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Deutsche Urteile: Berliner Brandstifter bekommt sieben Jahre, Gewalttäter ist frei

Angesichts zweier Aufsehen erregenden Urteile des Berliner Landgerichts stellt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit deutscher Justizstrafmaße.

Der Berliner Brandstifter, der 80 Autos und ein Wohnhaus zerstört hatte, muss sieben Jahre in Haft. Ein Gewalttäter, der einen anderen Menschen in den Tod trieb, bekommt stattdessen eine Bewährungsstrafe.

Im ersten Fall sei ein Schaden von einer Million Euro zusammengekommen, im zweiten Fall hätte das Opfer sich auch anders verhalten können, so dass dies nur "eine Verkettung unglücklicher Umstände" gewesen sei. Es bleibt jedoch der fade Beigeschmack, dass ein Menschenleben weniger wert ist als Autos.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Brandstifter, Verhältnis, Gewalttäter
Quelle: www.sueddeutsche.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.04.2012 12:05 Uhr von quade34
 
+13 | -14
 
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diesen Beigeschmack: verspüre ich schon länger. Manchmal denke ich, dass es einen Migrantenbonus gibt. Ach, lieber den Gedanken verwerfen und einem unkritischen Fatalismus verfallen. Die Zeit wird´s schon richten.
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05.04.2012 12:14 Uhr von Clemens1991
 
+15 | -14
 
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Normal: Ist doch vollkommen normal und in Ordnung, dass Deutsche in ihrer Heimat Nachteile haben...

Wir brauchen noch mehr Ausländer, damit es uns besser geht und damit wir Deutsche endlich mal das Maul halten und es akzeptieren, dass wir nicht mehr Herren im eigenen Land sind.

Deutschland WIRD abgeschafft!
:(
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05.04.2012 12:14 Uhr von Thomas-27
 
+10 | -8
 
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Aber: Man darf aber auch nicht vergessen, dass der Brandstifter wissentlich die Bewohner der Häuser in Gefahr gebracht hat!
Seine Taten haben zudem wiederholt stattgefunden. Bei dem "Gewalttäter" handelt es sich dagegen um eine einzelne Tat, bei der ihm möglicherweise nicht klar war, dass sein Opfer vor ein fahrendes Auto laufen könnte.

Ich denke auch, dass die Urteile sehr krass sind, aber alle die hier schreiben, sollten auch solche Dinge berücksichtigen. (Das haben die Richter schließlich auch getan.)
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05.04.2012 12:29 Uhr von stitch
 
+7 | -7
 
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Ganz schlechte News! Die Richter haben das Jugend- und das Erwachsenenstrafrecht korrekt angewendet, den Unterschied zwischen einer und mehreren (102!) Taten berücksichtigt usw.

Außerdem hat der Verfasser des Originalartikels offensichtlich überhaupt nicht mit den den Urteilen zugrunde liegenden Straftaten und in seiner eigenen Zeitung dazu erschienen Artikeln beschäftigt.

Und der Verfasser der "news" hat mal wieder die Quelle entweder nicht richtig gelesen oder bewusst falsch wiedergegeben. Straffrei ist nämlich niemand davongekommen...
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05.04.2012 12:30 Uhr von quade34
 
+9 | -4
 
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na prima im zweiten Fall hätte das Opfer sich auch anders verhalten können, so dass dies nur "eine Verkettung unglücklicher Umstände"....
Ja, stehenbleiben und sich tot schlagen lassen. Was ist das für eine bescheuerte Aussage!
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05.04.2012 13:19 Uhr von NGen
 
+5 | -0
 
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mir ist richtig schlecht: "im zweiten Fall hätte das Opfer sich auch anders verhalten können"

aha und der täter nicht
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05.04.2012 16:18 Uhr von iarutruk
 
+3 | -3
 
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Liest man die Quelle, wird man zum Denken angestoßen. Wenn ich 80 Auto anzünde, dann muss ich mir im Klaren sein, dass ein Auto detonieren kann und wieträumig Schaden anrichtet und sich in diesem Umkreis auch Menschen, die zu Tode kommen könnten, befinden. Dass dies 80-mal nicht passierte, war ein Glücksfall für den Täter. Sonst wäre das Urteil wesentlich härter ausgefallen.

Kann man Birnen mit Äpfeln vergleichen?

Im 2. Fall wird ein Mensch von einem anderen verfolgt. In Angst geraten, verliert er den Überblick und läuft in Unachtsamkeit in ein Auto, das ihn tödlich verletzt. Hätte er Ruhe bewahren können, dann hätte er dem herannahenden Auto Zeichen seiner Not geben können. Wer weiß, wie dann die ganze Sache gelaufen wäre.

Ich finde natürlich das Strafmaß im 2. Falle auch zu mild, denn ich würde den Täter auch gerne im Knast sitzen sehen.

Aber diese beiden Gerichtsurteile miteinander zu vergleichen, finde ich nicht angebracht.
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05.04.2012 20:16 Uhr von MBGucky
 
+3 | -2
 
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News wurde korrigiert. Also ich sehe das so:

1. Fall:

Jemand begeht 80 mal Brandstiftung.
Er zerstört also 80 Autos, womit er 80 Personen/Familien einen erheblichen finanziellen Schaden zufügt.
Manche dieser Autos standen wohl auch in der Nähe eines Wohnhauses, womit er bei vielen Familien nicht nur einen erheblichen finanziellen Schaden verursacht, sondern sogar inkauf nimmt, dass das Haus abbrennt und aus dem finanziellen ein existenzieller Schaden wird.
Er stellt sich nicht, sondern gesteht erst, als er zumindest bei einer Tat erwischt wurde. Er bereut die Taten nicht sondern will nur eine möglichst geringe Strafe.

2. Fall:

Jemand bedroht einen anderen. Aus der Quelle geht leider nicht so genau hervor, ob der Täter das Opfer zusammenschlagen will, es ausrauben will oder es einfach nur erschrecken will.
Das Opfer rennt weg, springt auf die Straße und wird von einem Auto erfasst.
Ich kenne jetzt die Haltestelle nicht, an der das passiert sein soll, aber ich bezweifle doch stark, dass der Täter damit gerechnet hat, dass das Opfer auf die Straße läuft UND auch noch ausgerechnet in dem Moment ein Auto kommt UND dieses nicht rechtzeitig bremsen kann UND das Opfer so schwer verletzt wird, dass es stirbt.
Der Täter stellt sich später der Polizei, obwohl man ihn vielleicht nie ermittelt hätte. Er hat den Tod des Opfers nie gewollt, nicht vorhersehen können und offensichtlich so sehr bereut, dass er sich selbst stellte.

Zwischen diesen Taten liegt eine Strafdifferenz von 5 Jahren. Kann mir jemand erklären, warum diese Differenz zu hoch sein soll?


Edit:
Und iarutruk hat es erkannt und hat dafür schon 3 Minusse kassiert. Ok, normalerweise lagere ich keine größeren Mengen TNT in meinem Auto. Es wird also nicht so schnell detonieren. Aber mit seiner Kernaussage hat er Recht.

[ nachträglich editiert von MBGucky ]

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