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Bayern: Lehrer wehren sich gegen "Mein Kampf" als Unterrichtsbuch

Die CSU möchte Adolf Hitlers Propagandabuch "Mein Kampf" ab 2015 an bayerischen Schulen als Unterrichtsmaterial einsetzen.

Die Lehrer wehren sich jedoch dagegen und der Präsident des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbands (BLLV) findet sogar, dass die Lektüre der NPD in die Hände spielen könnte.

"Selbst Erwachsene fallen auf Nazi-Hetze herein", so der Präsident des BLLV. Für Kinder sei die Lektüre deshalb umso gefährlicher.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bayern, Lehrer, Adolf Hitler, Unterricht, Material, Mein Kampf
Quelle: www.sueddeutsche.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.04.2012 13:25 Uhr von Neapolitaner
 
+48 | -24
 
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gefährliche Bücher Sagen immer Leute die Angst haben dass es andere Meinungen enstehen können als die eigene.
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26.04.2012 13:36 Uhr von b_andog
 
+36 | -5
 
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Wichtig ist Menschen zum Denken zu befähigen. Denkanstöße zu geben sind Aufgaben des Lehrers. Das Aussenvorlassen von Informationen ist mit Sicherheit viel gefährlicher, weil das unkommentierte Auseinandersetzen mit "Mein Kampf" birgt die wirkliche Gefahr.

In dem man sich mit dem Buch auseinandersetzt kann man viel besser die billige Schreibweise, die einseitige und lächerliche Argumentation bzw. die Zusammenhänge mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus und dem scheitern der Bildung herausarbeiten.

Indem man sich mit Passagen aus dem Buch beschäftigt kann man dies sehr gut darstellen.

Die Frage ist ob Lehrer das leisten können? In dem Punkt sollte man Lehrpersonal nachschulen. Immernoch eine bessere Alternatve als das Lesen von "Mein Kampf" im Netz mit den Kommentaren von verblendeten Flachpfeifen.
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26.04.2012 14:23 Uhr von Hawkeye1976
 
+14 | -0
 
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Lachhaft: Das beste Mittel gegen "Mein Kampf" ist nunmal das Buch selber. Es ist langweilig, langatmig und strotzt vor unfreiwilliger Comedy.
Zudem kann man an dem Buch sehr schön beleuchten, wie Hitler seine eigene Vita geschönt hat und dass die Maßstäbe, die er für andere ansetzt für ihn selber nicht gelten.
Das Buch stellt Hitler als das armselige Würstchen blos, das er im Grunde war ...
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26.04.2012 14:49 Uhr von b_andog
 
+1 | -5
 
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@faboan: Man sollte nicht alles ím Detail in der Schule behandeln. Zum einen reicht dafür aus Gründen der Komplexität die Zeit nicht ausserdem würde bei dieser Überinformation der Kopf eines heutigen "Standard Schülers" einfachmal platzen. ;)
Wichtig ist es eventuell grundlegende Zusammenhänge aufzuzeigen und ein Interesse zum Selbststudium beim Schüler zu wecken.

auch wenn dir damals nur "weiss" beigebracht worden ist wird dir nach deiner objektiven Selbstrecherche aufgefallen sein. Das dein "Grau" zwar in vielen kleinen "Farbschattierungen" glitzert und auch Schwarzanteile enthält unterm Strich aber trotzdem ein sehr helles "Hellgrau" bei rauskam.

Wichtig ist dabei das man 1. das Schwarz/weiss denken ablegt 2. dabei aber nie vergisst das die Helligkeit in einem Raum schon davon abhängig ist wie dunkel man ihn streicht. Und ich tendire ganz klar zu nem hellen Raum ;)
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26.04.2012 14:52 Uhr von Randall_Flagg
 
+10 | -0
 
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Jeder Neonazi sollte das Buch lesen. Dann wird es mit sicherheit weniger Nazis geben, so schlecht wie das Buch geschrieben ist. Hitler konnte zwar malen, schreiben aber konnte er überhaupt nicht.
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26.04.2012 14:55 Uhr von Bobbelix60
 
+8 | -0
 
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na toll dagegen wehren sich die Lehrer. Aber Kafka wird mit Inbrunst in die armen Schüler hineingepresst. ;-)
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26.04.2012 15:06 Uhr von 24slash7
 
+3 | -5
 
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Hitlers geschönte Vita Hawkeye1976: Mal ne dumme Frage, woran erkennt man, dass Hitler seine Vita in dem Buch geschönt hat?

Wer kennt die echte Vita von Adolf Hitler? Aus welcher Quelle?

[ nachträglich editiert von 24slash7 ]
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26.04.2012 15:12 Uhr von gugge01
 
+1 | -1
 
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Erstens, ich persönlich halte Biografien in der ICH Form einfach nur für mieses Gefasel ebenso wie das dekadente Rumgeheule der „Mann“-Sippe!

Zweitens, ich habe leider schon zu viele Oberstufen-Lehrer kennen gelernt die nicht einmal Ansatzwiese intellektuell in der Lage sind mit diesen Stoff fertig zu werden.
Und die Lehrer die das könnten werden sich tunlichst davor hüten.
Da die aktuelle wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Entwicklung nicht unbedingt hilfreich bei der Auseinandersetzung mit den im „Buch“ geführten politischen Argumentationen ist.

Drittes da der Markt mit genug „freien“ Exemplaren und online Angeboten gesättigt ist kann man getrost davon ausgehen das der Verkauf der „Betreuten“ Fassung noch mieser laufen wird als bei der berühmen Kübelbök – Biografie.
Somit ist es fast zwingend notwendig einen künstlichen Bedarf zu schaffen damit die privatwirtschaftlichen Lizenznehmer ihre geplanten Gewinne realisieren können.
In vorliegendem Fall sollte das wohl über den Lehrplan erfolgen.
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26.04.2012 15:18 Uhr von Hawkeye1976
 
+2 | -3
 
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@24slash7: Dazu gibt es haufenweise Literatur bzw. auch die kommentierte Ausgabe von Zentner.
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26.04.2012 15:30 Uhr von Volksfreund
 
+4 | -4
 
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@hirnamoebe, Randall_Flagg: Ich habe das Buch gelesen, genauer gesagt, verschlungen. Pauschale Aussagen, wie "unlesbar" oder "langatmig" kann ich nicht bestätigen, außer man kann hat keine Vorstellungskraft oder interessiert sich eben nicht für Autobiografien.

Das Buch besitzt zwei Bände, der erste ist eine autobiografische Rückschau Hitlers auf sein Leben bis zur Gründung der Partei mit Schwerpunkt auf die Bildung seiner grundlegenden Anschauungen. Band zwei ist ein organisatorischer, weltanschaulicher und politischer Grundriß für den Aufbau der NSDAP.

@Hawkeye1976
"Zudem kann man an dem Buch sehr schön beleuchten, wie Hitler seine eigene Vita geschönt hat..."

Jeder Autobiograph "schönt" seine Vita gewissermaßen, weil er aus dem subjektiven Blickpunkt nicht heraustreten kann. "Wichtige" Dinge werden hervorgehoben, "unwichtige" verkürzt oder weggelassen. Das ist überall so. Was für dich heute Comedy ist, wurde vor 90 Jahren ganz anders empfunden, wer weiß was die Gereration in 90 Jahren über dich denkt...

Ich glaube nicht an einen Mythos von "Mein Kampf" und wenn, ist er durch das alberne und nicht legale Verhalten des bayrischen Staates entstanden. Für alle, die sonst über den Inhalt mekern oder lachen - lest es doch einfach nicht. Dem Text vorangestellt ist doch der Vermerk, dass sich das Buch nur an den Kreis von Anhängern richtet, die nach tieferer Aufklärung über das Wesen der Bewegung streben.
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26.04.2012 16:20 Uhr von b_andog
 
+2 | -0
 
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@24slash7: "Mal ne dumme Frage, woran erkennt man, dass Hitler seine Vita in dem Buch geschönt hat?"

Grundsätzlich ist es vernünftig davon auszugehen das jede Biografie subjektiv geprägt ist und damit die Möglichkeit nicht auszuschließen ist das die Wahrheit irgendwo zwischen den Zeilen steht.

Eine echte Vita von Adolf Hitler? Darum gehts nicht. Grundsätzlich kannst du alles anzweifeln. Wichtig ist dich mit verschiedenen Quellen vertraut zu machen und diese Quellen zu hinterfragen und somit an die Erkenntnis heranzuarbeiten. Jedoch wird es immer ein heranarbeiten sein und daraus wirst du am meisten ziehen können.

Ziehe deine eigenen Schlussfolgerungen, sei nur immer so ehrlich zu dir das du auch deine eigenen Schlussfolgerungen in Frage stellst.

Man kann fast jeden zu einem Helden machen wenn man bestimmte Informationen weglässt. Genauso natürlich zum Schurken.

Ich finde eine einfache Möglichkeit ist es hier einige Größen der NSDAP an ihren Taten zu messen. Und da sind die negativen Dinge die anzubringen sind um ein vielfaches Größer als die positiven Dinge.

Information ist gut. Aber sich nur mit der Information zu beschäftigen und auseinanderzusetzen die man hören will und die die eigene Meinung bestärkt ist schlecht.
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26.04.2012 16:30 Uhr von sicness66
 
+8 | -0
 
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"Selbst Erwachsene fallen auf Nazi-Hetze herein": Weil ihnen die Bildung fehlt und deswegen gehört dieses Buch in den Unterricht. Wenn man sich objektiv mit Mein Kampf auseinandersetzt, erkennt man schnell wie krude und dumm dieses Stück ist.

Wer behauptet, durch lesen von Mein Kampf zum Nazi werden zu können, glaubt auch, dass Atheisten im Ethikunterricht bekehrt werden, wenn sie etwas vom Islam oder Judentum hören...
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26.04.2012 17:10 Uhr von EvilMoe523
 
+1 | -5
 
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Ich sehe es zwar nicht unbedingt als gefährliches Buch an, aber kann schon verstehen, dass es von Schulen abgelehnt wird.

Ich meine, was bitte schön soll dieses Buch noch groß vermitteln? Rechtschreibung und Satzbildung schon mal am aller wenigsten... nachvollziehbare schlüssige Gedanken sind auch kaum zu erkennen...

Es reicht wenn man den Kindern beibringt, dass Hitler einfach ein armes Würstchen war, welchen man einfach nur in Wien hätte Kunst studieren lassen sollen. Dann Alles vermutlich gar nicht so weit gekommen...
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26.04.2012 17:24 Uhr von gugge01
 
+1 | -0
 
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Nun gut, Augenscheinlich scheint jeder der nicht Opfer der Walldorfschule ist der Meinung zu seinen das das „BUCH“ nicht unbedingt Kindgerecht ist.

Als Alternative könnte man ja ein Kinderbuch nehmen!

Wie währe es den mit „Zabiba und der König“ ?

Da der Autor Moslem ist dürfte es auch
keine Interreligiösen Mistverständnisse geben !
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26.04.2012 18:11 Uhr von ThomasHambrecht
 
+3 | -0
 
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Das Buch hatte damals jeder zuhause unsere Eltern oder Großeltern hatten dieses Buch alle zuhause. Gelesen hat es trotzdem fast niemand. Das Buch wird völlig überbewertet.
Wir haben es mit 12 teilweise gelesen und fanden es in diesem Alter (wie unsere Eltern) furchtbar langweilig.
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26.04.2012 19:39 Uhr von shadow#
 
+1 | -2
 
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Die wollen es nur nicht lesen müssen ;): Und das ist völlig verständlich.
Ich würde das Machwerk den Kindern auch nicht antun wollen.
Warum sollte man die sowieso schon begrenzte Schulzeit mit sowas verschwenden?
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26.04.2012 21:14 Uhr von Alice_undergrounD
 
+6 | -1
 
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werde es: mir zulegen, wenn es raus kommt...

zum grillanzünden, wenn der koran alle is
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26.04.2012 23:20 Uhr von Gebirgskraeuter
 
+2 | -0
 
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@Jimboooo: "ich würde das buch gern mal lesen, aus interessengründen"

Wo ist das Problem?! Das Buch war schon vor über 10 Jahren als Datei im Inet und es zu finden ist noch immer leicht...

Kann mich einigen Vorrednern nur anschließen. Das Buch ist zwar geschichtlich interessant, wer aber höhere Kost gewohnt ist (Kant, Nietsche, Schopenhauer...) könnt nach wenigen Sätzen kotzen...

Das Drama dass aber wieder einige machen ist totaler Schwachsinn, wenn man mit geschultem Auge auf Straßenfesten, Flohmärkten etc. die Bücherhändler durchschaut findet man sogar Nationalsozialistische Lehrbücher, mit Vorwort Hitlers etc. fürn Appel undn Ei.

Und immer dran denken, Hitler war kein schlechter Kerl, immerhin hat er Hitler getötet
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27.04.2012 00:58 Uhr von AMB
 
+2 | -0
 
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Wenn man es weg läßt: entsteht halt nur der Eindruck, daß schon wieder mal nur die Gewinner gehört werden dürfen, wie es ja praktisch immer ist.
Bespricht man aber das Buch, wirkt der Unterricht ehrlicher, zumal ich tatsächlich etwas gelehrt bekam, daß Familienmäßig absolut sicher wiederlegt werden konnte. Man verallgemeinert halt fast immer und dabei kann es schon vorkommen, daß selbst das übermittelte Fehler aufweißt. Nur solche Vorkommnisse kombiniert mit dem Verstecken von Beweismitteln, macht eben nicht Vertrauenswürdig.

Finde es also besser, wenn nicht nur Engländer, Irländer und andere Nationalitäten wissen was im Buch steht, zumal sie einen wirklich darauf ansprechen und man sich ungern als absolut unwissend outet.
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27.04.2012 00:58 Uhr von AMB
 
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Wenn man es weg läßt: entsteht halt nur der Eindruck, daß schon wieder mal nur die Gewinner gehört werden dürfen, wie es ja praktisch immer ist.
Bespricht man aber das Buch, wirkt der Unterricht ehrlicher, zumal ich tatsächlich etwas gelehrt bekam, daß Familienmäßig absolut sicher wiederlegt werden konnte. Man verallgemeinert halt fast immer und dabei kann es schon vorkommen, daß selbst das übermittelte Fehler aufweißt. Nur solche Vorkommnisse kombiniert mit dem Verstecken von Beweismitteln, macht eben nicht Vertrauenswürdig.

Finde es also besser, wenn nicht nur Engländer, Irländer und andere Nationalitäten wissen was im Buch steht, zumal sie einen wirklich darauf ansprechen und man sich ungern als absolut unwissend outet.
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29.04.2012 11:38 Uhr von b_andog
 
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@U-ASG: interessanter Weise sind linksextreme und rechtsextreme Ansichten gar nicht so weit auseinander. Mir fällt auf im tolerieren anderer Meinungen haben beide Seiten große Probleme. Übrigens sind auch Parteien wie damals die SED in der ehemaligen DDR nationalsozialistisch geprägt indem man dort brauchbare Sachen einfach übernommen hat. http://www.digitale-schule-bayern.de/...

Soweit ich weiß sind Antifaschisten keine Staatsfeinde und haben durchaus viele Menschen hinter sich. Radikale Antifaschisten hingegen die sich darüber wundern wenn man ihnen das Anzünden von Containern, Autos und das Steinewerfen verbietet, denen kann ich auch nichts abgewinnen. Im Gegenteil. Sie sorgen dafür das die die ebenfalls denken das sich was ändern muss und mit den vorhanden legalen Mitteln arbeiten in Verruf geraten.

Das Menschen selber denken ist wichtig. Und das erreicht man indem sich Sie sich mit Sachen auseinandersetzen. Das zu unterstützen ist die Aufgabe des Lehrers. (im Idealfall)

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