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Gerichtsverhandlung wegen zehn Cent: Kosten von 253,50 Euro

Im Jahr 2009 vermietete eine Frau aus Heimsheim eine Wohnung. Diese musste sie aber dem Mieter ein Jahr danach wegen Eigenbedarfs wieder kündigen. Die Vermieterin löste das Kautionskonto für den Mieter auf und überwies das Geld.

Auf dem Konto waren laut der Bank Zinsen von 9,20 Euro angelaufen. Der Mieter errechnete aber Zinsen von 9,30 Euro. Die Differenz von zehn Cent verlangte er nun von der Vermieterin. Selbst Mahnbescheide bekam die Vermieterin von ihrem ehemaligen Mieter.

Die Sache kam schließlich vor Gericht, wo der Ex-Mieter Recht bekam. Die Vermieterin wurde verurteilt, die zehn Cent zu zahlen. Anwalt und Gericht kosten der Vermieterin zudem 253,50 Euro. Sie will nun nie wieder eine Wohnung vermieten.


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Kurioses
Schlagworte: Klage, Kosten, Cent, Mieter, Vermieter, Gerichtsverhandlung
Quelle: www.bild.de

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25 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.03.2012 07:31 Uhr von spencinator78
 
+76 | -3
 
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Also: Recht hin oder her, aber sorry, wie kann man so doof sein und es wegen 10 (!) Cent auf eine Gerichtsverhandlung ankommen lassen ^^
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28.03.2012 07:36 Uhr von Perisecor
 
+51 | -4
 
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@ spencinator78: Es ist davon auszugehen, dass man sich nicht in Frieden getrennt hat, die ganze Aktion war also wohl eine Sache des Prinzips.


"Doof" scheint der Mieter aber nicht gewesen zu sein, denn er schien sich seiner Sache sehr sicher - und hat vor Gericht nun auch Recht bekommen.
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28.03.2012 07:45 Uhr von bodensee1
 
+31 | -5
 
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Sorry selber Schuld: hätte die 10 cent überwiesen...alleine um mir die Streiterei zu ersparen.....
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28.03.2012 07:45 Uhr von spencinator78
 
+22 | -0
 
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Das: mit dem Prinzip ist schon klar. Und gerade weil sich der der Mieter scheinbar so sicher war war es doppelt doof von der Vermieterin sich wegen 10 Cent vor Gericht zerren zu lassen. Auch sie hätte es schließlich exakt prüfen können im Vorfeld.

[ nachträglich editiert von spencinator78 ]
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28.03.2012 07:46 Uhr von jaycee78
 
+5 | -70
 
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28.03.2012 07:57 Uhr von Filzpiepe
 
+62 | -2
 
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Beim: Aufpusten einer Luftmatratze immer schööön tief Luft holen!

Ich weiss, dieser Fall hat nichts mit Luftmatratzen zu zun, es passt aber.
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28.03.2012 08:26 Uhr von liebertee
 
+8 | -0
 
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Ich frag mich: Was für ein Vermieter sich auf so eine Klage einlässt?
Zumal der Betrag wirklich lächerlich ist. Da würd ich doch kleinbei geben um mir den ganzen folgenden Rattenschwanz zu ersparen!
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28.03.2012 08:41 Uhr von derleo
 
+13 | -12
 
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die frage überhaupt ist: Wie kann ein Richter so dämlich sein? Da sieht mann mal wider wo die Prioritäten liegen, nicht in Vernunft sondern darin geschriebene Worte dem gesunden Menschenverstand vorzuziehen. Der ganze Deutsche Rechteapperat ist völlig daneben und das zeigen Deutsche Richter immer wider. Ich sag nur "30 Monate haft wegen 100g hasch/2 Jahre Bewährung wegen mord". Solche Urteile machen das zusammenleben doch nur unnötig kompliziert und bestärken Volldeppen in ihren tun.
ich frag mich langsam wo wir leben. als Sozialstaat kann mann Deutschland lange nicht mehr bezeichnen, eher ASOZIAL-STAAT !!!!

[ nachträglich editiert von derleo ]
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28.03.2012 08:46 Uhr von jpanse
 
+16 | -2
 
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Du hast Recht und ich meine Ruhe: 10 Cent bezahlt, Ende. Die Wollte es nicht anders und jetzt geht sie damit auch noch zur Zeitung. Peinlich.
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28.03.2012 08:58 Uhr von Djerun
 
+14 | -0
 
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wie konnte die bank da falsch rechnen?
bzw wieso kann der ex-mieter was anderes als die bank rausbekommen, ohne das die bank da widerspricht?
immerhin wird es doch konto-auszüge und eine abrechnung der bank geben ....


da es in der bild steht, vermute ich das noch informationen fehlen
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28.03.2012 09:09 Uhr von ownage77
 
+2 | -1
 
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Selber Schuld: Das ist ja mal ein ganz klarer Fall von "selber schuld"...
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28.03.2012 09:16 Uhr von MC_Kay
 
+14 | -0
 
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@Djerun: Genau das habe ich mich auch gefragt!

Wenn nun der Mieter genauer als die Bank gerechnet hat, dann kann da was nicht stimmen!

Immerhin ist das Ein Unterschied von 1,087 % (9,20 euro als Basis genommen)

100 % * ( 9,30 Euro / 9,20 Euro -1) = 1,087 %

Bei mehreren tausend Euro macht sich das ganz gewaltig Bemerkbar.

Nun kann die Vermieterin ihre Bank verklagen, weil sie ein richterliches Urteil vorzuweisen hat, welches bescheinigt, dass die Bank falsch gerechnet hat!
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28.03.2012 09:26 Uhr von LoneZealot
 
+12 | -1
 
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@spencinator78: "wie kann man so doof sein und es wegen 10 (!) Cent auf eine Gerichtsverhandlung ankommen lassen"

Rechtsschutzversicherung, Zeit und Streitlust. ;)
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28.03.2012 09:31 Uhr von Mister_Kanister
 
+4 | -2
 
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ohje: den Leuten gehts zu gut! wie Stolz ist die Alte eigentlich? die popligen 10 cent hätt ich einfach gezahlt gut ist. allein den Aufwand mit Briefchen schreiben und sonstigem. dann noch schön ein Gericht damit belästigen, die sind zwar eh schon mit den ganzen kleinscheiß überfüllt so das se an Vergewaltiger wieder laufen lassen müssen weilse über nen centbetrag verhandeln aber was solls.. und 253,50 Euro für Gericht und Anwalt ist ja auch noch ok! das muss ja mal ein Billiganwalt gewesen sein, das Zahle ich ja schon für den Steuerberater im Jahr.. das hätte mal richtig weh tun müssen 3900 euro oder so das man sich schön vorher überlegt was besser ist.
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28.03.2012 09:41 Uhr von Finalfreak
 
+6 | -1
 
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Kein Wunder, das die Gerichtsverhandlungen manchmal über 1 Jahr dauern.
Man sollte solche Bagatellfälle sperren.
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28.03.2012 09:54 Uhr von Franco-Stiletti
 
+7 | -3
 
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Quak Quak: Quak Quak Quak, Zeitungsente ich hör dir schattern. Und alle schnattern kräftig mit.

Wohl wieder mal saure Gurken Zeit.

10 Cent kann man weder gerichtlich anmahnen noch wird wegen so einem Streitwert verhandelt. Nicht mal un "good old germany"
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28.03.2012 09:56 Uhr von Delios
 
+6 | -1
 
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Djerun und Mc_Kay: gehen in dieselbe Richtung wie ich.
Hier sagen alle, dass die Vermieterin die 10 Cent hätte überweisen müssen.
Ich hingegen frage mich, warum der ehemalige Mieter überhaupt die Vermieterin verklagt hat und nicht die Bank, wenn er meint die haben sich verrechnet? Was kann denn die Vermieterin für den Fehler?

Und wie schon erwähnt... Quelle Bild, somit dürften hier Tatsachen verdreht, erlogen oder ausgedacht sein!
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28.03.2012 10:37 Uhr von Prachtmops
 
+4 | -1
 
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sehe das auch so diese news muß ne ente sein.

welcher richter würde sich für sowas hergeben, für 10 cent eine klage zu fahren?
welche anwälte, würden bei 10 cent zu einer klage raten, wenn man selbst von anwalten hört: wenn die beträge unter 100 euro sind, lohnt kein aufwand.

also das ist mal wieder ne große verarschung der bild... ich war schon wegen mehr geld beim anwalt, und er hat immer dazu geraten zu bezahlen bzw das geld zu vergessen, weil streitwert zu gering.
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28.03.2012 11:10 Uhr von DarkBluesky
 
+3 | -0
 
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für jaycee78: wenn man selber kein ALG II bezieht weis man auch nicht was die alles Falsch machen, so war es schon das Leute wegen falscher Sachbearbeitung , Insolvent wurden und weit unter dem AlgII satz von 387 Euro leben mussten. Ich spreche aus Erfahrung.
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28.03.2012 13:20 Uhr von ThomasHambrecht
 
+1 | -0
 
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@Jimboooo die Kosten beim Zivilgericht wegen Kostenstreitigkeiten zahlt immer derjenige, der den Streit verliert. Der Verlierer zahlt seinen eigenen und den gegnerischen Anwalt sowie die Prozesskosten. Allerdings sind bei sehr kleinen Fällen die Gerichtskosten so niedrig, dass der Staat da manchmal etwas drauflegt.
Wenn der Richter eine Teilschuld ausspricht, also 30% Angeklagter und 70% Kläger, werden alle Kosten (inklusive Anwälte, Zeugenkosten usw.) im Verhältnis 30 zu 70 auf die beiden Streithähne verteilt.
Hätte der Richter im vorliegenden Fall nur 5 statt 10 Cent anerkannt, wären die Kosten auf beide verteilt wurden.
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28.03.2012 15:19 Uhr von Marvolo83
 
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Mich würde interessieren, ob es der VERmieterin auch egal gewesen wäre, wenn die € 0,10 bei der Miete gefehlt hätten....
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28.03.2012 15:35 Uhr von ArrowTiger
 
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@jaycee78: -- "Ich weiss, dieser Fall hat nichts mit Hartz IV zu tun, es passt aber. "

Dein Comment ist dennoch grottendumm! Wäre es so wie von dir vorgeschlagen, würden Hartz-4 Geschädigte keine gefahrlose Handhabe mehr gegen Gesetzesbruch seitens der Agenturen haben.
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28.03.2012 15:40 Uhr von ArrowTiger
 
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@Franco-Stiletti: -- "Quak Quak Quak, Zeitungsente ich hör dir schattern. Und alle schnattern kräftig mit."

Davon gehe ich auch aus, zumal die BLÖD für so einen Mist bekannt ist. Das Verfahren wäre m.W. wegen Geringfügigkeit vermutlich gar nicht erst angenommen worden.

Ich hätte jedenfalls gerne mal das Aktenzeichen.... ;-)
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28.03.2012 15:42 Uhr von w0rkaholic
 
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Haha, dass erinnert mich an meinen alten Vermieter: Als wir aus unserer letzten Wohnung ausgezogen sind ins eigene Häuschen hat er mir eine irgendein Plastik-Teil aus der Waschküche für 3,20 EUR aus dem Baumarkt berechnet. Er hat gesagt, ich hätte dieses Teil unberechtigt mitgenommen (ich weiß es nicht, ich hab die Waschmaschine nicht mal selbst aus dem Keller geholt). Jedenfalls hat er mir diese Rechnung etwa 2 Wochen nach bereits unterschriebenem Abnahmeprotokoll geschickt. Er hat extra eine Kopie der Baumarktquittung mitgeschickt...

Ich hab´s ihm bezahlt, weil ich an genau sowas hier gedacht hab... Der wollte mich damit ja nur ärgern, aber ich fand´s eher amüsant :-)

Manche Leute haben Probleme :-D
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30.03.2012 19:53 Uhr von shadow#
 
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Wo die 10 Cent herkommen: Die Frau hat das Bankkonto entweder nicht sofort nach Überweisung der Kaution eröffnet oder zwischen Auflösung und Rücküberweisung Zeit verstreichen lassen.
Die Zinsen sind für die gesamte Dauer zu entrichten.

Den meisten Mietern wäre das egal, der hier hatte wohl noch ein Hühnchen mit seiner ehemaligen Vermieterin zu rupfen.

Die Frau ist schon selten doof...

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