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Wissenschaftler setzt sich für Umbau der Raketenabwehr in Europa ein

Theodore Postol, Professor für Science, Technology and Global Security Working, vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) gab nun ein Interview über die Funktionstüchtigkeit von Raketenabwehrsystemen. Als Andersdenkender sei er in der Vergangenheit massiv unter Druck gesetzt worden sein.

Die US-amerikanischen Behörde Defense Science Board unterstützt Postol in seinen Zweifeln. Es gebe Probleme in der technischen Analyse von Sprengköpfen und etwaigen Ködern. Diese Behörde fordert eine größere Reichweite für die Radaranlagen solcher Raketenabwehrsysteme.

Das Raketenabwehrsystem wird aus US-innenpolitischen Gründen entwickelt. Postol ist der Auffassung, dass Tarnkappen-Drohnen eine wesentlich effektivere Raketenabwehr herstellen könnten, da diese die Raketen vor Abwurf von Ködern vernichten könnten.


WebReporter: Sag_mir_Quando_sag
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Europa, Umbau, Raketenabwehr, Verteidigungsministerium
Quelle: www.zeit.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.04.2012 14:39 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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Die Ionisierung der Atmosphäre ermöglicht eine größere Reichweite des Wirkungskreises von Radarstrahlen. Dem "Defense Science Board" reichen offensichtlich bestehende Radartechnologien nicht. Es bleibt abzuwarten, inwieweit neue Technologien Umweltschäden zur Folge haben.
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23.04.2012 15:06 Uhr von Justus5
 
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Das alte Medienspiel der Waffenlobby: Irgendetwas soll nicht so gut funktionieren, um einen Grund zu haben, um etwas noch "besseres" zu entwickeln.
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23.04.2012 15:53 Uhr von Sag_mir_Quando_sag
 
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@Justus5: Das ist sicherlich richtig.

Die Frage ist aber, welches Waffensystem insgesamt günstigere Auswirkungen hat.

Es gibt zum einen die Prämisse des militärisch-industriellen Komplexes, zum anderen profitieren unterschiedliche Akteure in unterschiedlicher Weise.

Eine Tarnkappen-Drohne ist sicherlich preiswerter als eine Rakete. Zudem werden diese Produkte in unterschiedlichen geographischen Bereichen hergestellt - von unterschiedlichen Firmen.

Zudem erzeugen unterschiedliche Produkte unterschiedliche Abfallprodukte, so daß auch die Umweltfolgen unterschiedlich variieren.

Richtig ist, daß die "Verbesserungsstruktur" geeignet ist, die Anforderungen immer mehr nach oben zu schrauben und damit neue Produkte zu erzeugen, zum anderen gibt es aber beispielsweise seit Jahrzehnten immer noch dieselben Interkontinental-Raketen. Es gibt also Grenzen.

Ich erkenne vielmehr eine Inflation der Möglichkeiten, die diese Antriebsspirale nährt.

Da aber im Militärbereich keine offenen Diskussionen möglich sind, ist es schon von Relevanz sich um die jeweilige Rüstungsfolgenstruktur zu kümmern.

So wie es die Prämisse des militärisch-industriellen Komplexes gibt, gibt es offensichtlich als Folge der Proliferation von Waffenträgersystemen auch die Prämisse einer Raketenabwehr. Und die kann so oder aber auch anders aussehen.

Auch die Aktivierung entsprechender Systeme hat unterschiedliche Folgen, wie die Entwicklung des "Über den Horizont"-Radars gezeigt hat.

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