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Wikipedia will Online-Datenbank Wikidata aufbauen

Über die Schaffung einer zentralen Datenbank will die Online-Enzyklopädie Wikipedia ihren Internetauftritt schneller und aktueller machen. Die Datenbank soll Wikidata heißen und soll zum Beispiel Einwohnerzahlen sammeln und in Wikipedia-Artikel integrieren.

Sollte sich dann die Einwohnerzahl einer Stadt ändern, müsste man diese nur einmal bei Wikidata ändern. Wikidata würde die Daten dann in jeden relevanten Wikipedia-Artikel einpflegen. So sollen Fehler und widersprüchliche Informationen vermieden werden.

Die Inhalte von Wikidata können übrigens von jedem kostenfrei genutzt werden. So kann man zum Beispiel in Blogs oder private Webseiten aktuelle Daten einpflegen. Das Projekt soll ab Montag aufgebaut werden. Eine Freischaltung erfolgt dann nach und nach.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Online, Wikipedia, Sammlung, Datenbank, Aufbau
Quelle: www.tagesschau.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.03.2012 15:55 Uhr von Borgir
 
+4 | -1
 
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Finde ich eine sehr gute Idee. Wikipedia ist schon sehr hilfreich aber dann auch richtig aktuell und auf dem neuesten Stand.
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30.03.2012 16:27 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+3 | -1
 
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Freier Zugang zu Bildung und Wissen ist eine der wichtigsten Ressourcen, die wir haben. Ist das, was in Wikipedia steht "wahr"? Diese Frage ist mit einem eindeutigen JeIn zu beantworten:

Einerseits stehen objektiven Berichten immer auch (Wirtschafts-)interessen gegenüber, was den Wahrheitsgehalt naturgemäß relativiert. Hinzu kommt, dass Artikel häufig auch von Halbwissenden verfasst werden.

Auf der anderen Seite sehe ich aber auch eine Verschiebung des "Jein" hin zum ja, da ja die einzelnen Artikel (bzw. Artikeländerungen) zahlreiche Verifizierungshürden durchlaufen müssen. Am Ende ergeben sich so Artikel, zu zumindest geeignet sind, sich in Thematiken, die einem interessant oder wichtig erscheinen, hineinzulesen. Quasi ein Einstieg zu weiterführender Literatur. Mehr kann und muss eine Enzyklopädie auch gar nicht leisten.

Ein eindeutiger Vorteil ist, so ist meine Einschätzung, dass (Spezial-)wissen immer weniger "exklusiv" ist, was ein gesamtgesellschaftlicher Vorteil ist.
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30.03.2012 16:44 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+2 | -0
 
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Nachtrag: Der Nachteil ist, dass Wissen monopolisiert wird: Das führt dazu, dass selbst Journalisten das, was in Wikipedia steht, für bare Münze nehmen, was dazu führen kann, dass Halb- oder Unwahrheiten Verbreitung in allerlei (Print-)medien finden.

Wikipedia ist insofern auch mit Vorsicht zu genießen, als das, was in Wikipedia steht, im Sinne des Thomas-Theorems, (http://de.wikipedia.org/...) durchaus auch zu einer Wahrheit werden kann. Unwahrheiten werden durch eine massive Verbreitung wahr.

Hierzu ein Beispiel:

1. Einer Bank geht es wirtschaftlich sehr gut.

2. Nichts desto trotz schreibt, aus welchen Gründen auch immer, jemand (z.B. ein meinungsbildendes Blatt mit vier Buchstaben), dass es der Bank schlecht ginge.

3. Die meisten Leser glauben nicht daran und halten den Artikel für Unsinn. Allerdings gibt es einige Wenige, die das dennoch glauben. Sie ziehen ihr Geld von dieser Bank ab.

4. Die Bank erleidet einen (wenn auch nur sehr kleinen) Kursverlust. Das macht diejenigen, die zuvor nicht an diese Meldung geglaubt haben, hellhörig. Sie ziehen ebenfalls ihr Geld ab.

5. Die Bank ist nun tatsächlich in einer finanziellen Schieflage.

Aber, und hier ist wiederum ein Lichtblick, das Ganze ist nicht ganz so schlimm, wie es aussieht: Das Web2.0 macht es möglich, dass Journalisten, deren Informationen wie geschildert in gewisser Weise monopolisiert sind, nicht mehr die Einzigen sind, die Informationen weitergeben. Früher waren die Medien die "4. Gewalt", die die Politik "beobachtet" und kritisiert haben.

Heute ist es jeder einzelne Bürger, der das kann: Wann immer jemand etwas beobachtet, das nicht mit rechten Dingen zugeht, kann er darüber in seinem Blog berichten, es twittern oder seine (Handy-)cam draufhalten und es - gleich vor Ort - veröffentlichen. Die Medien beobachten die Politik und der Bürger die Medien, die er ggf. auch mal bloßstellen kann. Deshalb - und das ist tatsächlich enorm wichtig - sollten wir alles daran setzen, das das auch so bleibt.

[ nachträglich editiert von Abdul_Tequilla ]
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30.03.2012 18:01 Uhr von artefaktum
 
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Also eine relationale Datenbank. Klingt gut.

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