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Wahlkampf der SPD künftig ohne Hilfe von Günter Grass

Seit Jahrzehnten beteiligte sich Günter Grass am Wahlkampf für die SPD. Damit soll nun Schluss sein: Nach der Veröffentlichung seines israelkritischen Gedichts "Was gesagt werden muss" lehnen mehrere SPD-Politiker weitere Hilfe durch den Nobelpreisträger ab.

Christian Lange, der parlamentarische Geschäftsführer der SPD, ließ verlauten, es habe sich "die Frage von künftigen Wahlkampfunterstützungen für die SPD erledigt". Reinhold Robbe, ebenfalls Sozialdemokrat, sagte: "Seine Zeit ist einfach vorbei."

Während die Kritik an Grass immer schärfer wird, erhielt er von Mitgliedern der Ostermärsche der Friedensbewegung mehrheitlich Unterstützung. Diese kritisieren vor allen Dingen die eskalative Politik im Nahen Osten.


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WebReporter: Spyders-Web
Rubrik:   Politik
Schlagworte: SPD, Hilfe, Wahlkampf, Verzicht, Günter Grass, Gedicht
Quelle: www.spiegel.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.04.2012 09:31 Uhr von Sam.Fisher
 
+31 | -2
 
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Guter Mann: Da hat endlich mal einer die Cojones zu sagen, dass mit Atomwaffen ausgerüstete Mächte den Weltfrieden bedrohen, und nun will niemand mehr etwas mit ihm zu tun haben? Verdammt kranke Welt ...
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10.04.2012 09:34 Uhr von AnotherHater
 
+18 | -2
 
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Achja wie sehr mich doch die News über solche Berufsopportunisten oder auch "Politiker" langweilen. Ich bleibe dabei: Politik ist ein Kindergarten für Erwachsene und kaum noch ernstzunehmen.
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10.04.2012 09:39 Uhr von uhrknall
 
+16 | -2
 
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Ich werde heute in den Bücherladen gehen und mindestens ein Buch von Günther Grass kaufen. Mir ist der Mann sympathisch geworden. Mal einer, der wagt, die Wahrheit auszusprechen. Und er hat bereits viel damit bewegt. Ich unterstütze ihn und hoffe, dass ich nicht der einzige bleibe :)
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10.04.2012 09:46 Uhr von hellibelli
 
+21 | -2
 
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Kritik an Israel: "Seine Zeit ist einfach vorbei."

Vieleicht ist auch die Zeit vorbei in der Kritik an Israel ein Tabu ist. Mal abwarten.

[ nachträglich editiert von hellibelli ]
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10.04.2012 09:48 Uhr von Delios
 
+20 | -1
 
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Tsts: "Während die Kritik an Grass immer schärfer wird [...]"
Von wem denn? Die Medien halten das doch blos am köcheln indem sie jeden der vors Mikro läuft dazu interviewen. Ansonsten kommt die Kritik bei solchen Themen doch eh immer von den selben Leuten.
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10.04.2012 10:04 Uhr von DR_F33LG00D
 
+2 | -23
 
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10.04.2012 10:34 Uhr von Bibabuzzelmann
 
+11 | -1
 
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So siehts aus "Während die Kritik an Grass immer schärfer wird, erhielt er von Mitgliedern der Ostermärsche der Friedensbewegung mehrheitlich Unterstützung"

Genau das wollte ich gerade posten, als ich den Anfang gelesen habe...irgendwie komisch ^^
Naja, er kann ja jetzt beim Wahlkampf der Linken helfen, die sehn es so wie er und viele Bürger auch :)
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10.04.2012 10:41 Uhr von Spyders-Web
 
+3 | -1
 
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@Bibabuzzelmann: Klar kann er jetzt bei der Linken helfen. Die löst sich dann bloß auf, weil sich die linkspolitische Ecke beim Thema Israel seit je her die Köpfe gegenseitig einschlägt.

Kein Thema hat gerade Linke so sehr gespalten wie das Thema Israel. Sieht man an der SPD, sieht man auch an der Linken. Die einen schreien bei jedem kleinen bisschen "Antisemitismus!", die anderen verurteilen Israel und die USA im Zuge der "Imperialismus-Kritik".

Dazwischen gibt´s mal wieder nichts.
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10.04.2012 10:43 Uhr von Pilot_Pirx
 
+9 | -1
 
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SPD: Opportunistenverein ohne Rückgrat, damit sind sie nicht alleine
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10.04.2012 10:57 Uhr von bibip98
 
+9 | -2
 
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Schau...schau auch die SPD ist nicht mehr wählbar!
Ich glaube ich wähle 2013 die LINKEN.
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10.04.2012 11:29 Uhr von Bibabuzzelmann
 
+3 | -1
 
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@Spyder: Nagut, es ist ja auch ein Thema, das man vorsichtig angehn muss. Sieht man ja was passiert, wenn man einfach so seine Meinung rausposaunt ^^

"Dazwischen gibt´s mal wieder nichts."

Jop leider wird das "dazwischen" nicht als dazwischen anerkannt, bei diesem Thema ^^ Entweder Für oder Gegen, so siehts leider aus...so ist das halt in den extremistischen Köpfen der Menschen momentan, könnte man meinen. Wer keine "Graustufen" anerkennt und nur schwarz und weiß sieht, ist ein Extremist in meinen Augen, das bezieht sich jetzt auf alle ^^
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10.04.2012 12:28 Uhr von ArrowTiger
 
+2 | -1
 
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Schön Schön, wenn man zur Ablenkung von den durch die Finanzkrise ausgelösten, wirklich dringlichen Problemen mal wieder eine Sau durchs Dorf treiben kann.

Nicht mal Israel juckt Grass´ Gedicht. Aber hier wird es zum Medien-Hype hochstillisiert...
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10.04.2012 12:52 Uhr von Bibabuzzelmann
 
+2 | -2
 
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@Arrow: "Nicht mal Israel juckt Grass´ Gedicht. Aber hier wird es zum Medien-Hype hochstillisiert.."

Ich glaub da hast du was verpasst ^^
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10.04.2012 13:00 Uhr von ArrowTiger
 
+3 | -1
 
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@Bibabuzzelmann: Bloß weil der israelische Innenminister rumzickt? Der macht nur Innenpolitik.

Die vorhergehenden Reaktionen waren völlig gemäßigt. Da hat eher der Iran einen Hype um Grass´ Gedicht gemacht.

Um auf meine eigentliche Hauptaussage zurückzukommen: Hier wird wieder massiv von den eigentlichen Problemen abgelenkt. Die Meinung von Grass ist doch unwichtig - der hat auch früher schon grenzwertige Positionen bezogen...
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10.04.2012 13:01 Uhr von LLCoolJay
 
+2 | -2
 
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Grass: hat schon etwas übertrieben. Israel fährt zwar eine stark aggressive Politik aber im Vergleich zu Nordkorea, Pakistan und einigen anderen Staaten sind sie nur mäßig gefährlich.


Worauf Grass, meiner Ansicht nach, rauswollte ist, dass

1. jegliche Kritik an Israels Vorgehen mit Schlagwörtern wie "Antisemitismus" abgelehnt und pauschal nicht mal diskutiert wird

und

2. sachliche Kritik heutzutage nicht mehr ausreicht um eine ernsthafte Diskussion anzustossen.
Meiner Ansicht nach hat Grass absichtlich übertrieben um gerade die aktuelle öffentliche Diskussion anzustossen.
Bei normaler Kritik würde kaum jemand darauf reagieren... Das Gedicht ist nicht nur eine Kritik an der Politik Israels, sondern auch an unserer deutschen Gesellschaft, die nur noch durch extreme Aussagen für etwas zu begeistern ist.

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