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Japan bereitet sich auf Abschuss der nordkoreanischen Rakete vor

Nach früheren Ankündigungen des japanischen Verteidigungsministeriums (Shortnews berichtete) macht Japan jetzt ernst: Am Donnerstag wurden Abfangraketen auf der japanischen Insel Okinawa stationiert. Das PAC-3-Abwehrsystem sei an mehreren Standorten auf der Insel in Stellung gebracht worden.

Zusätzlich dazu seien auch auf Übungsplätzen in Tokio Abfangraketen aufgestellt worden. Auch Kampfschiffe würden in Stellung gebracht. Die Vorkehrungen dienen dazu, eine nordkoreanische Rakete abzuschießen, sollte sie Japans Hoheitsgebiet kreuzen.

Nordkorea will zum 100. Geburtstag des Staatengründers Kim Il Sung am 15. April eine Rakete abschießen, welche einen Satelliten ins All transportieren soll. International steht dies in heftiger Kritik, da darin ein verdeckter Test des nordkoreanischen Atomprogramms gesehen wird.


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WebReporter: Spyders-Web
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Japan, Rakete, Abschuss
Quelle: www.focus.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.04.2012 09:02 Uhr von Spyders-Web
 
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verdammter Mist. Zu schnell durchgeklickt, Verzeihung dafür. Edit wäre jetzt hilfreich.
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05.04.2012 11:31 Uhr von JensGibolde
 
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"Die Vorkehrungen dienen dazu, eine nordkoreanische Rakete abzuschießen, sollte sie Japans Hoheitsgebiet kreuzen."

"Nordkorea will zum 100. Geburtstag des Staatengründers Kim Il Sung am 15. April eine Rakete abschießen,"

wer schießt denn jetzt was ab? die japaner schießen eine ab, oder die koreaner?? der begriff "abschießen" ist hier sehr unglücklich gewählt! besser wäre "die nordkoreaner starten eine rakete". man spricht ja auch von raketenstarts und nicht von raketenabschüssen!
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05.04.2012 15:40 Uhr von irykinguri
 
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ja alle: haben heimlich atomwaffenprogramme am laufen oder sind andere massenvernichtungswaffen am produzieren... nicht so wie israel die ja ganz offiziell illegale atomwaffen haben.

gut das man die nordkoreanische rakete abschiesst wenn die über das japanische hoheitsgebiet fliegt.... so kann man ein land acuh weiter unten halten und dann sagen wie scheisse das land ist und das die ja nichts haben... noch nicht mal satelitten weil die ja heimlich ????? atomwaffen ????? haben und nicht das die nordkoreaner noch spionieren könnten mit dem sateliten (was ja gang und gebe ist, aber ok)


japan ist schon ein behindert kriegsgeiles land... die sollen erstmal zusehen das sie ihr land sicher machen bevor man sich in aussenpolitische angelegenheiten einmischt.
ist halt scheisse wenn man zu teil am pazifischen feuerring liegt und dann noch nicht mal anstrengungen unternimmt das land sicher zu machen (wahrschinlich wollten die japaner deswegen damals in china einmarschieren^^)
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05.04.2012 19:34 Uhr von Spyders-Web
 
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Danke erstmal für den edit. Der Schreibfehler tat mir selber in den Augen weh.

@ globi123: Kampfschiffe ... Kriegsschiffe ... mit der genauen Terminologie kenne ich mich zugegeben nicht so aus, daher danke für den Hinweis.

@JensGibolde: Zugegeben hast du recht: obwohl meines Erachtens immer noch klar genug ist, wer hier was abschießt, ist das Wort eher unglücklich gewählt.

Fazit: News NACH dem Kaffee am Morgen schreiben. ;)

Bei den Raketenteilen, die da so runterkommen können, frage ich mich auch, was sich die Japaner dabei denken und wie der Abschuss der nordkoreanischen Rakete aussehen soll: In der Quelle wird auch erwähnt, dass die Rakete nicht nur dann abgeschossen wird, wenn sie das japanische Hoheitsgebiet kreuzt, sondern wenn "Teile auf japanisches Hoheitsgebiet zu fallen drohen". Wenn man das verhindern will, müsste man also logisch gedacht die Rakete schon lange BEVOR die das japanische Hoheitsgebiet kreuzt abschießen ... aber um ehrlich zu sein rechne ich nicht damit, dass es überhaupt dazu kommt.
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06.04.2012 00:33 Uhr von ElChefo
 
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irykinguri lies die News nochmal.

Es ist Japans Recht als souveräne Nation, Eindringlinge in ihren Luftraum abzuschiessen. Wenn der Iran das mit amerikanischen Drohnen darf, dann Japan doch erst recht mit nordkoreanischen Raketen - erst recht, wenn im Vorfeld lang und breit erklärt wurde, das ein Überflug nicht genehmigt wurde.

Das hat nichts mit "Kriegsgeilheit" oder "Einmischung in Aussenpolitik" zu tun, lediglich mit der Wahrung territorialer Integrität.
...oder was meinst du, wessen Eigentum Japans Luftraum ist... kleiner Tipp: Er gehört nicht Nordkorea.

PS: An NK´s Atomwaffenprogramm ist recht wenig geheim. Sie haben es sogar schon öffentlich zugegeben und sind im Vorfeld aus genau diesen Ambitionen aus dem NPT ausgetreten. "Lustigerweise" nutzen sie für die Satelliten, die sie ja friedlich ins All schicken wollen, dieselben Raketen wie für ihre strategischen Streitkräfte. So weit hergeholt ist der Punkt also gar nicht, das es hier um die Erprobung von ICBM-Technik geht.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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06.04.2012 03:52 Uhr von ElChefo
 
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globi: "Bis zu welcher Höhe gehört der Luftraum dem darunter liegenden Land?"

In der Regel geht man davon aus, das der Luftraum vom Boden bis zur Karman-Linie zum Staatsgebiet gehört.

"In der Regel" weil es keine direkte völkerrechtliche Definition gibt - es gibt auch Ansätze einiger Völkerrechtler, die davon ausgehen, das das Staatsgebiet bis zu der Höhe geht, in die der jeweilige Staat befähigt ist, kontrollierend vorzustossen bzw. ihn zu beherrschen.

Meines Erachtens nach ginge ich allerdings eher nach der erstgenannten Definition, da dies ungleich der zweiten Definition eine gerechte Basis für alle Länder darstellt.

"Darf Deutschland Satelliten abschießen, die über uns hinweg fliegen?"

Siehe oben. Geht man davon aus, das das Staatsgebiet bis in die beherrschbare Höhe reicht, kann Deutschland alle Satelliten abschiessen, zu deren Abschuss es befähigt ist und denen es keine Überflugerlaubnis erteilt hat.
...wie gesagt, es gibt mehrere Ansätze zu diesem Thema. Damit könnte man widerum Seiten und Bücher füllen.

"Die Japaner haben 2011 die Amerikaner darum gebeten, eine Drohne aus Afghanistan nach Fukushima umzuleiten, um zu sehen, was in Ihren AKWs los ist!"

Der Global Hawk kam aus Guam. Afghanistan liegt in der anderen Richtung.
Und wieso sollten die Japaner nicht bei ihren Verbündeten eine Fähigkeit abrufen, die sie selbst nicht abbilden können? Wäre ähnliches in Deutschland der Fall (...bevor EuroHawk endgültig im Dienst ist, SAR-Lupe und Tornado Recce nicht verfügbar und eigene Drohnen nicht ausreichend sind), würde es bestimmt nicht anders aussehen. Beispiel Afghanistan: Sämtliche Fast Air Capability wird durch Amerikaner gestellt in den nördlichen Provinzen.

"Wenn die nicht mal sowas selbst auf die Reihe bekommen"

...dann finden sie andere Wege. Abwegiger Argumentationsstrang. Ehrlich. Ist nicht mal böse gemeint.

"wie um Himmels Willen wollen die dann raus finden, ob eine "Rakete" über ihr Terretorium fliegt oder knapp dran vorbei?"

Mit einer Drohne kann man sowas nicht herausfinden. Mit den üblichen LÜR-Maßnahmen aber schon. Kein Problem. Eine Rakete diesen Ausmaßes taucht so ziemlich auf allen Radars zwischen Sapporo und Kagoshima auf - sowohl zivil als auch militärisch.

"eigendlich zu lange um dann noch Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um den Eintritt in das Japanische Terretorium zu verhindern!."

...ist doch eigentlich nebensächlich, oder? Ob die Rakete nun bei oder nach dem Eintritt in japanisches Territorium vernichtet wird, spielt doch keine Rolle. Schau auf die Karte, schau dir mögliche Abflugvektoren an - und dann überleg mal, wieviele davon ausreichend sind, um über japanischen Luftraum hinweg oder daran vorbei zu kommen. Mehr haben die Japaner ja auch gar nicht gesagt: "Verletzt unseren Luftraum, schiessen wir eure Rakete ab."

"Nicht zu unterschätzen ist das Risiko, sich bei Entfernungsangaben zu verschätzen"

Nur geht es hierbei nicht um Schätzungen, sondern um einen Blip auf dem Radar. Wenn der Blip in einen gewissen Bereich einfliegt, wird er als Ziel erfasst und bekämpft. Ich will dich jetzt nicht mit Laufzeitmessungen bei Dopplerradaren und technischen Details zur Berechnung einer Flugkörper-Telemetrie langweilen, es reicht eigentlich zu wissen, das wenn zwischen Feuerleitradar und Flugkörper weniger Kilometer liegen als zwischen Feuerleitradar und Grenze des Hoheitsgebiets, man mit Sicherheit davon ausgehen kann, das der Blip auf dem Radar auf eigenem Gebiet ist.

"Das hat unter Anderem damit zu tun, dass es am Himmel keine Orientierungspunkte gibt! "

...das sag mal den alten Seefahrern.
...aber wie gesagt, darum geht es nicht.

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