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Schuss auf Bundeswehrsoldat: Am 19. August 1991 stand der Frieden auf der Kippe

Ganz an seinem Ende hätte der Kalte Krieg noch einmal eskalieren können, erinnert sich der der damalige General Jörg Schönbohm an den 19. August 1991: Ein Bundeswehrsoldat wurde von einem sowjetischen Soldaten angeschossen.

Deutschland sprach davon, dass die beteiligten Männer klar als Bundeswehrsoldaten zu erkennen waren und aus dokumentarischen Zwecken vor Ort waren. Die Russen sagten aus, dass diese sich unerlaubterweise auf sowjetischem Terrain befunden und nicht auf Rufe der russischen Soldaten reagiert hätten.

Der Vorfall wurde diskret behandelt. Wohl auch, weil es vielmehr um die Frage ging, ob "es damals noch Atomwaffen in Altengrabow" gab, so Schönbohm. Die Deutschen gingen davon aus, die Russen verneinten. Zwanzig Tage danach machte ein russischer Delegierte gegenüber Schönbohm jedoch ein Geständnis.


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WebReporter: Havelmaz
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Soldat, Schuss, Frieden, August, Kalter Krieg, Kippe
Quelle: www.maerkischeallgemeine.de
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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.04.2012 15:32 Uhr von gugge01
 
+23 | -4
 
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Krieg? Blödsinn ! Die wurden nicht anders behandelt als die normale Alliierten MVM´s die in einen Hochsicherheitsbereich eindringen wollten.

Und um es deutlich zu sagen, im Kalten Krieg rollte wegen einen oder auch zehn toten deutschen Soldaten egal ob BW oder NVA kein alliierter Panzer auch nur einen Meter weit!

1.Anruf + 2. keinen Reaktion = 3. gezieltes Feuer!

So ist das überall in der realen Welt wenn ein Gebiet oder Anlage als „Streng geheim“ eingestuft ist.

Wer zum bsp. In Schwarzwald in gewissen Gegenden über den Ersten (relativ normalen) und dann den zweiten (Rot markierten Zaun) klettert wird auch heute noch ohne Anruf gezielt beschossen.
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19.04.2012 16:15 Uhr von usambara
 
+17 | -7
 
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Schießbefehl gibt es auch, wenn man über einen Zaun einer BW-Kaserne klettert
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19.04.2012 18:41 Uhr von Bleifuss88
 
+14 | -2
 
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@usambara: Nicht ganz richtig. Rein formell ist der Soldat aufgefordert, Kontakt mit dem Eindringling aufzunehmen. Reagiert dieser nicht, sind Warnschüsse in die Luft abzugeben. Erfolgt noch immer keine Reaktion, hat der Soldat dem Eindringling möglichst ins Bein zu schießen.
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19.04.2012 18:48 Uhr von ElChefo
 
+6 | -2
 
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mcmoerphy: Das hat man damals bei Polen auch gedacht. Und davor hat man es bei Serbien ähnlich vermutet. Dummerweise haben die Leute sich aber an ihre Abkommen gehalten. Gibt es irgendeinen Indikator, das dieser Trend sich ´91 umgekehrt hätte?

*(..."Wichtigtuer"...)
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20.04.2012 09:39 Uhr von maki
 
+3 | -3
 
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Natürlich wäre es besser gewesen, wenn Junker Jörg - der spätere "Möchtegern-Gauleiter für die besetzten Ost-Provinzen" - vorneweg gelaufen und von den Sowjetsoldaten durchlöchert worden wäre.

Dann wäre sowohl Brandenburg als auch ganz Ostdeutschland ein Haufen Verunglimpfung und Volksverhetzung erspart geblieben.
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20.04.2012 13:04 Uhr von ElChefo
 
+3 | -1
 
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maki muss bitter sein, auf Seiten der Verlierer zu stehen. Wie lebts sich so?
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20.04.2012 13:16 Uhr von Perisecor
 
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@ ElChefo: In maki´s Welt ist sein geliebter Warschauer Pakt doch garnicht untergegangen. Dass er von Außenstehenden als Verlierer gesehen wird, bekommt er doch nicht mit - kann man ja auch problemlos seinen Äußerungen hier auf SN entnehmen.


Wo jemand im Unrechtssystem des Ostblocks gestanden haben muss, dass er diesem jetzt so massiv nachweint und noch immer alles westliche verteufelt, darf sich jeder selbst ausmalen.

Mich jedenfalls hat der Film über Honecker und das Interview mit Margot Honecker stets an die Äußerungen des Users maki hier erinnert.
http://www.bild.de/...
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20.04.2012 14:57 Uhr von Fekuleto
 
+1 | -4
 
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Russland? So, so! Russisches Gebiet, mitten in Deutschland..... Oder grenzt Deutschland wieder an Russland? Da müssen mir doch irgendwelche Grenzbereinigungen entgangen sein...
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20.04.2012 15:10 Uhr von ElChefo
 
+2 | -1
 
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Peri: Tja, wo der Gute gestanden hat, als die Welt noch Ost und West hiess, ist ja jetzt kein Geheimnis. Er gibt ja selbst kaum Gelegenheit für Zweifel.
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20.04.2012 15:40 Uhr von Perisecor
 
+3 | -1
 
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@ Fekuleto: Stützpunkte sind idR Territorium des entsprechenden Landes, ähnlich Botschaften.

Entganzen sind die also nicht Grenzbereinigungen, sondern diplomatische Grundkenntnisse der letzten 130 Jahre.
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21.04.2012 13:01 Uhr von 1234321
 
+1 | -2
 
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Was niemand mitbekommen hatte: Der dritte Weltkrieg hatte zwischen 1991 und 1993 stattgefunden.

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