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Künstler wollen mit einer selbst gebauten Guillotine ein Schaf hinrichten

Soll es nur Provokation sein, oder meinen zwei sogenannte Künstler aus Berlin ihre Aktion ernst. Sie lassen im Internet abstimmen, ob ein Schaf auf der selbst gebauten Guillotine sterben soll.

Bis Mitte Mai können die Leute darüber abstimmen, ob das Schaf durch Köpfen hingerichtet werden soll. Über 200.000 Personen beteiligten sich bereits an der Abstimmung.

Befürworter der Hinrichtung sowie die Gegner sind dabei zurzeit gleich stark vertreten. Das Projekt nannten die Künstler "Experiment, um den aktuellen Stand der Demokratie darzustellen." Sie malten das Mord-Gerät bunt an, um aufkommender schlechter Laune beim Bau entgegen zu wirken.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Künstler, Hinrichtung, Schaf, Abstimmung, Provokation
Quelle: www.bild.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.04.2012 07:24 Uhr von RonVaradero
 
+5 | -4
 
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Als ich die News in der Liste laß, wußte ich gleich welche Quelle es war^^
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24.04.2012 08:32 Uhr von Done88
 
+9 | -2
 
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als ob die das durchziehen.

Die wollen nur zeigen, wieviele Leute so krank sind und das sehen bzw mitbestimmten wollen.
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24.04.2012 08:43 Uhr von Seb916
 
+14 | -3
 
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Was heute alles Kunst sein soll Gemälde, Skulpturen etc - das ist Kunst!
Ein Schaf sinnlos hinrichten ist einfach nur geschmacklos...
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24.04.2012 09:29 Uhr von Kanarifan
 
+2 | -6
 
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Mir wird`s schlecht: bei so viel Geschmacklosigkeit,die sind in meinen Augen pervers,denen ihre Köpfe sollte man mal in so ein Teil stecken,mal sehen wie Lustig sie es dann noch finden.
Es ist einfach nur ekelhaft auf was so manche Lobbylosen Luser kommen!
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24.04.2012 09:43 Uhr von Patreo
 
+5 | -5
 
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@Seb: Kunst ist nicht nur Gemälde Skulpturen etc.
Das Schaf wird in dem Sinne nicht sinnlos getötet sondern, um die sinnlose und perfide Seite der westlichen Demokratie zu zeigen.
Obs geschmackvoll oder los ist, ist ne andere Frage.
Gerade in Deutschland ist das Thema von Rohstoff bzw. Lebensmittelverschwendung gerade hoch im Kurs
und das Schaf ist und bleibt Nutztier bzw. Lebensmittel für einige.
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24.04.2012 09:51 Uhr von ThomasHambrecht
 
+8 | -3
 
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Mann könnte auch eine Live-Übertragung in den Schlachthof machen und die Leute haben nur 5 Sekunden Zeit um für oder gegen die Schlachtung eines Schafes am Fliessband zu stimmen.
Merkwürdig, dass ein einzelnes Tier immer in Schutz genommen wird - die Massentötung in Schlachthöfen aber vollständig in der Moral ausgeblendet wird.
So hat dieses Experiment bei mir bereits diese Doppel-Moral veranschaulicht.
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24.04.2012 10:37 Uhr von Alice_undergrounD
 
+1 | -4
 
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"kunst" kommt von "können": und nicht von "rumblödeln"

[ nachträglich editiert von Alice_undergrounD ]
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24.04.2012 11:06 Uhr von bodensee1
 
+5 | -2
 
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Künstler.....soll der Künstler doch selber: reinlegen. Dann hat er seine extrem Kunst.....
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24.04.2012 11:58 Uhr von Patreo
 
+3 | -3
 
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@Alice: Dali hat mit Exkrementen ,,Kunst" gemacht.
Malewitsch hat ein schwarzes Quadrat gemacht.
Es geht bei solch einer Aktion um eher um die Botschaft.
Diese mag provokant (und meiner Meinung nach unnötig sein) aber man könnte es dennoch als ein Kunstprojekt ansehen.
Solange das Tier verspeist wird, danach also nicht völlig ,,sinnlos" getötet wird, besteht für mich moralisch gesehen kein Unterschied zwischen Bolzenschussgerät und der schnellen Enthauptung.
Dass man das Tier personalisiert, ihm ein einzelnes Gesicht gibt und damit Emotionen freiruft, die bei einer großen Massenverwertung von Tieren nicht bestehen, ist nur menschlich.
Und menschlich ist das das Schaf nicht.
Der vermeintlichen Riesenrate, die von einem britischen Rentner totgeprügelt wurde (Shortnews berichtete) wird das vllt. ein schwacher Trost sein: Da werden die Kommentare von Tierschützern mit Spot bekundet (warscheinlich weil die Assoziation zu einem Nager negativer ist als zu einem Schaf)

Ein Fazit könnte sein: Das Tier als homogene Masse ist nicht zu bedauern, wenn es zum Verspeisen, ,,unmenschlich" gehalten und ,,unmenschlich" getötet wird.
Wir essen was wir nicht mitansehen müssen.
Sobald es aber ein Einzelschicksal wird, ruft die moralische Stimme der Empörung laut zum Schutz des Individuums auf: Hier das Schaf.
Sonderrechte gelten aus ästhetischen Gründen für: Ratten, Mäuse, eventuel Schlangen,
(ich lasse mal die Katzen und Hunde in der Ukraine außen vor)
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24.04.2012 12:11 Uhr von raterZ
 
+4 | -3
 
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wer fleisch isst, der stimmt damit: noch viel brutaleren methoden der tierquälerei zu.

dagegen ist eine guillotine luxus!
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24.04.2012 12:43 Uhr von bakaneko
 
+5 | -0
 
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Interessant bisher haben gerade mal drei Leute mehr darüber nachgedacht, was die eigentliche Botschaft des angekündigten(!) Kunstexperimentes ist. Der Rest hat unreflektiert direkt losgeplärrt, das sowas mal gar nicht geht und ein Teil hat sogar den Tod der Künstler gefordert. Im Grunde haben die Künstler also damit schon gezeigt, wie unsere Gesellschaft tickt. Noch mal zusammengefasst: Todesstrafe für Menschen ist noch immer bei emotional befeuerten Vorkommnissen gern gefordert. Und Tier-Einzelschicksale berühren jeden, die alltägliche Massentötung von hunderttausenden Tieren allein in Deutschland kümmert nur wenige. Faszinierend, wirklich.
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24.04.2012 12:46 Uhr von Lommels
 
+1 | -1
 
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Ich glaube das die beiden das Schaf nicht köpfen werden!
Was man da so auf ihren Facebook Profilen lesen kann schreckt doch ganz schön ab^^

Die Meute ist schon bereit zu hetzen^^

Naja, jedem seine 5 Minuten Ruhm ...
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24.04.2012 15:06 Uhr von Alois_Besenstiel
 
+3 | -1
 
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Jaja, Bild war wieder mal dabei: Statt dem Schaf sollten die lieber ein paar BILD "Reporter" oder wie sich diese Mongos auch immer nennen mögen köpfen. Bin mir sicher, dass alles wieder erstunken und erlogen ist, Wie man es von BILD, diesem bedruckten Klopapier gewohnt ist.
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24.04.2012 18:54 Uhr von mrshumway
 
+1 | -2
 
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den aktuellen Stand der Demokratie darstellen aber natürlich doch. Und damit man Aufsehen und Aufmerksamkeit erregt, nimmt man ein Tier und lässt darüber abstimmen, ob es geköpft werden soll oder nicht. Ich empfehle den beiden Künstlern, ihre Installation und einen Fragebogen an einem öffentlichen Ort zu platzieren und auf die Reaktionen zu warten.

Darf ich das auch mit Nachbars Hund machen und es dann als Darstellung für den aktuellen Stand der Demokratie deklarieren, ohne das mir einer an den Karren fahren kann?

Ah nein Stop, ich vergaß: das Wort Kunst muß in diesem abstrusen Gedankenkonstrukt auch vorkommen. Denn damit erwirbt man die moralische Legitimation, jeden noch so absurden Bockmist durchzuziehen. Und natürlich ist die künstlerliche Demokratiedarstellung ein rechtfertigender Notstand, der den Straftatbestand nach dem StGB außer Kraft setzt.

Was für ein kranker Scheiß. Egal welche Zielsetzung man damit verfolgt.
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24.04.2012 20:40 Uhr von Alice_undergrounD
 
+0 | -2
 
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@ Patreo: "Dali hat mit Exkrementen ,,Kunst" gemacht.
Malewitsch hat ein schwarzes Quadrat gemacht.
Es geht bei solch einer Aktion um eher um die Botschaft."

habe ich geschrieben, dass ich Dali für einen "künstler" halte? nein, was ich meine ist:er hat schon paar tolle bilder, aber das heisst ja nicht, dass alles was er macht kunst ist. wenn einstein wegen eigen magengrippe gekotzt hat, dann wird seine kotze auch nicht als theorie anerkannt...

und wenn es nur um die botschaftgeht, dann soll man es meinetwegen happening, aktion etc. nennen, aber nicht kunst.

[ nachträglich editiert von Alice_undergrounD ]
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24.04.2012 21:45 Uhr von Patreo
 
+0 | -3
 
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@alice: bei Kunst ist ja das Interessante dass es keine Nachfrage geben muss damit es als Kunst akzeptiert wird.
Die Anerkennung von Dali als Künstler ist zumindest unumstritten in der Fachwelt als auch durch einen großen Teil der Bevölkerung,aber man kann natürlich immer sagen, dass es doof ist und doch keine Kunst.
Solltest du unwiderlegbare Argumente haben, kannst du dich gerne an die kunsthistorischen Fakultäten der Universität bzw. Kunsthochschule deines Vertrauens wenden. Die könnten darüber bessere Auskunft erteilen

Kunst ist, finde ich, ein menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses. Ein Kunstwerk ist als Elemente der menschlichen Kultur, welche nicht durch Zweckmäßigkeit, sondern durch ihre unterschiedliche Ästhetik geprägt ist, zu definieren. Das ist der große Unterschied zu deinem Beispiel:

Einsteins Theorien können durch Wissen und Prüfen bestätigt oder eindeutig wiederlegt werden, da es eine Wissenschaft ist die eher auf Logik und Empirik basiert.

Das ist die Kunstwissenschaft weniger
Da es in unserem Beispiel einen direkten Bezug zur Kulturanthropologie (nämlich unserer bewusst geförderten Reaktion darauf gibt) gibt, ist weniger Der Akt um das Schaf herum relevant als Kunstwerk/Botschaft sondern mehr mit welcher Reaktion wir uns hier entblößen.

Da schreien fleischessende Demokratievertreter und selbsternannte Menschenrechtsexperten am lautesten nach Lynchjustiz und geben vor empört und kollektiv betroffen zu sein, weil man einem Schaf den Kopf abtrennt.
Mal angenommen das ganze wäre keine offensichtliche Provokation und das Tier würde wirklich getötet werden.
Ein friedliches Voting könnte theoretisch auch reichen, um den Tod des Tieres zu verhindern. nein man will lieber stürmen und die beiden ,,Künstler" zu Kleinholz verarbeiten

Stören tuen sich diejenigen, die unter den Millionen von geschlachteten Tieren jährlich, zufällig eines zur Personifizierung, zur übertrieben Vermenschlichung auserkoren haben, weil das Tier meiner Meinung nach

1) Ein Gesicht, samt einer imaginären Persönlichkeit angedichtet bekommt
2) Das Tier noch mehr humanisiert wird, in dem es auf eine Art getötet wird mit der früher Straftäter hingerichtet wurden, obwohl es vergleichbar schmerzhaft/frei für das Tier ist wie ein Bolzen
3)Man sich in einen besonders hohen moralischen Sieg bzw. eine Art Katharsis verspricht, wenn man das ganze als etwas INHUMANES anprangert (alleine das Wort inhuman für ein Tier anzuwenden finde ich befremdlich)

Ich persönliche esse Fleisch nicht, weil ich den Geschmack nicht sonderlich attraktiv finde (ist aber auch nur meine Meinung), jemanden aber die Pest zu wünschen und Morddrohungen auszusprechen, weil er nur Ankündigt ein Tier zu töten (undzwar bei weitem schneller und ,,humaner" als mit einem Bolzenschussgerät oder Halal) halte ich für puren Wahn einer pseudo edlen Doppelmoral.

Die Botschaft solch einer Aktion wäre für mich:
Demokratie versteht sich als ein kollektives Bewusstsein, das alltägliches Unrecht an einer gesichtslosen Masse (den Tieren auf den Schlachthöfen) toleriert, erst dann aber aktiv wird gegen einzelne, wenn man Ihnen einen Avatar (das arme Schaf als Opfer die beiden Künstler als Feindbild) vorwirft an den sie sich klammern können.
An KFC oder Wiesenhof könne man nicht rankommen, lasst uns unseren gerechten Zorn an 2 Spinnern rauslassen.

Und so herrlich wirft diese DEMOKRATIE dann ihre eigenen Vorsätze von Toleranz, Freiheit und Nächstenliebe über den Haufen und droht mit Mord und Totschlag, um für dieses eine ,,Phantomschaf" ^^ mehr Menschenrechte mit Gewalt aufzuzwingen, als man manchen Menschen in der 3. Welt zugesteht.

Fazit: Demokratie funktioniert, wenn wir selbst zu Tieren werden am Besten!

[ nachträglich editiert von Patreo ]

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