26.04.12 09:22 Uhr
 21.728
 

"Gefällt mir" auf Facebook geklickt: Sparkasse entlässt Mitarbeiterin

Die Sparkasse in Wittenberg wollte eine Angestellte fristlos und vor allem ohne Abfindung kündigen, weil sie auf Facebook den Button "Gefällt mir" geklickt hat. Damit wollte sie ihre Zustimmung zu einem Posting ihres Ehemannes bekräftigen, indem die Sparkasse nicht gut wegkam.

Die 44 Jahre alte Abteilungsdirektorin ist seit 25 Jahren bei der Sparkasse beschäftigt. Mit den Vorständen der Bank hatte die Frau einen Aufhebungsvertrag ausgehandelt, der ein Ausscheiden aus der Bank Mitte 2012 und eine Abfindung von 110.000 Euro vorsah.

Vor einem Arbeitsgericht entschied jetzt die Richterin, dass die Sparkasse die Abfindung zahlen muss. Die Kündigung war nach 25 Jahren in der Sparkasse Unrecht. Dabei spielt es keine Rolle, dass der "Gefällt mir"-Button betätigt wurde. Die Sparkasse denkt nun an Berufung.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: leerpe
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Facebook, Mitarbeiter, Kündigung, Sparkasse, Abfindung
Quelle: www.bild.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

USA: Astronaut John Glenn ist tot
Hameln: Frau, die an Auto durch Stadt geschleift wurde, kann wieder sprechen
Großbritannien: Hunderte Polizisten wegen sexueller Übergriffe angezeigt

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

36 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
26.04.2012 09:40 Uhr von Azureon
 
+204 | -4
 
ANZEIGEN
Krass was für einen hohen Stellenwert dieser schäbige Facebook Like Button schon in der Gesellschaft hat.
Kommentar ansehen
26.04.2012 10:11 Uhr von Madam_Sprout
 
+56 | -21
 
ANZEIGEN
Sie spricht sich damit gegen Ihren Arbeitgeber aus indem Sie Postings gegen Ihren Arbeitgeber unterstützt und damit den Ruf schädigt.
Diese Illoyalität berechtigt zumindest eine Abmahnung.
Kündigung ist übertrieben wenn Sie sich sonst nichts zu schulden kommen lassen hat.
Kommentar ansehen
26.04.2012 10:14 Uhr von selflezz1
 
+54 | -10
 
ANZEIGEN
Zum Kotzen Ahhh, da hat also eine langjährige, sprich treue Mitarbeiterin in ihrer privaten Zeit auf den "Gefällt mir" Button geklickt, und das eigene Unternehmen könnte durch diesen Klick sicherlich Milliarden verlieren, sofern jemand eine Verbindung herstellt zwischen diesem Profil und der Sparkasse.

Oder wenigstens eine Image-Schaden könnte entstehen!

Also: Schmeißen wir die Alte raus, in aller Öffentlichkeit, ohne Abfindung, nach 25 Jahren der guten Dienste.
Und wenn das böse Gericht der Sparkasse nicht Recht geben will, gehen wir halt in Berufung um auch das letzte bisschen Anstand zu verlieren!

Ich weiß gar nicht was ich mehr zum Kotzen finde...

1) Dieser Scheiß Button, der jetzt schon Grund zum feuern ist

2) Das man in seiner Privatzeit keine eigene Meinung haben darf

oder

3) Das die Sparkasse sich in der Werbung immer als die Guten hinstellen und alle anderen als die Bösen (und das sich hier wieder zeigt, wie es wirklich ist)

[ nachträglich editiert von selflezz1 ]
Kommentar ansehen
26.04.2012 10:32 Uhr von Moadieb
 
+19 | -3
 
ANZEIGEN
muss man eigentlich immer die Meinung seines Arbeitgebers vertreten, egal wie hart man für das Unternehmen arbeitet?
Selbst wenn mein Arbeitgeber Waffen herstellt mit dem Menschen irgendwo in der dritten Welt sterben, muss ich doch nicht das Handeln gut heißen? Solange ich hart für meinen Arbeitgeber arbeite und alles gebe, kann er mich dann feuern...?!
Kommentar ansehen
26.04.2012 10:41 Uhr von dommen
 
+8 | -4
 
ANZEIGEN
Ich glaube nicht, dass der "Gefällt mir"-Button der Initiator war. Ich nehme eher an, dass in der Bank generell Rationalisierungsmassnahmen getroffen wurden (kosten senken usw.), und der Button daher nur als Vorwand herhallten musste.
Kommentar ansehen
26.04.2012 10:49 Uhr von Acetyl
 
+10 | -0
 
ANZEIGEN
@Madam_Sprout: Ich weiß, verstehend lesen ist nicht einfach, zumal bei solch langen Texten. ;)

Die hatte doch längst einen Aufhebungsvertrag in der Tasche...

Abmahnung nur vielleicht, man muss seinen Arbeitgeber nicht gut finden, man sollte es normalerweise nur nicht der Öffentlichkeit preisgeben.

Hier aber nicht relevant.
Kommentar ansehen
26.04.2012 10:54 Uhr von kirkpatrik
 
+22 | -3
 
ANZEIGEN
Facebook sucks.
Kommentar ansehen
26.04.2012 10:58 Uhr von Python44
 
+6 | -0
 
ANZEIGEN
Wer weiß schon: mit welchen Nettigkeiten die Dame aus dem Job gedrängt wurde. Die miese Stimmung bei der Familie kommt garantiert nicht völlig aus dem Blauen !
Wahrscheinlich hat sich wieder ien supercleverer Oberbanker gedacht: 50.000 für den Anwalt gezahlt sind immer noch 60.000 gespart ... wahrscheinlich hätte er im Erfolgsfall sogar noch einen Teil davon als persönliche Prämie einstreichen dürfen.
Kommentar ansehen
26.04.2012 11:22 Uhr von saber_
 
+9 | -1
 
ANZEIGEN
irgendwie scheint mir das ein wenig zu "bildig"...


1. facebook ist kein oeffentlicher raum... das ist deine privatangelegenheit

2. nur weil man einen "like button" drueckt bekennt man sich zu rein garnichts! vielleicht drueckt die gute bei allem von ihrem mann diesen button... gibt auch solche

3. seit wann darf der arbeitgeber in meinen privatangelegenheiten rumschnueffeln?


alles gesellschaftlich und rechtlich inakzeptable ist fuer einen arbeitgeber rufschaedigend...

bin ich fussballhooligan und zuende pyrotechnik im stadion -> rufschaedigung (schaut her, der typ arbeitet bei firma XY)

geh ich in den swingerclub in dem fetische ausgelebt werden duefen - rufschaedigung (schaut her, der typ arbeitet bei der firma xy)

mach ich auf der strasse mein maul auf und irgendjemandem passt meine meinung nicht -> rufschaedigung (schaut her, der typ arbeitet bei firma xy...)
Kommentar ansehen
26.04.2012 12:48 Uhr von DarkBluesky
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
Genauso arbeitet die Sparkasse: Entweder sie Springen aus dem Fenster wie ich es ihnen sage oder sie können gehen. Ein Kollege wurde solange gemobbt weil er es nicht einsah in seiner Lehrzeit kostenlose Überstunden zu machen. Oder als Dür die dienstmädchen für die anderen in der Stadt zur Mittagszeit einkaufen zu gehen. Sparkasse halt, kein wunder nur ist die Werbung (08/15) nur falschherum dargestellt. Ich habe und ich werde nie wieder ein Konto dort Eröffnen, trotz Guthaben keine Auszahlung weil mein Konto angeblich nicht gedeckt war, habe dann di eBank gewechselt und siehe da, keine Probleme mehr.
Kommentar ansehen
26.04.2012 12:49 Uhr von netzantichrist
 
+7 | -1
 
ANZEIGEN
Fatebook: Facebook wird eben immer mehr zum Fatebook...
Kommentar ansehen
26.04.2012 13:00 Uhr von ThomasHambrecht
 
+2 | -11
 
ANZEIGEN
Wenn einem der Arbeitgeber nicht passt sollte man kündigen oder seinen Umut mit dem Arbeitgeber klären. Seinen eigenen Arbeitsplatz dadurch gefährden, dass man öffentlich gegen ihn schimpft ist schon krass.
Bei mir wäre dies Grund zu einem Gespräch mit der Angestellten gewesen, ob sie sich hier eigentlich noch wohl fühlt. Und ob ihr bewusst ist, dass solche Schimpfberichte den eigenen Arbeitsplatz (Kundenrückgang) gefährden.
Kommentar ansehen
26.04.2012 13:12 Uhr von Muu
 
+9 | -1
 
ANZEIGEN
neue: neuer Seuchenalarm auf der ganzen Welt Facebook seuche verbreitet sich über die ganze Welt und macht dabei Hirnschäden die schon mehrere Millionen an Hirnzellen verbrannt hat und menschen zu dummen "like butten" klickern macht ....
Kommentar ansehen
26.04.2012 13:36 Uhr von Molero
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
Und genau deswegen sollte man Facebook nicht mit seinem echten Namen nutzen. :)
Kommentar ansehen
26.04.2012 13:50 Uhr von artefaktum
 
+4 | -3
 
ANZEIGEN
Mit welchen Stasi-Methoden ist die Sparkasse eigentlich dahinter gekommen?
Kommentar ansehen
26.04.2012 14:00 Uhr von Delios
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
@saber_: Vorweg. Die Kündigung ist aus meiner Sicht auch unangebracht, weil fehlende Abmahnungen. Und das hier kein fristloser Kündigungsgrund.

Zu 1. Wenn sie Facebokk auf Arbeit benutzt hat, ist das gegen die Vorschriften der Bank Privates auf Arbeit zu erledigen (Belehrungen dazu werden gemacht und müssen unterschrieben werden). Wobei ich sagen muss, dass es ungewöhnlich ist dass Java-Script überhaupt freigegeben ist auf den Rechnern der Bank. Bei den beiden Sparkassen wo ich die IT kenne isses nicht möglich.

Zu 2. Ich wusste gar net, dass man rausfinden kann wer alles den "like Button" gedrückt hat. Hier müsste man sicherlich seriösere Quellen zu Rate ziehen.
Und selbst wenn, dann haben Mitarbeiter in ihren Arbeitsverträgen unterschrieben keine Rufschädigung am Unternehmen zu machen und auch nicht zu unterstützen.

Zu 3. Wenn die Pinnwand ihres Mannes öffentlich zugänglich ist, dann ist es nicht Privat. Das Internet per se ist kein rechtsfreier Raum.
Kommentar ansehen
26.04.2012 14:23 Uhr von c0rE_eak_it
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wahnsinn wie schnell die Bild wieder ist Die News ist schon über nen Monat alt.

http://www.mz-web.de/...
Kommentar ansehen
26.04.2012 15:02 Uhr von Luisaza
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Sagt mal, könnt ihr schon lesen? Sie bekam keine Kündigung deswegen, im Gegenteil, ein Aufhebungsvertrag war bereits ausgehandelt, noch VOR dem Facebookfauxpas. Jedoch hätte dieser eine Abfindung vorgesehen und die Sparkasse hat hiermit wohl eine Möglichkeit gesehen, diese zu umgehen.
Kommentar ansehen
26.04.2012 15:27 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Eine "Abteilungsdirektorin" hat einen ganz besonderen Vertrag mit ihrem Arbeitgeber, der fast einem Ehegelübte gleich kommt.
Diese Frau "vertritt" die Sparkasse nach aussen hin.
So darf z.B. auch niemand aus ihrem engen Familienkreis in einem ähnlichen Anstellungsverhältnis bei einer anderen Bank sein, ansonsten ist das die fristlose Kündigung (Gefahr von Insidergeschäften).
Ich habe früher die EDV in einer Finanzberatung gemacht und kenne diese Art Arbeitsverträge.
Das sind Arbeitsverträge wo man seine Seele der Bank verschreibt. Insofern sah die Bank darin einen direkten Vertrauensmissbrauch.
Kommentar ansehen
26.04.2012 15:45 Uhr von Klecks13
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@ saber_: "1. facebook ist kein oeffentlicher raum... das ist deine privatangelegenheit"

Ein weit verbreiteter Irrtum. Sobald du dein Profil für andere einsichtig machst, ist es nicht mehr privat sondern veröffentlicht. Genau wie jede andere Community -z.B. auch hier- IST FB öffentlicher Raum.

"3. seit wann darf der arbeitgeber in meinen privatangelegenheiten rumschnueffeln?"

Tut er das? Wenn jemand freiwillig und aus eigenem Antrieb sein Privatleben öffentlich breit tritt und jeden Furz bekannt macht, kann ich keine Schnüffelei erkennen. Ob auf FB oder in einer ganzseitigen Anzeige in der BILD, spielt dabei nicht die geringste Rolle.

Offensichtlich gehörst du zu den gefühlten 98% der FB-User, die FB mit ihrem persönlichen Tagebuch verwechseln. Seltsamerweise würde niemand sein Tagebuch als "privat" bezeichnen (und entsprechend nutzen), wenn es jederzeit öffentlich einsehbar in der Fußgängerzone liegen würde. Nur im Internet scheinen die wenigsten zu realisieren, dass sie sich eben nicht nur ihrem Computer anvertrauen - sondern Millionen Menschen am anderen Ende der Leitungen mitlesen können! Und das bezeichnest du allen Ernstes als Privatangelegenheit!?

Das Drücken eines "Gefällt mir"-Buttons rechtfertigt m.E. trotzdem keine fristlose Kündigung. Da sucht die Sparkasse nur nach einer Ausrede um sich die Abfindung zu sparen.
Kommentar ansehen
26.04.2012 15:59 Uhr von teslaNova
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Man merkt auch hier, dass die Globalisierung zuschlägt.

Man kündigt wegen Lapalien, da es sowieso X andere gibt, die dieselbe Stelle füllen können. Dazu kommt dann noch, dieses arrogante und unpersönliche Verhalten. Welcher Chef kümmert sich denn heute noch groß um seine Mitarbeiter (auch hier gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel).
Kommentar ansehen
26.04.2012 16:04 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
@Moadieb: >muss man eigentlich immer die Meinung seines Arbeitgebers vertreten, egal wie hart man für das Unternehmen arbeitet?<

Ja. Zumindest offiziell und bei allen öffentlichen Erklärungen. Dabei schliesst "öffentlich" auch irgendwelche Partys bei Freunden oder Kinobesuche ein.

Es gibt ein altes Sprichwort, das eigentlich immer noch volle Gültigkeit hat: Wes Brot ich ess, dessen Lied ich sing.

Oder, moderner ausgedrückt: Warum arbeitst Du hart für einen Arbeitgeber, dessen Produkte bzw. dessen Firmenpolitik Du nicht gut findest?
Wenn Du jetzt sagst "von irgendwas muss ich ja leben", dann sage ich Dir "ja stimmt, aber dann musst Du halt auch irgendwas sagen, was von Dir verlangt wird".

Wenn man Kritik am Arbeitgeber hat, dann hat der das Recht, dass diese Kritik ihn direkt erreicht und außerdem im Unternehmen bleibt.
Erst wenn es sich um völlig haltlose Zustände handelt, an denen sich auch nach etlicher geäusserter Kritik nichts ändert, kann man Einzelheiten nach außen tragen (an berufene Stellen).
Allerdings ist damit dann das Vertrauensverhältnis endgültig gestört (was es wahrscheinlich schon vorher war) und das Arbeitsverhältnis endet somit eh.

Das mal so als Lektion.


Hier bei der Sparkassen-Direktorin liegt das Ganze ein wenig anders. Falls sie den Button im dienstlichen Büro geklickt hat, ist eine Kürzung der Abfindung u.U. gerechtfertigt, hat sie es als Privatperson, aber via Facebook ja immerhin im Rahmen einer Veröffentlichung getan, könnte man darüber streiten.

Facebook ist das Gleiche, als wenn man sich auf dem Parkplatz des Supermarktes mit einem großen Pappschild hinstellt. Es ist öffentlich. Das ist den meisten irgendwie immer noch nicht klar.
Kommentar ansehen
26.04.2012 16:17 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
@saber: >1. facebook ist kein oeffentlicher raum... das ist deine privatangelegenheit<

Das stimmt so nicht.
Wenn irgendwelche Pinwände offen für alle, oder zumindest einen ausreichend großen Leserkreis sind, dann ist das sehr wohl als öffentlich. zu betrachten.


>2. nur weil man einen "like button" drueckt bekennt man sich zu rein garnichts! vielleicht drueckt die gute bei allem von ihrem mann diesen button... gibt auch solche<

Aber sicher doch.
Nur weil heutzutage die meisten Leute völlig automatisch und unreflektiert den "like it"-Button drücken, ist es doch eine Zustimmung zu dem, worunter der entsprechende Button zu finden ist.
Aus genau dem Grund drücke ich keinen "like it"-Button, weil er eben keine differenzierte Äußerung zulässt.

Und wenn die Frau bei allen Äußerungen ihres Mannes den "like it"-Button drückt, dann hängt sie eben mit drin, wenn er mal was Blödes oder gar Kriminelles sagt/schreibt. Dummheit und Unwissenheit hat noch nie vor Strafe geschützt.

Wenn vor mir jemand erschossen wird und ich "prima" rufe, bin ich auch dran. Was anderes als zuzustimmen macht man mit dem Button auch nicht.


>3. seit wann darf der arbeitgeber in meinen privatangelegenheiten rumschnueffeln?<

Muss er gar nicht.
Es genügt doch völlig, wenn man die Arbeitskollegen als Freunde added. (Das machen viele, weil sie blöd sind und nicht zwischen Arbeitsebene und Privatebene unterscheiden können). Wenn nun einer der geaddeten Kollegen die Info weitergibt, dann hat sie der Arbeitgeber. Zwar auf Gerüchte-Basis, aber wenn der entsprechende Kollege bereit ist, dass offen auszusagen, gibt es erstmal keinen Grund, seine Aussage anzuzweifeln. Dazu müsste die Direktorin dann bestreiten, den Button geklickt zu haben. Danach entscheidet dann ein Gericht, ob sie einer neutralen Instanz Einblick in das Profil gewähren muss.

Bevor Du jetzt mit der Verknüpfung von Real-Existenz und Facebook-Profil kommst: Sehr, sehr viele Leute sind mit ihrem Klarnamen bei Facebook.




>bin ich fussballhooligan und zuende pyrotechnik im stadion -> rufschaedigung (schaut her, der typ arbeitet bei firma XY)<

Exakt. Als Hooligan bist Du zudem eh kriminell, was ein Kündigungsgrund ist.


>geh ich in den swingerclub in dem fetische ausgelebt werden duefen - rufschaedigung (schaut her, der typ arbeitet bei der firma xy)<

Stell Dir vor, bei einigen Jobs steht so etwas sogar im Arbeitsvertrag. Z.B. bei kirchlichen Verträgen.


>mach ich auf der strasse mein maul auf und irgendjemandem passt meine meinung nicht -> rufschaedigung (schaut her, der typ arbeitet bei firma xy...)<

Wenn Du auf der Straße gegen Deinen Arbeitgeber hetzt, dann ist das in der Tat ein Kündigungsgrund. Dazu gibt es etliche Gerichtsurteile.
Kommentar ansehen
26.04.2012 16:37 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Zu facebook und öffentlich: Das hat mich schon von Anfang an am Konzept von Facebook gestört, dass ich alle möglichen Typen als "Freunde" bezeichnen muss, was sie gar nicht sind.
Man kann dort Leute nicht in abgestuften Kategorien einordnen.

Da gibt es nur "Freund" oder "public".

In Deutschland unterscheidet man mindestens zwischen (in absteigender Reihenfolg):

- Familienmitglied, beliebt
- Freund
- guter Kumpel
- normaler Kumpel
- Familienmitglied, weniger beliebt
- Bekannter
- entfernter Bekannter
- Arbeitskollege, täglicher Umgang
- Arbeitskollege, entfernt
- Fremder
- öffentlich für alle

Wenn ich also in einer imaginären deutschen Facebook-Variante etwas für Freunde und gute Kumpel freigäbe, dann sähe das niemals ein Arbeitskollege.
DANN würde auch das Argument greifen, dass es sich dabei um eine private Angelegenheit handelt. Noch dazu enthielte die deutsche Facebook-Variante eine rechtliche Verpflichtung, nach der sich derjenige, der etwas aus einer vertraulichen Umgebung ins Öffentliche trägt, strafbar macht. Also würde auch ein falscher Kumpel sich zweimal überlegen, was er tut.

So aber, in der normalen US-Version von Facebook ist prinzipbedingt quasi alles öffentlich.
Kommentar ansehen
26.04.2012 17:31 Uhr von Orion-P
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Jetzt: weiß ich warum ich nicht bei Facebook angemeldet bin.
Je mehr Facebook sich ins Leben seiner User drängt um so schlimmer wird das.


Fuck the Facebook

Refresh |<-- <-   1-25/36   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

USA: Astronaut John Glenn ist tot
Pro Asyl beklagt Kurswechsel der CDU in Flüchtlingspolitik
Jeder zehnte Arbeitnehmer hat nur einen befristeten Job


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?