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Altersheime: Jeder fünfte Heimbewohner hinter Gittern oder mit Gurten festgeschnallt

Über 140.000 alte Menschen werden in ihren Altersheimen mit Gittern oder Gurten festgehalten. Diesen eingesperrten Senioren droht so ein Wundliegen.

Allgemein seien deutsche Pflegeheime sehr gut: "Jedoch wird in zentralen Versorgungsbereichen - Beispiel Ernährung oder Wundliegen - eine relevante Gruppe von 20 bis 40 Prozent der Pflegebedürftigen nicht entsprechend den anerkannten Standards einer guten Pflege gepflegt, so die Krankenkassen.

Ein weiteres Problem in den Altersheimen ist das häufige Ruhigstellen der Rentner mit Medikamenten.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Bericht, Krankenkasse, Pflege, Altersheim, Seniorenheim
Quelle: www.spiegel.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.04.2012 18:29 Uhr von 1234321
 
+9 | -0
 
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Ich raube zu meinem 70. eine Bank aus, und gehe lieber direkt ins Gefängnis.

Dort hat man mittags wenigstens Ausgang und Freilauf.
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24.04.2012 18:32 Uhr von Mankind3
 
+2 | -1
 
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klar und wenn das Gitter dann unten bleibt und einer aus dem Bett fliegt und sich was bricht gibt man auch dem Pflegeheim die Schuld...

Das mit dem Festschnallen muss man nicht gutheisen, aber was gegen eine Sicherheit spricht das eine Person nicht ausversehen aus dem Bett fliegt versteh ich nicht wirklich.
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25.04.2012 11:03 Uhr von quade34
 
+1 | -0
 
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manchmal: müsste zur Absicherung der Patienten vor Selbstverletzung, eine Fixierung erfolgen dürfen. So viel Personal, wie für eine ständige Absicherung erforderlich wäre, kann niemand finanzieren. Wie praxisfern sind solche Verbote? Allerdings ist eine Kontrolle erforderlich, damit eine Fixierung nicht zum Dauerzustand wird.
Die übermäßige Verabreichung von Medikamenten zur psychischen Beeinflussung, muß unter strengere Aufsicht gestellt werden. Auch bedürfen demente Patienten eines besonderen Schutzes, sie sind die Wehrlosesten.

[ nachträglich editiert von quade34 ]
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05.05.2012 12:29 Uhr von bigX67
 
+1 | -0
 
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zum thema gitter:

hört sich erstmal an, als würden die menschen in käfigen gehalten. wahrscheinlich sind aber bettgitter gemeint. dieses sind seitenteile für die betten, die verhindern sollen, dass patienten durch eigenbewegung aus dem bett fallen. sie erzeugen keine druckgeschwüre, da sie den menschen bewegungsfreiraum lassen.
allerdings sind diese bettgitter nicht angebracht, wenn die patienten noch so mobil sind, dass sie über die bettgitter klettern können - dann ist der effekt nämlich, dass der patient nicht aus der höhe der bettkante fällt, sondern noch aus 50cm mehr höhe. ist somit gefährlicher.
bettgitter dürfen nur mit zustimmung des patienten, der angehörigen bzw betreuer oder auf ausdrückliche anordnung des arztes angebracht werden (und dann muss die anordnung regelmässig kontrolliert werden, am ende muss sie sogar richterlich abgesegnet werden).

gurte:
es gibt bauchgurte für stark erregte patienten, die auch noch sehr mobil sind. eher in der psychiatrie eingesetzt. auch hier hat der patient noch einen rest bewegungsspielraum. werden dann allerdings noch hand und fussfesseln dazugefügt, muss regelmässig umgelagert werden um druckgeschwüre zu vermeiden.

hierunter fallen auch stühle in denen die patienten festgebunden werden. dies soll verhindern, dass der patient aufsteht, dann stürzt und sich eine verletzung zulegt. ohne regelmässige kontrolle und umlagerung kann es hier zu druckgeschwüren kommen.

medikamente:
die beliebteste methode patienten ruhig zu stellen. oft übertrieben. oft beobachtet, dass patienten, so diese medikamente abgesetzt bzw reduziert werden, recht normal agieren und keine grösseren auffälligkeiten zeigen.

in meinen augen sind alle möglichkeiten (gitter, gurte, medikamente) zeichen dafür, dass wir die zuständigen (pflegekräfte) unzureichend unterstützen. mit mehr geld (für mehr leute, bessere ausstattung, optimierte räumlichkeiten, ...) könnte es besser werden. solange aber hinten und vorne gespart wird, wird sich nichts verbessern.
es reicht nicht die anforderungen zu erhöhen aber sonst alles beim alten zu belassen oder sogar zu verschlechtern. arbeit kann nur bis zu einem bestimmten grad optimiert werden.

allerdings müssten dann auch viele pflegekräfte ihre einstellung überdenken. es geht nicht um das zackzack-arbeiten, sondern um gutes, menschliches, deswegen oft langsames arbeiten.

[ nachträglich editiert von bigX67 ]

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