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Mörder unschuldig: Fehlentwicklung im Hirn soll sie zu Verbrechern machen

Amerikanische Forscher sollen laut dem "P.M. Magazin" einen Unterschied zwischen einem normalen Gehirn und einen "Mörder-Gehirn" festgestellt haben. Zusammengewachsene Hirnhälften sollen demnach zu mehr Verbrechen führen.

Durch eine Fehlentwicklung wachsen die Gehirnhälften schon in frühen Kindesjahren zusammen. Menschen mit dieser Fehlentwicklung neigen laut Studie zu einem asozialen Verhalten und seien psychopathisch veranlagt und begehen ungewöhnlich viele Verbrechen.

Doch viele Wissenschaftler sind nicht überzeugt von der Studie der amerikanischen Forscher und widerlegen diese mit anderen Studien.


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WebReporter: guugle
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Mörder, Gehirn, Verbrecher, Hirn, Fehltentwicklung
Quelle: www.express.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.04.2012 17:36 Uhr von Again
 
+11 | -1
 
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Natürlich sind wir alle Produkte unseres Gehirns, aber das kann keine Ausrede für Verbrechen sein. Da muss einfach der freie Wille im juristischen Sinn zählen.

Solche Studien sind übrigens oft umstritten, weil sie statistische Aussagen sind, aber das Gehirn eines einzelnen Mörders trotzdem davon abweichen kann.
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14.04.2012 17:47 Uhr von Ah.Ess
 
+2 | -3
 
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würde: bewiesen werden können, dass jeder mit zusammengewachsenen Hirnhälften auch Mörder wird (aber nicht jeder Mörder diese Hirnanomalie hat) dann gäbs in nem vernünftigen Staat ne Selektion. Aber sowas ist ja böse. Darunter muss das Volk leiden, weil es vlt ne vorhersehbare oder große Wahrscheinlichkeit für bestimmtes Verhalten von Einzelnen gibt. Aber das ist ja so in unsere Egoismus-Gesellschaft. Einzelwohl steht über Gemeinwohl.
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14.04.2012 19:37 Uhr von mayan999
 
+7 | -0
 
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die frage nach der schuld ! je mehr man sich mit hirnforschung beschäftigt, desto eher wird man zugeben müssen, dass strafen im eigentlichen sinne auf einer veralteten sichtweise gründen(religion->schuld=gottes strafe). vielmehr müsse man überlegen, wie man strafe und psychologische hilfe in einklang bringen kann, ohne den menschen/das leben zu verhunzen.

es mag für viele weltfremd klingen, wenn man behauptet, dass es sowas wie schuld in wirklichkeit nicht gibt. andererseits sollten aber jene personen, die damit ein problem haben, sich selbst fragen, ob rache bzw. subjektive meinung der motor ist, der sie zu ihren ansichten bringt, oder ob es ihnen um wirkliche erkenntnis geht.

die frage nach der schuld, ist verbunden mit der frage des freien willens. wenn es keinen freien willen gibt, kann es keine schuld geben, weil ein mensch sich nie anders hätte entscheiden können, als er sich entschieden hat.

beobachtet euch selbst und findet heraus ob es den freien willen gibt, oder nicht.

der freie wille liegt -wenn es ihn überhaupt gibt- vor der entscheidung, genauer gesagt, NUR zwischen reiz und reaktion und ist von erfahrung und wahlmöglichkeiten abhängig. jemand der einen mord begangen hat, hätte sich nicht anders entscheiden können, weil ihm die notwendige änderung seiner gehirnstruktur und somit des bewusstseinzustandes fehlte. in den meisten fällen fehlt zb. empathie.

angenommen, eva isst den apfel vom baum der erkenntnis, trotz des wissens über die konsequenzen,... so muss sich die frage gestellt werden, WARUM sie -scheinbar!- bewusst bereit ist, sich selbst zu schädigen.

[ nachträglich editiert von mayan999 ]
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14.04.2012 19:51 Uhr von rolf.w
 
+1 | -5
 
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@mayan999: "...WARUM sie -scheinbar!- bewusst bereit ist, sich selbst zu schädigen."

Weil sie, wie viele Straftäter, nicht damit gerechnet hat, erwischt zu werden.

"es mag für viele weltfremd klingen, wenn man behauptet, dass es sowas wie schuld in wirklichkeit nicht gibt."

Wenn ich also beim Linksabbiegen aus Unachtsamkeit den Gegenverkehr nicht beachte und eine Familie auslösche, trifft mich keine Schuld?

Wenn ich eine Tankstelle überfalle und den Angestellten erschieße, bin ich nicht Schuld an seinem Tod?

"andererseits sollten aber jene personen, die damit ein problem haben, sich selbst fragen, ob rache bzw. subjektive meinung der motor ist, der sie zu ihren ansichten bringt, oder ob es ihnen um wirkliche erkenntnis geht.""

Ich weiß jetzt nicht, ob ich Dich richtig verstehe aber willst Du damit ausdrücken, Bestrafung sei Rache, Rache ist schlecht - demnach ist Bestrafung schlecht?

Wenn dem so ist, dann liege ich doch richtig mit der Annahme, Rache gleich Selbstjustiz aber Bestrafung durch neutrale Dritte(Justiz) gleich keine Selbstjustiz, ergo keine Rache und demnach auch nicht schlecht.
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14.04.2012 20:06 Uhr von Again
 
+5 | -2
 
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rolf.w: "Wenn ich also beim Linksabbiegen aus Unachtsamkeit den Gegenverkehr nicht beachte und eine Familie auslösche, trifft mich keine Schuld?"
Zwei paar Schuhe:
Juristisch bist du natürlich Schuld, weil im juristischen Sinne ist der Freie Wille einfach dadurch definiert, dass dich niemand hindert. Und niemand hat dich am aufmerksam sein gehindert.
Philosophisch ist aber die Frage, ob du anders hättest handeln können. Wie gesagt, sind wir ja Produkte unseres Gehirns und das Gehirn ist den Naturgesetzen unterworfen (wobei es keine Rolle spielt, ob es Determinismus gibt oder nicht). Von diesem Standpunkt aus betrachtet hast du gar nicht anders handeln können.

@mayan:
"ielmehr müsse man überlegen, wie man strafe und psychologische hilfe in einklang bringen kann, ohne den menschen/das leben zu verhunzen."
Das ist der Resozialisierungsgedanke.
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14.04.2012 20:47 Uhr von bigX67
 
+1 | -4
 
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@mayan999: klingt für mich nach gehirn-masturbation. es gibt also keinen freien willen. wie kommen wir dann zu entscheidungen. wie können wir uns entscheiden, wenn wir mehrere möglichkeiten haben ? warum können wir heute so agieren und morgen ganz anders ?

was du schreibst klingt für mich nach esoterik-quatsch nach dem jeder mensch sich seinen körper selber sucht. jeder entscheidet sich für eine behinderung, für eine existenz in einem hungergebiet, für eine leben in sklaverei, ...

soll das dann heissen, dass wir einfach alles hinnehmen müssen. weil ändern können wir nichts - würde ja eine freie willensentscheidung vorraussetzen. gibt es also kismet und "gott hat´s gegeben". wofür brauchen wir dann wissenschaft, medizin, aufklärung ? wir könnten uns doch einfach auf einen stein setzen und warten was passiert - beeinflussen können wir es ja nicht.

vielleicht liefert die hirnforschung die richtigen ergebnisse - aber werden diese dann auch korrekt interpretiert ?
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14.04.2012 20:53 Uhr von Again
 
+3 | -1
 
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bigX67: "wie kommen wir dann zu entscheidungen."
Das macht unser Gehirn, welches den Naturgestzen unterworfen ist. Nimm ein Galltonbrett und lass eine Kugel runterrollen. Wie entscheidet die Kugel welchen Weg sie wählt?

"warum können wir heute so agieren und morgen ganz anders ?"
Weil der nächste Tag eine andere Situation ist.

"soll das dann heissen, dass wir einfach alles hinnehmen müssen."
Nein. Dadurch würde die Welt garantiert nicht besser werden.

"wofür brauchen wir dann wissenschaft, medizin, aufklärung ?"
Aus den gleichen Zwecken, aus denen wir sie jetzt auch brauchen.

"vielleicht liefert die hirnforschung die richtigen ergebnisse - aber werden diese dann auch korrekt interpretiert ? "
Naja, wir werden durch unsere Gehirn gesteuert, welches eben den Naturgesetzen unterliegt. Feuert Neuron A, feuert Neoron B etc. eine Zufallskomponente gibts auch noch, aber den freien WIllen auf Zufall aufzubauen ist fragwürdig.

PS:
"was du schreibst klingt für mich nach esoterik-quatsch "
Ich bin absolut materialistisch, was wohl das genaue Gegenteil von Esoterik ist ;-)

[ nachträglich editiert von Again ]
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14.04.2012 22:33 Uhr von mayan999
 
+3 | -0
 
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rolf w. "Wenn ich also beim Linksabbiegen aus Unachtsamkeit den Gegenverkehr nicht beachte und eine Familie auslösche, trifft mich keine Schuld?"
wie again schon erklärte, bist du juristisch gesehen schuld. das problem bei diesem urteil ist jedoch, dass du in dieser situation nicht anders hättest handeln können. die frage lautet also: WARUM warst du unachtsam ?

@again
"Das ist der Resozialisierungsgedanke."
genau. das problem ist: eine resozialisierung wird zwar angestrebt, aber nicht wirklich intensiv umgesetzt. in den meisten fällen laufen die sozialen umstände in gefängnissen auf resignation aus, was die resozialisierung enorm behindert. das was draussen gang und gebe war, wird drinnen beschränkt weitergeführt. es ist nicht im sinne der gefängnissdirektoren, dass tätern geholfen wird. man braucht auch eine drohkulisse, um das gegenwärtige system von kriminalität und staatssicherheit aufrechtzuerhalten.



@bigX67
"wie können wir uns entscheiden, wenn wir mehrere möglichkeiten haben ?"
nicht "wir" entscheiden. sondern das gehirn. und aufgrund deiner identifikation mit der im gehirn ansässigen fiktiven person, glaubst du, dass du entscheiden würdest. in wahrheit aber behauptet deine person entschieden zu haben, obwohl das objektive bewusstsein der handlung folgt und nicht andersherum. es gibt keinen handelnden, sondern nur die handlung.

"was du schreibst klingt für mich nach esoterik-quatsch nach dem jeder mensch sich seinen körper selber sucht. jeder entscheidet sich für eine behinderung, für eine existenz in einem hungergebiet, für eine leben in sklaverei, ..."
so meine ich das aber garnicht. aber das mit der sklaverei ist interessant. demnach bekommt der wähler nämlich immer die politiker, die er konsequenter weise verdient ;-)

"soll das dann heissen, dass wir einfach alles hinnehmen müssen. weil ändern können wir nichts - würde ja eine freie willensentscheidung vorraussetzen."
JEIN. ändern können wir nur etwas, wenn wir wissen WIE. ohne das wissen,... ohne die möglichkeit zu veränderung, wird sich auch nichts verändern.
HINNEHMEN ? unbedingt.
wenn du die dinge nicht vollstens akzeptierst, wirst du nie möglichkeiten finden, sie ändern zu können und KEINEN FRIEDEN finden. jeder mensch hat das bedürfnis nach frieden. diesen frieden wirst du aber nie finden, wenn du ständig probleme siehst, die du glaubst lösen zu müssen. das ist dieses hamsterrad, das streben nach nicht existierender perfektion a la orwell, dass dich nie zur ruhe kommen lässt.

aber in der ruhe liegt die kraft, heißt´s doch so schön.^^

-und theologisch betrachtet, möchte gott, dass du dich ihm hingibst und dein leben geniesst, INDEM du aus der ruhe schöpfst(wirkliche veränderung),
während der teufel dich als funktionierenden sklaven will, der seinen frieden nur in niederen schichten des daseins sucht(teufelskreis).-

"wir könnten uns doch einfach auf einen stein setzen und warten was passiert - beeinflussen können wir es ja nicht."
versuchs doch ;-) du wirst sehen, dass die dinge automatisch weiterlaufen. irgendwann wirst du essen und trinken müssen. der körper wird sich dir zu erkennen geben, auch ganz ohne dein zutun ;-) du musst auch irgendwann schlafen, dich entleeren usw. ^^
genau genommen werden wir von algorithmen gesteuert. diese können aber verändert7durchbrochen werden. dein "freier wille" besteht also nur insofern, als das du die macht hast, an etwas zu glauben...zb. an geld, an gott, an dich selbst, an beleidigungen, an die "schwere" von problemen...., die last der vergangenheit oder den frieden der gegenwart usw.

du hast also die fähigkeit dich mit gegenwärtigen algorithmen zu identifizieren, ODER AUCH NICHT. dies hängt aber von dem grad deiner bewusstseinsentwicklung ab.

daher gilt:

je bewusster, desto freier. je unbewusster, desto unfreier.
"absolute" freiheit wirds aber nie geben... und die brauch auch keiner ;-) verstanden ?

[ nachträglich editiert von mayan999 ]
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14.04.2012 22:50 Uhr von ghostdog76
 
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@mayan999: Gefällt mir :D ... Lese mal Jiddu Krishnamurti, falls Du es nicht schon getan hast....
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14.04.2012 23:41 Uhr von mayan999
 
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@ghostdog: ^^ schau mal auf meine visitenkarte
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15.04.2012 00:23 Uhr von nagirott
 
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Mörder morden selten mehr als einmal Zumindest Ehegattenmörder...
Politikertötung ist dagegen keinerlei Mord , sondern nur Sachbeschädigung..
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15.04.2012 01:56 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Schon im Jahre 1880 hatte man diese Kenntnis und war fest davon überzeugt, dass Mörder und Kriminelle eine krankhafte Veranlagung haben. Diese Studie wurde aber schon mehrfach widerlegt.
Sicher kann eine hormonelle Störung im Gehirn die Hemmschwelle und Beurteilungsfähigkeit für das eigene Handeln herabsetzen.
Das Problem dürfte wohl auch bei Breivik (Norwegen) vorliegen, dass seine innere hemmschwelle Menschen zu töten niedriger war, als seine fixe Idee Norwegen von Ausländer zu befreien.
Jeder andere, der ebenso wie Breivik denkt, hat jedoch eine so hohe Hemmschwelle, dass er deshalb niemals aufällig würde.
Schon Tabletten (gegen Depressionen oder Angstzustände) können diese Schwelle verändern.

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