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Atomenergie: Vor 26 Jahren geschah der Tschernobyl-Supergau

Vor 26 Jahren explodierte das Kernkraftwerk in Tschernobyl. Drei Tage später gab es die ersten Nachrichten in den westlichen Medien. Die Politik beschwichtigte sofort, es bestünde keine Gefahr. Was passiert war, erfuhr man erst später.

Die Debatte um durch das Unglück verursachten Todesfälle ist bis heute nicht beendet. Dies liegt unter anderem daran, dass Strahlenschäden meist erst nach Jahrzehnten Wirkung zeigen. Nicht zuletzt spielen aber auch politische Erwägungen bei der Schätzung der Opferzahlen eine entscheidende Rolle.

Neben Krebserkrankungen bilden genetische Schäden und psychische Störungen den Großteil der Gesundheitsschäden ab. Die IPPNW zählt in Europa 600 Millionen Betroffene. Auch Totgeburten und Fehlgeburten in Europa sind signifikant angestiegen. Es wurden rund 800.000 Kinder weniger geboren als erwartet.


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WebReporter: aap
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Jahr, Presse, Explosion, Tschernobyl
Quelle: www.anti-atom-piraten.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.04.2012 11:39 Uhr von aap
 
+3 | -0
 
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@Chipotle: Die leeren Straßen gab es erst etwas später, noch nicht zu Beginn. Die Quelle zeigt Nachrichtenmeldungen der ersten 5 Tage.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit wurde aufgrund der Katastrophe gegründet.

[ nachträglich editiert von aap ]
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26.04.2012 12:44 Uhr von aap
 
+3 | -0
 
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@DerBelgarath: Auch Fukushima ist ein Beispiel dafür, wie mit dieser Technologie fahrlässig umgegangen wird.

Grundlegende Konstruktionsfehler am Reaktortyp wurden seit den 60er-Jahren vermutet und u.a. 1971 belegt. Dennoch sind 32 Reaktoren dieses Typs noch heute im Einsatz.

Die Gefahr eines entsprechend hohen Tsunami an der Küste von Fukushima war bekannt, noch höhere Tsunamis in dieser Region in der Vergangenheit sind belegt.

Es ist immer ein Zusammenspiel zwischen Mensch und Technologie. Auch die Technologie selbst kommt vom Menschen.

Meine These: Wenn der Mensch verantwortungsvoll genug wäre, um Kernenergie sicher betreiben zu können, dann würden wir alle schon lange 100% (re-)generative Energieträger nutzen.

Der Mensch, der mit der Kernenergie um geht, der würfelt. Er ist ein Spieler. Entweder er gewinnt Geld oder andere verlieren Heimat und Gesundheit. Die Chancen stehen so 98:2.
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26.04.2012 13:06 Uhr von aap
 
+1 | -1
 
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@DerBelgarath: "Beim Betrieb dieses Reaktortyps [Anm.: GE Mark I, Fukushima] am Netz ist noch niemals ein schwerwiegender Unfall passiert!" [DerBelgarath]

Soll man jetzt sagen: Glück gehabt?

Die Formulierung ist doch reines Blendwerk.

Bei einem GAU spielt mit einer Wahrscheinlichkeit von 80% ein Stromausfall mit eine entscheidende Rolle spielt. D.h. ist dieser Reaktortyp am Netz, ist er sofort signifikant sicherer. (Quelle: NRC)

Oder anders: In Fukushima waren Reaktoren am Netz in Betrieb, als es zur Katastrophe kam.
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26.04.2012 13:52 Uhr von aap
 
+0 | -0
 
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@DerBelgarath: Dann war das wohl ein Missverständnis.

Bleibt die Tatsache, dass von 500 kommerziellen Reaktorblöcken 5 explodiert sind.
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26.04.2012 21:01 Uhr von Fabrizio
 
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veraltete Siedewasser-Reaktoren: sind und bleiben eine Hochrisiko-Technik:

http://www.spiegel.de/...

Es gab diverse Zwischenfälle mit diesem Kraftwerktyp, davon zwei in Deutschland:

1977 kam es im Siedewasser-Reaktor im Block A in Gundremmingen (Bayern) zu einen schweren Unfall mit radioaktiven Verseuchungen. Dabei wurden radioaktiver Dampf und Kühlwasser frei und verseuchten die Umgebung. Block A musste als finanzieller Totalschaden stillgelegt werden. Trotz der Schwere des Zwischenfalls wurde er weitgehend totgeschwiegen.

In Brunsbüttel kam es am 14. Dezember 2001 zu einem Zwischenfall, laut Betreiber eine ´spontane Dichtungsleckage´ und lediglich ein ´Routineproblem´. Bei einer Inspektion durch das Bundesamtes für Strahlenschutz stellte man allerdings die Folgen einer eigentlich meldepflichtigen Wasserstoffexplosion fest. Diese hatte im Sicherheitsbehälter des Siedewasser-Reaktors
eine Rohrleitung auf über etwa drei Meter völlig zerfetzt.

Die USA entgingen mit dem Störfall in Harrisburg haarscharf
einer Katastrophe, dort hat man immerhin daraus gelernt und
sämtliche Siedewasse-Reaktoren mussten mit umfangreich mit redundanten Sicherheitsmechanismen nachgerüstet werden. Diese Nachrüstung in Japan nie erfolgt.

[ nachträglich editiert von Fabrizio ]

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