Archäologie: Meeresgott Poseidon nicht für Tod persischer Armee verantwortlich
Nach Überlieferungen des Geschichtsschreibers Herodot soll der Meeresgott Poseidon 479 v. Chr. mittels einer von ihm gesandten gigantischen Flutwelle eine persische Armee fortgespült haben. Die Perser befanden sich zum damaligen Zeitpunkt auf dem Weg zur heutigen griechischen Stadt Nea Potidaea.
Auf einem Treffen der Seismological Society of America hat der Forscher K. Reicherter Hinweise vorgelegt, die auf einen Tsunami als Verursacher hindeuten und nicht auf Poseidon. Herodot beschrieb einerseits für einen Tsunami klassische Anzeichen, wie etwa das Zurückziehen des Meeres vor der Welle.
Im Landesinneren gefundene Sedimentschichten, die sich vor dem Tsunami im Meer befanden, könnten ein weiterer Beleg dafür sein. Durch die Welle mitgespülte Muscheln erlaubten Reicherter eine Datierung der Monsterwelle auf circa 500 v. Chr. bei einer geringen Abweichung von nur etwa 25 oder 30 Jahren.