23.04.12 19:37 Uhr
 203
 

Afghanistan: US-Senatoren wünschen andere Regierungsform

Das afghanische Außenministerium hat sich von Äußerungen US-amerikanischer Senatoren distanziert. In einer gemeinsamen Erklärung der "Nationalen Front" und den Senatoren wurde ein Wechsel der Regierungsführung im Land als "erwünscht" angesehen.

Im Vorfeld hatten sich die Senatoren, deren Besuch privater Natur war, mit Vertretern der "Nationalen Front" getroffen. Zu diesen zählt auch die "Nördliche Allianz", welche seit den 1990er Jahren die Taliban bekämpft hatte.

Ahmad Ziya Mahsud von der "Nationalen Front" nannte etwa das Ziel, eine parlamentarische anstelle der aktuellen präsidialen Regierungsform einführen zu wollen. Mahsud bezeichnet außerdem die afghanische Regierung als korrupt.


WebReporter: newsshi
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Regierung, Afghanistan, Korruption, Senat
Quelle: de.rian.ru

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Wien: Polizeieinsatz gegen Parlamentsmaskottchen wegen Verhüllungsverbot
Putin lacht sich über Minister-Vorschlag kaputt: Schweinefleisch nach Indonesien
Schweiz: Jusos fordern geschützte Frauenräume in Discos wegen Belästigungsfällen

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
23.04.2012 19:46 Uhr von usambara
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
offenbar setzt die USA wieder auf die Nordallianz der Minderheiten und möchte Präsident Karsai absägen, welcher der Bevölkerungs-Mehrheit der Paschtunen entstammt- aus denen sich ja auch die Taliban hpts. rekrutieren.
Kommentar ansehen
23.04.2012 19:53 Uhr von bibip98
 
+3 | -3
 
ANZEIGEN
was die USA wünschen sollte uninteressant sein. Das, was die Bevölkerung will, nur das zählt.
Und die wollen einen Gottesstaat.
Kommentar ansehen
23.04.2012 22:36 Uhr von ElChefo
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
...mal abgesehen von der Richtung, aus der die Vorschläge kommen...

Irgendwie würde eine parlamentarische Staatsform schon Sinn machen. Das würde auch zu den einzelnen Stammes-, Provinz- und Dorfgemeinschaften passen. Wenn jede dieser Gemeinschaft Repräsentanten ihrer jeweiligen "Provinzjirga" in die Hauptstadt zur grossen Versammlung schicken könnte, wäre jedem einzelnen eher gedient als mit der abstrakten Idee eines Präsidenten, mit dem sich die meisten Menschen nicht im geringsten identifizieren können - wo genau das eines der grössten Probleme ist. Kaum jemand ausserhalb der Hauptstadt fühlt sich repräsentiert und daher fällt es schwer, ein gewisses Vertrauen aufzubauen in diese Regierung.
Kommentar ansehen
23.04.2012 22:49 Uhr von sabun
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
Aha: Amerika pfeift und es werde so wie die USA will.
Toll !
Kommentar ansehen
23.04.2012 23:27 Uhr von Perisecor
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@ usambara @ bibip98 @ sabun: US-Senatoren ungleich US-Regierung ungleich USA ungleich Amerika ungleich amerikanische Bevölkerung.


@ usambara

Die Taliban rekrutieren sich vornehmlich nicht aus Afghanen.
Kommentar ansehen
23.04.2012 23:51 Uhr von ElChefo
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Also bei näherem Hinsehen fällt eine Passage auf, die die Empörung der aktuellen Regierung erklärt:

"Die US-Senatoren hatte sich am Sonntag mit der Führung der oppositionellen afghanischen Parteienvereinigung „Nationale Front“, darunter mit Mitgliedern der „Nördlichen Allianz“ getroffen, die in den 90er Jahren gegen die Taliban gekämpft hatte."

Angesichts dessen, wie Herr Karzai am rudern ist, nicht nur um seine Macht, sondern hinsichtlich des geplanten Abzugs in 2 Jahren auch um sein Leben, erklärt sich das von selbst.

Sobald die NATO und ihre Partner weg sind, werden die Taliban (...und assoziierten Gruppen...) wieder versuchen, die Macht an sich zu reissen. An wem dann ein Exempel statuiert wird, dürfte klar sein. Also MUSS er und seine Regierungskollegen daran interessiert sein, die Opposition zu diskreditieren, die ein erklärter Feind seiner nächsten Verhandlungspartner sind.

Die Zentralregierung widerspricht sich in ihrer Erklärung ja nun auch selbst:

"„Wir verurteilen diese Erklärung und bezeichnen sie als eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten, denn nur die Afghanen haben das Recht, über die Zweckmäßigkeit eines Wechsels ihrer Staatsführung zu sprechen. Das afghanische Volk ist handlungsfähig genug, um selbst über seine Zukunft zu entscheiden“, zitiert Pajwak den Außenamtssprecher."

Es ist ja nun nicht so, das die Nordallianz keine Afghanen wären. Im Gegenteil, sie sind es "eher" als die Taliban.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]

Refresh |<-- <-   1-6/6   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Südhessen: In totem Säugling wurden Drogenspuren gefunden
Wien: Polizeieinsatz gegen Parlamentsmaskottchen wegen Verhüllungsverbot
"Playboy": Erstmals Transsexuelle Playmate des Monats


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?