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Hartz IV: Familie muss Berlin-Mitte wegen hoher Miete verlassen

Eine langzeitarbeitslose Berliner Familie mit vier Kindern lebt in Berlin-Schöneberg von Hartz IV. Die Miete ihrer Wohnung ist der Arge 300 Euro zu hoch. Deshalb wurde die Familie aufgefordert, an den Stadtrand umzuziehen.

Das Sozialgericht Berlin hat eine Klage der Familie gegen die Anordnung nach fast vier Jahren abgewiesen. Schon 2008 war festgestellt worden, dass die Miete zu hoch sei. Die Familie wohnte dennoch weiter dort.

Durch die steigenden Mieten in den beliebten Kieze Berlins wurde schon länger vor derartigen Folgen für Familien und Arme gewarnt. 1.200 Menschen wurden 2010 zum Umzug gezwungen.


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WebReporter: General_Strike
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Berlin, Familie, Hartz IV, Miete, Umzug
Quelle: www.welt.de

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52 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.04.2012 16:50 Uhr von General_Strike
 
+56 | -60
 
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Es gibt sehr wenig freien Wohnraum in den Innenstädten. Die nun frei werdende Wohnung wird sicher umgehend an jemanden weiter vermietet, der seinen Arbeitsplatz in Berlin hat und deshalb dringender auf die Wohnung angewiesen ist.

Es ist traurig, dass sich das Gerichtsverfahren über 4 Jahre hingezogen hat. Solche Entscheidungen sollten zukünftig zeitnaher getroffen werden.
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16.04.2012 16:53 Uhr von spencinator78
 
+69 | -64
 
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Traurig: sind hier nur deine Hetzereien gegen Hartz IV-Empfänger. Unterstes Niveau und damit ein verdientes Minus.

[ nachträglich editiert von spencinator78 ]
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16.04.2012 16:55 Uhr von General_Strike
 
+54 | -49
 
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@spencinator78 Pendler: Gönnst du die citynahe Wohnung den Arbeitslosen mehr als Pendlern, die jeden Tag 2 Stunden auf dem Weg zum Arbeitsplatz verschwenden?
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16.04.2012 16:56 Uhr von nchcom
 
+43 | -24
 
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@author: vielleicht wartet der Betroffene ja auch auf einen Arbeitsplatz. Und da diese Familien meist nicht so mobil sind wird es Ihnen zusätzlich erschwert in das Arbeitsleben wieder einzusteigen. Und wenn Deiner Meinung nach an den Stadtrand, warum nicht gleich nach McPom, dort sind die Mieten nochmals um 50% billiger. Oder vielleicht gleich in ein "Lager"
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16.04.2012 16:59 Uhr von General_Strike
 
+27 | -35
 
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@nchcom 4 Jahre warten auf Arbeitsplatz??? und die Familie war vielleicht schon viel länger arbeitslos.
Irgendwann muss Schluss sein!

McPom ist für Zentral-Berliner unzumutbar. Aber wenn die Miete auch am Stadtrand steigt...
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16.04.2012 17:06 Uhr von Bildungsminister
 
+25 | -9
 
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Man bedenke , dass die Arge hierbei für den Umzug und die Renovierung der neuen und alten Wohnung, als auch Kosten der Neuanschaffung, so maßgebliche Möbel nicht mehr passen, aufkommen muss. Hinzu kommt die Übernahme der Kaution. Einzelne der Posten sind allerdings auf Darlehensbasis zu sehen.

Jetzt stellt sich die Frage, was im Endeffekt teurer wird, bzw. ist?

Man muss aber auch erkennen, ohne Vorurteile, oder andere Vorbehalte, dass 300 Euro zu viele schon verdammt viel ist, und ich durchaus verstehen kann, wenn hier ein Umzug erwartet wird. Das hat ja nichts mit den Menschen an sich zu tun, aber irgendwer muss ja auch für die Kosten aufkommen, und 300 Euro mal 12 sind 3600 Euro. Das ist schon nen ordentlicher Batzen.

Man sehe es mal von der Seite - Bei einer solchen Miete werden auch entsprechende Kosten auflaufen, und sei es in der Jahresabschlussrechnung. Da tut sich die Familie auch keinen Gefallen mit.

Ob man die Leute dann ins Randgebiet abschieben muss ist wieder ne andere Frage. In 4 Jahren hätten sie aber auch längst selbst etwas finden können, wo es der Arge am Ende egal gewesen wäre, wenn denn die Kosten gestimmt hätten.
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16.04.2012 17:07 Uhr von DP79
 
+15 | -44
 
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16.04.2012 17:12 Uhr von General_Strike
 
+18 | -34
 
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16.04.2012 17:14 Uhr von Jolly.Roger
 
+33 | -11
 
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Komisch wenn ich mir meine Miete nicht mehr leisten kann, muss ich auch ausziehen....spätestens bei der Räumungsklage....
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16.04.2012 17:16 Uhr von architeutes
 
+32 | -11
 
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Als Berufstätiger mußte ich in Düsseldorf auch umziehen als der Mietpreis
angestiegen ist .Das interessiert kein Schwein , ist doch
normal für einen Berufstätigen , dessen Gehalt bei der
Inflation an Wert verliert.
Und Umzugskosten bekommt ein Werktätiger auch nicht.

[ nachträglich editiert von architeutes ]
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16.04.2012 17:40 Uhr von AOC
 
+17 | -32
 
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16.04.2012 17:57 Uhr von c0rE_eak_it
 
+22 | -8
 
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genau aoc: im westen gibts für jeden arbeit. warum habt ihr dann soviele arbeitslose? achja stimmt, weil ihr da drüben alle faul seid. wir im osten können ja nicht arbeiten weils bei uns nichts gibt.

mit dem ersten satz geb ich dir noch recht. aber das alles auf den osten zu schieben ist reiner populismus und zeugt nicht grad von intelligenz.
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16.04.2012 18:06 Uhr von AOC
 
+4 | -16
 
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16.04.2012 18:09 Uhr von General_Strike
 
+8 | -22
 
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16.04.2012 18:14 Uhr von magnificus
 
+9 | -9
 
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AOC: Vllt noch mit Armbinden versehen und Stacheldraht drum?
Und das im Osten die Mieten billiger sind, hast du woher?
Genau wie in den alten Bundesländern, richten sich die Preise nach Lage(Land oder Stadt), Ausstattung(Alt- Neubau) und Nachfrage.
Sonst könnte man ja auch den Ostteil Berlins empfehlen, aber nein es sollte raus aus Berlin gehen!

300 Euro ist viel. Die Klageabweisung richtig. Allerdings täte mich interessieren, was als Argumentation für diese Klage angeführt wurde. Und warum es so lange dauerte?
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16.04.2012 18:14 Uhr von swac
 
+21 | -5
 
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@ General_Strike: Liest du die Quellen für deine News auch oder nur die Überschrift?
Es steht drin, der Vater sei krank. Also könnte die Familie eventuell auch unverschuldet in ALG2 gerutscht sein.
Jeder, der jetzt sagt, ich als Berufstätiger musste auch umziehen, weil ich mir die Miete nicht leisten konnte hat recht. Aber müssen wir deswegen nach unten weitertreten? Besser wäre es, gemeinsam sich gegen oben zu wehren. In die Gruppe der von mir verteidigten ALG2-Empfänger zähle ich nicht die Faulenzer!!!
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16.04.2012 18:20 Uhr von General_Strike
 
+2 | -13
 
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16.04.2012 18:23 Uhr von General_Strike
 
+3 | -15
 
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16.04.2012 18:29 Uhr von spencinator78
 
+14 | -6
 
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Manche: Kommentare hier sind nicht nur bescheuert sondern auch Menschenverachtend. Die KÖNNEN nur von frustrierten Zeitarbeitern stammen ^^
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16.04.2012 18:35 Uhr von General_Strike
 
+7 | -15
 
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@spencinator78: Mach bloss nicht die Zeitarbeiter schlecht! Die arbeiten sehr hart für ihr Geld und leisten einen wertvollen Beitrag zur Gesellschaft.

Anders als faule bzw. gar schmarotzende Hartz-IV-Empfänger sind fleissige Zeitarbeiter hoch angesehen.

Wenn nicht alle nur das jeweils billigste Produkt kaufen würden, könnten sie auch mehr verdienen.
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16.04.2012 18:38 Uhr von Bibabuzzelmann
 
+2 | -8
 
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Najo: "Eine langzeitarbeitslose Berliner Familie mit vier Kindern lebt in Berlin-Schöneberg von Hartz IV"

Also ich muss sagen, dass es Hartz IV Familien mit so vielen Kindern eigentlich nicht übel geht, man BEACHTE "was die Wohnung betrifft", die haben öfter mal ne größere Wohnung, als eine Familie, die nicht von Hartz IV lebt, ist mir aufgefallen. 120+ qm2.
Wohingegen ein einzelner Hartz 4 Empfänger, den ich mal kennengelernt habe in einem Loch gewohnt hat, das vieleicht 15-20qm2 hatte, der musste sich ein Hochbett basteln, damit er darunter wenigstens nen kleinen Tisch, mit 2 Stühlen aufstellen konnte, war echt krass und in diesem Raum war dann auch direkt die Kochzeile, Küche konnte man das nicht nennen.

Also Famielien geht es da im Vergleich doch um einiges besser und ich glaub auch nicht, dass sie sich jetzt sorgen machen müssen, dass es viiiel schlechter wird.

Eigentlich ist es so, die Mietkosten werden bis zu einem gewissen Preis übernommen, der erhöht sich natürlich, je nachdem wie groß die Familie ist....da sind dann schon mal 1000€ oder so drin je nachdem wieviele Personen das sind, wenn ich nicht falsch liege, alles was eben darüber hinausgeht, muss der Hartz 4 Empfänger selber zahlen. Glaub bei ner Einzelperson wird maximal 360, oder 380 € für ne Wohnung übernommen. Kann sich ja jeder ausrechen, was die mit zusammen 6 Personen bekommen, da kriegste schon ne geile Wohnung für.
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16.04.2012 18:39 Uhr von spencinator78
 
+4 | -3
 
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Ich: habe sie nicht schlecht gemacht, du hast den Kommentar nur nicht verstanden. Aber du und deine Ansichten sind mir nicht wichtig genug, als das ich dir das nun lang und breit erklären würde ^^ In diesem Sinne
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16.04.2012 18:54 Uhr von EvilMoe523
 
+4 | -6
 
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Weiß gar nicht warum hier so viele gegen die Ungerechtigkeit wettern.. in der News steht (leider) nicht mal der Preis den die Wohnung pro Monat kostet und nur "300 mehr" als das Amt zahlt.

Wohnen in der Stadtmitte ist immer teurer und wenn man dank dem Staat nicht im Freien übernachten muss, dann kann wohl jeder Hilfsbedürftige noch froh sein.

Muss meine Wohnung doch auch nach dem Aspekt aussuchen, was ich mir leisten kann. Da darf Jemand der sie nicht zahlen muss doch nicht noch Ansprüche erheben.

Gut, Ansprüche schon, wenn die Umstände absolut unzumutbar sind, aber ging hier ja nicht mal um die Größe der Wohnung, sondern dass sie in einer Gegend wohnen, welche einfach zu kostenspielig für Leistungsempfänger ist.

Klingt vielleicht etwas barsch, ich zahle ja auch gerne Steuern für Leute die nicht so großes Glück mit der Job-Suche haben, aber wenn ich mal Monate lang eine Wohnung mit Nähe zur Arbeitsstelle suche, dann möchte ich doch wenigstens, dass die Verfügbarkeit so gering ist wegen anderer Leute die sich die Wohnungen zumindest auch leisten können. Nicht wegen Leuten, die es vielleicht gar nicht in Erwägung ziehen einen neuen Job zu suchen.
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16.04.2012 19:00 Uhr von thatstheway
 
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Hab ich mir doch gedacht, das hier viele User an Realitätsverlust leiden, und die Kommentare von denen sind zum Lachen, weil sie bestätigen das sie weltfremd bzw. realitätsfremd sind.
Angefangen beim Offiziers_streich, dem seine Kommentare sind mir irgendwie bekannt, vlt. ein Doppelaccount.
Und er bestätigt, wie auch viele andere, das sie sich mit dem Thema gar nicht richtig auseinandergesetzt haben,
wie z.B. einer ala DP??, zwei Vokale dazwischen würden gut passen, auch BastB und mcmoerphy sind nicht in der lage zu sehen das jede Medaille ihre 2 Seiten hat. Arme BRD !!
1. ist die Feststellung falsch das die Wohnung in Berlin-Mitte gleich weiter an einen Arbeitenden vermietet wird,
denn zuerst wird die Wohnung, wie viele andere auch in Kreuzberg, Neukölln etc., "luxussaniert". Die können sich dann auch keine Normalverdiener und ein bisschen Besserverdienende mehr leisten. Das werden dann meistens Wohnungen für ein karrieregeiles Ehepaar ohne Kinder.
2. an den Stadträndern von Berlin entstehen richtige "Ghettos" mit viel brutaler Kriminalität u.s.w.
Ich hoffe unser lieber General muss da hinziehen nur für 1 Jahr das reicht, ich wünsche niemanden etwas Schlechtes, aber Ausnahmen bestätigen die Regel.
3. Wer hat denn "Ostdeutschland" zum Entwicklungsland abgestempelt und dafür gesorgt das die Arbeit verschwindet, ja richt die "Wessies". und Ost ist nicht schlecht, es wurde nur zu dem gemacht was es heute ist, auch dank der Mithilfe der Treuhand.
4. Die Zeitarbeiter leisten unfreiwillig viel für die Gesellschaft, und sie werden ständig unterdrückt, teilweise gezwungen etc. und sie werden nicht hoch angesehen innerhalb der gesellschaft; weil sie sich zuviel gefallen lassen und für den Hungerlohn plus Aufstockung arbeiten.
5. das mit der Preisspirale nach unten ist von der regierung gewollt und die meisten Menschen können sich nur das Billigste leisten, vor allem Zeitarbeiter.
Fakt ist, hier leben anscheinend einige am Leben vorbei oder laufen nur mit der "rosaroten Brille" rum.
Von vielen denke ich, das diese noch nie in Ostdeutschland waren.
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16.04.2012 19:03 Uhr von TeleMaster
 
+9 | -4
 
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Hachja Lager sind viel zu teuer, deswegen bauen sie gerade in Polen einige zehntausend Blechhütten für deutsche H4´ler auf... OMG! Manche haben echt ´nen Schuss!

Ich bin ja eher kontra Sozialstaat, da ich finde, jeder ist für sich selbst verantwortlich und man kann in jungen Jahren schon etwas für später zur Seite legen. Es müssen insgesamt nur faire Chancen vorhanden sein - und die gibt es in Deutschland immer weniger.

Dennoch: Übertreiben muss man es auch wieder nicht. Es gibt diverse Individuen, denen ich zwar, aufgrund der offensichtlichen Faulheit, noch nicht einmal eine Blechhütte bezahlen würde, doch tausende Menschen zum Umzug zu zwingen, ist in meinen Augen sehr gefährlich (und entwürdigend). Es werden nämlich, ähnlich wie 1933 Ghettos gebildet (im Prinzip sind "bestimmte(!)" Stadtteile nichts anderes mehr). Einzig die Wohnungszuweisung fehlt noch.

Das Problem sehe ich nicht bei den ganzen Arbeitslosen, sondern am grundsätzlichen System in Deutschland. Die regierende Politik. Diese ist an zu vielen Stellen gegen den gesunden Menschenverstand gerichtet. Und ich befürchte... irgendwann knallt es in der Bevölkerung, und dann ganz laut.

Klingt einfacher als es ist: Jagt Eure völlig überforderte und korrupte Regierung mit Heugabeln aus dem Land, nicht die Verlierer deren Politik!

Denn schon morgen kann man selbst zu den Verlierern gehören; und dann bin ich mal gespannt, ob man das dann immer noch gut heißt, wenn man das Umfeld aufgeben muss, in welchem man vielleicht groß wurde.

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