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Analysen belegen: Seeleute ernährten sich im 18. Jahrhundert von Schiffszwieback

Mark Pollard von der Oxford University hat nun anhand von Analysen überprüft, ob bisherige Berichte stimmen, dass sich Seeleute der Royal Navy im 18. Jahrhundert von Pökelfleisch und Schiffszwieback ernährten.

Er untersuchte dafür Knochen vom Royal-Navy-Hospital-Friedhof von Plymouth und Gosport. Isotopenanalysen bestätigten die Berichte. Bei allen Untersuchten zeigte sich in der Ernährung ein "Navy Standard".

Trotzdem konnte er nachweisen, dass Seeleute aus Plymouth öfter C4-Pflanzen, wie Mais und Hirse, aßen, als Seeleute aus Gosport. Im Vergleich mit Knochen von der 1545 gesunkenen Mary Rose, dem Flaggschiff Heinrichs VIII, besteht fast kein Unterschied in der Ernährung der Seeleute.


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WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Gesundheit, Schiff, Ernährung, Seefahrer
Quelle: www.spiegel.de

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03.04.2012 10:34 Uhr von K.T.M.
 
+9 | -1
 
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Wer sich jetzt fragt was C4-Pflanzen sind.
Bei C4-Pflanzen wird CO2 erst räumlich vorfixieren, wobei das Fixierungsprodukt 4 Kohlenstoffatome hat. Bei C3-Pflanzen erfolgt die Fixierung von CO2 im Calvin-Zyklus und es bildet sich ein Produkt mit 3 Kohlenstoffatomen. Da C4- und C3-Pflanzen unterschiedliche Enzyme bei der Fixierung von CO2 nutzen erfolgt eine Isotopendiskriminierung. C3-Pflanzen bevorzugen CO2, mit dem Kohlenstoffisotop 12C und lagern weniger 13C ein. Somit haben die Kohlenhydrate von C4-Pflanzen ein höheres 13C/12C Verhältnis. Somit kann man z.B. Unterscheiden ob der Zucker aus Zuckerrohr (C4-Pflanze) oder aus Zuckerrüben (C3-Pflanze) stammt.
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03.04.2012 10:43 Uhr von Gebirgskraeuter
 
+10 | -2
 
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Also, nur mal ums richtig zu verstehen, da nutzt jemand Forschungsgelder und gräbt die Gebeine der Seeleute aus nur um zu verifizieren dass vorhandene Berichte über deren Ernährung stimmen?

Also bei aller Liebe zu freiem Forschen und universitärer Freiheit, das scheint mir absolut unnötig.

Die Knochen der Kerle liegen nun sicherlich, wie tausende andere, in irgendwelchen Kisten im Uni-Keller.
Natürlich muss geforscht werden, aber wenn man manchmal Berichte sieht wo in den Museumskeller dann tausende Kisten mit Knochen lagern, die wohl zu 90% sowieso niemals untersucht werden, frag ich mich ob man nicht auch Menschen die seit ein paar hundert Jahren tot sind ihre Ruhe lassen sollte.
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03.04.2012 11:13 Uhr von General_Strike
 
+4 | -2
 
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@Gebirgskraeuter: Solche Untersuchungen können durchaus sehr wichtig sein, weil dadurch Rückschlüsse auf die Möglichkeit und Folgen jahrelanger extrem einseitiger Ernährung gezogen werden können.

Bei langen Weltraumflügen hat man noch weniger Möglichkeiten, sich mit frischer Nahrung zu versorgen, als auf hoher See.
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03.04.2012 12:26 Uhr von Criseas
 
+2 | -3
 
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@Gebirgskraeuter: Für die Geschichtsschreibung ist das definitiv wichtig.

Allein schon wenn dein kleines Kind mal auf ner Schiffsführung ist und fragt was die damals gegessen haben...
Da sagt der Schiffsführer dann: "Die sind gefahren wie Götter aber wasse gefressen haben wissen wir bis heute nicht!"
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03.04.2012 19:56 Uhr von eckttt
 
+2 | -1
 
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die: Die werden sich auf See zu den Zeiten wohl kaum eine Pizza bestellt haben oder sind mal eben bei "Mc " vorbei gerudert oder?

Ist ja schön das soetwas Untersucht wird aber haben wir auf der Welt nicht andere Probleme die vielleicht vordringlich gelöst werden sollten? ? ?
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03.04.2012 20:08 Uhr von Criseas
 
+1 | -1
 
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@eckttt: Deswegen wurde gehirn ungleich vergeben... weil bei manchen einfach Dünnschiss rauskommt.

Würde sich die Forschung nur auf das offensichtliche konzentrieren würden wir nie vorrankommen. Forschung ist frei und manch einer will sich halt mit Pöckelfleisch beschäftigen...
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04.04.2012 19:53 Uhr von eckttt
 
+0 | -0
 
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@Criseas: tja da bist du aber wohl nicht dabei gewesen oder ?

Schaue mal in welche Richtung sich die Welt gerade bewegt....

Seitdem der Osten Offen ist geht es im ganzen Westen runter, die Energiepreise steigen so extrem Schnell und der Rest wird auch Teuer ohne Ende.

Und da ist es Wichtig was vor Hunderten von Jahren auf See Gegessen wurde?

Wir sollten Lieber mal die Probleme Lösen die wir heute haben oder sieht Du das anders?
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05.04.2012 03:04 Uhr von Criseas
 
+0 | -0
 
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@eckttt: Aber du kannst niemanden Vorschreiben was er erforschen will.

Wenn er sich eben nur mit getrocknetem Fleisch auskennt weil das sein Studiengebiet war braucht er sich nicht mit einem Fusionsreaktor auseinander setzen... verstehst du das nicht?

Und ein Teilchenphysiker der sich für Fusion interessiert macht das schon, ein anderer Teilchenphysiker will aber lieber das Higgsteilchen finden. Während der nächste Teilchenphysiker nur Taxi fährt weil er nicht aufgepasst hat in den Vorlesungen....

Und der Chemiker lieber sich mit der Haltbarmachung von lebensmitteln beschäftigt und der andere lieber tolle Farben mischt.

Du kannst nur anreize schaffen dort zu Forschen weil du es besonders Förderst. Aber etwas vorzuschreiben wäre hinderlicher oder du musst halt eigene Forscher anstellen die das machen was du willst. Solang wir aber die freie Forschung vertreten im Primären musst du damit leben was wir haben... und dazu gehört auch Pöckelfleisch!

Die Welt ist nicht nur schwarz und weiß. Sie ist Rosa, Blau, Gelb und was weiß ich noch.

Gewöhn dich dran.
Freiheit > Vorschriften

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