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Vor dem Eurovision-Songcontest: Räumungen in Baku

Der Eurovision-Songcontest soll dieses Jahr in Aserbaidschans Hauptstadt Baku stattfinden. Was das für die Bewohner der Stadt bedeutet: Zwangsräumungen und zwielichtige Abrissmethoden. Baku soll sich für den Contest von seiner besten Seite zeigen, doch dafür müssen viele Wohnhäuser weichen.

Eigentlich müssen Behörden Anwohnern ein Angebot machen, um das jeweilige Grundstück rechtmäßig zu erwerben. Diese Angebote sind in Baku jedoch teilweise zehn Mal niedriger als der eigentliche Preis der Objekte. Wer nicht verkaufen will, wird mit staatlichem Druck und Drohungen dazu gezwungen.

So werden beispielsweise Gebäude absichtlich beschädigt, um die Bewohner zum Verkauf zu bewegen. Auch wird immer wieder die Gas- und Stromversorgung unterbrochen. Aserbaidschan gilt als eines der korruptesten Länder der Welt, Bestechung und persönliche Bereicherung sind an der Tagesordnung.


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WebReporter: Spyders-Web
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Stadt, Drohung, Räumung, Eurovision, Baku
Quelle: www.spiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.04.2012 11:00 Uhr von Spyders-Web
 
+6 | -0
 
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Wenn bald wieder der Eurovision-Songcontest über die Bildschirme flackert, wird niemand der Zuschauer vermuten, welchen Preis die Bevölkerung von Baku für dieses Schlagerspektakel zahlen musste, welche teilweise über Nacht zu Obdachlosen wurde. Solche Aktionen widern mich an.
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03.04.2012 11:08 Uhr von Destkal
 
+3 | -0
 
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passend dazu die news von vor 1 1/2 monaten: http://www.shortnews.de/...

sollte man eigentlich boykottieren damit die stadt auf ihren kosten sitzen bleibt.
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03.04.2012 11:30 Uhr von Hawkeye1976
 
+1 | -1
 
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Welche Überraschung: Mit was für einem Land - besser welcher Regierung - wir es da zu tun haben, wurde ja bereits nach dem Sieg zumindest von einigen thematisiert:
http://www.mtmediaportal.de/...
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03.04.2012 11:35 Uhr von Bildungsminister
 
+3 | -0
 
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Das erinnert mich immer daran, wie man uns dereinst vor den olympischen Spielen in China erklären wollte, dass man hoffe, dass sich mit der dortigen Austragung auch die Lage der Menschen verbessern könnte, und man es als Chance sehen sollte. Schon damals wusste jeder, dass sich schlicht nichts ändern würde, und dass es am Ende nur um den schnöden Mammon ging.

Hier wird man wohl mit ähnlichen Argumenten daher kommen, und 1 Woche nach Baku spricht kein Aas mehr drüber. Denn mal ehrlich, wer hat denn davor schon über Aserbaidschan und die dortigen Zustände gesprochen? Auch der Spiegel versucht doch hier nur die Auflage zu verbessern. Schon bald wird man nichts mehr davon hören.

Aus den Augen aus dem Sinn. So läuft es doch jedesmal. Wer spricht denn heute noch über die Erdbeben-Opfer von Haiti, oder die Flutopfer von Japan? Die wenigsten. Weil es uns eigentlich egal ist, so lange wir es nicht vor Augen haben. Ich kanns sogar verstehen, jeder hat sein Päckchen zu tragen. Dann soll man aber bitte nicht so scheinheilig tun, und so tun, als würde man das alles ach so schlimm finden. Natürlich ist es das, aber morgen können die Leute dort wieder zusehen wie sie klar kommen. Da wirds auch niemanden interessieren...

Verlogene Scheinheiligkeit...
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04.04.2012 17:30 Uhr von SilentMoja
 
+2 | -0
 
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baku: wenn interessiert das?
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06.04.2012 13:09 Uhr von Multiversal
 
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@ SilentMoja es intressiert Popel 7 Zuschauer: ab der 10.sec.
http://www.youtube.com/...
Sowas gabs auch bei der Olympiade in China


Zwangsräumungen: Rote Karte für Anwohner

Wer im Weg steht, wird vertrieben. Nach diesem Motto geht die chinesische Regierung immer wieder vor, um Großprojekte umzusetzen. Millionen von Menschen werden für den Bau des Drei-Schluchten-Staudamms umgesiedelt, und auch das Image-Projekt „Olympia 2008“ folgte diesem Schema: Mehrere Hunderttausend Einwohner Pekings mussten ihre Wohnungen räumen, damit sich die Stadt als moderne Metropole präsentieren konnte. Dabei gingen die olympischen Planer alles andere als fair vor: Häufig erhielten die Bewohner keine adäquaten Entschädigungen oder wurden von Schlägertrupps aus ihren Häusern geprügelt. Wer sich wehrte, landete im Gefängnis oder in Umerziehungslagern.

[ nachträglich editiert von Multiversal ]

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