28.03.12 13:44 Uhr
 550
 

Mario Monti: Deutschland und Frankreich Schuld an der Eurokrise

Als Ursprung für die jetzige Eurokrise sieht der italienische Ministerpräsident Mario Monti das schlechte Vorbild und die expansiven Verschuldungspolitik von Deutschland und Frankreich zu Beginn des letzten Jahrzehnts. Beide Länder seien kein gutes Vorbild gewesen.

In Tokio sagte er: "Wenn der Vater und die Mutter der Eurozone die Regeln verletzen, kann man natürlich nicht erwarten, dass sich Griechenland daran hält."

Monti war damals Mitglied der Europäischen Kommission. Wegen der Überschreitung der Neuverschuldungsquote von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts sollten damals gegen Deutschland und Frankreich Strafmaßnahmen eingeleitet werden. Im Europäischen Rat wurde dies jedoch abgelehnt.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Klopfholz
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Frankreich, Schuld, Eurokrise, Ursprung, Mario Monti
Quelle: www.focus.de
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
28.03.2012 13:44 Uhr von Klopfholz
 
+7 | -4
 
ANZEIGEN
Also einerseits hat Monti da gar nicht so unrecht. Andererseits hätten aber einige Länder ohne frisierte Bilanzen den Euro nie bekommen.
Kommentar ansehen
28.03.2012 14:01 Uhr von Katzee
 
+7 | -5
 
ANZEIGEN
Natürlich: hat Deutschland seit Jahrzehnten über seine Verhältnisse gelebt. Allerdings sind wir wenigstens noch so zahlungskräftig, dass wir Pleitestaaten wie Griechenland, Portugal, Irland, Spanien und Italien mit finanzieren können.

Wenn Italien so ein tolles Land ist, wo bleibt dann deren Beitrag zum Euro-Rettungsschirm? Ach ja, deren Beitrag ist es, die Hand aufzuhalten.

Allmählich bin ich diese ständigen Schuldzuweisungen und gleichzeitigen Forderungen nach noch mehr Geld einfach nur noch leid. Die EU wird uns so lange schröpfen, bis wir selbst am Boden liegen. Da ist es besser, wenn wir uns aus der EU zurück ziehen und zusehen, dass wir endlich unsere eigenen Schulden tilgen. Vielleicht macht Frankreich ja mit. Gemeinsam könnten wir eine Menge erreichen.
Kommentar ansehen
28.03.2012 14:13 Uhr von Sir_Waynealot
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
@Katzee: aber bitte ohne frankreich

sonst stimme ich dir zu.
Kommentar ansehen
28.03.2012 14:20 Uhr von Jolly.Roger
 
+5 | -3
 
ANZEIGEN
Wir reden hier von eigenständigen Volkswirtschaften und nicht von kleinen Kindern, die alles nachmachen.

Wie man Staats-Bilanzen glattbügelt, dürften gewisse Staaten deutlich besser wissen als Frankreich oder Deutschland. Und nur weil Deutschland einige Jahre etwas über der Neuverschuldungsgrenze lag, heißt das nicht, dass andere IMMER DEUTLICH darüber liegen dürfen.

Hört sich so an, als würde sich ein junger Autofahrer, der mit 110 in der Ortschaft erwischt wurde. damit rechtfertigen, dass sein Papa auf der Autobahn auch 125 statt der erlaubten 120 fährt.
Kommentar ansehen
28.03.2012 14:57 Uhr von sicness66
 
+4 | -2
 
ANZEIGEN
So ein Blödsinn: Was hat die Neuverschuldung mit dem Euro zu tun ? Der Yen ist auch nicht kaputt obwohl Japan die höchste Schuldenstandsquote aller Industrieländer seit Jahren hat.

Deutschland hat jahrelang gegen das Inflationsziel der Eurozone verstoßen, in dem sie massiv Löhne gedrückt und Konkurrenten vom Markt verdrängt haben in Europa. Dass diese sich dann weiter verschulden müssen, ist vollkommen logisch. Aber Hauptsache man kann sich als Exportweltmeister rühmen...

[ nachträglich editiert von sicness66 ]
Kommentar ansehen
28.03.2012 17:17 Uhr von ArrowTiger
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
@sicness66: -- "Deutschland hat jahrelang gegen das Inflationsziel der Eurozone verstoßen"

Meines Wissens hat sich nur Frankreich geradezu vorbildlich an das Inflationsziel gehalten. Die meisten Länder lagen drüber, wir drunter (was genauso schlecht ist).

-- "Aber Hauptsache man kann sich als Exportweltmeister rühmen..."

Yep! In einer Wirtschaftsunion geradezu dämlich, da damit die anderen Partner geschädigt werden! Und dazu noch den Binnenmarkt durch Lohndrückerei schwächen, blöder geht es kaum.

Interessant finde ich ja, daß dies wohl weltweit auch so gesehen wird. Nur unsere Presse schweigt und betet den Quatsch unserer Regierung runter... Wobei es glücklicherweise langsam zu einer Veränderung zu kommen scheint. Jedenfalls liest man immer häufiger auch kritische Kommentare selbst in Blättern, denen man dies nicht zugetraut hätte.

Selbst der Ökonom Thomas Straubhaar scheint seine bisherigen neoliberal-dogmatischen Aussagen selbstkritisch zu hinterfragen. Siehe hier, "Schluss mit dem Imperialismus der Ökonomen": http://www.ftd.de/...

Wenn da nicht mal 5 vor 12 ist....
Kommentar ansehen
28.03.2012 17:48 Uhr von sicness66
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Arrow: Genauso ist es. Aber leider werden wir auch 2013 keine Ökonomen in der Regierung haben, sondern "Spitzenpolitiker" ohne Sachverstand und so weitermachen.

Ich denke, dass es so kommen wird, dass es nach Griechenland es richtig krachen wird mit Italien, Spanien und Portugal. Diese Länder den Euro verlassen und dann der große Hammer auf Deutschland einschlägt, weil wir Absatzmärkte verlieren. Und dann gehts mal richtig los...
Kommentar ansehen
28.03.2012 23:22 Uhr von Zitronenpresse
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@Autor: Diese Bilanzen wurden auf Anraten der EU frisiert!
Allen voran Deutschland und Frankreich!
Kommentar ansehen
29.03.2012 12:43 Uhr von shadow#
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Klar Und Italien ginge es andernfalls wirtschaftlich blendend!
Kommentar ansehen
29.03.2012 12:44 Uhr von shadow#
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Na klar! Und Italien ginge es andernfalls wirtschaftlich blendend.

Refresh |<-- <-   1-10/10   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?