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Hans-Christian Ströbele: Fußball-EM ist wie Olympia 1936

Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele hat sich jetzt in die Diskussion um ein Boykott der Fußball-EM in der Ukraine eingemischt. Er vergleicht das Sportereignis und das Regime in dem Land mit den Verhältnissen in Deutschland zur Olympiade 1936.

Die Ukrainische Regierung nutze die EM um sich selber aufzuwerten. Dies dürfe aber nicht so sein. Zudem sollten sich auch die Sportler für die Menschenrechte einsetzen.

"Gerade in Deutschland haben wir dazu sehr traurige Erfahrungen mit der Olympiade 1936 gemacht", sagte Ströbele.


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WebReporter: Saftkopp
Rubrik:   Sport
Schlagworte: Fußball, EM, Olympia, Fußball-EM, Christian Ströbele
Quelle: www.rp-online.de
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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.04.2012 23:13 Uhr von Katzee
 
+7 | -6
 
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Immer wieder Nazi-Vergleiche: wenn den Menschen die passenden Argumente ausgehen, um sich wirkungsvoll in die Medien zu bringen. Welchen Völkermord plant Janukowytsch denn? Er mag ein machtbesessener Möchtegern-Alleinherrscher noch nach UDSSR-Vorbild sein, aber die Ukraine mit Nazi-Deutschland zu vergleichen ist eine Beleidigung der Ukraine.
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30.04.2012 23:38 Uhr von thatstheway
 
+5 | -2
 
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@ Katzee: oder umgekehrt ?
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30.04.2012 23:57 Uhr von Katzee
 
+4 | -5
 
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In der Ukraine: demonstrieren Timoschenko-Anhänger offen für die Freilassung der Politikerin. In Nazi-Deutschland 1936 wäre das schon nicht mehr möglich gewesen, die Menschen wären über Nacht verschwunden - verschleppt und totgeschlagen von NSDAP-Schlägern.

Wir sollten uns davor hüten, jeden Möchtegern-Diktator mit Hitler zu vergleichen, denn das Hitler-Regime steht mit seiner Menschenverachtung, seinem Massenmord und seinen Weltherrschaftsträumen noch immer "ungeschlagen" an Grausamkeit in der menschlichen Geschichte.

Die UDSSR unter Stalin kam dem fast gleich. Die Ukraine jetzt? Wohl eher nicht. Der Staatschef ist mies - wie alle Möchtegern-Diktatoren, und die Nachfolgestatten der UDSSR haben einige davon hervorgebracht.

Nazi-Deutschland mit diesen Möchtegern-Diktaturen zu vergleichen bedeutet, die Verbrechen der deutschen Vergangenheit "in den Weichspülgang" zu stopfen und ihre Gräuel damit mehr und mehr zu vergessen. Und damit steigt die Gefahr, diese Gräuel in Zukunft zu wiederholen.
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30.04.2012 23:58 Uhr von sicness66
 
+5 | -2
 
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Ströbele: ist nur noch peinlich.
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01.05.2012 00:14 Uhr von thatstheway
 
+2 | -1
 
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@ Katzee: ich habe deswegen meinen Kommentar abgegeben,
da du anscheinend die Ukraine nicht von innen kennst und wenn ja hast du bloß die Sonnenseiten ( die für Touristen ) gesehen. Weiterhin zeugt diese Äußerung von Ströbele das er sehr einfältig denkt. Ja, und mir geht der ganze gezielte Vergleich mit dem Nazikram auf den Senkel, gut man sollte es nicht vergessen, es aber immer wieder zu bemühen, ist schon alter Kaffee inzwischen. Ferner trifft mein altes Sprichwort immer wieder zu,politisch betrachtet, das deutsche Volk war, ist und wird immer dumm bleiben.

Zu J.T. kann ich nur sagen, die ist mit äußerter Vorsicht zu "genießen", auch sie geht "über Leichen" wenn es zu ihrem Vorteil ist und es ist nicht abstreitbar das sie ihre Strafe zu recht bekommen hat, da sie dem Volk der Ukraine geschadet hat und sich selbst daran bereichert hatte.
Und wenn sie jetzt freiwillig in Hungerstreik getreten ist,
ist das ihr Problem wenn sie dadurch so schwach wird,
sie hat es sich so ausgesucht.
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01.05.2012 04:47 Uhr von Noseman
 
+2 | -1
 
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@Katzee: Auch 1936 mussten die Nazis noch einige politische Rücksichten nehmen und waren keineswegs so "allmächtig" oder gar allwissend, wie oft geglaubt wird.

Beispielsweise konnten die Nazis noch 1941schlecht etwas geegn Bischof von Galen anlässlich dessen Protest gegen die Euthanasie unternehmen. Und 1936 zu den Olympischen Spielen wurde versucht, der Welt ein "sauberes" Deuztschland vorzugaukeln.

(Vor allem ausländische) Politik und mächtige Institutionen (wie die Kirche) wären zum Teil durchaus noch lange in der Lage gewesen, sich gegen Hitler zu stellen.

Deshalb finde ich den Vergleich* nicht übel, denn der Sinn dieses Vergleich ist ja eben nicht eine Relativierung des Hitlerregimes, sondern soll lediglich an dessen erfolgreiche Instrumentalisierung des Sportes zum Zwecke des Prestigegewinns mahnen.

In neuerer Zeit waren die Nazis halt die Ersten, die das erfolgreich unternahmen, und davor zu warnen macht Sinn. **


* Den in der Quelle. In der News hier kommt es durch die Formulierung im letzten Satz des ersten Absatzes tatsächlich zu einem Qualitätsvergleich beider Regime, aber ich bin ganz sicher, dass das nicht von Ströbele beabsichtigt ist.

** wobei man da zugegebenermassen auch gar nicht die Nazis als Vergleich bemühen muss, denn den Sport haben schon Griechen und Römer politisch ausgeschlachtet.
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01.05.2012 06:51 Uhr von tutnix
 
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wieso abschweifen? fussball-wm in argentinien 1978 wäre das passendere beispiel gewesen.
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01.05.2012 08:38 Uhr von usambara
 
+2 | -1
 
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@tutnix: Vogts sagte 1978: „Argentinien ist ein Land, in dem Ordnung herrscht. Ich habe keinen einzigen politischen Gefangenen gesehen.“

Vielleicht auf seinem Heimflug, denn politische Gefangene wurden damals von der rechten Militärdiktatur per Flugzeug in den Atlantik entsorgt.

http://fussball-wm-infos.de/...

[ nachträglich editiert von usambara ]

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