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Barack Obama sagt über Joseph Kony: "Werden den Verrückten zur Rechenschaft ziehen"

Als die US-Organisation Invisible Children Anfang März das Video "Kony2012" im Internet verbreitete, kam ein Stein ins Rollen. Es erzählt von den brutalen Machenschaften der Lord´s Resistance Army (LRA) und ihrem Anführer Joseph Kony.

Die LRA terrorisiert die afrikanische Zivilbevölkerung, überwiegend in Uganda. In einer Rede im Holocaust-Museum in Washington sprach US-Präsident Obama über das Thema. Zur weiteren Unterstützung der ugandischen Armee gegen Kony, verlängerte er den Einsatz von 100 Spezialkräften.

Obama sagte: "Wir wollen eine Zukunft in Afrika realisieren, in der kein Kind von seiner Familie gestohlen, kein Mädchen vergewaltigt und kein Junge zum Soldaten gemacht wird".


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WebReporter: RonVaradero
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Politik, Barack Obama, Afrika, Joseph Kony, LRA
Quelle: www.news.at

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.04.2012 13:35 Uhr von RonVaradero
 
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Ob dies nun Wahlkampfgerede ist oder ernst gemeint ist muss sich noch herauskristallisieren. Ich hoffe er meint es Blut ernst.
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24.04.2012 14:02 Uhr von Katzee
 
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Weltpolizei USA? Wer hat Obama den Auftrag gegeben, in Afrika selbst "aufzuräumen"? Das ist die Aufgabe der UN. Wenn aber die USA die Autorität der UN immer wieder unterlaufen und sich selbst als Weltpolizie aufspielen, wird bald niemand mehr vor dieser größenwahnsinnigen Militärmacht sicher sein.
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24.04.2012 14:09 Uhr von Klassenfeind
 
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Sehr ehrbare Ziele nur...mit 100 Mann niemals zu erreichen..
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24.04.2012 14:09 Uhr von thatstheway
 
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Werden den Verrückten zur Rechenschaft ziehen: Und wer zieht die angeblich "normalen" Verrückten zur Rechenschaft ; es gibt genügend machtgeile Politmarionetten
die ebenfalls diesen Status erfüllen.
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24.04.2012 15:58 Uhr von ElChefo
 
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Katzee: Wenn man ihnen nicht gerade anti-islamische Kreuzzüge vorwerfen kann, dann halt mal sorum?

Naja. Vielleicht kommst du ja selbst drauf, das die Spezialkräfte, die Obama abgestellt hat, nicht einfach so durch Afrika ziehen, sondern die ugandische Armee auf deren Wunsch hin bei der Jagd unterstützen. Wie dir sicherlich bekannt ist, hat Uganda 2003 den Fall vor den ICC gebracht. 2005 wurde ein internationaler Haftbefehl erlassen.

...aber hey, Ami-Bashing macht ja sooooo viel Spass.
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24.04.2012 17:52 Uhr von Katzee
 
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@ ElChefo: Die Zustände in Afrika sollten von der UN geregelt werden. Sie sind nicht Sache der USA. Leider arbeiten die USA ständig auf eigenen Faust (Nicaragua in den 80ern, der Aufbau des Saddamregimes in den 80ern, der Irakkrieg erst vor wenigen Jahren etc.). Die UN akzeptieren sie nur, wenn es ihnen in den Kram paßt.

Jedes Land arbeitet in erster Linie für die eigenen Ziele, so auch die USA. Aber z.Zt. ist kein Land so mächtig wie die USA. Eine solche Machtkonzentration wird auf die Dauer problematisch für den Weltfrieden sein, denn, ob wir es wollen oder nicht, allmählich beginnt der Kampf um die knapper werdenden Rohstoffe, und Afrika ist ein rohstoffreicher Kontinent.
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24.04.2012 18:17 Uhr von ElChefo
 
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Katzee: Was hat denn bitte Nicaragua oder Saddam mit der erwünschten Anwesenheit von Spezialkräften in einem Land zu tun, das einen absolut legitimen Anspruch auf Strafverfolgung gegenüber Verbrechern wie Kony hat?

Absolut nichts. Nein, du bist nicht mal im Ansatz auf den Inhat der News oder meines Postings eingegangen. Macht unter dem Strich Ami-Bashing.

...und wo wir schon bei Ausbeutung des armen Afrikas sind, wo ist dein Protest gegen die Chinesen, die den Kongo ausbeuten? Langweilig, da es nicht gegen Stars n Stripes geht?
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24.04.2012 18:42 Uhr von Katzee
 
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@ ElChefo: Ging es in dem Artikel um China? Ups, dann habe ich wohl etwas überlesen. ;-)
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24.04.2012 18:46 Uhr von ElChefo
 
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Katzee: Naja, wieso solltest nur du themenfremde Beispiele bringen? Du hast doch schliesslich von der Ausbeutung des armen Afrikas angefangen...
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25.04.2012 10:00 Uhr von mayan999
 
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elchefo: ich weiß echt nicht was für ein problem du hast !
ist fundamentale kritik an der us-administration und all ihren anhängern und unterstützern jetzt nicht mehr erlaubt ?
was findest du denn überhaupt so toll an den USA ?


die USA wird so häufig kritisiert, weil sie -im gegenzug wie china- von sich behauptet eines der freiesten und demokratischsten länder der erde zu sein. wer sich freiheit und demokratie auf die fahne schreibt und darüberhinaus behauptet, dass die bösen sozialisten oder kommunisten viel schlimmer seien, der liegt bekanntlicherweise immer im fokus ernster kritik, vorallem dann, wenn er ganze völker über jahrzehnete hinweg systematisch QUÄLT um den ideologischen und militärischen einfluss auszuweiten.

china zu kritisieren, ist sehr einfach. die usa hingegen zu kritisieren ist wesentlich schwerer, weil von ihr ein gewisser charme ausgeht, der anfangs sehr süß schmeckt und nach rosen duftet,.. - bis man als selbstständig denkender mensch hinter den schleier schaut und merkt, das dort eine gewaltige maschinerie diese wunderschöne illusion generiert, dessen motor AUCH NUR mit leid und schmerz betrieben wird und das wahre elend dieser faschistischen kultisten offenbart.

der staat ist immer ein tier !... und um dieses verteidigen zu können, muss man selbst tier sein und seine menschlichkeit den kräften des egos (des niederen "ichs") unterordnen, um sklave(us-administration u.w.) des tieres zu werden.
entweder du merkst garnichts mehr oder du hast spaß dran. aber beides ist in jedem fall sehr traurig ;-)
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25.04.2012 17:07 Uhr von ElChefo
 
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mayan: "ich weiß echt nicht was für ein problem du hast !"

Mein Problem ist indifferente Kritik, am Thema vorbei, die ausschliesslich aus stumpfen, immer gleichen Parolen besteht.

Machen die USA etwas Gutes, wird an irgendwelche schlechten Dinge erinnert. Machen die USA etwas Schlechtes, erinnert man wieder an dieselben Dinge und stellt alles in eine Reihe. Die USA könnten sich hinstellen und hypothetisch JEDEM Menschen der Welt sein Leben ohne Erwartung von Gegenleistung finanzieren, TROTZDEM würden solche User wieder hier auftauchen und vom Mord an Allende, dem Tonkin-Zwischenfall, Iran-Contra usw usf schwafeln. Ja, ich sagte schwafeln, mehr ist es ja nicht. Beispielhaft:
http://www.shortnews.de/...
Lies die entsprechenden Kommentare und bilde dein eigenes Urteil. Es ist wirklich egal, was die USA tun oder lassen, irgendjemand findet immer Dreck, mit dem man werfen kann.

Nach diesem Muster findet das immer wieder statt - hier repräsentiert durch den User "Katzee".

Was ist denn bitte so verwerflich daran, dem Staat Uganda auf dessen Wunsch hin Hilfe zu schicken, um einen Verbrecher einzufangen, der per internationalem Haftbefehl gesucht wird?

...und bitte, lies die entsprechenden Kommentare hier nochmal. Katzee stellt die Frage, wer Obama beauftragt habe. Das wurde recht flott und einfach erklärt. Also springt er mal ganz schnell zur nächsten Baustelle.

"was findest du denn überhaupt so toll an den USA ?"

Das ist nicht das Thema. Ich brauche Amerika nicht toll finden, um "richtig" und "falsch" unterscheiden zu können.
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25.04.2012 17:38 Uhr von mayan999
 
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elchefo: auch sehr interessant, dass du glaubst zu wissen was richtig und was falsch sein müsste.

könntest du mir bitte "nochmal" in komprimierter form erklären, was denn genau dein problem ist ? ich kann das scheinbar nicht erkennen....

die kernaussage, sofern es eine gegeben hat, ist dann womöglich zwischen den ganzen persönlichen ausschweifungen untergegangen.

golf von tonkin ? WAS ist damit ? darf man dieses ereignis nicht erwähnen wenns um usa-kritik geht ?

... es ist nicht EGAL, was die usa tun oder lassen. würden sie sich anders verhalten, gäbes auch weniger kritik. ist doch ganz einfach, oder nicht ?

ausserdem weiß ich garnicht was an den USA am häufigsten kritisiert wird. ist es die "kultur" oder die politik ? oder ist es beides, weil beides miteinander zusammenhängt ?

"Was ist denn bitte so verwerflich daran, dem Staat Uganda auf dessen Wunsch hin Hilfe zu schicken, um einen Verbrecher einzufangen, der per internationalem Haftbefehl gesucht wird?"
die aktion selbst! ist garnicht das problem. ich glaube aber das verstehst du nicht, weil du nur das siehst was du sehen willst.

die taten von menschen sagen mehr als tausend worte.

und es gibt imho wenig gründe die usa überhaupt für irgendetwas zu loben, weil alles an staatlich subvenstioniertem humanismus und vorallem lobbyhumanismus lediglich dazu benutzt wird, das eigene image aufzupolieren. die usa sind mehr "schein", als china und nordkorea zusammengenommen !
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25.04.2012 18:31 Uhr von ElChefo
 
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mayan: "auch sehr interessant, dass du glaubst zu wissen was richtig und was falsch sein müsste. "

Stimmt. Das tut jeder Mensch. Du auch. Diesel oder Benzin, Schoko oder Vanille, Buch oder Film, Rock oder Pop, jeder Mensch entscheidet dauernd, was er für "richtig" und "falsch" hält. Darf ich das etwa nicht?

"könntest du mir bitte "nochmal" in komprimierter form erklären, was denn genau dein problem ist ?"

Lies den Post. Noch komprimierter geht nicht. Vielleicht liegt dein Unverständnis allerdings auch genau daran:

"die kernaussage, sofern es eine gegeben hat, ist dann womöglich zwischen den ganzen persönlichen ausschweifungen untergegangen."

Solange, wie du Gegenrede als "persönliche Ausschweifungen" statt als Kritik auffasst, wird sich daran wohl auch nichts ändern.

"würden sie sich anders verhalten, gäbes auch weniger kritik."

Nicht im geringsten.
Fakt, wie hier beobachtet, ist:
Die USA helfen Uganda. Es hagelt "Kritik".
Würden die USA nicht helfen, würde es ebenso "Kritik" an den USA hageln, das sie sich einen Dreck um den Rest der Welt scheren würden.
Wärst du auf die Idee gekommen, Deutschland wegen des Holocaust zu kritisieren, als deutsche Soldaten bei der Katastrophenhilfe in Thailand Lazarette betrieben?

"ich glaube aber das verstehst du nicht, weil du nur das siehst was du sehen willst. "

Falsch. Ich lese nur, was hier dargeboten wird.

"die taten von menschen sagen mehr als tausend worte."

...und mediale Aufmerksamkeit zwingt Handelnde zu Äusserungen, sonst würde man ihnen "Geheimniskrämerei", "Verletzung der Pressefreiheit", "Intransparenz" usw usf vorwerfen.

Lies am besten nochmal die entsprechenden Posts am Anfang dieser Seite.
Als der erste Punkt widerlegt war, sprang der entsprechende User direkt zu irgendeinem Random-Kritikpunkt, weitab vom Thema um sich und seine Kritik noch irgendwie zu retten.

In GANZ kurz:
"Wer hat Obama den Auftrag gegeben, in Afrika selbst "aufzuräumen"? Das ist die Aufgabe der UN."

Einfache, kurze Sätze:
1. Obama "räumt" nicht Afrika "auf", sondern gewährt Hilfe, um die er gebeten wurde.
2. Die UN hat über den ICC, der eine Unterorganisation des UNSC ist, genau das getan, indem ein Haftbefehl für Kony ausgestellt wurde. Uganda jagt ihn und hat dafür um Hilfe gebeten.

Problem?

"das eigene image aufzupolieren"

...kann man jedem vorwerfen, von Mutter Theresa über Ghandi bishin zum IKRK und der Heilsarmee.

Naja. Ich rede vermutlich eh gegen eine Wand, da ja alles, was ich sage lediglich persönliche, beleidigende Angriffe sind.
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25.04.2012 20:14 Uhr von mayan999
 
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elchefo: "Stimmt. Das tut jeder Mensch. Du auch. Diesel oder Benzin, Schoko oder Vanille, Buch oder Film, Rock oder Pop, jeder Mensch entscheidet dauernd, was er für "richtig" und "falsch" hält. Darf ich das etwa nicht?"
ja, hier sollte man ganz genau aufpassen WEIL du zum teil recht hast. aber die von dir genannten beispiele beziehen sich auf persönliche meinungen, die weder richtig, noch falsch sein können, oder beides in jedem fall gleichzeitig sind - kommt halt auf die person/en an.
ich finde es aber anmaßend zu behaupten, man "wisse" was richtig und was falsch ist, ohne anschließend zu erklären was richtig und was falsch sei.

man weiß garnichts, sondern glaubt nur etwas und begründet diesen glauben auf subjektive erfahrungen, die somit zwar nicht gut oder schlecht sind, aber nichts taugen, solange es andere meinungen gibt.
falsch und richtig trifft nur auf absolute zustimmung oder absolute ablehnung zu. richtig wäre dann: gewalt verursacht schmerzen und leid - nur um mal ein beispiel genannt zu haben.

wenn die usa vom frieden spricht und -(angriffs-)- kriege führt, dann ist es falsch zu behaupten, die USA würde sich für völkerrechte einsetzen.
wenn der papst wasser predigt und wein geniesst, ist es falsch zu behaupten, er sei ein guter christ.

wenn der papst dogmen(kondomverbot) den menschenleben(aids-vorsorge), also... ideologie dem leben VORZIEHT, dann wäre es FALSCH zu behaupten, er würde sich für das leben einsetzen. RICHTIG wäre, dass er für ideologie viele (aids-infizierte)tote inkaufnimmt.

es wäre sogar falsch zu behaupten er sei ein guter christ, weil sich an die bibel hält, weil er die 10 gebote weitestgehend ignorieren würde. das kondomverbot ist also unchristlich.

"Die USA helfen Uganda. Es hagelt "Kritik".
Würden die USA nicht helfen, würde es ebenso "Kritik" an den USA hageln, das sie sich einen Dreck um den Rest der Welt scheren würden."
ja aber nicht von den selben leuten. es gibt halt verschiedene ansichten in der welt. so ist das nunmal. du findest aber auch keine regierung auf diesem planeten die nicht kritisiert wird. worauf willst du also hinaus ?

schluss mit USA kritik ? einfach alles hinnehmen ?
das wäre fatal !

"Einfache, kurze Sätze:
1. Obama "räumt" nicht Afrika "auf", sondern gewährt Hilfe, um die er gebeten wurde.
2. Die UN hat über den ICC, der eine Unterorganisation des UNSC ist, genau das getan, indem ein Haftbefehl für Kony ausgestellt wurde. Uganda jagt ihn und hat dafür um Hilfe gebeten.

Problem?"
JA.

wieso jetzt ? ich mein, es ist seit jahrzehneten bekannt was dort in uganda oder auch in anderen ländern läuft. WIESO muss obama jetzt so eine lächerliche aktion starten ?
gehts um wahlkampf ? zumidnest nicht um die rettung von menschenleben. es ist sogar eher das gegenteil der fall. wieviele söldner mag es dort wohl gerade geben ? 10.000 ?
weißt du eigentlich was in afrika seit 200 jahren abgeht ?

WIR bzw. die westlichen imperial-mächte haben diesen kontinent in den arsch gefickt, bis dort alles nach unserer pfeiffe tanzte und man soll jah nicht vergessen, WER hier der verantwortliche für die ganze scheiße ist.

im grunde sind wir FAKTISCH verantwortlich dafür, dass leute wie kony aus dem urwald gesprungen kommen und sich ihren winzteil vom großen kuchen sichern wollen.

wir BACKEN uns den feind und bekämpfen ihn dann um krieg/gewalt zu legitimieren. das ist die älteste taktik um größere populationen kontrollieren zu können. mensch junge, solche fakten sollten dir bekannt sein. Oo

aber sowas lernt man halt nicht in der schule....stimmts ? ;-)

[ nachträglich editiert von mayan999 ]
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26.04.2012 00:49 Uhr von ElChefo
 
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mayan: "aber die von dir genannten beispiele beziehen sich auf persönliche meinungen"

Auf was denn sonst?

"ich finde es aber anmaßend zu behaupten, man "wisse" was richtig und was falsch ist, ohne anschließend zu erklären was richtig und was falsch sei."

Ich weiss es, weil ich für mich entschieden habe, das es in meinen Wertekanon passt. Was ich dafür getan habe, welche Erfahrungen ich gemacht habe, welche Bildung ich genossen habe, inwiefern ich mich selbst weitergebildet habe usw spielt da herein. Das hat auch absolut gar nichts mit einem Absolutheitsanspruch, den du mir unterstellst, ich allerdings gar nicht erhebe, zu tun. Lediglich mit meiner subjektiven Meinung. Abgesehen davon, die Fakten, die ich poste, sind nachprüfbar und als solche auch erkennbar.

"man weiß garnichts, sondern glaubt nur etwas (...)"

Ich WEISS, das die Würde des Menschen unantastbar ist und das jeder Mensch vor dem Gesetz gleich ist. Oder ist das auch nur ein möglicherweise falscher Glauben?
...nein. Es ist feste, alternativlose Überzeugung. Die Praxis gibt dieser Überzeugung die Qualität von Wissen.

"wenn der papst wasser predigt und wein geniesst, ist es falsch zu behaupten, er sei ein guter christ."

Wenn der Papst in Angelegenheit "A" etwas falsches sagte, wird dann die sachlich richtige Meinung des Papstes in Angelegenheit "B" dadurch auch falsch? Nein, sorry, das macht keinen Sinn.

"ja aber nicht von den selben leuten."

Ich habe das Beispiel von der humanitären Hilfe für Haiti nicht aus Spass angebracht. Schau dir die Kommentare an.

"schluss mit USA kritik ? einfach alles hinnehmen ?
das wäre fatal !"

Das ist mal überhaupt nicht der Punkt. Auch auf die Gefahr hin, das ich mich wiederhole:
Würdest du Deutschland im Themenbereich Katastrophenhilfe im indischen Ozean 2004 den Holocaust vorwerfen? Das ist doch nun wirklich Quatsch.

"wieso jetzt ? ich mein, es ist seit jahrzehneten bekannt was dort in uganda oder auch in anderen ländern läuft."

Zurück zum Quellenstudium. Fangen wir bei der Überschrift an: "Obama setzt Jagd fort"
Obama fängt nicht jetzt erst an, selbst wenn du erst jetzt über News.at davon erfahren hast. Jahrzehnte trifft es auch nicht, da Uganda 2004 den Haftbefehl erwirkte und seitdem gegen die LRA vorgeht. Die USA unterstützen Uganda auch schon deutlich vor dem Beginn des Wahlkampfes. Siehe dazu wieder die Quelle:
"Präsident Barack Obama verlängerte den Einsatz von einhundert Spezialkräften, die die ugandische Armee im Kampf gegen den Rebellenführer und seine Lord´s Resistance Army (LRA) unterstützen."
Schau an, Obama hat den Einsatz nicht begonnen, sondern verlängert. Du wirst lachen, demokratische Regierungen kennen so etwas wie Rechenschaftspflicht, die beinhaltet auch, das Verlängerungen von Mandaten verkündet und genehmigt werden müssen.

"wieviele söldner mag es dort wohl gerade geben ? 10.000 ?"

Bezug zum Fall Kony?
...aber bitte. Wie sah es denn aus, als UK gegen die RUF in Sierra Leone vorging, um den Bürgerkrieg zu beenden? Der gleiche Shitstorm, hauptsache gegen den fiesen Westen wettern. Hätte niemand etwas getan, der gleiche Shitstorm wäre entbrand, weil der Westen ja einen Scheiss auf die Menschen gibt. Ach ja... da herrschte in UK auch kein Wahlkampf.

"weißt du eigentlich was in afrika seit 200 jahren abgeht ?"

...ja, weiss ich. Der nächste Satz von dir lässt mich allerdings an ein wenig an deinem Wissen zweifeln:

"WIR bzw. die westlichen imperial-mächte haben diesen kontinent in den arsch gefickt,"

Vor 200 Jahren begrenzte sich europäischer Kolonialismus noch auf extensiven Handel um die schlechten Handelsbilanzen aufzubessern. Machen wir uns nichts vor, "die" haben sich schon vorher die Köpfe eingeschlagen, alles, was "wir" geschafft haben war, "ihnen" neue Gründe (siehe Hutu vs. Tutsi) und bessere Waffen (bspw. Askari) zu liefern. Erklär doch bitte mal, wieso Europa es nach zwei Weltkriegen und davor dem 30 bzw. 100jährigen Krieg geschafft hat, sich jedes Mal wieder aufzurichten während sich in Afrika innerhalb der letzten 30 Jahre kaum etwas geändert hat - ausser der Bewaffnung.

"im grunde sind wir FAKTISCH verantwortlich dafür, dass leute wie kony aus dem urwald gesprungen kommen und sich ihren winzteil vom großen kuchen sichern wollen."

Ähm, ja,... eigentlich nicht. Nur, weil wir vorher nicht hingeschaut haben (siehe erste Afrika-Expeditionen und -Entdeckungstouren) bedeutet das gar nichts. Denkst du etwa, die Zulu hätten sich vor europäischer Einflussnahme weniger gewaltsam verhalten? Oder etwa die Nubier?

"mensch junge, solche fakten sollten dir bekannt sein."

Tatsache. Ich sehe das ganze nur ein wenig differenzierter. Möglicherweise Lebenserfahrung? Möglicherweise anderer Standpunkt? Wer weiss...

...hat aber alles immer noch nichts damit zu tun, das die Amerikaner Uganda bei seiner legitimen Jagd auf einen verbrecherischen Terroristen unterstützen, noch dazu auf dessen ausdrücklichen Wunsch und das auch nicht erst seit dem Bericht in News.at.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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26.04.2012 10:21 Uhr von mayan999
 
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elchefo: "Ich weiss es, weil ich für mich entschieden habe, das es in meinen Wertekanon passt. Was ich dafür getan habe, welche Erfahrungen ich gemacht habe, welche Bildung ich genossen habe, inwiefern ich mich selbst weitergebildet habe usw spielt da herein. Das hat auch absolut gar nichts mit einem Absolutheitsanspruch, den du mir unterstellst, ich allerdings gar nicht erhebe, zu tun. Lediglich mit meiner subjektiven Meinung. Abgesehen davon, die Fakten, die ich poste, sind nachprüfbar und als solche auch erkennbar."
schön, dass du dein "wissen" nochmal relativiert hast.

"Ich WEISS, das die Würde des Menschen unantastbar ist und das jeder Mensch vor dem Gesetz gleich ist. Oder ist das auch nur ein möglicherweise falscher Glauben?"
hier sieht man gut deinen widerspruch ;-)
im ersten satz sprichst du von WISSEN, und im zweiten von GLAUBEN.
ähem, also...ja, das ist sogar richtig: die unantastbarkeit der menschenwürde ist ein glaubenskonzept, das von menschen für menschen erfunden wurde. da kann man nichts "wissen", sich wohl allerhöchstens überzeugt fühlen.
das dass konzept damit seine daseinsberechtigung nicht verliert, ist aber klar. das ist das selbe wie mit völkerrecht, religionsfreiheit oder der gleichberechtigung der geschlechter u.a.

sind alles errungenschaften, die auch irgendwann wieder abgeschafft werden könnten.

"Wenn der Papst in Angelegenheit "A" etwas falsches sagte, wird dann die sachlich richtige Meinung des Papstes in Angelegenheit "B" dadurch auch falsch? Nein, sorry, das macht keinen Sinn."
du vergisst aber auch hier wieder das A und B nicht zu trennen sind. dh. also:
wenn du erst unchristlich handelst und dich anschliessend auf die dogmen berufst, nachdem du leid schon herraufbeschworen hast, wiegt die unchristliche handlung mehr als die bloße ideologische einstellung. im (wahren)christentum gilt: taten vor worten, handlung vor ideologie.

"Das ist mal überhaupt nicht der Punkt. Auch auf die Gefahr hin, das ich mich wiederhole:
Würdest du Deutschland im Themenbereich Katastrophenhilfe im indischen Ozean 2004 den Holocaust vorwerfen? Das ist doch nun wirklich Quatsch."
ja das ist wirklich quatsch :-)

"Schau an, Obama hat den Einsatz nicht begonnen, sondern verlängert. Du wirst lachen, demokratische Regierungen kennen so etwas wie Rechenschaftspflicht, die beinhaltet auch, das Verlängerungen von Mandaten verkündet und genehmigt werden müssen."
ok gut. aber warum uganda ? warum nicht gleich den welthunger beenden ?
das ist nicht schwer, vorrausgesetzt es mangelt den eliten der usa und europa nicht an empathie ;-)

"Der gleiche Shitstorm, hauptsache gegen den fiesen Westen wettern. Hätte niemand etwas getan, der gleiche Shitstorm wäre entbrand, weil der Westen ja einen Scheiss auf die Menschen gibt."
tja, die wahrheit ist, dass der westen ganz gleich was er tut, in jedem fall "fies" ist, und einen scheiss auf die menschen gibt. da brauch man nichts schönreden.

und, dass es uns hier im "schönen westen" so "gut geht", liegt nicht daran, dass die da "oben" uns ganz doll lieb haben. weißt du warum ?

"Vor 200 Jahren begrenzte sich europäischer Kolonialismus noch auf extensiven Handel um die schlechten Handelsbilanzen aufzubessern. Machen wir uns nichts vor, "die" haben sich schon vorher die Köpfe eingeschlagen, alles, was "wir" geschafft haben war, "ihnen" neue Gründe (siehe Hutu vs. Tutsi) und bessere Waffen (bspw. Askari) zu liefern. Erklär doch bitte mal, wieso Europa es nach zwei Weltkriegen und davor dem 30 bzw. 100jährigen Krieg geschafft hat, sich jedes Mal wieder aufzurichten während sich in Afrika innerhalb der letzten 30 Jahre kaum etwas geändert hat - ausser der Bewaffnung."
hm,..also ich erkenne hier motiv, tatbestand, ursache und wirkung. für mich sieht das so aus, also würdest du den indirekten arschfick besser finden, als den direkten. für mich ist es dasselbe.

"Ähm, ja,... eigentlich nicht. Nur, weil wir vorher nicht hingeschaut haben (siehe erste Afrika-Expeditionen und -Entdeckungstouren) bedeutet das gar nichts. Denkst du etwa, die Zulu hätten sich vor europäischer Einflussnahme weniger gewaltsam verhalten? Oder etwa die Nubier?"
ja ne ist klar. das wegschauen ist in meinen augen schon kriminell. stell dir vor, du wirst mitten auf der straße totgeprügelt und alle passanten latschen schön vorbei und nehmen das womöglich noch mit ihrem handy auf. achja, das bedeutet GARNICHTS für dich. na denn ^^

"Möglicherweise Lebenserfahrung? Möglicherweise anderer Standpunkt? Wer weiss..."
der standpunkt vermag es zu sein ;-)

"...hat aber alles immer noch nichts damit zu tun, das die Amerikaner Uganda bei seiner legitimen Jagd auf einen verbrecherischen Terroristen unterstützen"
"die amerikaner" sind größere verbrecherische terroristen, als alle korrupten herrscher in afrika, mit ihren furztruppen.
"die amerikaner" begünstigen korruption nicht nur, sie erwarten sie auch ganz höflich von allen, die keine bomben im garten oder auf ihren hochzeiten abgeworfen haben wollen ;-)

[ nachträglich editiert von mayan999 ]
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26.04.2012 15:29 Uhr von ElChefo
 
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mayan: "schön, dass du dein "wissen" nochmal relativiert hast."

Keine Relativierung. Lies meine Worte.

"hier sieht man gut deinen widerspruch ;-)"

Kein Widerspruch, lies meine Worte. Hier nochmal als Zitat:
´Ich brauche Amerika nicht toll finden, um "richtig" und "falsch" unterscheiden zu können.´
Ich kann nur betonen, ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe und nicht für das, was du verstehst.

"im ersten satz sprichst du von WISSEN, und im zweiten von GLAUBEN."

Ohje.
Glauben bedeutet vermuten. Wissen spricht für sich selbst. "Wissen", das falsch ist, ist kein Wissen mehr, sondern Glauben. Genauergenommen, Irrglauben.

"das ist das selbe wie mit völkerrecht, religionsfreiheit oder der gleichberechtigung der geschlechter u.a."

Das sehen allerdings nicht alle Menschen so. Wir nehmen das hier als Selbstverständlichkeit hin, während in anderen Teilen etwa die Gleichstellung von Schwulen und Lesben als Promotion der Sünde, Verdammenswert und mit dem Tode zu bestrafen angesehen wird. "DIE" sehen das als Ultima Ratio, wir nicht. Wer hat recht?

"du vergisst aber auch hier wieder das A und B nicht zu trennen sind. dh. also: (...)"

Logische Folge dessen: Der, der schon mal Böses getan hat, sollte besser nur noch Böses tun, weil jegliche gute Handlung sowieso durch den bösen Makel des Handelnden unwert ist?
...und wo wir bei Handlungen sind: DER Präsident, der die Fortsetzung der Jagd auf Kony verkündete, hat keine der Taten begangen oder befohlen, die Katzee ihm hier vorwerfen wollten. Weder Saddam bewaffnet noch den Krieg gegen den Irak vom Zaun gebrochen und ich bin mir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit darüber sicher, das Obama nichts mit der Iran-Contra-Geschichte zu tun hatte. (Oder gilt für amerikanische Präsidenten Erbschuld?)

"ok gut. aber warum uganda ?"

Hatten wir doch schon geklärt. Uganda hat um die Hilfe gebeten.

"warum nicht gleich den welthunger beenden ?"

...und AIDS besiegen, Reichtum für alle, keine Todesstrafen, Ende aller Kriege, (...ich hätte auch gerne ein Pony...) es gibt vieles, was man tun könnte. Irgendwo muss man allerdings erstmal anfangen, warum dann nicht bei Kony, wenn man schon die Möglichkeit hat? Soll man jetzt alles, was man machen kann, sein lassen, weil es schlimmeres gibt?

"tja, die wahrheit ist, dass der westen ganz gleich was er tut, (...)"

Na und? Ist das jetzt das Totschlagargument dafür, das man gute Dinge nicht mehr gut finden soll, weil an anderer Stelle schlechte Dinge passieren?

"hm,..also ich erkenne hier motiv, tatbestand, ursache und wirkung. (...)"

Wenn ich dich Kacke finde und töten will, ist es für dich dann wesentlich, ob ich dich knüppele, aufschlitze, anzünde oder mit automatischen Waffen durchlöchere oder sprenge?
Es geht nicht um "direkten" oder "indirekten" Arschfick, es geht um ein wenig gesunden Menschenverstand.

"ja ne ist klar. das wegschauen ist in meinen augen schon kriminell."

Womit du meinen schon kommunizierten Standpunkt bewiesen hättest. Es ist eigentlich egal, was der Westen tut. Greift er ein, ist er fieser Imperialist. Greift er nicht ein, ist er ignorant und inhuman.
Nebenbei, es gibt so einen lästigen Grundsatz bei Forschern, möglichst nicht bzw wenig in zu erforschende Systeme einzugreifen.
Beispiel aus anderem Kontext: Als westlicher Soldat in Afghanistan auf Patrouille siehst du, wie ein Mann eine Frau vermöbelt. Greifst du, unter Umständen auch mit Waffengewalt in diese (für dich, subjektiv vorhandene) Straftat ein? Gute Güte, natürlich nicht. Es ist nämlich keine Straftat - es könnte ja SEINE Frau sein, die er LEGITIMERWEISE züchtigt, wie es örtliche Sitten verlangen könnten. Kannst du dir ansatzweise den Shitstorm vorstellen der losbricht, wenn du dich da einmischt?

""die amerikaner" sind größere verbrecherische terroristen, als alle korrupten herrscher in afrika, mit ihren furztruppen."

Also... ich schätze mal, das "selbst" "die Amerikaner" noch einiges "leisten" müssten, bevor sie ansatzweise in die Nähe von Sankohs´ RUF oder Ruandas Hutu-Power-Bewegung geraten würden. Da ging es sogar um noch wenig und kostete noch mehr Opfer.

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