06.04.12 12:02 Uhr
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Tanzverbot: Piraten wollen vor Bundesverfassungsgericht ziehen

Die Piratenpartei in Hessen hat angekündigt, gegen des so genannte Tanzverbot am heutigen Karfreitag in einigen Bundesländern vor dem Bundesverfassungsgericht zu klagen. Eine Entscheidung der Karlsruher Richter wird aber nicht vor der Nacht erwartet.

Zuvor waren bereits Verbote von Demonstrationen gegen dieses Tanzverbot von den Verwaltungsgerichten in Frankfurt und Gießen bestätigt worden. Grund ist das hessische Feiertagsgesetz, dieses erlaubt an Karfreitag nur Demonstrationen, welche dem Ernst dieses Tages gerecht werden.

Die Piratenpartei sowie die Grüne Jugend Hessen riefen daraufhin zu Flashmob-Aktionen auf (ShortNews berichtete). Auch in Köln soll es heute Aktionen gegen das Tanzverbot geben.


WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Piraten, Bundesverfassungsgericht, Feiertag, Tanzverbot
Quelle: www.derwesten.de

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56 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.04.2012 12:02 Uhr von Kamimaze
 
+39 | -96
 
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06.04.2012 12:10 Uhr von frederichards
 
+67 | -17
 
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Religionsfreiheit ist im GG geregelt und keine Mehrheitsentscheidung.

Jeder darf und soll entscheiden dürfen, was er an einem Tag macht, der zwar offiziell ein gesetzlicher Feiertag ist - allerdings kirchlich festgesetzt (Geschichte), aber man vielleicht nicht Mitglied der Religionsgemeinschaft ist und damit nichts anfangen kann.
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06.04.2012 12:13 Uhr von cheetah181
 
+13 | -35
 
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06.04.2012 12:22 Uhr von Kamimaze
 
+19 | -16
 
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@Sir.Locke: Was ist mit dem Newskomment sagen wollte ist, dass sicher jeder am Karfreitag fast alles machen kann, was er möchte, jedoch gehört es auch zu einer zivilisierten Gesellschaft, dass man die religiösen Gefühle von Mitmenschen achtet und respektiert und eben an ein oder zwei Tagen im Jahr mal nicht öffentlich und ausgelassen feiert, wenn andere trauern.

Und gerade die Grünen fordern ja selbst immer wieder diese Toleranz ein. Wie groß wäre wohl deren Empörung, wenn die Katholische Kirche Mitten im Ramadan ein großes Fressfest in Berlin-Kreuzberg oder Duisburg-Marxloh veranstalten würde...


[ nachträglich editiert von Kamimaze ]
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06.04.2012 12:25 Uhr von KingPiKe
 
+12 | -22
 
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06.04.2012 12:31 Uhr von KingPiKe
 
+13 | -10
 
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@Sir.Locke: Dann sollte es dich ja auch nicht stören, wenn du zukünftig arbeiten gehen musst (falls du es nicht eh schon musst).
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06.04.2012 12:31 Uhr von Kamimaze
 
+12 | -11
 
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@Sir.Locke: > "die weitergehende problematik ist allerdings das wir "nur" rücksicht auf christliche (als oberbegriff) feiertage nehmen (sollen), aber alle anderen religionen außen vor bleiben"

Ja, wir sind ein christlich geprägtes Land. Ein Bundespräsindent mit einer sehr kurzen Amtszeit, der das anderes gesehen hat, ist inzwischen zurückgetreten... ;)
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06.04.2012 12:41 Uhr von cheetah181
 
+13 | -8
 
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KingPike: "Dann sollte es dich ja auch nicht stören, wenn du zukünftig arbeiten gehen musst"

Ach Gott, hört doch endlich mit diesem kindischen Argument auf. Als ob wir die Feiertage der Christenheit zu verdanken hätten. Besonders der Osterhase und das Eierfärben sind ja sehr christlich!

Mal ganz davon abgesehen, dass jedem eine gewisse Zahl Feiertage zusteht. Wenn es dich glücklich macht würde ich auch an Ostern arbeiten, dann aber meine Feiertage zu anderen Tagen nehmen, wie es in manchen Ländern möglich ist.

[ nachträglich editiert von cheetah181 ]
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06.04.2012 12:46 Uhr von architeutes
 
+8 | -4
 
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@frederichards: Dann solltes du auch so ehrlich sein und dich gegen diesen
Feiertag aussprechen.
Vieleicht wird er ja abgeschafft , und wir können tanzen
gehen (arbeiten natürlich auch)
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06.04.2012 12:51 Uhr von Kamimaze
 
+8 | -13
 
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@Sir.Locke: > "und da liegt das problem, das die trennung von staat und kirche nach wie nur ansatzweise angegangen wurde."

Ganz genau! Deutschland ist ein fundamentalistischer christlicher Gottesstaat und hat jetzt einen Pfarrer als Bundespräsidenten... ;)
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06.04.2012 12:53 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
+12 | -8
 
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@Auto(r)

Respekt vor wem? Vor Jesus? Dessen Ideale wir stets mit Füßen treten? Andacht (Ostern) und Liebe (Weihnachten) auf ein paar Tage reduziert, dann man kann ja sein Gewissen beruhigen, auch wenn man den Rest des Jahres auf diese Tugenden verzichtet und sich lieber der materiellen-egoistischen Leistungsgesellschaft hingibt?

Christ sein im 21. Jahrhundert heißt wohl auch einen Doktor in Doppelmoral zu haben?
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06.04.2012 12:57 Uhr von Multiversal
 
+5 | -5
 
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Die Zeiten ändern sich eben: Omis gehen in die Kirche Jugendliche in die Disse
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06.04.2012 13:05 Uhr von ryzer
 
+14 | -2
 
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bei: sovielen problemen in unserer gesellschaft, ist das tanzverbot eher nebensächlich!
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06.04.2012 13:12 Uhr von ThomasHambrecht
 
+9 | -8
 
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Den Feiertag gibt es nicht ohne Grund der in diesem Fall ein religiöser ist.
Also wenn man schon den freien Feiertag will - dann soll man auch die Konsequenzen des damit verbundenen Tanzverbotes annehmen.
Theoretisch wäre es dann konsequent den Karfreitag (wie viele andere Kirchentage) wieder zum Arbeitstag zu machen.
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06.04.2012 13:17 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
+0 | -4
 
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@ryzer

"sovielen problemen in unserer gesellschaft, ist das tanzverbot eher nebensächlich!"

Jedes gesellschaftliche Problem ist untrennbar miteinander verbunden. Es äußert sich in der Lebensphilosophie bzw. Mentalität einer Gesellschaft. Es gibt immer Subgruppen, die irgendetwas für IHRE Subgruppe erreichen wollen und keine holistische Sicht auf das Ganze nehmen können, da sie Teil der Sache sind, bzw. der Auffassung sind, dass ihre Sicht auf die Welt die einzige Wirklichkeit ist. Das trifft auf alle gesellschaftlichen Zustände zu, auf alle Probleme die sich so ereignen. Wir hören nicht mehr einander zu, sondern wollen immer unser Ding durchdrücken.

Ob es jetzt das Tanzverbot ist, oder die anscheinend mangelnde Integration muslimisch geprägter Mitbürger oder die "Gegen.die-Wand/Gegen-das-Volk/-Politik" der herrschenden Klasse...alle wollen nur ihr Ding durchziehen und es für alle als Realität/Gesetz durchdrücken, anstatt tatsächlich demokratisch versuchen nach gemeinsamen Lösungen zu suchen.

[ nachträglich editiert von ZiemlichBelanglos ]
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06.04.2012 13:23 Uhr von film-meister
 
+6 | -9
 
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komisch: wenn die rechtsextreme NPD eine Demo/Kundgebung beantragt, wird die genehmingt, kommen die Piraten wirds verboten.....bedenklich
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06.04.2012 13:24 Uhr von faxe5
 
+14 | -21
 
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AUS für die Piraten: damit hat sich diese Partei ins Aus geschossen. Hatte bereits damit liebäugelt, da sie doch einige Positionen vertreten, welche ich bei anderen Parteien vermisse. Aber dies ist eindeutig zuviel.

Ja, ich bin Christ !
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06.04.2012 13:52 Uhr von syndikatM
 
+8 | -16
 
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piraten: Was kommt als nächstes? Wet-T-shirt Contest bei einem Holocaust Gedenken? Vuvuzela Party bei einer Massenmord Gedenkminute? Abschaffung von Schule, Krankenhaus, Kindergarten, Arbeitslosengeld.... - weil die soziale Gemeinschaft anscheinend scheißegal geworden ist.

Von der grünen Jugend, die auch auf Gemeinschaftssymbole wie die Deutsche Nationalfahne Schwarz-Rot-Gold pinkelt ist sowas zu erwarten. Die paradoxerweise gegen das Tanzen sind, wenn z.B. die Deutsche Nationalmannschaft spielt. Dass sich einige Individuen der Piraten anschließen ist nur peinlich und glücklicherweise nicht stellvertretend für die Piratenpartei.

Einen Tag im Jahr dieses Tanzverbot, in einem christlich-kulturellen geprägten Land tolerieren, an dem man sogar arbeitsfrei geschenkt bekommt, für eine Gemeinschaft von nach wie vor knapp 60 Millionen Christen in Deutschland geht absolut in Ordnung! Ich bin übrigens selbst keine Christin.
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06.04.2012 14:10 Uhr von tutnix
 
+8 | -8
 
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@Klickklaus: wo bleibt eigentlich die toleranz der christen für atheisten/andersreligiöse, die diesen tag anders nutzen wollen? vielleicht solltest du da mal anfangen ;).
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06.04.2012 14:10 Uhr von DonDan
 
+8 | -9
 
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Es geht um einen Tag im Jahr: Einen Tag im Jahr.

Kann man denn nicht an einem Tag im Jahr einfach mal nicht feiern? Vielleicht einfach nur aus Respekt? Wenn der Volkstrauertag oder ein anderer stiller Feiertag auch auf einen Freitag fallen würden, hätten wir diese Diskussion dann auch? Ja, ich bin Katholik. Das hat allerdings nur bedingt mit meiner Einstellung zu tun und ich verdamme ganz bestimmt niemanden, der Party machen will, oder rede ihm/ihr ins Gewissen. Das soll jeder selbst entscheiden. Ich für mich schaff es, einen Tag im Jahr nicht Gas zu geben.

Ich finds schade, dass sich die Piraten mit dem Thema profilieren und v.a. bei den Jüngeren punkten wollen, die das Tanzverbot ablehnen. Das hätten sie meiner Meinung nach nicht nötig.
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06.04.2012 14:16 Uhr von nougatkeks
 
+6 | -6
 
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Auch wenn das mit Sicherheit schonmal in ähnlicher Form gesagt wurde:

Ich finde man sollte an diesem gesetzlichen Feiertag genau die gleichen Rechte haben wie an jedem anderen Feiertag. Er ist zwar christlich geprägt aber wir Atheisten/Agnostiker/Andersgläubige dürfen nunmal bisher keine eigenen gesetzlichen "Ersatzfeiertage" einführen. Deswegen feier ich Ostern als Frühlingsfest, Wheinachten als Winter/Familienfest oder wie man es auch nennen mag.

Weiterhin gilt doch, soweit ich richtig informiert bin der Grundsatz, dass Verbote nur dann angebracht sind, wenn höherwertiges Recht geschützt wird. Das kann an Karfreitag jawohl nicht der Fall sein, denn ich glaube nicht, dass ein paar tanzende Menschen höherwertiges Recht verletzen. Jeder soll seine Glauben ausleben wie er will, aber bitte ohne anderen vorzuschreiben, wie sie sich zu verhalten haben.
Es geht ja nicht darum den Leuten vorzuschreiben an diesem Tag die Sau rauszulassen, sondern nur darum ihnen an diesem Tag dieselben Rechte einzuräumen wie an jedem anderen, so wie es sich für einen säkularen Staat gehört.

[ nachträglich editiert von nougatkeks ]
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06.04.2012 14:28 Uhr von syndikatM
 
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nö @herrensocke: ich bin nur eine einzelperson. wenn in meiner familie jemand stirbt verlage ich nicht nach einem deutschlandweiten verbot von tanz und musik. hier geht es aber um einen bedarf einer großen gemeinschaft. so wie die gemeinschaft pro straßenerneuerung sind, pro krankenhäuser, polizei, feuerwehr, arbeitslosengeld, urlaubsanspruch,..... besteht ein bedarf von einem geregeltem feiertag - wir sprechen von knapp 60 millionen christen. wären es nur 3 millionen christen könnte man darüber nachdenken den bedarf der restbevölkerung höher zu wiegen wenn sie unbedingt tanzen müssen.

und über toleranz zu sinnieren finde ich unsinn. schließlich ist die christenheit in den 364 tagen tolerant und du darfst tanzen. du bist zu toleranz nur in 0 tagen bereit :)
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06.04.2012 14:48 Uhr von Gorxas
 
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Erstaunlich! Diese Doppelmoral sollte in einem modernen Land eigentlich nicht mehr vorhanden sein... Auf der einen Seite schüttelt man den Kopf, wenn ein islamischer Staat seinen Bürgern eine Tätigkeit aus "religiösen Gründen" untersagt, aber auf der anderen Seite wird das selbe im eigenen Land erwartet.

Es sollte niemals ein Verbot zugunsten einer religiösen Gruppierung bestehen! Das ist alles andere als tolerant gegenüber anderen. Jeder Mensch ist frei und darf tun und lassen, was er will, solange er andere Individuen in ihrer Freiheit nicht einschränkt.

Die Verbote gehören einfach gekippt. Das ist ein Fakt. Religiöse Verbote sind altertümlich und alles andere als angebracht.

Und sich an diese Verbote zu halten, hat alles andere als mit Toleranz zu tun. Toleranz kann doch nur ausgeübt werden, wenn man dies aus freien Stücken tun möchte, aber nicht, wenn es von vornherein vorgeschrieben ist... Es geht ja auch nicht darum, dass vorsätzlich die Verbote gebrochen werden sollen, sondern nur darum, dass es gar nicht erst gesetzliche Vorschriften für eine eingeschränkte Gruppierung bestehen muss. Wenn einer tanzen will, dann soll er tanzen. Wenn er Toleranz ausüben will, dann soll er das tun. Aber bitte nicht aufgrund dessen, dass der Staat die "Toleranz" aufzwingen will.
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06.04.2012 15:06 Uhr von SeriousK
 
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veraltete Religionsansichten gehen mir auf die nerven 0.o

ps. mir gehst nicht mal darum das man als Christ nicht tanzen darf mir gehst darum das man sogar Busgelder zahlen soll wenn man trotzdem tanzt

wo bitte bleibt da die Toleranz

[ nachträglich editiert von SeriousK ]
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06.04.2012 15:17 Uhr von SeriousK
 
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sorry ich meinte natürlich club/disco besitzer müssen strafe zahlen

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