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AKW Fukushima: Reaktor 2 verliert deutlich mehr Kühlwasser als bislang angenommen

Bei einer Untersuchung der Kühlwassertanks mit einem Endoskop wurde festgestellt, dass im Tank des zweiten Reaktors nur noch rund 60 Zentimeter an Kühlwasser vorhanden sind. Diese Information wurde direkt von der Betreibergesellschaft Tepco (Tokyo Electric Power) bereit gestellt.

Als die Regierung den Reaktor für stabil erklärte, ging sie von zehn Metern Kühlwasser im Reaktor 2 aus. Arbeiter haben zusätzlich noch neue Lecks im Tank gefunden. Das Kühlwasser läuft zum Teil direkt ungefiltert ins Meer. Die Regierung wird ihre Entscheidung überdenken, ob das AKW Fukushima 1 sicher ist.

Reaktor 2 war der erste von vier Reaktoren, in dem es Ende März 2011 zu einer teilweisen Kernschmelze gekommen ist.


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WebReporter: Ganker
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Fukushima, AKW, Reaktor, Leck, Kühlwasser
Quelle: www.spiegel.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.03.2012 07:34 Uhr von Ganker
 
+3 | -4
 
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Das ist meine erste News die ich seit 3 Jahren wieder geschrieben habe. Ist sicherlich nicht Perfekt, und über konstruktive Kritik wäre ich sehr dankbar.
Zum Thema: Wenn ich an Atomkraftwerke denke, habe ich gemischte Gefühle. Auf der einen Seite eine wirklich relativ saubere Energiegewinnung, auf der anderen zieht ein Unglück riesige Folgen nach sich. Dennoch bin ich der Meinung, dass deutsche AKWs sicher sind.
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28.03.2012 07:44 Uhr von Ganker
 
+2 | -2
 
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Hab vergessen zu erwähnen das Japan seine AKWs abschalten möchte. Japan erzeugt/ erzeugte rund 30% seines Energiebedarfs durch Atomkraft.
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28.03.2012 07:48 Uhr von jaycee78
 
+2 | -4
 
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oops: Vor dem Bewerten hätte ich den letzten Absatz lesen sollen. Grober Fehler!

Bisher starb nur 1 Mensch in Folge des Super-GAUs (an Herzinfarkt wegen Erschöpfung).
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28.03.2012 07:50 Uhr von Perisecor
 
+8 | -1
 
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Aus der Quelle: "Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version des Artikels hieß es, durch den Atomunfall in Fukushima seien 19.000 Menschen ums Leben gekommen. Das ist falsch. Tatsächlich haben Erdbeben und Tsunami Tausende Menschen das Leben gekostet, dem Nuklearunfall hingegen lässt sich kein Todesfall direkt zuordnen. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen."
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28.03.2012 10:05 Uhr von stitch
 
+3 | -2
 
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Perisecor: Es wurde vergessen zu erwähnen, daß sich nur deshalb kein Todesfall direkt zuordnen ließ weil kein Mensch so nah an dem AKW war daß er durch die Explosion oder die unmittelbare Strahlenbelastung gestorben wäre. Die Langzeitfolgen sieht man erst in ein paar Jahren...
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28.03.2012 10:06 Uhr von Perisecor
 
+1 | -4
 
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@ mr.science: "Hier befindet sich der größte Kinderleukämiecluster der Welt in unmittelbarer Nähe zu 2 Kerntechnischen Anlagen."

Und was ist mit den Leukämieclustern fernab jeglicher kerntechnischer Anlagen?

Selbst für den von dir angesprochenen Cluster Elbmarsch gibt es mindestens fünf große anerkannte Theorien - und davon hat nur eine mit den kerntechnischen Anlagen zu tun.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/...

Es gibt sogar Leukämiecluster in Ländern, die zu keiner Zeit kerntechnische Anlagen betrieben haben.



"dass bisher 21 Menschen an Blutkrebs erkrankten und 4 Menschen bislang daran starben."

Wahnsinn. Das hört sich ja fast so schlimm an wie ein Tag Polizeibericht aus Berlin.

Selbst wenn die Kernkraft absolut und ausschließlich ganz sicher dafür verantwortlich wäre - wie viele Menschen sterben oder erkranken durch andere Energiemethoden? Bergwergunglücke? Ertrinken in Stauseen?

Ich möchte das Leid der einzelnen Individuen nicht herabwürdigen, aber hier steht mitnichten ein ganzer Landstrich vor der Ausrottung, geschweige denn ein ganzes Land.



"Weder Vattenfall noch die Landesregierungen kümmert das mehr als einen Dreck."

Warum? Es werden und wurden Studien durchgeführt. Die weisen darauf hin, dass es keine Kausalität gibt. Dafür stehen aber mindestens vier Alternativtheorien im Raum, die nichts mit Kernkraft zu tun haben.


In Schleswig-Holstein z.B. sind 35 Menschen durch Drogen zu Tode gekommen - ohne dafür günstigen Strom für das Bundesland zu liefern.




"Du machst dich lächerlich mit deiner Aussage, dass deutsche Kernanlagen sicher sind,zumindest bei mir, der das Alles hautnah mitbekommt. "


Und du machst dich lächerlich bei Leuten, die nicht subjektiv und moralisch extrem belastet sind.
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28.03.2012 10:08 Uhr von Perisecor
 
+2 | -2
 
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@ stitch: So wie bei Tschernobyl, wo man seit Jahren die Zahlen jedes Jahr nach unten korrigieren muss, obwohl die Liquidatoren stärkerer Strahlung in kürzerer Zeit ausgesetzt waren?
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28.03.2012 10:18 Uhr von stitch
 
+3 | -1
 
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Perisecor: Seit wann werden denn die Zahlen bei Tschernobyl nach unten korrigiert?

Es gibt zu Tschernobyl gar keine genauen Zahlen, die man korrigieren könnte, weder nach oben noch nach unten...

http://www.welt.de/...
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28.03.2012 10:49 Uhr von Perisecor
 
+2 | -2
 
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@ stitch: Deine Quelle sagt es doch selbst.

Die neueren Untersuchungen gehen nicht mehr von ursprünglichen mehreren hunderttausend oder gar 1,5 Millionen aus, sondern von 8000 bis 60.000.
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28.03.2012 10:55 Uhr von stitch