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Fukushima: Bodenprobe aus Tokio erweist sich als kontaminiert

Seit der Fukushima-Katastrophe in Japan verweigern die Behörden den Kernkraftwerken die Genehmigung zum wieder einschalten. Mit Beginn der Revision des letzten in Betrieb befindlichen Kernkraftwerks wird Japan ab Samstag ohne Atomstrom sein.

Arnold Gundersen, ein Whistelblower der Kernindustrie, hat in Tokio Bodenproben genommen und diese in den USA untersuchen lassen. Die Proben wurden in den USA als Atommüll klassifiziert und mussten entsprechend entsorgt werden. Als Quelle konnte eindeutig Fukushima zugeordnet werden.

Gundersen, ehemals glühender Kernenergie-Befürworter, empfiehlt, diese Form der Energiegewinnung nicht weiter zu fördern. Er sieht die Zukunft der Energieversorgung in dezentralen Anlagen auf Basis regenerativer Energieträger.


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WebReporter: aap
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tokio, Fukushima, Boden, Kontamination
Quelle: www.anti-atom-piraten.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.05.2012 22:46 Uhr von Deejah
 
+2 | -2
 
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"Das Land der aufgehenden strahlenden Sonne -: Stromausfall in einem Kraftwerk"

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04.05.2012 23:40 Uhr von humantraffic
 
+4 | -2
 
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"Bodenproben [...] als Atommüll klassifiziert"

"radioaktiv kontaminiert" und "atommüll" sind doch 2 paar schuhe oder nicht? der boden, die erde, ist doch kein atommüll!?
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04.05.2012 23:53 Uhr von aap
 
+4 | -2
 
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@AntiPro: Man kann aufgrund der Zusammensetzung der Radionuklide nachweisen, dass die Kontamination der Proben in Tokio durch Fukushima verursacht ist und es sich nicht um Altlasten der Atombomben handelt.

Der Experte ist nicht selbsternannt, sondern ist ein erfahrener Experte auf diesem Gebiet:
Arnold Gundersen hat den Grad eines Master als Ingenieur der Kerntechnik. Er hatte die Lizenz als Reaktorfahrer, war Senior Vizepräsident eines lizenzierten, kerntechnischen Unternehmens und war Manager einer Prüfabteilung für kerntechnische Anlagen. Er wurde entlassen, nachdem er das Management seines Unternehmens auf ein Sicherheitsproblem aufmerksam gemacht hatte. Gundersen war an 70 Reaktoren in den USA und Europa tätig. Auch war er als Experte Zeuge des Unfalls auf Three Mile Island und war an der Analyse des Unfalls beteiligt.
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04.05.2012 23:57 Uhr von aap
 
+1 | -4
 
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@humantraffic: Nach den Laborergebnissen eben schon.

Radioaktiv kontaminiert bedeutet, dass das Material, also der Boden, die Erde, etc.,mit radioaktiven Stoffen belastet ist. Diese Belastung kann man nur entfernen, indem man den betroffenen Boden abträgt oder es schafft, das radioaktive Material von diesem zu trennen. In der Regel trägt man nach Möglichkeit die obersten Materialschichten des kontaminierten Materials ab.

Alles, was man weg nimmt ist dann natürlich Atommüll, der entsprechend entsorgt werden muss.

Da die hier untersuchten Örtlichkeiten bereits einmal dekontaminiert waren, ist offensichtlich, dass durch Wind und Wetter auch dekontaminierte Bereiche wieder und wieder kontaminiert werden.

[ nachträglich editiert von aap ]
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05.05.2012 00:45 Uhr von harzut
 
+2 | -0
 
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Japan ganz ohne Atomstrom: und es gab seit der Katastophe keine Meldungen mehr über Versorgungsengpässe. Ich kenne mich dort nicht aus, aber ich glaube Japan kann nicht einfach mal Strom aus dem Ausland importieren wie wir. Japan war vorher vielmehr vom Atomstrom abhängig als wir. Also sollte es für uns doch ne Leichtigkeit sein den Atomausstieg durchzusetzen,wenn wir unsere Kapaitäten sinnvoll nutzen würden.

Außerdem sollte die Solartechnologie, egel ob Strom oder Warmwasser, über dem Denkmalschutz stehen.

In unserer Kreisstadt musste ein Hausbesitzer seine Solaranlage wieder abbauen, weil die Anlage die Dachansicht der unter Denkmal stehenden Innenstadt geschädigt hat.
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05.05.2012 04:33 Uhr von iarutruk
 
+1 | -0
 
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Japanisches Sicherheitsdenken ist mit Sicherheit nicht in Verbindung zu bringen. Laut einem Bericht sind die Auswirkungen von Fukushima eher höher einzuschätzen als die von Tschernobyl. Und der Boden von Tschernobyl ist immer noch kontaminiert.
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05.05.2012 11:15 Uhr von aap
 
+3 | -1
 
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@AntiPro: Die Quelle verweist auf einen US-Gutachter.
"Fortschrittsgegner" ist auch nur eine leere Killerphrase ohne faktischen Beweis.

Was ist Fortschritt, und was ist denn so schlimm daran, zur Energiegewinnung ausreichend vorhandene, für jeden kostenlos erhältliche Ressourcen zu nutzen, die jeder anwenden kann, anstatt auf Verfahren zu setzten, die nur von Quasi-Monopolen mit staatlichen Garantien betrieben werden können, die kostenintensive Ausbeutung endlicher Ressourcen erfordert und das Potential haben, ganze Staaten zu vernichten?

Gorbatschow sieht den Unfall in Tschernobyl als Zäsur, die den Untergang der Sowjetunion eingeleitet hat (siehe http://bit.ly/... und http://bit.ly/... ).

Japans Regierung hat erhebliche Probleme. Die Präfekturen gehorchen ihr nicht mehr und stimmen einer Wiederinbetriebnahme der Kernkraftwerke bisher nicht zu. Die Menschen sparen dort lieber Strom, als mit ihrer Lebensrundlage ein Würfelspiel zu spielen, dessen Chancen etwa 98:2 oder schlechter stehen.

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