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Vorerst "Nein" zu griechischem Solarstrom

Während einer Konferenz in Athen erteilte Jürgen Becker, Umwelt-Staatssekretär, dem deutschen Import von griechischem Solarstrom eine Absage. Für Deutschland sei es derzeit wichtiger, die Solarstrom-Produktion im Inland auszubauen. Auch sei der griechische Solarstrom staatliche garantiert zu teuer.

Es sei Aufgabe der griechischen Regierung, die wirtschaftlichen Grundlagen dafür zu schaffen, dass Investitionen ausländischer Unternehmen in griechischen Solarstrom attraktiv werden. Eine Ausweitung der deutschen Solarförderung auf griechische Stromimporte käme ebenfalls nicht infrage.

Günther Oettinger, EU-Energiekommissar, sieht für die Zukunft durchaus Chancen für günstige Solarstromimporte aus Griechenland. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Übertragungsnetze ausgebaut würden. Derzeit fehle dem griechischen Solarstrom eine ausreichende Infrastruktur.


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WebReporter: Katzee
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Griechenland, Solarstrom, Jürgen Becker
Quelle: de.reuters.com
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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.04.2012 19:18 Uhr von brycer
 
+2 | -0
 
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Leitungen: Mal abgesehen davon dass mit der Länge der Leitungen auch die Verluste steigen (DE <> GR ist mehr 2000 Kilometer) müssten auch solche Leitungen erst mal teuer errichtet und danach auch gewartet werden.
Und so ganz nebenbei ist wohl das Errichten einer solchen ´Stromtrasse´ mit unzähligen Widerständen derer verbundenn, deren Landschaft davon betroffen wäre.

[ nachträglich editiert von brycer ]
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03.04.2012 19:19 Uhr von ArrowTiger
 
+1 | -1
 
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Gangster! Aha! Das sagt doch alles:

-- "Es sei Aufgabe der griechischen Regierung, die wirtschaftlichen Grundlagen dafür zu schaffen, dass Investitionen ausländischer Unternehmen in griechischen Solarstrom attraktiv werden."

-- "Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die Übertragungsnetze ausgebaut würden. Derzeit fehle dem griechischen Solarstrom eine ausreichende Infrastruktur."

Was letztlich bedeutet: Neben der Privatisierung dieser Branche soll der griechische Steuerzahler gefälligst den Ausverkauf seines Tafelsilbers selbst finanzieren, indem er den Firmen auch noch die Infrastruktur schafft, und zudem natürlich Steuererleichterungen und Subventionen untertänigst darzubieten hat!

"Garantiert zu teurer staatlicher Solarstrom" hat in der Denke dieser Dogmatiker natürlich keinen Platz! Der käme ja dem "bösen" Staat und seinen "faulen" Bürgern zugute - und könnte womöglich sogar beim Schuldenabbau hilfreich sein. Was den Damen und Herren "Investoren" gar nicht recht sein dürfte, ginge damit doch ein wesentliches Druckmittel flöten.

Garantiert noch teurerer privater Solarstrom ist da schon profitabler, äh.. sinnvoller. Unternehmerisches Risiko? Nicht für neoliberale Raubtierkapitalisten! Eigene Investitionen? Mammon bewahre! Teilhabe? Igitt!

Die Büchse der Pandora ist weit geöffnet...

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