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Erschossener Wolf im Westerwald: Jagdpächter gesteht

Ein Spaziergänger hatte am vergangenen Samstag im Westerwald den Kadaver eines erschossenen Wolfes entdeckt. Die Polizei hatte daraufhin wegen der Tötung eines Tieres einer streng geschützten Art eine Belohnung von 5.000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgesetzt.

Nun hat sich der 71-jährige Jagdpächter des zugehörigen Waldstückes der Polizei gestellt und gestanden, dass er die tödlichen Schüsse auf das Tier abgegeben hat.

Stellvertretend für den Jäger äußerte sich ein Funktionär des Jägerverbandes, der erklärte, der Schütze habe das Tier für einen streunenden Hund gehalten und die Tötung tue ihm "unendlich leid". Bei dem Tier handelte es sich um den ersten Wolf seit 123 Jahren, der in Rheinland-Pfalz gesichtet wurde.


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WebReporter: Thallian
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Polizei, Jäger, Wolf, Schütze, Westerwald
Quelle: www.spiegel.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.04.2012 22:56 Uhr von Klassenfeind
 
+29 | -3
 
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Opa´s: sollten nicht mehr mit ´ner Knarre durch´n Wald stapfen.
Der alte Mann hätte wenigsten´s vor´m ballern mal gurch´s Fernglas gucken können...

[ nachträglich editiert von Klassenfeind ]
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24.04.2012 22:57 Uhr von kingoftf
 
+25 | -3
 
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71-jährige Jagdpächter: Ist ja dann wohl hoffentlich die Pacht los, nicht, dass er demnächst eine Wanderer für einen streunenden Grizzly hält oder den Radfahrer für einen durchgedrehten Elefanten....
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24.04.2012 23:04 Uhr von usambara
 
+12 | -4
 
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Problem-Rentner die kurzsichtig mit typischen Jäger-Reflex durch deutsche Wälder stapfen werden vom NABU als höchst gefährlich eingestuft.
Der Wolf wurde schon im letzten Monat entdeckt und fotografiert, war also bekannt.

[ nachträglich editiert von usambara ]
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24.04.2012 23:05 Uhr von shadow#
 
+10 | -2
 
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Wolf, Hund, Katze, Schaf, Wanderer: Wenn dem nicht sofort alle Waffen weggenommen werden ist eh schon alles zu spät!
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24.04.2012 23:25 Uhr von Thallian
 
+10 | -2
 
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Irrationale Angst: Ich finde ja schonmal gut, dass der Tierschutz bei Wölfen inzwischen die vorrangige Meinung ist und der alte irrationale Volksaberglaube vom Wolf als bösem Monster überwunden scheint.
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24.04.2012 23:39 Uhr von Phoenix87
 
+9 | -4
 
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Ach und nen Hund hätte der einfach gekillt? Schon klar, dass Hunde nicht wildern sollen, aber es kann auch mal passieren, dass ein Hund ausreißt, und da will ich nicht, dass er von allen möglichen Jägern abgeknallt wird..
wenn er gerade Wild verfolgt, ist das ja ok, aber einfach einen rumlaufenden Hund abknallen? Ich glaub es hackt.
Dem Idioten gehört sowieso die Lizenz abgenommen, sonst knallt der noch einen Menschen ab
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25.04.2012 02:34 Uhr von Bender-1729
 
+2 | -3
 
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"für einen streunenden Hund gehalten": Und das soll jetzt eine Entschuldigung sein? Das macht es in meinen Augen nur noch schlimmer! Man soll ja nicht alle Menschen über einen Kamm scheren und es gibt sicher auch pflichtbewusste Jäger, aber 90 % sind wirklich primitive Landeier, die im wahren Leben nichts zu melden haben und deshalb ihre Komplexe an wehrlosen Tieren ablassen.

Genau aus diesem Grund dürfen meine beiden Katzen z. B. nicht raus. Ich wohne ziehmlich ländlich und auch hier laufen leider genug dieser selbsternannten "Naturfreunde" umher.

Einen Heidenspaß macht mir persönlich übrigens immer folgendes: Wenn man diese Evolutionsbremsen zufällig am Straßenrand einer Landstraße stehen sieht, weil sie sich grade zur Treibjagd zusammenrotten, einfach mal mit durchgedrückter Hupe an dem ganzen Pack vorbeifahren. Die dummen Gesichter müsst ihr mal sehen, wenn sie sich vor ihrem geistigen Auge ausmalen, wie grade alles Getier im Umkreis von 2 km laufen geht. XD
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25.04.2012 03:08 Uhr von AOC
 
+2 | -2
 
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Wer´s glaubt, bestimmt nur eine Dummer ausrede
Und selbst wenn, sollte man nicht auf Hunde Ballern und weil es durch die Wälder rennt, hätte ja auch entlaufen sein können.

Dem Opa sollte man die Waffe ab nehmen, zugleich auch eine Strafzahlung, und der Rentner sollte die kosten für eine Neuansiedlung eines Wolfes tragen.

Das die immer auf alles Ballern müssen, was sich bewegt.

[ nachträglich editiert von AOC ]
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25.04.2012 03:31 Uhr von iarutruk
 
+2 | -1
 
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@Bender - 1729 Was du mit deinen Katzen machst, ist aber überhaupt keine artgerechte Tierhaltung. Das grenzt schon mehr an Tierquälerei. Jedes Tier braucht seinen Auslauf und die Möglichkeit seinen Naturtrieben freien Lauf zu lassen. Natürlich gibt es immer wieder so schlechte Menschen, die Tiere misshandeln oder gar töten. Eine Nachbarin von mir hat 2 von meinen 4 Katzen vergiftet. Da ihre Nichte bei der Polizei bestätigte, dass ihre Tante die Katzen vergiftet hat, wurde sie zu 500 € Strafe verdonnert.

Du hättest einen Heidenspaß, die Tiere zu verjagen. Aber denken kannst du nicht von hier bis zu deinen Schuhen. 1. Denke ich mal du erfreust dich auch mal einen Wildbraten zu essen und aus diesem Grund muss es geschossen werden.

2. Aber noch viel wichtiger ist, den Wildbestand so zu reduzieren, dass es das Umfeld, in dem sie leben, nicht zerstören. Bei uns gibt es viel zu viele Wildschweine. Ich würde dir gerne mal zeigen, wie die Felder aussehen, wo die mal ihr Unwesen getrieben haben.
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25.04.2012 05:18 Uhr von Venytanion
 
+1 | -1
 
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@iarutruk: Bei uns, im Schloßpark Altdöbern, wüten die Wildschweine regelmäßig. Die Wiesen sehen an manchen Tagen aus wie frisch gepflügt. Da kann man nicht richtig mähen.
Aber es fühlt sich keiner verantwortlich.
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25.04.2012 08:04 Uhr von ksros
 
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Der ballert: auf Tiere und scheint sich danach ja nicht weiter drum zu kümmern, da er ja angeblich nicht wusste, daß es ein Wolf gewesen ist.
D.h. also, das Tier könnte auch nur verletzt sein und langsam verrecken und ihn juckts nicht die Bohne.

Irgendwie passt hohes Alter und Jäger meiner Meinung nach nicht zusammen. Ich war mal in einen Schützenverein und die Rentner waren immer die, die man auch nicht als Nachbarn haben möchte. Immer am stänkern und am schlechte Laune verbreiten und der Meinung einen extrem wichtigen Beitrag zu leisten.
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25.04.2012 08:17 Uhr von Marco Werner
 
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@AOC: Daß Jäger schießwütige Gesellen sind,sieht man immer dann ganz gut,wenn es mal wieder irgendein "Problemtier" gibt. Wochenlang wird das betreffende Tier gesucht und angeblich siehts kein Aas...aber kaum ist die Abschussgenehmigung da, dauerts keine 2 Tage,bis die Meldung über den erfolgreichen Abschuss über den Ticker geht. Klar,jetzt könnte man sagen,daß dann einfach mehr Jäger unterwegs sind, aber das bestätigt die These vom schießwütigen Gesellen doch nur.
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25.04.2012 15:24 Uhr von Mankind3
 
+2 | -0
 
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iarutruk: hätte man die Wölfe in Deutschland nicht "ausgerottet" hätten wir jetzt auch keine Probleme mit zu viel Wildschweinen und Rotwild. Die Natur regelt sowas normal von selbst.
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27.04.2012 23:54 Uhr von Bender-1729
 
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@ iarutruk: Ich hatte schon damit gerechnet, dass einer der Betroffenen sich zu Wort melden wird.

Zuersteinmal möchte ich klarstellen, dass ich ausdrücklich betont habe, dass es auch pflichtbewusste Jäger gibt, aber leider ist dies eher die Ausnahme als die Regel. Ich habe nicht gesagt, dass Jäger generell überflüssig sind, aber ich glaube wir müssen nicht ernsthaft darüber diskutieren, ob die meisten Jäger nur jagen gehen, weil sie ehrenamtlich der Natur helfen wollen, oder? Endtweder machst du dir selber was vor, oder du versuchst mir was vorzumachen.

Für die meisten Jäger geht es in erster Linie nunmal ums Ballern und Töten und dass vielleicht 10 % aller Jäger dabei den Wildbestand "positiv" beeinflussen ist natürlich für die restlichen 90 % eine willkommene Rechtfertigung. Naturfreunde und Tierliebhaber findet man im Schnitt wohl eher weniger unter dieser Bevölkerungsgruppe. Und nochmal ganz klar: Der "ältere Herr" behauptet, er hätte nicht erkannt, dass es sich um einen Wolf handelt. Ich behaupte, wer nicht zu 100 % erkennt, worauf er da überhaupt schießt, der sollte auch keine Schusswaffe in die Hand nehmen dürfen. Deshalb rate ich hier eher zu Kreuzworträtseln, Bingo oder anderen Tätigkeiten, die sich mit den körperlichen und geistigen Fähigkeiten dieses Herrn besser vertragen.

Zu der wie du meinst "nicht artgerechten Haltung" von 2 Katzen in einer 90 qm² Wohnung über 2 Etagen kann ich nur sagen, dass das für die Tiere sehr wahrscheinlich artgerechter ist, als wenn sie von irgendeinem senilen Tattergreis, der nur noch einen verschommenen Nebel durch sein Zielfernrohr sieht, über den Haufen geschossen werden, oder siehst du das etwa anders?

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