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Solarunternehmen üben heftige Kritik an Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP)

Die Solarbranche in Deutschland ist derzeit von Pleiten und Stilllegungen betroffen. Carsten Körnig, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverband der Solarwirtschaft, hat dafür Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) als Schuldigen ausgemacht.

Jetzt wo der weltweite Wettbewerb an Schärfe zunimmt, will die Bundesregierung die Förderung der Solaranlagen kürzen, so Körnig. Dies sorgte für große Unsicherheit, führte der Hauptgeschäftsführer aus.

"Wenn sie so weitermacht, wird Deutschland als Standort dieser Zukunftstechnologie an Attraktivität verlieren. Niemand kann auf einer solchen Basis vernünftig planen und investieren. Nur eben nicht so abrupt, nicht so drastisch und nicht so unberechenbar", so Körnig.


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WebReporter: rheih
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kritik, FDP, Philipp Rösler, Wirtschaftsminister
Quelle: www.bospace.de
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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.04.2012 18:29 Uhr von magnificus
 
+9 | -1
 
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Klar, der Aufschrei ist groß.

First Solar aus Frankfurt (Oder)
"Das Unternehmen bekam für seine Werke in Frankfurt (Oder) insgesamt 67 Millionen Euro staatliche Investitionsförderung. 45 Millionen Euro davon darf das Unternehmen nach eigenen Angaben behalten, wenn es den Standort erst nach dem Sommer schließt. Dann erst laufe die mit den Geldgebern vereinbarte fünfjährige Arbeitsplatzgarantie für das zuerst gebaute Werk ab. "

Also schließen sie exakt zum Herbst.

Im Bericht auf rbb TV war die Rede von unter tariflicher Bezahlung, 12h Schichten und 20 Tagen Urlaub.

http://www.rbb-online.de/...

Nur Subventionen und Steuervorteile abfassen, dann meckern und verschwinden.
Und wer trägt das Risiko und zahlt die Zeche? Der Arbeitnehmer! Toll. Gaaanz toll.

Hie in der Nähe genau so mit Centrotherm. Und die Regionalpolitik ist verblüfft, ob der plötzlichen Arbeitslosen. Sind ganz überrascht, das eine subventionierte Branche nach Streichung dergleichen langsam zu Boden geht.

[ nachträglich editiert von magnificus ]
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19.04.2012 18:51 Uhr von Landschaftsarchitekt
 
+3 | -1
 
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*vogelzeigon* subventionen in einem brandneuen aber zukünftigen wachstumsmarkt streichen *vogelzeigoff*


@magnifico:

mal ganz unabhängig davon, was ein unternehmen seine beschäftigten für schichten arbeiten lässt

"chinesen" brauchen hier nur noch auftauchen und zu den entlassenen geheimnisträgern der entwicklung und forschung zu gehen und anbieten: ...hier wir schenken dir ne villa in "chingchangchong", komm zu uns arbeiten ...

... und dann erst ist die investierte kohle weg.

zu behaupten die chefetage wäre mit subventionen und steuervorteilen abgehauen finde ich:

mager :o)
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19.04.2012 18:57 Uhr von Sir.Locke
 
+1 | -1
 
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lol: da sollten sich mal die deutschen solarfirmen fragen wieso sie es nicht schaffen ihre zukunftsbranche ohne steuerzahler-zuschüsse aufrecht zu erhalten. die ausrede das in china und co. billiger produziert wird ist so wie ihre aussage - billig. wenn ich die (deutschen) preise für entsprechende module sehe, wird mir nur schlecht. und dann müssen sich diese firmen nicht wundern warum privatleute und firmen diese sachen nicht kaufen. wenn man pro modul 200 bis 300 prozent gewinn einfahren will endet es so wie bei den elektroautos - in einem fiasko.
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19.04.2012 19:01 Uhr von magnificus
 
+2 | -0
 
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So ist es aber.
Die bauen hier eine oder viele Fabriken. Brauchen dafür nix zu investieren, kriegen Kohle von allen Seiten, zahlen wenig Lohn, können also schon nach extremst kurzer Zeit auf Plus fahren und produzieren, und du meinst, das sei mager? Ok.
Nicht unabhängig von Lohn und Schichten. DAS ist ein entscheidender Punkt.
Der Fehler liegt aber auch bei der Politik, wissen doch beide, dass Subventionen irgendwann zu Ende gehen. Dann sollte man sich auch um das DANACH kümmern.

[ nachträglich editiert von magnificus ]
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19.04.2012 19:10 Uhr von ArrowTiger
 
+2 | -0
 
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@Sir.Locke: -- "da sollten sich mal die deutschen solarfirmen fragen wieso sie es nicht schaffen ihre zukunftsbranche ohne steuerzahler-zuschüsse aufrecht zu erhalten."

Das könnte sich v.a. auch die Kernkraftbranche fragen. Zumindest die Kernenergiesubventionen liegen auf ähnlich hohem Niveau, wie die Subventionen der Solarenergie.

Die Idee, daß Subventionen per se schlecht wären, zeigt allerdings nur mangelndes volks- und betriebswirtschaftliches Wissen. Wobei du das so explizit ja auch nicht behauptet hast. Das fällt nur bei manchen "Subventionsgegnern" ins Auge. Und natürlich gibt es auch Subventionsmißbrauch, keine Frage.

Die Windenergiebranche war anfangs auch stark subventioniert (per EEG-Förderung, also eigentlich keine Subvention im eigentlichen Sinne), läuft jetzt aber gewinnbringend auch ohne Investitionszuschüsse. Nur Bezugsstrom ist steuerbefreit und KfW-Kredite vergünstigt. Hat also schon viel gebracht, die Windkraft anfangs finanziell zu unterstützen.

[ nachträglich editiert von ArrowTiger ]
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20.04.2012 09:46 Uhr von maki
 
+0 | -0
 
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Wenn die Branche nach dem Streichkonzert: (anscheinend) FLÄCHENDECKEND zusammenbricht, kann sie irgendwie nix taugen / kein marktfähiges Produkt im Angebot haben.
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20.04.2012 11:05 Uhr von HateDept
 
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übliches Verfahren: der Mittelstand wird bei der Entwicklung neuer Technologien unterstützt bis eine Serienreife erreicht ist.
Dann wird die Unterstützung beendet und die Konzerne übernehmen ...

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