Nummernschild hat, braucht man sich nicht wundern, wenn es irgendwann einfach mal abgeschleppt und von der Stadt gewinnbringend verschwerbelt oder veschrottet wird.
Und wenn ein Auto nicht abgeschlossen wird und es geklaut wird, dann trägt man dabei auch einen Teil der Schuld für den man selbst aufkommen muss.

Und nu?


@CrazyCatD; Jlaebbischer

Nirgends habe ich ihm das Recht auf Geld abgesprochen.
Es geht mir um die Relation. Und ich kann mir kaum vorstellen, dass 120 Mio da realistisch sind. Meiner Meinung nach wittert da nur jemand wieder das große Geld.

Viel wichtiger ist mir aber eben die schon angesprochene Selsbtverantwortung des Urhebers. Und so sehe ich es nunmal: Wenn man ohne Kommentar und sonstigen Anmerkungen bzgl. des Urheberrechts Bilder auf einer solchen Plattformpostet, deren Sinn darin besteht, eben solche Sachen zu verbreiten, der sollte sich darüber dann auch im klaren sein. Man muss eben auch selbst auf sein Egientum aufpassen. Aber nach dem Motto: Ich werfe sie jetzt mal in die Welt hinaus und wenn sie denn irgendwo Geld bringen, dann klage ich mir mein Geld ein, ist imho auch nciht das Gelbe vom Ei. (ohne mich jetzt im speziellen auf diesen Fall zu beziehen, sondenr als allgemeine Aussage).
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07.05.2012 01:31 Uhr von Floppy77
 
+2 | -0
 
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120 Millionen? Die Hälfte davon sollte an Haiti: gehen, ohne deren Leid hätte er solche Fotos gar nicht erst bekommen.
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07.05.2012 07:41 Uhr von 3nu6E8CcvW1Up9kJ0ZR
 
+2 | -0
 
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Verstehe ich gar nicht. Agenturen wissen doch, dass sie keine Bilder ohne Quellenangaben/Urheberrechte verwenden dürfen.

Wenn sie das trotzdem gemacht haben geschieht es ihnen recht und gehören verurteilt.

120 Millionen bekommt er aber sicher nicht, denn er trägt auch Mitschuld.
Er hätte die Bilder Signieren müssen, bevor er sie ins Netz stellt.
Er musste also damit rechnen, dass die Bilder weiter veröffentlicht werden.
Ausserdem hatter er seine Urheberrechte an Twitter (Vertrag) abgegeben indem er die Bilder dort hochgeladen hat.

Gleiches gilt auch für hochgeladene Bilder bei Facebook

[ nachträglich editiert von 3nu6E8CcvW1Up9kJ0ZR ]
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07.05.2012 10:19 Uhr von CrazyCatD
 
+1 | -0
 
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@KingPiKe: Der Betrag den der Fotograf einklagt mag überzogen sein,doch geht es ja in erster Linie darum das jemand das Bild als sein eigenes ausgegeben hat verkauft hat (in diesem Fall eine große Presseagentur) und damit Geld verdient hat ohne den Urheber daran zu beteiligen, also hat er durchaus das Recht gegen diese zu Klagen.
Aber es ist eher wie bei der Musik oder Filmen das Kopieren ist ja auch schon kritisch zu betrachten, aber wenn andere Musik oder Filme Kopieren und dann auch noch verkaufen ohne den Künstler daran zu beteiligen, ist dies ein vewrstoß gegen das Urhebergesetz. Punkt Basta Fertig
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07.05.2012 15:53 Uhr von KingPiKe
 
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@CrazyCatD: Sehe ich genauso.
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08.05.2012 00:55 Uhr von c0rE_eak_it
 
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@ kingpike: Tust du nur so oder meinst du deine kommentare ernst?
Das internet ist also ein rechtsfreier raum wo sich jeder bedienen darf oder wie?

wenn ich es veröffentliche heißt es doch noch lange nicht, dass jemand damit machen kann was er will.
nen bild aus ner Austellung darfst du auch nicht einfach nehmen, verfielfältigen und weiterverkaufen.

Und jetzt komm nicht mit dem Argument, dass man das Museum ja abschließen kann.
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08.05.2012 09:33 Uhr von KingPiKe
 
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@ c0rE_eak_it: Habe ich auch nirgends behauptet. Woher nimmst du diese Behauptung?

Ich habe schon mehrmals geschrieben, um was es mir geht. Dazu müsstest du eben mal die Kommentare bis zuende lesen.
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25.05.2012 19:14 Uhr von Schwertträger
 
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@KingPiKe: Wieso: >...Was man ins Internet stellt, verbreitet sich nunmal. Auch oft ohne Quellenangaben. Das sollte sich jeder bewusst sein.<

Wieso?
Ist das ein Naturgesetz?

Es geht ja genau darum, dass sich daran lagsam mal was ändern muss! Die Leute, die einfach und unüberlegt Dinge weiterverbreiten, die sie irgendwo finden, müssen empfindlich was auf den Deckel bekommen.
Generell muss die gute Sitte des "vorher Fragens" wieder in die Köpfe der Leute gehämmert werden.

Und im Falle sdes Urhebergesetzes ist es ja auch mehr als gute Sitte, sondern eine Notwendigkeit.



Wenn ich mein Portomonaie auf dem Marktplatz hinlege, bekomme ich eine Strafe wegen Begünstigung einer Straftat. ABER derjenige, der es klaut, bekommt völlig ungeachtet meiner Strafe eine eigene wegen Diebstahls. Und ich bekomme, ebenfalls völlig ungeachtet meiner Strafe, das Portomonaie und seinen Inhalt zurück.
Soviel zu Deiner Frage "warum stellt er die Bilder überhaupt ein?".
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25.05.2012 19:44 Uhr von Schwertträger
 
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Und was den Autovergleich angeht: Wenn irgendwo ein Auto ohne Nummernschild herum steht, wird es mitnichten einfach so entfernt, ohne dass gefragt wird, wem es denn gehört. Im Gegenteil, es wird sogar ganz genau gefragt, denn die Entfernung und Sicherstellung wird dem Besitzer in Rechnung gestellt.
Das nur mal dazu.

Niemand hat ohne Nachforschung irgendetwas wegzunehmen.

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