21.04.12 10:33 Uhr
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EU-Verordnung: Niemand darf länger als 48 Stunden pro Woche arbeiten

Im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit will die EU-Kommission eine neue Verordnung verabschieden. Nach diesem Erlass darf niemand länger als 48 Stunden pro Woche arbeiten. Brisant ist, dass dies auch Ehrenämter miteinschließt. Vollzeitangestellte können sich damit kaum mehr sozial engagieren.

Für Deutschland brächte der Erlass empfindliche Nachteile. Denn gerade die Freiwilligen Feuerwehren würden massiv Arbeitskräfte einbüßen. "Wenn das so kommt, ist das der Tod unseres Systems", warnt Rudolf Römer vom Deutschen Feuerwehrverband.

Der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe schrieb ebenfalls bereits einen Brandbrief an die NRW-Landesregierung und den Bundestag, um "eine Anwendung der EU-Arbeitszeitrichtlinie auf das Ehrenamt [...] nachhaltig zu verhindern". Die EU-Kommission will aber keine Ausnahmen zulassen.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: EU, Woche, Feuerwehr, Verordnung, EU-Verordnung
Quelle: www.derwesten.de

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66 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.04.2012 10:33 Uhr von no_trespassing
 
+29 | -20
 
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Anstatt Arbeit zu schaffen, wird jetzt die vorhandene umverteilt. Weil Südeuropa nicht imstande ist für eine anständige Industrie zu sorgen, sollen wir also jetzt Spanier und Osteuropäer hier die Ehrenämter zuschanzen?

Rettungsschirme, Ehrenämter-Aufgabe - und wir stehen noch ganz am Anfang.
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21.04.2012 10:45 Uhr von artefaktum
 
+55 | -4
 
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@ no_trespassing: "Anstatt Arbeit zu schaffen, wird jetzt die vorhandene umverteilt."

Was ja nicht grundsätzlich falsch sein muss. Allerdings sehe ich hier in Hinsicht auf die Ehrenämter auch Nachholbedarf.
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21.04.2012 10:47 Uhr von erw
 
+30 | -31
 
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VERDAMMT! Deutschland geht unter! All die Ehrenämter, oh nein! Was soll denn das? Was fürn Brandbrief? Die Nachricht ist gut. Arbeitnehmerabzocke wird damit eingedämmt. Dass der halbe Artikel sich nur um Ehrenämter dreht, versteh ich null. Es geht immerhin darum, dass die Präkerisierung der Arbeit aufgehalten wird.

Der DRK soll sich mal nicht in die Hose machen und einfach reformieren, so schwer ist es auch nicht. "Tod des Systems"... ist das System in Stein gemeiselt und man kann sich da nichts neues überlegen, oder wie?

EDIT: Der Originalartikel ist massiv auf die Schattenseite des Erlasses ausgelegt. Naja, schlechte Nachrichten verkaufen sich besser. "In Indien ist die Anzahl der Hungernden gesunken" ist langweiliger als "In Indien steigt der Verpackungsmüll durch weggeworfene Lebensmittelverpackungen massiv an, WIR WERDEN ALLE STERBEN."

[ nachträglich editiert von erw ]
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21.04.2012 10:48 Uhr von General_Strike
 
+21 | -12
 
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massive Arbeitslosigkeit: Es gibt immer noch eine massive Arbeitslosigkeit in Deutschland. Millionen Menschen sind ohne Job und werden statistisch nicht erfasst.

Diese Menschen sollten alle wenigstens 30 Stunden pro Woche einer geregelten Arbeit nachgehen. Arbeit ist nicht nur eine Pflicht sondern ein Menschenrecht. Ob Arbeitslose Feuerwehrleute aber angemessen ersetzen können, ist zu bezweifeln.
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21.04.2012 10:55 Uhr von sv3nni
 
+47 | -10
 
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wieder am falschen ende angefangen: wir brauchen nen mindestlohn
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21.04.2012 11:01 Uhr von General_Strike
 
+9 | -22
 
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21.04.2012 11:08 Uhr von artefaktum
 
+29 | -3
 
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@General_Strike: "Gering Qualifizierte, die zuvor noch 7 oder 8 Euro pro Stunde verdient haben, bekommen dann ab sofort nur noch 5,99 Euro."

Erstens will keiner einen Mindestlohn von 5,99 sondern
diskutiert wird zwischen 7,50 und 10 Euro.

Zweitens hast du bei bestehenden Arbeitsverhältnissen ja einen Arbeitsvertrag, in dem dein Verdienst festgelegt ist. Du kannst einem nicht einfach plötzlich weniger zahlen, dafür sind Verträge ja auch da.
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21.04.2012 11:12 Uhr von no_trespassing
 
+16 | -2
 
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Das Problem: >>Dass der halbe Artikel sich nur um Ehrenämter dreht, versteh ich null. Es geht immerhin darum, dass die Präkerisierung der Arbeit aufgehalten wird.>>

Die Prekarisierung der Arbeit wird damit nicht aufgehalten, ganz im Gegenteil.
Die einzigen, die unter diesem Erlass leiden, sind die außertariflich Angestellten, die unbezahlte Überstunden kloppen müssen, dafür aber auch überdurchschnittliches Grundgehalt bekommen.

Künftig wird jede Firma außertarifliche Stellen auf ein Minimum reduzieren und damit der besser bezahlten Mittelschicht die Grundlage für Haus, großes Auto und priv. Krankenversicherung nehmen. Das mag aus Sicht derjenigen, die arbeitslos sind, nicht so schlimm sein, aber die unterliegen der irrigen Annahme, dass sie davon direkt profitieren.

Dem ist aber nicht so. Es wird nur zwischen besserverdienender Mittelschicht und gering bezahlten Arbeitern umverteilt.
Diejeningen, die wirklich vermögend sind, trifft es überhaupt nicht, denn die sind entweder selbstständig und nicht angestellt und müssen sich an den Erlass in keiner Weise halten. Oder aber sie verdienen ihr hohes Einkommen mit gar keiner echten Arbeitszeit (Zinserträge, Aktienspekulationen, usw.).

Kurzum: Der Erlass trifft die Falschen. Dadurch schaffen es nur weniger Leute, sich ein Haus, Auto, etc. zu leisten, aber auf der anderen Seite manche Leute nur von der Existenzschwelle zu max. wenige hundert Euro mehr im Monat.

Es kann nie eine Lösung sein, vorhandene Arbeit einfach jemand anderem zu geben, dann klafft woanders wieder eine Lücke.
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21.04.2012 11:15 Uhr von artefaktum
 
+3 | -2
 
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no_trespassing: "Es kann nie eine Lösung sein, vorhandene Arbeit einfach jemand anderem zu geben, dann klafft woanders wieder eine Lücke."

Das würde nur dann stimmen, wenn die Arbeitszeiten gleich bleiben würden. Das ist aber kein Naturgesetz.
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21.04.2012 11:23 Uhr von NilsGH
 
+14 | -1
 
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Ich persönlich glaube eine Kombination aus Regulierung der Arbeitszeit - wobei Ehrenämter selbstverständlich AUSGENOMMEN sein müssen - in Verbindung mit einem soliden GENERELLEN Mindestlohn würde auf zumindest auf dem deutschen Arbeitsmarkt die Lage für die Bürger Deutschlands entschärfen. Arbeitgeber dürften keine Arbeiter mehr einstellen, denen sie zwar per Vertrag 40 Std. / Woche zusichern, sie aber gleichzeitig auch noch - meist im Schichtbetrieb - 60 und mehr Stunden aufbrummen. Sie müssten dann einfach weitere Arbeiter in Lohn und Brot stellen, diese aber dann auch vernünftig entlohnen.

Wo ist da bitte das Problem?

Die Idee der EU finde ich im Kern nicht schlecht, aus genannten Gründen. Dass wir mittlerweile an einem Punkt angelangt sind, an dem jene Menschen, die eine Arbeit ahben, durch zu viel Arbeit krank werden ist wohl allgemein bekannt. Entsprechend ist es logisch, die Arbeitgeber zu zwingen, die Arbeit zu verteilen.

EIne Anmerkung zu dem in den Kommenarten angesprochenen Mindestlohn: Entschuldigung, aber 10,- € / Std. als Mindestlohn ist wohl das Mindeste! Nimmt man an, es handle sich um eine Vollbeschäftigung, so bleiben dem Arbeitnehmer von diesen 10,- € lediglich 6,- € im Geldbeutel. Der Rest "verpufft" durch Steuern und Sozialabgaben. Ich persönlich würde da eher über 12,- oder 13,- € diskuieren. Auch wenn oft behauptet wird, dass bspw. Berufe in der Reinigungs-, Abfall- und Pflegewirtschaft einfach schlechter bezahlt werden müssen, so halte ich da einfach mal entgegen: Arbeiten diese Menschen weniger? Nein, sie arbeiten teilweise sogar härter als andere, die mehr verdienen. Auch das Argument, sie "erwirtschaften" weniger, tragen also weniger zur Erwirtschaftung eines Betriebes bei, kann nicht zählen. Das ist einfach Unfug. Klar, trägt eine Pflegekraft im Altersheim per se und DIREKT nichts zum "Wirtschaftswachstum" bei. Sie nimmt anderen Menschen (Verwandten der zu pflegenden Personen beispielsweise) jedoch Arbeit ab, sodass diese widerum ihre volle Wirtschaftskraft einbringen können.

Also: Eine gesunde Kombination aus Mindestlohn und Deckelung der Wochenarbeitsstunden wäre für mich eine sinnvolle Maßnahme. Es muss ja nicht auf 48 Std. / Woche gedeckelt werden. Wegen mir zieht man einen Schnitt aus den aktuellen Statistiken. So kommt man vll. auf 54 Std. / Woche.
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21.04.2012 11:28 Uhr von artefaktum
 
+3 | -0
 
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@NilsGH: "Wo ist da bitte das Problem?"

Das wird einigen mächtigen Interessengruppen bestimmt nicht gefallen, was du da vorschlägst.
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21.04.2012 11:31 Uhr von General_Strike
 
+0 | -9
 
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@artefaktum: Ein Mindestlohn sollte angemessen sein. Deutschland orientiert sich dabei besser an Österreich als an reichen Ländern wie Luxemburg oder der Schweiz, wo die Lebenshaltungskosten sehr viel höher sind.
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21.04.2012 11:36 Uhr von General_Strike
 
+4 | -5
 
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@Minipet: Da stimme ich dir voll zu. Hier in der Schweiz sind nur einzelne Schnuppertage (1 bis ausnahmsweise 3 Tage) erlaubt. Dennoch fällt es Arbeitslosen nicht schwer, eine neue Stelle zu finden.

Unbezahlte Arbeit sollten nur Arbeitsverweigerer leisten müssen.
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21.04.2012 11:39 Uhr von artefaktum
 
+11 | -1
 
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@General_Strike: "Unbezahlte Arbeit sollten nur Arbeitsverweigerer leisten müssen."

Arbeit kostet Geld. Die gibt es in einem Rechtsstaat nicht umsonst. Zudem kann jemand der arbeitet kein Arbeitsverweigerer sein.
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21.04.2012 11:43 Uhr von markus74
 
+7 | -2
 
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Vollpfosten EU Komission: Da haben die Vollposten der EU Kommisson mal wieder in die vollen gelangt.
Was denken die denn bei Ihrer Arbeit?????!!!
Nichts!!!!????
Nicht mehr als 48 arbeiten die Woche wäre ja noch ok aber damit die Ehrenämter Wie Freiwillige Feuerwehr Rot Kreutz Bergwacht etc mit einzuschließen das geht nun mal gar nicht.
Wissen die eigentlich wie lange und intensiv Ausbildungen und Übungen sind. Geschweige Einsätze????????
Ich hoffe das die Schwachmaten mal in richtige Schwierigkeiten kommen wenn sie ein Unfall auf der Straße im Wasser oder in den Bergen haben. Dann haben hoffentlich die Helfer die in Ihrer Freizeit den Dienst haben ihre 48 Stunden schon überschritten. Dann krepieren die EU Kommisonäre elendiglich.
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21.04.2012 11:47 Uhr von General_Strike
 
+2 | -8
 
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@artefaktum: Im Gefängnis oder wenn man Sozialstunden ableistet, arbeitet man auch kostenlos (aber nicht umsonst).

Mit Arbeitsverweigerern meinte ich ausschliesslich Arbeitslose, die angebotene Stellen ablehnen.
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21.04.2012 11:51 Uhr von artefaktum
 
+6 | -0
 
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@General_Strike: Im Gefängnis bekommst du deine Arbeit auch (wenn auch sehr gering) bezahlt. Die Sozialstunden geschehen auf richterliche Anordnungen, wenn du dich strafbar gemacht hast.

Deine beiden Beispiele sind aus dem Strafrecht. Arbeitsgesetze fallen unter Zivilrecht.

Du hast als Arbeitnehmer nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte. Und dazu gehört ein Einkommen für deine Arbeit.
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21.04.2012 12:28 Uhr von grandmasterchef
 
+6 | -1
 
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Ich weiss garnicht was alle gegen Mindestlohn habe: Lohn sollte etwas sein, wo von ein Mensch, wenn er 40std arbeiten geht in der woche leben können soll.

5 Jahren gabs bei Leiharbeit nur 6,34. Nun sind mind 7,60 nach Tarif, ich sehe da keine verschlechterung?

Wer glaubt denn tatsächlich, dass in der industrie die löhne gesenkt werden?! die zahlen doch eh nur das nötigste bei neueinstellungen, für restl stellen gibts leiharbeiter, und die kriegen halt nur schlappe 7-8€.

es gibt keinen vernünftigen grund gegen einen mindestlohn.
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21.04.2012 12:56 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -2
 
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Sind bei mir locker über 80 Stunden die Woche und das wird bei Freiberufler und Selbständigen auch niemanden interessieren. Zumal das auch kein Mensch nachprüfen kann.
Es gibt sehr viele Projekte wo man sich monatelang einarbeiten muss - und wo man in Terminstress kommt. Das kann man nicht einfach nach 48 Stunden unterbrechen - und eine weitere Person einbinden, da dies mit zu großer Einarbeitung verbunden wäre.
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21.04.2012 13:22 Uhr von Johnny Cache
 
+2 | -0
 
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Toll: Die denken aber wirklich von der Wand bis zur Tapete. Ich werde gerade entgegen meiner Qualifikation nach Stunden bezahlt und könnte froh sein wenn ich mal mit weniger als 50h die Woche auskommen würde. Selbst mit deutlich mehr wird der Stapel auf meinem Tisch immer größer und das ist noch das kleinste Problem.
Auf die Idee daß es Firmen gibt, welche wirklich am Existenzminimum unterwegs sind und schon mit der lausigen Bezahlung und all den Überstunden mehr schlecht als recht über die Runden kommen, scheinen diese Gehirnakrobaten gar nicht mehr zu kommen.

Was würde wohl passieren wenn wir wirklich nur noch die vorgeschriebene Zeit arbeiten würden?
Arbeit würde liegen bleiben, Kunden würden abspringen und die Firma würde über kurz oder lang eingehen. Damit wäre natürlich ein Konkurrent vom Markt und andere Firmen würden vermutlich noch weniger bezahlen als sie es ohnehin schon tun.
Als frischer Arbeitsloser wäre ich dann natürlich wieder gezwungen überhaupt jeden Job anzunehmen, was das das Lohndumping nur noch weiter verschlimmern würde.

Ja, die aktuelle Situation ist alles andere als prickelnd, aber immer noch besser als gar nichts zu arbeiten, den ganzen lieben langen Tag vor Langeweile in der Nase zu bohren und der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen.
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21.04.2012 13:23 Uhr von artefaktum
 
+7 | -0
 
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@Johnny Cache: "Was würde wohl passieren wenn wir wirklich nur noch die vorgeschriebene Zeit arbeiten würden?"

Dann muss man vielleicht auch mal über Neueinstellungen nachdenken.
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21.04.2012 13:39 Uhr von Johnny Cache
 
+3 | -1
 
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@artefaktumm und lamor200: Klar würden wir gerne Leute einstellen. Aber leider finden wir kleine qualifizierten und zum anderen wären wir beim besten Willen nicht in der Lage diese angemessen zu bezahlen.
Aber was ist die Alternative? Sollen wir einfach den Laden dicht machen und für noch mehr Arbeitslose sorgen?

Es gibt genügend Branchen welche massiv durch externe Subventionen künstlich am Leben erhalten werden, aber wenn es durch den Einsatz der Mitarbeiter ohne zusätzliche Kosten geschieht soll es auf einmal verwerflich sein? Diese Logik muß mir mal jemand erklären.
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21.04.2012 13:41 Uhr von artefaktum
 
+5 | -1
 
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@Johnny Cache: "Aber leider finden wir kleine qualifizierten (...)"

Okay, das ist ein Argument. Dann muss man vielleicht halt auf ein paar Kunden verzichten bzw. kann nicht weiter wachsen.

"(...) zum anderen wären wir beim besten Willen nicht in der Lage diese angemessen zu bezahlen."

Dann muss das Geschäftsmodell hinterfragt werden.

[ nachträglich editiert von artefaktum ]
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21.04.2012 13:55 Uhr von hujiko-san
 
+4 | -0
 
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@Johnny Cache: Natürlich verstehe ich deinen Ansatz.Tatsächlich trifft das auf einige Branchen auch zu.

In anderen Branchen grassiert jedoch ein ungerechtfertigtes Überstundenunwesen, entgegen dem simplen Fakt, dass es billige und willige Arbeitskräfte en Masse gäbe und die jetzigen Angestellten ohnehin schon katastrophal entlohnt werden.

Ich habe seinerzeit mal eine Weile in der Gastro gearbeitet, hatte fast durchgängig eine 7-Tage-Woche mit 80-90h im Mittelmaß. Überstunden wurden weder entlohnt, noch als freie Zeit zurückerstattet. Ich weiß zwar nicht, wie sich das Ganze in dem Segment heutzutage gestaltet, jedoch war dieses Gebahren damals nicht auf meinen Arbeitgeber beschränkt, sondern entsprach 1:1 den Erfahrungen meines Bekanntenkreises.

An sich, sehe ich nichts Verwerfliches daran, solchen Zuständen einen Riegel vorschieben zu wollen. Das dies natürlich wieder in der Schnellschussmanier des üblichen Politzirkus geschehen soll, ist wie immer zum Augen verdrehen.
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21.04.2012 14:06 Uhr von shadow#
 
+2 | -4
 
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Ein guter Anfang, nicht zu Ende gedacht: "All you can work" ist nunmal kein tragfähiges Arbeitszeitkonzept.

Die "neue Verordnung" ist nichts anderes als eine Rückkehr zur Normalität. Die 48h-Regelung wurde erst 2009 im Rahmen der Krise aufgeweicht. Der alte Streit um die Bereitschaftszeiten wäre damit auch vorbei und einzelne Länder könnten nicht mehr ihre Wettbewerbsfähigkeit zum eigenen Vorteil auf dem Rücken der Arbeitnehmer erhöhen.
Und damit ist Großbritannien (50h Durchschnitt) gemeint, kein obskures osteuropäisches Land.

48h in der Woche müssen auch für Job und Ehrenamt ausreichen.
Wenn nicht, sollte man sich um sein Sozialleben und seine Schlafgewohnheiten Gedanken machen.

Außertarifliche Angestellte dürfen momentan 50 Stunden arbeiten. Sollen sie in einer anständigen Firma aber nicht. Kein Problem.

Damit nicht "Leiharbeit" draufsteht wirde Arbeit heute schon zu den selben beschissenen Konditionen als Werkvertrag über Unterfirmen vergeben. Da man die Arbeitszeit eines Selbständigen schlecht kontrollieren kann, wäre das schon wieder ein Schlupfloch in der angedachten Regelung.

Die einzigen in Deutschland die unter dieser Regelung leiden würden sind diejenigen Arbeitgeber, die ihre Angestellten über unbezahlte Überstunden ausbeuten. Und das bei 2 Wochenstunden Unterschied zum jetzigen Gesetz leider auch nicht nennenswert.

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