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Wegen Mord unschuldig Verurteilte muss Gutachten von 13.000 Euro selbst bezahlen

Eine 50-jährige Arzthelferin saß 888 Tage wegen Mord, Brandstiftung und Versicherungsbetrug im Gefängnis, nachdem das Landgericht Berlin eine besondere Schwere der Tat feststellte und sie zu lebenslanger Haft verurteilte. Ihr wurde vorgeworfen, das Haus mit Vater und Lebensgefährten angezündet zu haben.

Die Frau kämpfte um ihre Freilassung, indem sie Brandgutachter engagierte, Schulden aufnahm und nachrecherchieren ließ. Die Gutachten bewiesen letztendlich, dass die Gerichtsgutachten schlecht und unprofessionell ausgeführt wurden.

Eine neue Verhandlung bewies die Ursache des Brandes durch eine brennende Zigarette des Vaters. Auf den Gutachterkosten bleibt die von allen Vorwürfen freigesprochene Frau nun sitzen. Das Gericht argumentiert, dass die Stundensätze der Gutachter nicht dem Justizvergütungsgesetz entsprächen.


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WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Euro, Mord, Kosten, Gutachten, Unschuld
Quelle: www.sueddeutsche.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.04.2012 12:20 Uhr von F. I. Mad Axle
 
+26 | -0
 
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Wäre schön, wenn jetzt ein sehr guter Anwalt gegen diese ungerechte Entscheidung gegenan gehen und der Justiz mal zeigen würde, dass es so nicht geht.

Unfähige Menschen in zu wichtigen Positionen. Übel.
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11.04.2012 12:21 Uhr von Allmightyrandom
 
+23 | -1
 
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unglaubliche Sauerei in unserem "Rechtssystem". In den US+A hätte Sie allein für die 888 Tage "Unrechtsknast" genügend Geld bekommen - hier gibts einen 4-stelligen Betrag (von dem noch die Verpflegungskosten der eigenen Haft abgezogen werden!) und das war es dann....

Armes Deutschland!
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11.04.2012 17:54 Uhr von Sonny61
 
+2 | -0
 
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Hurra Deutschland! - Das passt mal wieder.

[ nachträglich editiert von Sonny61 ]
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11.04.2012 18:42 Uhr von Jesus_From_Hell
 
+4 | -0
 
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Ab 400 Euro pro Tag könnte man vielleicht von angemessen sprechen - das ist eigentlich einer der größten Fehler unseres Rechtssystems, das Unschuldig verurteilte nicht entschädigt werden - und das Leben trotzdem versaut ist.

Ab einer Haft von über 2 Jahren wären Millionenbeträge angemessen.. und stattdessen gibt´s Schulden, ein Witz.
Die sollte der erste Gutachter übernehmen müssen, und seinen Job verlieren natürlich - und obendruf eine Klage wegen Freiheitsberaubung.

[ nachträglich editiert von Jesus_From_Hell ]

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