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Megaupload - Platzt der Prozess in den USA?

Wie die Onlineausgabe einer neuseeländischen Zeitung jetzt unter Berufung auf die Anwälte des Megaupload-Gründers Kim Dotcom berichtete, scheint ein Prozess gegen das Unternehmen in den USA immer unwahrscheinlicher.

Der zuständige US-Richter, Liam O´Grady, teilte demnach dem FBI mit, dass ein Verfahren in den Staaten wahrscheinlich nicht möglich sei. Der Grund hierfür sei, dass Kim Dotcom niemals die entsprechende Klageschrift zugestellt wurde.

Dies wiederum sei laut Anwälten des einst weltweit größten Filesharing-Unternehmens auch gar nicht möglich, da derartige Klagen nicht an Unternehmen ohne Sitz in den USA zugestellt werden dürften. Liam O´Grady mahnte an, dass das weitere Vorgehen genau geprüft werden müsse.


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WebReporter: Bildungsminister
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: USA, Prozess, Anwalt, Megaupload
Quelle: www.nzherald.co.nz

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.04.2012 11:54 Uhr von Bildungsminister
 
+41 | -5
 
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Die Quelle ist insgesamt etwas ausführlicher als die zusammen gefasste News. Demnach ist diese Panne nur eine weitere in Folge anderer. So wurde Kims Haus quasi ohne gültige Papiere durchsucht. Mittlerweile müssen einzelne beschlagnahmte Gegenstände an Kim, bzw. seine Frau, zurück gegeben werden. Der zuständige Richter sagte zudem, dass es nicht angehen könne, dass bisher nicht über die beschlagnahmten Server entschieden wurde. Am Ende könnte es eine Blamage für die Content-Industrie werden.

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]
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21.04.2012 13:37 Uhr von Tuvok_
 
+16 | -12
 
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Naja wenn: die Amis es so nicht schaffen vielleicht hat Mr. Dotcom dann irgendwann mal aus versehen einen Autounfall oder verheddert sich in einem Baum.. .soll ja schon öfters vorgekommen sein bei Hackern und unerwünschten Personen...
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21.04.2012 13:50 Uhr von ptahotep
 
+24 | -1
 
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Einfallslos Auf die Server kann man doch sicherlich noch auf die schnelle ein paar KiPos, Bombenbastelanleitungen und aus alten Physikzeitschriften/-bücher eingescannte Artikel über die funktionsweise einer Atombombe kopieren.
Schon ist es eine Sache der "nationale Sicherheit" ;)
Ihr ward auch mal kreativer
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21.04.2012 15:05 Uhr von rolf.w
 
+11 | -7
 
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@Wil: "...bitte dem in Deutschland geborenen und vielleicht sogar deutschen Staatsbürger, Verfolgten-Asyl an."

Du willst also wirklich einen Gewohnheitsverbrecher bewusst ins Land holen??? Und bevor Du Dich aufregst, lese seinen Lebenslauf.
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21.04.2012 16:08 Uhr von matze319
 
+3 | -0
 
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und?? selbst wenn der ganze prozess platzen sollte der herr dotcom als freier mann wieder seine dinge verrichten kan, es hat doch genug wirbel gemacht um zig hoster zum aufhören zu zwingen.

wie auch immer das ausgeht einen erfolg für die content mafia wars auf jedenfall.
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21.04.2012 16:32 Uhr von neinOMG
 
+3 | -3
 
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Der: kann ja froh sein das er nicht in Deutschland vor Gericht ist. Und so wie der Kino.to Betreiber über 3 Jahre im Knast verbringen muss.
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21.04.2012 17:36 Uhr von Slaydom
 
+3 | -0
 
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@matze: Nein es wäre nur ein kurzer Erfolg. Jede Filesharing firma würde ins Ausland gehen und die würden noch mehr aus dem Boden sprießen ;)
Wobei Filesharing firmen nicht Illegal sind.
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21.04.2012 17:47 Uhr von TheRoadrunner
 
+5 | -0
 
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@ Wil: "Ich zitiere..."
Zu einem Zitat gehört eine Quelle. Die wäre?

"... und die wird und darf in Amerika nicht anders sein."
Ahja. Und wie kommst du zu dem Schluss? In den USA bzw. den einzelnen Bundesstaaten gilt eine völlig andere Gesetzgebung als in D, es kann also natürlich sehr wohl zu völlig unterschiedlichen Urteilen und Strafmaßen kommen.

"und vielleicht sogar deutschen Staatsbürger, Verfolgten-Asyl an."
Kim Schmitz ist deutscher Staatsbürger. Er kann also, sofern er freigelassen wird, wie jeder andere Staatsbürger auch nach Deutschland einreisen. Wozu genau braucht er nun Asyl?
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21.04.2012 17:56 Uhr von The Roadrunner
 
+4 | -1
 
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@rolf.w: das machen wir doch staendig so - stoert: doch sonst auch niemanden - also bitte.

Wir haben viel schlimmere Leute als Dotcom Schmitz hier im Lande... wir weisen sie nicht mal aus, sondern ermahnen nur mit erhobenen Zeigefinger.
Oder wie würdest du es nennen, dass wir Gewaltverbrecher auf Bewährung davon kommen lassen, wärend die Oper ein Leben lang Schaden davontragen?

Wer jetzt sagt, dass die Öffentlichkeit immer nur von Gewaltverbrecher in Strafprozessen erfährt, sollte sich mal fragen, wieso es keine Berichte von Zivilprozessen gibt, in denen sie zur Zahlung verdonnert werden - die haben nix; und ja, ich weiss, dass die ZPO auch die Möglichkeit zulässt den Schadenersatz auch im Strafprozess festzulegen.
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21.04.2012 18:09 Uhr von Daenerys
 
+6 | -1
 
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Film: irgendwie war das anzusehn. Erst ne filmreife Stürmung des Anwesens, dann die Ernüchterung bei den Auslieferungsverhandlungen, dann bekommt er sein Geld zurück und nun könnte alles den Bach runter gehn.
Die Amis haben gepennt und der dicke Kater landet wieder mal auf den Pfoten.

Kling fast wie "erst schießen, dann fragen"

aber hey, als sie die Nummer im Irak abgezogen haben ist mehr kaputt gegangen.
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21.04.2012 19:42 Uhr von rolf.w
 
+2 | -0
 
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@The Roadrunner: "Wir haben viel schlimmere Leute als Dotcom Schmitz hier im Lande... "

Kann ich nicht beurteilen. Mit Finanzdelikten kann man Existenzen genau so zerstören wie mit Gewalttaten. Mir wäre auf jeden Fall kein Fall bekannt, in dem aktiv darum geworben wurde, einen Straftäter per Asyl ins Land zu holen.

"...wir weisen sie nicht mal aus..."

Wenn sie einen deutschen Ausweis haben, sind sie dem Gesetz nach Deutsche und können nicht abgeschoben werden. Dass ihre Wurzeln woanders sind, interessiert da nicht. Warum wollen einige das eigentlich nicht begreifen? So vehement beratungsresistent sind sonst nur Brotscheiben.

"Oder wie würdest du es nennen, dass wir Gewaltverbrecher auf Bewährung davon kommen lassen, wärend die Oper ein Leben lang Schaden davontragen?"

Moralisch? Der größte Dreck. Aber es geht nicht um Moral, leider. Die Gesetze sind von den Volksvertretern gemacht worden und die wurden von der Mehrheit gewählt. Es wird vor Gericht auch nur selten sofort die Höchststrafe verhängt und wie es zu den Urteilen kommt, diese Details werden meist nicht der Öffentlichkeit kundgetan.
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21.04.2012 21:01 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -0
 
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lest doch mal nach bei wikipedia:
http://de.wikipedia.org/...
Der Mann hat soviel schiefe Geschäfte abgewickelt, dass er auf der halben Welt egen seiner Betrügereien aus unzähligen Betrugsgeschäften gesucht wird.
Nur ein Auszug:
... Bezahlen ließ er sich unter anderem mit gestohlenen Calling-Card-Daten, die er weiterverkaufte.[4] Später betrieb er eine Partyline, die sich zum Forum von Phreakern entwickelte und in der er wiederum durch Mithören seiner Benutzer aktuelle Informationen sammelte. Schmitz begann aufgrund dieser Informationen mit der Herstellung von Magnetkarten mit gefälschten Zahlungsinformationen. Bei einer Hausdurchsuchung wegen des Verdachts von Schwarzkopien in den Mailboxen wurden bei ihm „Hunderte von gefälschten Kredit- und Telefonkarten“ gefunden.[5] Schmitz wechselte unter dem Druck der strafrechtlichen Ermittlungen die Seiten und gab Informationen über die Schwarzkopie- und Kreditkartenszene an Ermittler weiter. Er arbeitete in der Folge für den Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth und lieferte diesem Informationen über Schwarzkopien ...
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21.04.2012 21:27 Uhr von MainframeOSX
 
+3 | -0
 
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Die Amis: sind ja so bescheuert. Die Musik und Film Industrie haben sich mal wieder selbst in die Ei.. gebissen. Ich hoffe den Tut das jetzt mal richtig weh. Und hier bekommen wir den Dreck von Akta oder wie das heißt auch noch von den auf das Auge gedrückt, nur wirklich will das keiner.
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21.04.2012 22:50 Uhr von Daenerys
 
+3 | -0
 
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@Zeus: "Die OCH-Branche hat sich vor Angst in die Hosen geschissen, viele haben aufgehört, viele haben ihren Service stark beschnitten."

Das glaubst Du nicht ernsthaft oder? Einige haben dicht gemacht, um gleichzeitig unter neuem Namen 2 weiter zu eröffnen - so kann man die Premiumkunden nochmal zur Kasse bitten.

"dann müssen ja die Betreiber der OCH weiterhin damit rechnen, dass das FBI auch mal willkürlich bei ihnen den Laden schließt."

Eigentlich müssen nur die Legal-Nutzer Angst haben, daß wieder mal alle hochgeladenen Daten futsch sind.

"Die Amis haben nicht gepennt. Denkst du wirklich, dass dem FBI und der Content-Mafia die Rechtslage nicht bekannt war?"

Ne da liegst Du wohl richtig. Wobei man denen nie Beweisen werden kann wo die Fehler aufhören und der Vorsatz anfängt.
Ich denke von beidem ein bisschen. Die politische und lobbyistische Fraktion wollte halt mal auf den Busch klopfen, egal was dabei rauskommt.
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21.04.2012 23:16 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Trotzdem hat das Komplott geklappt glaubt man gulli.com so hätten das FBI und die US-Justiz mehrere dumme Rechts-Fehler begangen.
Ich glaube aber nicht, dass FBI und Justiz dermassen blöd sind.
Zwar wird jetzt das Verfahren gegen Schmitz wohl eingestellt, aber deren Ziel wurde voll erreicht. Jetzt kann ein legaler Aufbau der Webseite nicht mehr stattfinden.
Das ist meiner Ansicht genau so gewollt, da sich wohl andere Leute in der USA diesen Kuchen teilen möchten statt ein großes Stück an Schmitz abzugeben. Die Verhaftung und die falsche Anklage haben zum Ziel geführt und mehrere Portale wurden geschlossen.

Obwohl hier wohl eine Riesensauerei abgeht, ist Schmitz trotzdem ein großer Verbrecher, den man nicht in Schutz nehmen sollte. Der Mann hat nur an seinen Geldbeutel gedacht - und diesen Luxus zur Schau gestellt.
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22.04.2012 08:24 Uhr von moloche
 
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kenne den Typen noch von früher: ein Maulheld und Aufschneider wie man ihn noch nie gesehen hat.
Er war damals (Ende 90er) schon viel im Onlinegaming (vorwiegend Shooter) unterwegs. In Erinnerung blieb er mir als Camper und Bot-User, der bei jedem erfogreichen Treffer wie ein 10 jähriges Kind rumgeflamed hat.

Seine ganzen angeblichen Hackereien sollen auch nur eine Luftnummer gewesen sein.
Trotzdem natürlich bemerkenswert damit finanziellen Erfolg zu haben.

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