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Abmahnanwälte sitzen Kneipen mit WLAN im Nacken

Viele Gastwirte, die in ihrer Kneipe oder ihrem Café einen kostenlosen WLAN Zugang anbieten, erhalten wegen illegaler Down-und Uploads über ihr Netzwerk Abmahnungen. Sie dürfen laut Fernmeldegeheimnis nicht überprüfen, was ihre Gäste im WLAN treiben, haften aber für das was dort geschieht.

Von einer regelrechten Abmahnindustrie spricht der Fachanwalt für IT-Recht Thomas Stadler. "Momentan leben die Abmahner wohl ganz gut von der Rechtsunsicherheit."

Vielen Cafébetreibern bleibt also nichts anderes übrig als ihr WLAN mithilfe eines komplizierten Anmeldeverfahrens abzusichern oder das ganze an professionelle Provider abzugeben.


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WebReporter: Tschikago
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Download, WLAN, Abmahnung, Café
Quelle: www.n-tv.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.04.2012 06:21 Uhr von Borgir
 
+56 | -0
 
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das heißt: also die stellen das zur Verfügung, dürfen nicht prüfen und haften trotzdem? das ist ja lächerlich. da hat die abmahnindustrie ein neues opfer zum melken gefunden. ich hoffe, die sind nicht so doof zu zahlen.
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04.04.2012 07:07 Uhr von saber_
 
+44 | -1
 
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waehrend man in den usa durch staedte laufen kann und quasi IMMER irgendwo einen offenen freien wlan hotspot findet, werden in deutschland die echt wenigen vorhandenen auch noch so gemobbt, dass das betreiben sich einfach nichtmehr lohnt...

irgendwie kommt es einem so vor als ob diese abmahnanwaelte deutschland wieder in die steinzeit klagen... echt pervers...


aber kein thema, dann verkaufste diesen hotspot einfach einem grossen anbieter...der kann dann mit seinen wucherpreisen mal richtig zuschlagen...

weil mobiles internet ist in deutschland anscheinend eh noch zu billig...

manchmal koennt ich garnicht soviel essen wie ich kotzen koennte

[ nachträglich editiert von saber_ ]
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04.04.2012 07:09 Uhr von thatstheway
 
+45 | -1
 
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Nur noch Abzocke: in der BRD.
Aber die Politmarionetten machen es ja vor,
viel Geld für nix kassieren.
und anderer sauer verdientes Geld zu verschwenden.
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04.04.2012 07:44 Uhr von Smashpottklaus
 
+25 | -0
 
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Deutschland ein Paradies für GEZ, Gema und Abmahnanwälte. Hier macht das Leben doch Spaß. Freiheit ist übrigens was anderes.
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04.04.2012 08:09 Uhr von Alois_Besenstiel
 
+12 | -0
 
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Mir können die ruhig eine Abmahnung schicken. Dann hab ich wenigstens was, womit ich die Anwaltskanzlei anzünden kann.
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04.04.2012 08:37 Uhr von neinOMG
 
+4 | -0
 
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Schade: das Deutschland so ... ist. In den den Niederlanden ist es legal Musik und Filme zu downloaden.
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04.04.2012 08:42 Uhr von Marco Werner
 
+7 | -0
 
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@neinOMG: Downloaden ist in D nur aus illegalen Quellen verboten. Allerdings lässt sich ein Downlad schlecht feststellen,zudem ist er wenig lukrativ für die Abmahner. Deswegen mahnen sie lieber den Upload ab, weil sich daraus eine willkürlich erdachte Schadenssumme konstruieren lässt und für den Abmahner somit mehr Gebühren zusammenkommen.
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04.04.2012 09:08 Uhr von Nico_
 
+1 | -0
 
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Musterklage für Betroffene: http://www.daten-speicherung.de/...
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04.04.2012 09:30 Uhr von Phillsen
 
+0 | -4
 
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@Marco Werner: Wenn das so ist wie du sagst, dann wäre es doch nicht all zu schwer dem Problem beizukommen.
Technisch dürfte es doch kein Problem darstellen einfach die Upload Bandbreite pro Nutzer stark einzuschränken. Beim Surfen stört das ja nicht wirklich. Seitenanfragen sind ja winzig und werden dementsprechend immernoch schnell genug von statten gehen.
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04.04.2012 09:49 Uhr von EvilMoe523
 
+3 | -0
 
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Also fair finde ich es auch nicht, aber ist jetzt auch nicht großartig anders als die Rechtslage beim privaten Internetanschluss.

Ich stelle diesen auch im selben Wohnhaus meinem Bruder zur Verfügung der eine Wohnung unter mir wohnt und hab auch kein Recht dazu, ihn auszuschnüffeln was er da treibt.

Macht er illegale Aktivitäten, hafte ich jedoch dafür...

Dennoch hasse ich diese Abmahnanwälte. Das sind Diejenigen deren Jurastudium und Abschlüsse nicht ausgereicht hat für weitere Tätigkeitsfelder...
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04.04.2012 10:12 Uhr von Bastelpeter
 
+1 | -1
 
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nur noch Abzocke: Diese Abmahnabzocker sollten jeder eine Verwarnung bekommen und bei wiederholtem Auftreten sofort fuer die 5 Jahre, die man wegen Filesharing als Buerger in den Knast gehen muss eingesperrt werden ohne Bewaehrung.
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04.04.2012 10:52 Uhr von Nebelfrost
 
+2 | -1
 
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vier pferde und vier seile für jeden abmahnanwalt.
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04.04.2012 12:18 Uhr von Alois_Besenstiel
 
+4 | -0
 
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Was mich wundert ist jedoch, dass solche Abmahnanwälte nicht öfter mal derbe umgepumpt werden. Naja, vielleicht eine Frage der Zeit bis die mal einen wahnsinnigen Psycho abmahnen, der es ihnen übel nimmt, und dem kein Weg zu weit ist.
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04.04.2012 12:33 Uhr von Alice_undergrounD
 
+2 | -2
 
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was is n das fürn shize: haftet eine autovermietung also auch wenn ich mit deren auto was anstelle? nein, also warum dann bei wlan? -.- zu dumm zum gesetze machen unsere dreckspolitikerviecher
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04.04.2012 13:21 Uhr von Tschikago
 
+0 | -0
 
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@zeus: "Vielen Cafébetreibern bleibt also nichts anderes übrig als ihr WLAN mithilfe eines komplizierten Anmeldeverfahrens abzusichern oder das ganze an professionelle Provider abzugeben."

"Das ist definitiv FALSCH.
Die Urteile wo Inhaber ungesicherter WLan-Netze als "Störer" hafteten bezogen sich gezielt auf Privatpersonen, da es für sie ja einfach und geboten ist, Ihr Netz zu schützen.
Gewerbetreibende deren Geschäfte mittlerweile ohne WLan um ihre Existenz fürchten müssen, können andere Urteile erwarten, wie der BGH schon mehrfach erkennen ließ.

"Es muss sich halt mal jemand finden der die Kosten nicht scheut und durch die Instanzen geht. :-(""




Genau das ist ja das Problem. Da viele Cafébetreiber dieses Geld nicht haben bleibt ihnen nichts anderes übrig als das von mir geschriebene.
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04.04.2012 21:00 Uhr von Achtungsgebietender
 
+0 | -3
 
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Recht so! Wahrscheinlich zahlen die meisten von: denen noch nicht mal GEMA Gebühren.
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06.04.2012 08:11 Uhr von Marco Werner
 
+1 | -0
 
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@Nebelfrost, @Terrorstorm: @Nebelfrost
4 Seile und 4 Pferde ? Wozu so umständlich ? 1 Seil und ein Baum,mehr muss nicht sein :-D

@Terrorstorm
Das müssen sie gar nicht. Solange die Abmahner nicht vor Gericht ziehen,können sie behaupten,was sie wollen, weil sie erst vor Gericht Beweise für ihre Behauptungen vorlegen müssten. Und selbst wenn sie wirklich mal vor Gericht ziehen,macht es der fliegende Gerichsstand möglich, sich speziell an die besonders dämlichen Richter in den Landgerichten Hamburg und Köln zu wenden.
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08.04.2012 10:50 Uhr von Phillsen
 
+0 | -0
 
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Erklärt mir auch einer: Was an meinem Vorschlag so schlecht war?
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08.04.2012 12:41 Uhr von Marco Werner
 
+1 | -0
 
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@Phillsen: Upload begrenzen ? Nun, das beträfe dann aber auch Serverbetreiber. Kannst du dir vorstellen, wie langsam der Seitenaufbau wäre, wenn z.B. Shortnews nur noch mit einer "dünnen" Leitung am Netz hängt und gerade einige hundert User drauf zugreifen ? Da werden dann Erinnerungen an 56k-Zeiten wach.
Und gerade in Sachen Abmahnungen wollen die Rechteinhaber gar keine wirksamen Mittel, die den Tausch verhindern. Denn Abmahnungen sind inzwischen fast eine Lizenz zum Gelddrucken für die Rechteinhaber.
Ein Rechenbeispiel: Von einem legalen Download für 0,99€ kassiert der Rechteinhaber etwa 0,31€,d.h. für 1 Mio legale Verkäufe fließen etwa 310000€ in seine Kasse. Lässt er stattdessen lieber abmahnen,so kassiert er von einer 1200€-Abmahnung etwa 300€. "Nur" 52% aller Erstabmahnungen werden bezahlt. Heißt im Endeffekt: Der Rechteinhaber muss etwa 1900 Abmahnungen rausschicken,um genausoviel Kohle damit zu verdienen wie mit 1 Mio legalen Verkäufen. Und da längst nicht jeder Song derartige Verkaufszahlen generiert, ist die Zahl der benötigten Abmahnungen in den meisten Fällen noch weitaus geringer. Mit anderen Worten: leicht verdientes Geld für den Rechteinhaber.
Auch bei Filmen ist das nicht anders. Hier werden bevorzugt B-Movies und Pornofilme abgemahnt..Sparten,bei denen es eher die Menge macht. Hier gehts also weniger um den Ersatz von Umsatzausfällen,sondern um generell Umsatzgenerierung über den Umweg Abmahnung. Oder kennst du jemanden,der Pornos wirklich kauft ?

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