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Theologe kritisiert die Hemmungslosigkeit als Folge der Internet-Anonymität

Das anonyme Auftreten und die damit verbundene Gefahr der Hemmungslosigkeit im Internet wurde jetzt vom Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, kritisiert.

Er sagte: "Die Anonymität des Internets ist eine Verlockung, Hemmungen aufzugeben. Sie verleitet dazu, dem destruktiven Potenzial, das in uns allen steckt, völlig freien Lauf zu lassen."

Insbesondere brachte er seine Kritik mit den Lynchaufrufen gegen einen 17-Jährigen im Mordfall Lena in Verbindung. Schneider sprach sich deshalb für die Verwendung der echten Namen im Internet aus, um Diskussionen im Internet eine höhere Qualität zu geben.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Internet, Kritik, Folge, Anonymität, Theologe, Hemmungslosigkeit
Quelle: www.e110.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.04.2012 08:03 Uhr von syndikatM
 
+19 | -3
 
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zu spät: hat man einmal die geister gerufen, gehen diese nie mehr weg. es gibt kein mittel gegen diesen virus. es ist unmöglich sitzpinkel-news auf sn und titten im rtl mittagsprogramm zu verbannen. einmal vernunft und anstand aufgegeben, sind diese auf ewig verloren.
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09.04.2012 09:04 Uhr von Grool
 
+2 | -11
 
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syndikatm: was er immer für einen bullshit schreibt
kann nich wahr sein ...


gute news!

[ nachträglich editiert von Grool ]
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09.04.2012 09:57 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+4 | -3
 
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Ein selbstkritischer Beitrag: Ich bin nicht selbstkritisch genug um 100%ig zu sagen, warum ich Einträge bei SN, Twitter usw. mache. Ich weiß noch nicht einmal, ob ich diese in dieser Form auch machen würde, wenn mein richtiger Name drin stünde. Vermutlich nicht.

Aber: Wenn ich einen Eintrag vornehme, ist er mitunter ein wenig radikaler, als ich ihn in der Offlinewelt äußern würde, weil ich dort gesellschaftliche Sanktionen zu befürchten hätte. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht voll und ganz hinter dem, was ich schreibe, stehe. Und ich freue mich darüber, "ungehemmt" im sicheren Hafen der Annonymität mit anderen zu diskutieren, die ihrerseits ihre Annonymität genießen.

Der Theologe hat vollkommen Recht: "Die Anonymität des Internets ist eine Verlockung, Hemmungen aufzugeben. Sie verleitet dazu, dem destruktiven Potenzial, das in uns allen steckt, völlig freien Lauf zu lassen." Destruktives Potential, Trolltum, Hatertum, ungehemmte Beleidigungen sind Phänomene, die tatsächlich Bestandteile der Web2.0 sind. Das ist tragisch, fällt für mich aber in den Bereich "Nebenwirkungen", die in Anbetracht eines freien Meinungsaustausches hinzunehmen sind.

Der Fall des Jungen in Emden, der zu Unrecht beschuldigt worden ist, ein Mädchen verfewaltigt und getötet zu haben, und der mit Morddrohungen konfrontiert wurde, ist tragisch, keine Frage. Aber: Es ist (zumindest in dieser Form) ein Einzelfall - und die "Täter" werden (hoffentlich) ein schlechtes Gewissen haben - und daraus gelernt haben.

Der Mensch ist grundsätzlich (auch im Internet) fähig, sich konstruktiv zu verhalten. Das beweist die Masse der Internetuser. Dass es Ausnahmen gibt, ist tragisch, rechtfertigt aber nicht, die Freiheit im Internet zu beschneiden. Und genau hierzu ruft der Theologe auf.
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09.04.2012 10:36 Uhr von architeutes
 
+10 | -0
 
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Es tut einfach auch mal gut Dinge zu sagen, an die man
glaubt , ohne direkt mit körperlicher ,oder mentaler Gewalt
darauf rechnen zu müssen.
Dampf ablassen in schriftlicher Form ,ist der anderen Variante
vorzuziehen.
Und wer lieset nicht gerne mal das, was er nicht lesen möchte.
Ich bin eigentlich erst seit einer längeren Erkrankung zu
diser Form von kommunikation gekommen , möchte jetzt
aber nicht mehr drauf verzichten.
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09.04.2012 10:42 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+3 | -2
 
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@ architeutes: dickes Plus.
"Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen." (George Orwell)

"Und wer lieset nicht gerne mal das, was er nicht lesen möchte." Kann ich Dir sagen: Dumme Menschen.

Deshalb empfehle ich z.B. konservativen Menschen linke Zeitungen (etwa die Frankfurter Rundschau oder die TAZ) und linksdenkenden Menschen bürgerliche Zeitungen (etwa die Welt am Sonntag oder die Frankfurter Allgemeine) zu lesen. Warum sollte ich eine Zeitung lesen wollen, die das schreibt, was ich ohnehin schon denke? Macht doch keinen Spaß so!
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09.04.2012 10:43 Uhr von Alice_undergrounD
 
+5 | -0
 
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dagegen! jetz kämpfen staat und kirche wieder wie damals im hochmittelalter vereint seite an seite vereint gegen das volk, diesmal um das internet, das ihnen eben durch diese freie meinungsäusserung gefährlich werden kann zu bekämpfen, sieh, an sieh an...
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09.04.2012 11:11 Uhr von architeutes
 
+2 | -0
 
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@Abdul_Tequilla: Danke dir , und entschuldige die Rechtschreibfehler , war
eine lange Nacht .
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09.04.2012 14:07 Uhr von CrazyCatD
 
+1 | -4
 
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Stimmt! Vor dem Internet hat es in der Menschheitsgeschichte noch nie Hemmungslosigkeit, Zügellosigkeit, Unmoral, Orgien, Mord, Totschlag, Gewalt, Krieg, Folter, Versklavung, Unterdrückung, Vergewaltigung, Kindesmißbrauch, Prostitution, Rufmord, Lynchjustiz oder irgend etwas böses in der Art gegeben, weder von Seite der Herrschenden noch von Glaubensvätern oder Bürgern an allem ist nur und einzig das Internet schuld, somit brauch Mensch nicht weiter über sein sonstige Tun und Handeln nachzudenken denn der Schuldige dafür ist damit ja eindeutig gefunden...Verbietet das Internet sofort!

Wer Zynismus oder Ironie in diesem Kommenntar findet darf ihn Behalten

[ nachträglich editiert von CrazyCatD ]
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09.04.2012 14:20 Uhr von One of three
 
+2 | -1
 
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@ Crazy: Wenn Du nicht verstehst um was es in einer Nachricht geht musst Du nichts dazu schreiben ...
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09.04.2012 14:51 Uhr von Bibabuzzelmann
 
+3 | -1
 
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Jojo: Nur damit er herausfindet wie ich heisse und er mich kreuzigen kann *g Also ich find das nicht so gut :)

"Insbesondere brachte er seine Kritik mit den Lynchaufrufen gegen einen 17-Jährigen im Mordfall Lena in Verbindung."

Dann soll er sich mal gedanken machen, was passiert, wenn jeder weiss wer da gerade etwas postet, was vielen anderen nicht passt, diese Personen werden später von irgendwelchen Spinnern verfolgt, weil jeder weiss wer die sind. In Mord und Totschlag würde das enden lol Es gibt eben öfter mal Dinge, die müssen nicht mal "böse" gemeint sein, mit denen kommen bestimmte Personen nicht klar und dann bleibt die Sache nicht nur im Internet, könnte ich mir vorstellen.

[ nachträglich editiert von Bibabuzzelmann ]
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09.04.2012 14:53 Uhr von CrazyCatD
 
+0 | -3
 
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@One of three: Wenn Du nicht verstehst um was es in einem Kommentar geht mußt Du nichts dazu schreiben...
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09.04.2012 15:06 Uhr von Bibabuzzelmann
 
+3 | -1
 
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Und noch was Auf der einen Seite stellt man die Leute, die alles im Internet von sich preisgeben als dumm hin und hier versucht man dann genau das zu erreichen.....irgendwie seltsam :)

Nagut, intelligenten Menschen würde man damit einen Maulkorb verpassen, weil sie dann nix mehr posten würden, was die Meute aufhetzen könnte ^^

Denkt mal drüber nach :)
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09.04.2012 15:46 Uhr von GroundHound
 
+3 | -2
 
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"Neue Qualität der Diskussion": Die sieht dann so aus, dass irgendein religiöser Fanatiker einem vor der eigenen Hasurür niedersticht, weil er mit einem kritischen Kommentar zu seiner Religion nicht klargekommen ist.
Aber die Radikal-Religiösen, wie Herr Schneider, kennen eben nur sehr kurze Kausalketten. Überall, wo weiter gedacht werden muss, haben solche Leute ein Problem.

[ nachträglich editiert von GroundHound ]
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09.04.2012 21:44 Uhr von AMB
 
+1 | -0
 
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Hemmungslosigkeit ? Mangel an Erziehung! Mangel an Wertevermittlung! Es kommt nicht mal so sehr darauf an, ob jemand anonym oder personifiziert etwas unternimmt. Hemmungslosigkeit entsteht meist dadurch, daß man gewissen Werte nicht mehr anerkennt. Diese gehen automatisch verloren, wenn man die dafür eingerichteten Werte erhaltenden System aushebelt. Wenn ich meine Menschen, die korrekt aber hart beurteilt werden seien schlechter gestellt, als jene, die man schön redet, dann übersieht man, daß es sowohl für das Individium als auch für Andere von großem Nachteil ist, wenn diese Werte erhaltenden Systeme ausgehebelt wurden. Heute kommt langsam durch was passiert. Nur wird es noch schlimmer, denn niemand nimmt sich dieser Tatsachen an. Werte werden jedoch nur vermittelbar, wenn man ihren Vorteil wirklich erkennen kann und nicht, wenn sie kaum einen Vorteil für den Einzenlen besiten, da niemand mehr darunter leidet, wenn er sich daneben verhält.

Normal müßte es so sein, daß ein Diebstahl, ein Verrat wie ein Makel an ihnen haftet, bis sie beweisen, daß es nur eine Jugendsünde war etc.
Nur heute gibt es dies nicht mehr, wer Schwein ist, bekommt das beste Zeugnis, denn der Arbeitgeber weiß sicher, daß es sonst vor Gericht verbessert werden muß.

Regulierung per Strafe ist nicht so effektiv wie Regulierung durch eigenen Verdienst in Bezug auf Ehre.
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10.04.2012 11:53 Uhr von neminem
 
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Wenn er sich nicht wenigstens hat kaufen lassen: ist er auch noch ein schlechter Geschäftsmann :D

In der Anonymität begegnet man zwar vielem schlechten, aber auch eher der Wahrheit. Und wenn die Wahrheit ist, dass die Menschen eigentlich viel gemeiner sind, als es sie vorgeben, dann ist die Wahrheit eben traurig. Wenn man die nicht sehen will, dann muss man eben wieder mit Repressionen drohen.

Aber die Anonymität hat auch Vorteile. Denn gerade, wenn man ehrlicher ist, entwickeln sich viel interessantere und intensivere Auseinandersetzungen und es ist alles nicht so gleichförmig.

Ansonsten haben UASG und Buzzelmann schon alles gesagt.
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10.04.2012 12:29 Uhr von Mordo
 
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@ neminem: "Aber die Anonymität hat auch Vorteile."

====

Oder um es mit einer rhetorischen Frage auszudrücken: Wie viele Frauen würden in einer Internetcommunity mit Klarnamenzwang über gut verträgliche Salben gegen vaginale Pilzinfektionen diskutieren wollen?
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10.04.2012 19:50 Uhr von Nico_
 
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Ich kritisiere: die hemmungslose Kinderfickerei durch Religionsgutmenschen.

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