24.04.12 11:32 Uhr
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Arbeitslosengeld I reicht oft nicht aus: Viele müssen mit Hartz IV aufstocken

Das Arbeitslosengeld I reicht vielen Erwerbslosen offenbar nicht zum Leben. Rund 75.000 Menschen mussten deshalb im Jahr 2011 mit Hartz IV aufstocken.

Die Betroffenen erhielten von der Bundesagentur für Arbeit im Schnitt 511,79 Euro Arbeitslosengeld I, das sie mit 318,05 Euro an Hartz-IV-Leistungen anreichern mussten.

Bei diesen Fällen handelte es sich um, "überwiegend um gering qualifizierte Beschäftigte, die aus eher gering entlohnten Arbeitsverhältnissen kommen", so eine Sprecherin der BA.


WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Hartz IV, Beruf, Arbeitslosengeld, Arbeitsamt
Quelle: www.spiegel.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.04.2012 11:47 Uhr von CommanderRitchie
 
+46 | -4
 
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Die Wirtschaft brummt ??? So höre ich es ständig aus den Medien und von unseren "Volksvertretern".
Nur bei den Löhnen gehts weiter Bergab...
Wir behaupten unsere europäische wirtschaftliche Vormachtsstellung auf denKnochen von vielen Millionen unterbezahlten Arbeitnehmern.
Da stehe ich ganz locker auf der Staatsrevolutzer-Seite..
Der Arbeitnehmer - gerade der Arbeitnehmer in den unteren gehaltsgruppen - sollte sich endlich mal bewusst werden, dass ohne Ihn im Grunde in Deutschland gar nichts mehr geht !!

Deshalb:
Bevor man sich für seine Arbeit aufreibt und trotzdem ein Furunkel am A**ch des Arbeitslebens bleibt...
dann sollte man es lieber gleich ganz bleiben lassen...
Dann können die Winterkorns, Ackermanns und Geissens dieser Welt mal sehen, wie sie ihren Reichtum mehren !!

Für Ackermann gibt es bestimmt Alternativen...
Eine wäre in der Werbung... für den Billigwahl-Anbieter 11880
Hat 11 Millionen Euro verdient, 88 tausend Menschen entlassen und 0 Gewissen...



[ nachträglich editiert von CommanderRitchie ]
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24.04.2012 12:13 Uhr von DrStrgCV
 
+29 | -2
 
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@Vorredner: 1.) Solange das Bier billig bleibt und Abends Bundesliga läuft und unser neuer Schuhmacher (aka Vettel) weiter gewinnt ändert sich gar nichts. Das hat auch schon im alten Rom funktioniert: Brot und Spiele

2.) Vergiß nicht dass die Aufgabe jeder Regierung es ist den Status Quo zu bewahren, oder anders ausgedrückt: Es darf nicht sein, dass diejenigen welche nichts besitzen mitreden dürfen (Franklin)

3.) Die Aussage über Ackermann war super !!!
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24.04.2012 12:13 Uhr von thatstheway
 
+16 | -2
 
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Das ist der Weg der BRD-Regierung, das Volk verarmen aber nicht verhungern lassen damit man es besser unter Kontrolle hat.
Und die Meisten lassen es sich gefallen und manche leisten "stillen" Wiederstand , aber ich hoffe das es bald mehr merken wie der Untergang der Deutschen und der BRD systematisch vorangetrieben wird.
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24.04.2012 13:03 Uhr von heinzinger
 
+5 | -19
 
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24.04.2012 13:05 Uhr von CommanderRitchie
 
+8 | -3
 
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DrStrgCV@ teilweise richtig aber zu 1. in deinem Kommentar gilt anzumerken, dass es nicht unbedingt nur die Lethargie jedes einzelnen ist... sondern das die Betroffenen Menschen sich für Ihre Situation outen müßten um mit Taten auf ihre Situation in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen. Da ist aber durch die Medien von der Regierung und anderen "Wirtschaftslenkern" schon negativ vorgesorgt worden und deshalb die Betroffenen auf wenig Verständniss in Gesamt-Deutschland stoßen werden .
Hier mal kurz die momentane - dem deutschen Michel - eingebleude Ideologie in Deutschland:
1. Der Hartz 4er ist ja grundsätzlich zu faul zum Arbeiten
2. Der Gering-Verdiener solle doch froh sein überhaupt Arbeit zu haben.
3. Im Niedriglohnsektor arbeiten nur Menschen mit niedrigem Bildungsstand.
4. Im Niedriglohnsektor arbeiten nur Menschen ohne beruflicher Qualifikation.
5. "Der schöne Schein" nach aussen (Nachbarschaft, usw.) muß gewahrt werden, um nicht als "Asozial" zu gelten.
6. Wer "aufmuckt" der wird schneller entlassen, als er denkt..
7. Ständige Drohung der Unternehmen von wegen Werksschließungen, Entlassungen zum zwecke der "Finanz-Sanierung" sollen den Arbeiter "gefügig" machen.
8. Jeder ist ersetzbar.

Zu 2.
Solange diese perfide Ideologie nicht aus den Köpfen der deutschen Bevölkerung verschwindet, sehe ich keine Chance auf vernünftige und sozialverträgliche Arbeit für alle.
Dies dient nur der angestrebten "Feudal-Herrschaft" der Unternehmen !!

[ nachträglich editiert von CommanderRitchie ]
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24.04.2012 13:10 Uhr von CommanderRitchie
 
+9 | -2
 
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heinzinger @ Dein Kommentar:
""""""n der News geht es aber nicht um Menschen, die zu wenig Lohn für ihre ARBEIT bekommen, sondern um Arbeitslose, die zu wenig ARBEITSLOSENGELD bekommen...
Frechheit, dass das überhaupt möglich ist, ALG mit Harz IV aufzustocken. Die können froh sein, dass sie noch so viel ALG bekommen.""""""""

Da muß man einfach mal über den Tellerrand hinausschauen und ein wenig Kombinieren.
Das Arbeitslosengeld 1 wird nach dem Lohn der letzten zwei Jahre der Berufstätigkeit berechnet.... das heißt gleichzeitig, dass diese Arbeitslosen so wenig verdient haben, dass sie nicht genug Arbeitslosengeld erhalten...
Oder anders gesagt: Die haben vor ihrer Arbeitslosigkeit so wenig Lohn bekommen, dass sie jetzt zu wenig Arbeitslosengeld erhalten !!

Ja nun... zum zweiten Absatz deines Kommentares....
Da kommste wohl aus deiner kleinsichtigen Welt nicht heraus !?
Aber im Grunde stimmst du mir ja zu... die haben vor ihrer Arbeitslosigkeit was falsch gemacht... die hätten lieber zuhause bleiben sollen...
dann bräuchten die so dämliche Kommentare wie deinen nicht zu lesen !!


[ nachträglich editiert von CommanderRitchie ]
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24.04.2012 13:15 Uhr von General_Strike
 
+4 | -8
 
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"überwiegend um gering qualifizierte Beschäftigte": Das sind Leute, die z.B. die Ausbildung zum Putzmann oder zur Frisöse abgebrochen haben.

Als Hilfsarbeiter verdient man nicht viel. Sonst wird der Lohnabstand zu qualifizierten Kellnern oder Reinigungsfachkräften zu klein.
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24.04.2012 13:31 Uhr von thatstheway
 
+6 | -2
 
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@ heinzinger: bitte beschäftige dich mit Themen von denen du etwas verstehst.
Und lebe nicht an der Realität vorbei, und wenn ja, spar dir deine "geistigen" Ergüsse.
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24.04.2012 13:36 Uhr von SpEeDy235
 
+6 | -1
 
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Es wird: leider noch viel schlimmer werden, denn die Aufstocker-Jobs gibt es doch sehr oft und KEINER zahlt mehr einen normalen Lohn, bei dem man auch davon leben kann. Die versuchen es fast alle möglichst gar nichts zu zahlen. Wenn man dann ablehnen möchte, würde man eine Sperre bekommen.
Ich war bis vor kurzem Marketingassistent und habe noch nicht mal 750 € brutto verdient. Durchschnitt ist hier um die 2.000 € oder mehr.
Wer jetzt denkt, der hat nix gelernt - Irrtum, ich bin jung und mit mehreren Berufen/Studium + mehrere Jahre Berufserfahrung gut aufgestellt.
Es wird sich meiner Meinung nach eher verschlechtern in den nächsten Jahren (leider) und Aufstocker-Job haben kein Ziel - doch sie dienen der Statistik, da man arbeitet und nicht mehr in der Statistik auftaucht.
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24.04.2012 13:46 Uhr von SN_Spitfire
 
+3 | -5
 
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Mir scheint der Sinn: hinter Arbeitslosengeld gerät hier in den Hintergrund.
Meiner Meinung nach ist das Geld dazu da, um einen Arbeitssuchenden in der Übergangszeit, bis er eine neue Arbeit gefunden hat, zu unterstützen. Derjenige soll damit jedenfalls nicht sein ganzes Leben davon bestreiten.
Wäre ja noch schöner, wenn dies der Fall sei.
Kurzum ist das aber wieder mal ein Medienbeitrag, der die Diskussion anheizen soll hinsichtlich Hartz IV, was ich mittlerweile echt lästig finde.
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24.04.2012 14:21 Uhr von CommanderRitchie
 
+8 | -1
 
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Das sagt alles !!!! Erschreckende Zahlen: Das reiche Deutschland hat die ärmsten Arbeitslosen in Europa
Das Risiko in Deutschland, nach Jobverlust in Armut abzurutschen, liegt bei rund 70 Prozent. Bei einer Durchschnittquote von 45 Prozent weist kein anderes EU-Land auch nur annähernd einen derart drastischen Wert auf. Arbeitslosenleistungen und Bezugsdauer sind in der Bundesrepublik extrem niedrig.

Die Entwicklung ist Folge prekärer Beschäftigung. "Deutschland ist Europameister, wenn es um Armut unter Arbeitslosen geht", kommentiert Eric Seils vom Hans-Böckler-Institut die jüngsten Zahlen von Eurostat. Insbesondere niedrige Einstiegsgehälter sowie der kurze Anspruch auf Arbeitslosengeld seien fatal.

So etwa hat ein 40-jähriger Deutscher, der seit dem 18. Lebensjahr in Arbeit steht, lediglich 52 Wochen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Die Dänen genießen 208 Wochen Arbeitslosengeld-Anspruch, die Niederländer 104 Wochen, die Spanier 103 Wochen.

Soooo.... und jetzt lehnen wir uns wieder alle zurück in die Sessellehne und lassen uns das alles weiter gefallen....
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24.04.2012 14:31 Uhr von Mordo
 
+4 | -0
 
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@ SN_Spitfire: "Meiner Meinung nach ist das Geld dazu da, um einen Arbeitssuchenden in der Übergangszeit, bis er eine neue Arbeit gefunden hat, zu unterstützen. Derjenige soll damit jedenfalls nicht sein ganzes Leben davon bestreiten.
Wäre ja noch schöner, wenn dies der Fall sei."

====

Tja, die Differenz zwischen Theorie und Praxis. Theoretisch sollen die Arbeitsagenturen Arbeitgeber und Arbeitslose zusammenbringen. Praktisch kennen sehr viele jemandem im Freundes- und Bekanntenkreis (ob Arbeitsloser oder Arbeitgeber), bei dem die Agentur unnötig oder sogar kontraproduktiv war.
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24.04.2012 14:43 Uhr von SN_Spitfire
 
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@Mordo: Auch wenn ich dafür Minus kassieren werde (Bewertungen sind mir eh wurscht), aber wer sich bei der Arbeitssuche rein auf das Arbeitsamt verlässt, der hat in meinen Augen eh schon versagt.
Es gibt eine zweistellige Zahl an Webportalen mit Stellenangeboten. Jede regionale Zeitung hat meistens 1x pro Woche einen Stellenmarkt usw.
Sich hier allein auf das Arbeitsamt zu verlassen und diejenigen dann nachher als BuhMänner darzustellen, halte ich für sehr engstirnig.
Ich bin damals rein Interesse halber auf das AA zugegangen, um mal zu schauen, was man da vorgesetzt bekommt.
Du hast es richtig erkannt. Die AA war dahingehend unnötig und hat mir damals sogar Jobs angeboten, für welche ich weit überqualifiziert gewesen wäre und zudem noch massiv unterbezahlt.
Klar, im Ernstfall frisst man bestimmt alles, aber man will ja nicht arbeiten der Arbeit wegen, sondern auch bisschen Spaß an der Arbeit haben.
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24.04.2012 14:48 Uhr von Petaa
 
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ArbeitslosenVERSICHERUNG: Wenn ein Geringverdiener nach den gesetzlichen Regelungen lange genug in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, hat er bei Inanspruchnahme der Versicherung, auch das Recht eine monatliche Summe zu erhalten die ÜBER dem Sozialhilfeniveau/HarzIV liegt.

Alles andere ist einfach nur asozial vom Staat und der Zwangsversicherung.

Hier muss eine klare Regelung geschaffen werden, die Arbeitnehmer gegenüber langjährigen HarzIV Beziehern nicht benachteiligt. So könnte man z.B. nur 85% der Versicherungsleistung gegenüber HarzIV anrechenbar machen.

Ist fast die gleiche Situation auf die, die heutige arbeitende Generation zusteuert. Sie zahlen in die Rentenversicherung ein aber am Ende gibts nur die Grundsicherung. Hier sollte auch ein gewisser Prozentsatz nicht angerechnet werden dürfen, da sonst die Einzahler gegenüber den Leuten die 40 Jahre arbeitslos waren benachteiligt wären.

[ nachträglich editiert von Petaa ]
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24.04.2012 15:11 Uhr von Mordo
 
+2 | -0
 
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@ SN_Spitfire: "aber wer sich bei der Arbeitssuche rein auf das Arbeitsamt verlässt, der hat in meinen Augen eh schon versagt."

--

Dann haben offenbar auch viele Arbeitgeber versagt, weil sie die AA aufgrund schlechter Erfahrungen nicht konsultieren und andere Wege bevorzugen.

====

"Es gibt eine zweistellige Zahl an Webportalen mit Stellenangeboten. Jede regionale Zeitung hat meistens 1x pro Woche einen Stellenmarkt usw."

--

Das ist mir bewusst.

====

"Sich hier allein auf das Arbeitsamt zu verlassen und diejenigen dann nachher als BuhMänner darzustellen, halte ich für sehr engstirnig."

--

Es ging mir mehr um das, was ein (Berufs-) Schulbuch über die Arbeitsagenturen schreiben würde.
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24.04.2012 15:37 Uhr von Bibabuzzelmann
 
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@Commander Ritchie: In dieser Sache haben sie meine volle Unterstützung :)

Ich bin der Meinung, dass selbst ein Müllmann wichtiger ist, als ein Beamtenfuzzi im Bundestag.
Gerade die, die die dreckigsten Arbeiten erledigen, sind doch die, die dafür sorgen, dass unser "normales" Leben nicht den Bach runter geht, weil wir zB sonst im Müll versinken würden.
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24.04.2012 16:18 Uhr von Andre1977
 
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sollen froh sein das sie überhaupt was bekommen. hier in südamerika gibt es so einen luxus von arbeitslosengeld oder gar hartz4 überhauptnicht.
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24.04.2012 18:44 Uhr von farm666
 
+2 | -1
 
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@Andre1977: Das ist keine luxus sondern ein grundrecht um die würde des menschen zu wahren und den ethischen fortschritt gerecht zu werden während in südamerika die verhältnise desaströs sind.

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