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Kritik an seinem Gedicht: Günter Grass meldet sich zu Wort

Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass hat sich nun erstmals nach seinem veröffentlichten Gedicht geäußert und Stellung zur massiven Kritik an seiner Person genommen. Der Schriftsteller wittert eine gegen ihn gerichtete Kampagne.

"Der Tenor durchgehend ist, sich bloß nicht auf den Inhalt des Gedichtes einlassen, sondern eine Kampagne gegen mich zu führen und zu behaupten, mein Ruf sei für alle Zeit geschädigt.", sagte Grass.

Mit dem Begriff Antisemitismus sei zu schnell gearbeitet worden, so Grass weiter in einem NDR-Interview.


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WebReporter: Saftkopp
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Kritik, Wort, Günter Grass, Gedicht
Quelle: www.augsburger-allgemeine.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.04.2012 16:47 Uhr von norge
 
+7 | -5
 
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Sagt man in Deutschland: etwas gegen juden oder überhaupt gegen ausländer, wird man sofort in die rechte ecke gestellt. wahrscheinlich ist es den gutmenschen entgangen, dass es in ALLEN ländern "gute" und "böse" gibt.
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05.04.2012 16:50 Uhr von Patreo
 
+1 | -2
 
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@Grass: Grass hat letztlich ein großes Publizitiaufkommen erreicht.
Ob es nun seiner eigenen Person (ähnlich wie der Veröffentlichung seiner SS Vergangenheit kurz vorm Verkauf seines Buches) oder der Sache auf das Problem zwischen Iran/Israel aufmerksam zu machen, dienlich sein sollte?
Ich vermute beides ist der Fall.
Als moralische Instanz, mit eigenen persönlichen Makeln behaftet, war er sich durchaus bewusst, welche Reaktionen bzw. Argumentationen auf sein Gedicht kommen würden. Von daher sollte er als Person öffentlichen Interesses von mittlerweile knapp 50 Jahren nicht weiter überrascht sein.
Ich vermag es nicht zu sagen, wäre aber nicht überrascht wäre es kalkül gewesen zu provozieren um beides auf das Thema und auf die eigene Person aufmerksam zu machen.
Ob Grass antisemitisch ist? Ich glaube es persönlich nicht.
Kann sein Werk in den falschen Händen und bei semiinformierte rassistischer Ideologie antisemitisch genutzt werden? Durchaus!

Ohne eine Spur von Gehässigkeit bin ich tatsächlich neugierig, wie Grass auf Zustimmung seitens rechtsextremer Tendenzen reagieren wird, die sich in seinem Gedicht bestätigt sehen wollen (obschon sie dieses Gedicht wohl nicht vollständig verstehen ).
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05.04.2012 17:59 Uhr von Ah.Ess
 
+5 | -2
 
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Grass hat es vorhergesehen: Er schreibt doch selber im Gedicht schon die erwartete Raktion!

Zitat: "Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes,
dem sich mein Schweigen untergeordnet hat,
empfinde ich als belastende Lüge
und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt,
sobald er missachtet wird;
das Verdikt ´Antisemitismus´ ist geläufig."

Und was ist passiert nach der Veröffentlichung? Die Nazi- und Antisemetismuskeule wird geschwungen!
Ich halte das Gedicht zwar nun nicht für literarisch wertvoll, doch er Inhalt ist gut.

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