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Spanien: Sparen wird nichts bringen

Anstatt die Finanzlage in Spanien zu entschärfen, verschlimmern die Sparbemühungen von Spanien die Lage eher noch weiter, sodass die Zinsen, zu denen Spanien neue Schulden aufnehmen muss, wieder steigen. Die Märkte reagieren bisher nicht auf die Bemühungen von Spanien.

Damit das Haushaltsdefizit von Spanien noch weiter gesenkt werden kann, sollen sogar im Gesundheits- und Bildungsbereich zusätzliche zehn Milliarden Euro eingespart werden. Allerdings wird befürchtet, dass die Sparversuche vieler Euroländer alles nur noch schlimmer machen.

Damit dies nicht passiert, müssten reiche Länder wie Deutschland Geld in die Länder transferieren, welche derzeit dringend Geld benötigen. Ansonsten führt dies zu einem Bruch der Eurozone, wird von Experten vermutet, sodass nur die Länder mit entsprechend guter Wirtschaftslage übrig bleiben.


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WebReporter: Marius2007
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Krise, Spanien, Versuch, Sparen, Bemühung
Quelle: www.fr-online.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.04.2012 10:09 Uhr von Lordkacke-WOB
 
+4 | -0
 
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Natürlich bringt "SPAREN" nichts: Das Grundübel aller Länder ist doch, das ALLE über ihre Verhältnisse leben, dank des Multi/Kulti Talers, nach dem Motto: Wir konsumieren, zahlen werden andere.

Bei nationalen Währungen (war) wäre das NICHT der Fall, da könnte man auf- bzw. abwerten.

Deshalb weg mit dem Kunst-Euro, den keiner braucht.
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12.04.2012 11:11 Uhr von ArrowTiger
 
+1 | -0
 
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@Lordkacke-WOB: -- "Das Grundübel aller Länder ist doch, das ALLE über ihre Verhältnisse leben, dank des Multi/Kulti Talers, nach dem Motto: Wir konsumieren, zahlen werden andere."

Ich bin auch kein großer Euro-Freund, daher ein Plus. ;-)

Allerdings stimmt das mit dem "über die Verhältnisse leben" leider nicht so. Gerade die Länder, die heute als Schuldner dastehen, haben in der Vergangenheit sich sogar mehr zurückgehalten, als wir! V.a. Spanien hatte sogar ein Plus.

Die Abwärtsspirale begann, als die Finanzkrise eskalierte und damit auch die Bewertungen der Länder. Daher ist das ganze auch keine Schuldenkrise, sondern die Auswirkungen der immer noch anhaltenden Finanzkrise. Erst, wenn der Finanzmarkt reguliert wird, wird sich das ändern.

Hier ist genaueres dazu zu finden, "Häufig gestellte Fragen: Was ist angesichts der hohen Staatsschulden am Fiskalpakt so falsch?": http://www.nachdenkseiten.de/...

Unter der Grafik zur Verschuldung der BRD findet sich z.B.:

-- "Alle diese Daten belegen, dass die Eurokrise ihre Ursache nicht in der staatlichen Geldverschwendung hat oder darin liegt, dass die Menschen in Europa „über ihre Verhältnisse“ lebten. Die Ursache lag ganz überwiegend in der Finanzkrise und den danach beschlossenen politischen Rettungsmaßnahmen.

Wenn jedoch schon die Diagnose der Ursachen für die „Staatsschuldenkrise“ falsch ist, dann kann auch die Therapie mit einer „Schuldenbremse“ nicht richtig sein. [..]

Indem die Schuld an der Eurokrise den Staaten (und damit letztlich der Politik) in die Schuhe geschoben werden konnte, wurden „die Märkte“ wieder heiliggesprochen. Gerade die Finanz-„Märkte“, die doch so kläglich versagt hatten, werden als über der Demokratie (Merkel: „marktkonforme Demokratie“) und der Politik stehende, höhere Macht dargestellt. Diese Marktgläubigkeit passt vollständig in die Ideologie der konservativen und (neo-) liberalen Parteien. (Und dazu gehören auch die Grünen und die SPD, die sozialdemokratische Führungstroika ist ja ganz stolz darauf, dass die „Schuldenbremse“ „von uns aktiv vorangebracht“ wurde.)"

Mit dem Euro hat das also nur am Rande etwas zu tun....
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12.04.2012 11:26 Uhr von SN_Spitfire
 
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Uhuuuu: Lauter Experten hier am kommentieren.
Ist ja fast besser, als auf Handelsblatt.de ;)

Meinen nächsten Urlaub mach ich mal wieder in spanien. In Griechenland war ich schon letztes Jahr.

[ nachträglich editiert von SN_Spitfire ]
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12.04.2012 12:15 Uhr von no_trespassing
 
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Also Länderfinanzausgleich für EU? Schuldenhaftung für alle?
Danke Herr Kohl, vielen Dank.
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13.04.2012 02:52 Uhr von Zitronenpresse
 
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Die Frage ist, was man als eine "Lösung" akzeptiert.
Es gibt viele Lösungen, die halten bloß nicht sehr lange. Je langfristiger eine Lösung ist, desto ungeliebter ist sie, und desto unwahrscheinlicher wird sie umgesetzt.

Der Effekt: Kurzfristige Lösungen haben Vorrang, (das ist ja eh schon Tradition in der Politik).
ENDEffekt: Der Euro wird platzen.

Immer mehr und mehr Staaten werden pleite gehen und alle haben sie Lösungen! - Bis es zu spät ist...
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13.04.2012 03:24 Uhr von Zitronenpresse
 
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Nettes Abschiedsbild zum Euro: http://ibis.htcreative.com/...

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