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Schleswig-Holstein: 43 Prozent des Programmes der Piraten sind "Copy&Paste"

Der Blogger Swen Wacker hat in seinem Blog "landesblog.de" aufgedeckt, dass das Wahlprogramm der Piraten in Schleswig-Holstein zu einem nicht unerheblichen Teil aus anderen Programmen kopiert wurde. Dazu nutzte er ein eigentlich typisches Pirateninstrument, eine Plagiatssoftware.

Ganze 43 Prozent des Programmes sollen von Schwesterverbänden aus anderen Bundesländern übernommen worden sein. Besonders aufgefallen sind Formulierungen, die nur in anderen Bundesländern gebräuchlich sind. Die unrühmlichen Übernahmen wurden von Swen Wacker in elf Kategorien eingeteilt.

Als Swen Wacken den Spitzenkandidaten der schleswig-holsteiner Piraten, Torge Schmidt, damit konfrontierte, antwortete dieser: "Shit happens. Die handwerklichen Fehler sind meiner Meinung schlimmer, als die Tatsache, dass wir auf bereits vorhandenen Programmen aufgebaut haben."


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WebReporter: Klopfholz
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Prozent, Schleswig-Holstein, Holstein, Piraten, Schleswig
Quelle: www.welt.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.04.2012 13:33 Uhr von Klopfholz
 
+4 | -19
 
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14.04.2012 13:36 Uhr von General_Strike
 
+1 | -18
 
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14.04.2012 13:40 Uhr von Bildungsminister
 
+5 | -10
 
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Es zeigt am Ende nur, dass die Piraten nicht besser oder schlechter als andere Parteien sein. Das zeigt sich immer mehr, desto mehr Zuspruch sie finden, wodurch sie auch immer mehr in das politische Gefüge der Republik gezogen werden. Anders könnte man sagen - Willkommen in der Realität.

Es ist eine Sache sich ohne eigene Verantwortung über etablierte Parteien und Systeme aufzuregen, aber eine ganz andere, wenn man dann plötzlich oben mit spielen muss. Es ist extrem schwer gegen den Strom zu schwimmen und sich dem System nicht unter zuordnen. Da kann man den Piraten fast keinen Vorwurf machen, nur den, dass sie das offenbar nicht wahr haben will.

Warten wir 1,2,5,10 Jahre ab, und wir werden erkennen, dass es den Piraten irgendwann so ergeht wie den Grünen. Der Protest wird verschwinden, Kompromisse müssen zwangsläufig eingegangen werden, und irgendwann sind sie genauso gleich geschaltet wie jede andere Partei.

Wie fragte der Reporter bei der Heute-Show, den Wahlhelfer der Piraten: "Wirst du das denn immer noch machen, wenn du dann endlich deine erste Freundin hattest?" - So true...
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14.04.2012 13:45 Uhr von Didatus
 
+27 | -3
 
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Verstehe ich das richtig? Hier wird die Piratenpartei beschuldigt von sich selbst abgeschrieben zu haben? Es ist sicher nicht sehr geschickt, das Parteiprogramm zu großen Teilen von anderen Bundesländern zu übernehmen. Allerdings wurde es von Piraten verfasst und von Piraten genutzt. Da von einem Plagiat zu sprechen halte ich doch mal für überzogen. Wenn man sagen würde "Die Piratenpartei Schleswig-Holstein schafft es noch nicht einmal ein eigenes Programm aufzustellen und übernimmt daher unangepasst das ihrer Kollegen", dann würde ich das ja verstehen und auch ein wenig ungläubig Richtung Piraten blicken. Aber da jetzt direkt von Plagiaten zu sprechen .. das geht schon wieder zu sehr in Richtung Meinungsmache.
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14.04.2012 14:00 Uhr von SNnewsreader
 
+15 | -1
 
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SKANDAL! Piraten schreiben von Piraten ab! Denkt doch mal nach was grad passiert:

Piratenbashing vom feinsten durch die "politische Presse".

Es ist etwas gänzlich anderes, ob ich als Pirat-Saarland Texte von Pirat-Lummerland abschreibe, oder den Guttenberg mache.

Ich möchte auch gerne mal die Vergleiche der CDU in den einzelnen Bundesländern sehen. Die werden sich auch kaum von einander unterscheiden.
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14.04.2012 15:04 Uhr von DerMaus
 
+8 | -0
 
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43% des Parteiprogramms der Piraten Schleßwig Holstein sind auch in anderen Parteiprogrammen der Piraten zu finden. Was für ein Wunder. Ist ja nicht so dass die zur selben Partei gehören und ähnliche Wahlprogramme innerhalb einer Partei absolut gang und gebe wären.

Klopfholz, du ist ein Holzkopf.
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14.04.2012 16:25 Uhr von CrazyCatD
 
+2 | -0
 
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Wie kann man einer Partei vorwerfen ihr eigenes Parteiprogramm abzustimmen, aufzubauen und zu vervollständigen? Es braucht Struktur, auch bei den Piraten, damit eine ernstzunehmende Politik Form annehmen kann und jeder fängt mal klein an. Zudem gehe ich davon aus das wenn 43% von anderen Schwesterverbänden stammen die Schleswig-Holsteiner Piraten sich 57% davon selber erarbeitet haben.

[ nachträglich editiert von CrazyCatD ]
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14.04.2012 16:28 Uhr von DR_F33LG00D
 
+1 | -3
 
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Ich gewinne den Eindruck das Hauptanliegen der zur Wahl aufgestellten Parteimitglieder der Piraten ist es, möglichst schnell an die Fleischtöpfe der politischen Macht zu gelangen - ausgearbeitete Programme und Aussagen über die zukünftigen Pläne stören da nur. Nach den Wahlen bei der täglichen Kärrnerarbeit in den Parlamenten wird die Partei sich bald zerstreiten und schnell in Grüppchen zerfallen.

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