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"Beschiss-Atlas": Zusammenfassung der größten Ungerechtigkeiten auf der Welt

"Beschiss-Atlas" heißt das Buch der Autorinnen Ute Scheub und Yvonne Kuschel, in dem es um ungerechte Dinge in der Wissenschaft und anderen Dingen geht.

So erfährt man beispielsweise in dem Buch, dass eine Katze 2,2 Tonnen Kohlendioxid im Jahr ausstößt, was ungefähr die gleiche Menge ist, die ein Ägypter im Jahr ausstößt. Fast eine Milliarde Menschen haben kein Trinkwasser und ein Drittel der gesamten Weltbevölkerung hat nur wenig Wasser.

Weiterhin erfährt man beispielsweise auch, dass 17 Millionen Menschen jährlich sterben, weil sie sich keinen Arzt leisten können. "Alles, was Natur, Wirtschaft und Gesellschaft auf kurze oder längere Sicht zerstört, finden wir schlecht", steht im Vorwort geschrieben.


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WebReporter: Crushial
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Welt, Buch, Atlas, Ungerechtigkeit, Zusammenfassung
Quelle: www.welt.de

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.03.2012 06:48 Uhr von Neutrum
 
+31 | -32
 
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Die hams echt nicht verstanden: würden nicht so viele verrecken wären wir gnadenlos Überbefölkert von da her hat es (leider) alles seine Richtigkeit.
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28.03.2012 07:37 Uhr von mort76
 
+30 | -5
 
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Neutrum, da beißt sich die Katze aber in den Schwanz.
Schlechte Lebensbedingungen bringen die Menschen dazu, sich mit vielen Kindern für die Zukunft abzusichern.
Unter besseren Umständen wäre das nicht nötig.

Ist dir eigentlich aufgefallen, daß WIR die Preise für Nahrung und Wasser in der dritten Welt hochtreiben?
In den letzten Jahren hat sich der Nahrungspreis dort mindestens verdoppelt, und die USA machen die Privatisierung der Wasserversorgung dieser Länder zur Bedingung für Entwicklungshilfe- mit Wasser läßt sich nämlich mittlerweile richtig Schotter machen, und auf die Lebensmittel der Armen spekulieren nun unsere Banken...

Der Grund für die schlechte Versorgung ist also nicht die Überbevölkerung, sondern die Habgier von Menschen wie dem feinen Herrn Ackermann...
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28.03.2012 07:48 Uhr von Perisecor
 
+12 | -22
 
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28.03.2012 09:16 Uhr von mort76
 
+13 | -3
 
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Perisecor, du kennst sicher diese Meldung hier:
http://www.shortnews.de/...

Ich zitiere mal:
"Die Spekulationen mit Lebensmitteln sind einer der Hauptauslöser für Hungersnöte..."

Diese Hungersnöte entstehen also in den reicheren afrikanischen Ländern? Aha.

Dir ist sicher aufgefallen, daß diese Entwicklung, auf die Lebensmittel der Armen zu spekulieren, erst in den letzten Jahren diese Ausmaße angenommen hat- die Banken nutzen den Agrarsektor nun als Ersatz für den weggebrochenen Immobiliensektor.
Nun dürfen halt die Ärmsten die Raffgier der Banken ausbaden- Bravo.

Die Banken haben sich an obszön hohe Gewinne halt gewöhnt- die haben da wohl so eine Art Gewohnheitsrecht. Wenn ein ausreichend hoher Profit winkt, nimmt man halt auch in Kauf, daß Leute deswegen verhungern- das kann einem Josef Ackermann natürlich wurscht sein.

Die Banken haben uns ihre grenzenlose Weisheit ja nun hinlänglich bewiesen- Immobilienkrise, Pleitestaaten...die Konsequenzen trägt immer jemand anderes. Egal, ob es der Steuerzahler ist oder ein Afrikaner.

Ich kann auch gut verstehen, daß einem Herrn Ackermann mit seinem 10-Millionen-Gehalt nicht klar ist, was das für Arme bedeutet, wenn sich die Preise innerhalb von 2 Jahren mal eben verdoppeln...und wir reden hier über Korn und Reis, nicht über Sahnetörtchen.
Wir reden über Spekulation, nicht über schlechte Ernten.

Daß es nun weniger regnet, liegt am Klimawandel.
Wer ist denn deiner Meinung nach für den Klimawandel verantwortlich?
Der afrikanische Bauer?
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28.03.2012 09:43 Uhr von Perisecor
 
+7 | -12
 
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@ mort76: "Dir ist sicher aufgefallen, daß diese Entwicklung, auf die Lebensmittel der Armen zu spekulieren, erst in den letzten Jahren diese Ausmaße angenommen hat- die Banken nutzen den Agrarsektor nun als Ersatz für den weggebrochenen Immobiliensektor. "

Das ist interessant - sind Hungernöte ja nicht erst seit 2008 ein Problem.



"Diese Hungersnöte entstehen also in den reicheren afrikanischen Ländern? Aha."

Auf Waren für den Selbstgebrauch kann jedenfalls nicht spekuliert werden - sondern nur auf Dinge, die für den Handel bestimmt sind.



"Wer ist denn deiner Meinung nach für den Klimawandel verantwortlich?"

Die Sonne, welche die Erde schon immer mal stärker und mal schwächer erhitzt hat. Der menschliche Einfluss ist verschwindend gering - das Phänomen ist ja auch schon deutlich älter, als die Menschen es sind.



"Der afrikanische Bauer? "

Wäre der Klimawandel hausgemacht, was er nicht ist, dann wären Brandrodungen etc. ein nicht unerheblicher Faktor. Diese finden vor allem in armen Staaten statt...




Nochmal:
Hungersnöte oder auch Wassermangel gibt es nur, wenn die Anzahl der Menschen die dargebotenen Ressourcen übersteigen.
Das ist auch nicht nur in Afrika so - die letzten prominenten Beispiele aus Europa dürften Kesselschlachten wie Stalingrad gewesen sein und die direkte Zeit nach dem 2. Weltkrieg.


Ein älteres Beispiel wäre die große Hungersnot in Irland Mitte des 18. Jahrhunderts. Da gab es keinen Herr Ackermann und keine Industrialisierung, sondern zu viele Iren für zu wenig Nahrung.



Wenn auf einem Kontinent, der schon vor vielen Jahrzehnten keine 100 Millionen Menschen problemlos beherbergen konnte jetzt knapp 1 Mrd Menschen leben, was glaubst du, passiert wohl? Der große Wohlstand wird jedenfalls nicht plötzlich ausbrechen.
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28.03.2012 09:57 Uhr von thatstheway
 
+5 | -5
 
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@ mort76: nur ein kleiner Tip von mir.
Lass es sein mit begrenzt denkenden Leuten diskutieren zu wollen, da die absolut realitätsfremd sind und nur noch da sind um als schlechtes Beispiel zu dienen; ansonsten ist bei solchen Leuten Post´ 2 zu empfehlen. Ich weiß aber nicht ob der Zug direkt bis Afrika durchfährt.
Weiterhin wähle deine Worte sorgfältig, denn :
Begrüssen möchte ich den,
der dich bei SN anschwärzt denn er ist nicht kritikfähig;
er gehört zu der Sorte austeilen ja, Kritik vertragen nein und macht dann einen auf scheinheilig; Heuchlerei ist jedenfalls kein Fremdwort für ihn.
Also gewisse Personen nicht direkt kritisieren das könnte ins Auge gehen, was dabei aber zu berücksichtigen ist, das dieser Negativmensch aufgrund seiner limitierten Intelligenz die Kritik indirekt "bzw. durch die Blume gesagt" nicht versteht. Was er dann für einen Freifahrtsschein hält und munter beleidigt, ich denke das er bevor er einen Beitrag schreibt sich eine Line "persil color" reinzieht damit seine schmutzigen Gedanken gewaschen werden und er sich unschuldig fühlt.

Anscheinend haben heute die 6. und 7. Klassen in der nähe von Frankfurt später Schulanfang.
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28.03.2012 10:15 Uhr von LLCoolJay
 
+8 | -10
 
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Perisecor: halt doch einfach die Schnauze. Du wirfst den Leuten vor populistisch auf einer Seite zu stehen, machst selbst aber nichts anders. Lediglich mit dem Utnerschied, dass deine Meinung / Seite nicht populär ist.

Lass dir gesagt sein, dass unliebsame Meinungen zu vertreten kein Garant dafür ist auch die Wahrheit zu vertreten.
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28.03.2012 10:37 Uhr von Perisecor
 
+8 | -7
 
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@ LLCoolJay: Ich habe Argumente gebracht.

Und du?
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28.03.2012 11:17 Uhr von bigX67
 
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hunger in afrika basiert zum teil auch auf:
- sonderbarer einteilung der länder, die auf keine stammesgebiete rücksicht nahm und deswegen zu starken spannungen/konflikten führte. gezogen wurden diese grenzen von den ehemaligen kolonialmächten am zeichentisch.
- korruption der eliten. diese korruption ist von 1. welt vertretern gerne gesehen.
- diktatorischen systemen, welche von der 1. welt gehalten bzw unterstützt werden.
- dem immer stärkeren auftreten von globalen konzernen, die die länder ihrer ressourcen berauben ohne dafür in adequater weise zu zahlen. siehe nigerias öl. denkt dabei auch an korruption & diktatur.
- dem kaputtmachen von lokalen märkten durch billige einfuhr von waren aus der 1. welt. zb hühnerabfälle. dadurch können dann die lokalen bauern/viehzüchter nicht konkurrieren und landflächen veröden.
- teilweise auch entwicklungshilfe, die zum einen als alimentation der korrupten eliten begriffen wird, zum andern dazu bestimmt ist in bestimmten nationen industriegüter zu kaufen (denkt an verdeckte subventionen) und durch ankauf von lebensmitteln wieder lokale märkte zerstört.
- wenn die lokalen märkte erstmal kaputt sind, wird auch die 3. welt die spekulationskosten unserer börsianer spüren.

habe bestimmt noch was vergessen :(.
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28.03.2012 11:56 Uhr von alter.mann
 
+3 | -0
 
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ich werde: gleich mal ein ernsthaftes gespräch mit meiner katze über ihren co2-ausstoss führen...
so gehts ja nun nicht. *tz*

;o)
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28.03.2012 12:14 Uhr von LLCoolJay
 
+5 | -5
 
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Perisecor: Argumente sind bei dir vergeudet. Da könnte men ebenso versuchen einen Kieselstein davon zu überzeugen er sei ein Tennisball.
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28.03.2012 14:49 Uhr von Renshy
 
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in arme lände rgibt sauch viel höhere wachstumsrate als in europa, keiner weis warum eine slum familie gleich 7 kinde rhaben muss obwohl es ja kein essen und trinken gibt, daher ist das sehr weit hergeholt mit den sterbe raten, je mehr nachwuchs da ist desto höher die mögliche sterbe rate bei den verhältnissen
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28.03.2012 15:19 Uhr von ArrowTiger
 
+6 | -1
 
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@LLCoolJay: -- "Argumente sind bei dir vergeudet."

Na komm! Immerhin argumentiert Perisecor, und mit seinen Aussagen hat er ja auch nicht ganz unrecht. (Und er kann sich daher die zwar recht zweifelhafte Ehre anrechnen, sich trotz seiner meist gegensätzlichen Position des öfteren mal ein "+" von mir einzuhandeln... ;-)))

Ich finde zwar auch, daß er etwas einseitg argumentiert, denn auch Spekulation oder Exportsubventionierung führen zu Hungersnöten, aber eben auch Überbevölkerung und Umweltkatastrophen.

Ich habe jedenfalls viel lieber solche Diskussionspartner, als irgendwelche Stammtischprolls mit nachgeplapperten hohlen BLÖDzeitungs-Worthülsen! Selbst wenn man dabei nie auf einen gemeinsamen Kurs kommen sollte... zumindest bekommt man so andere Sichtweisen gezeigt. Und das finde ich immer sinnvoll! ;-)
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28.03.2012 17:08 Uhr von mort76
 
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Perisecor, egal, seit wann es dort Hungersnöte gibt, und aus welchem Grund sie vorher auftraten- das ist kein Grund, es nun NOCH schlimmer werden lassen zu müssen, weil unsere Herrschaften NOCH reicher werden müssen.

Eine schlechte Planung oder die Ausplünderung durch die eigenen Machthaber legitimieren das nicht.
Genausogut könnte man sagen:
wer vorher von anderen geschlagen wurde, darf nun auch von mir geschlagen werden.
Er kennt es ja nicht anders...

Ich verweise auch gerne nochmal auf die Katze: je größer die Not, desto mehr Kinder werden gezeugt. Wenn man nun die Not der Menschen noch zusätzlich vergrößert...was mag dann wohl passieren?
Daß sich die Bevölkerungszahl vermindert?
Nein.
Daß sich die Not vergrößert?
Ja.

Des weiteren:
die Iren sind wegen der Kartoffelfäule massenweise verhungert, weil gleich mehrere Ernten ausfielen.
Das hatte nichts mit Überbevölkerung zu tun.

Naja, wie dem auch sei: wenn du es richtig findest, daß Menschen verhungern, weil es ja zu viele davon gibt, und wir auch noch ein bißchen daran verdienen können, so lasse ich dir gerne deine Meinung. Immerhin geht es hier ja um den Profit der Banken, und da darf die Weltbevölkerung natürlich nicht im Wege stehen...das hat unsere Regierung ja auch schon erkannt.
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28.03.2012 17:24 Uhr von drame
 
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@perisecor: Das Problem ist doch nicht, dass es auf der Welt nicht genügend Nahrung gibt um alle Menschen zu ernähren. Das Problem ist, dass man die Preise für Nahrungsmittel in die höhe treibt und sich somit nicht mehr jeder die Nahrung leisten kann. Die Leute, die mit Lebensmitteln spekulieren verdienen am Leid der "Ärmsten" und das halte ich für äußerst fraglich und bedenklich und auch verwerflich.
Wenn jmd Lebensmittel auf Termin kauft, dann bekommt er den Weizen ja nicht nach Hause geliefert, sondert lagert ihn quasi virtuell, ergo braucht er die Lebensmittel gar nicht unbedingt. Wenn die Bauern ihre Güter an den Terminmärkten handeln, ist das jedoch etwas anderes, da diese dadurch ihren Erlös, etc. besser kalkulieren können.
Dirk Müller hat in seinem Buch "Crashkurs" mal ein schönes Beispiel zur Veranschaulichung gebracht, welches ich hier sinngemäß zitieren möchte:

"Man stelle sich mitten in der Wüste einen Stand vor, an dem Lebensmittel verkauft werden. Es stehen alle "armen Afrikaner" Schlange. Das Geschäft läuft und die Menschen kriegen ihr Essen. Auf einmal ruft ein reicher Spekulant von ganz hinten "ICH KAUFE DEN GANZEN STAND!". Nachdem er den Stand gekauft hat, verdoppelt er die Preise und freut sich diebisch über seinen Gewinn. Die Menschen haben nun nicht automatisch auch doppelt viel Geld, sondern können sich nur noch die Hälfte leisten. Das interessiert nur den Spekulanten reichlich wenig"

Das es vorher schon Hungersnöte gegeben hat, bestreite ich nicht. Ich finde nur, dass diese Menschen nicht hungern müssten, wenn es diese Spekulationen nicht gäbe.
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28.03.2012 21:22 Uhr von Bud_Bundyy
 
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@3Pac -Daddy: "wenn du dir darüber so viel Sorgen machst, frag ich mich warum du nicht den nächsten Zug nimmst? "

Treffer, versenkt

:D
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28.03.2012 22:04 Uhr von bigX67
 
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warum haben sie wohl soviele kinder ? vielleicht weil, wenn sie sich schon kein futter leisten können, sie sich erst recht keine verhütunxmittel kaufen können. und sex ist ein grundbedürfnis, das hat die natur absichtlich so eingerichtet.

evtl kommt noch dazu, dass es bei leuten, die nix zu futtern haben auch keine rücklagen für eine rente gibt und sie daraufangewiesen sind, dass sich, wenn sie alt sind, leute um sie kümmern - je mehr desto besser. ist die selbe logik die auch mal in deutschland existierte.
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28.03.2012 22:55 Uhr von Perisecor
 
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@ mort76: "das ist kein Grund, es nun NOCH schlimmer werden lassen zu müssen, weil unsere Herrschaften NOCH reicher werden müssen."

Sorry mort, aber du gehst falsch an die Kausalität heran. In Afrika leben heute 8x-10x mehr Menschen als 1900.

Diese Steigerung war vor allem durch eine verzivilisierung möglich, also dem Sesshaft werden und modernen Technologien - ganz wie in Europa oder Südamerika oder Asien geschehen.

Der Kontinent bietet aber schlicht nicht genug Ressourcen für all diese Menschen und die wenigen vorhandenen Ressourcen - wie z.B. Simbabwes Korn - wurden und werden vergeudet und unklug genutzt, sogar im eigenen Land.


Die Probleme existieren nun wirklich nicht erst seit 2008.

Wäre der Kontinent seiner Bevölkerungsgrenze angepasst, wie es z.B. Nordamerika und Europa sowie Südamerika und noch Asien sind, gäbe es die Probleme nicht.

Das ist aber auch kein rein afrikanisches Problem - Nordkorea z.B. besitzt ebenfalls nicht genug Flächen für den Nahrungsmittelanbau, selbst bei perfekter Nutzung.

Japan muss ebenfalls Nahrungsmittel importieren - auch schon vor dem letzten Erdbeben.

Und Getreidelieferungen der USA in die UdSSR gab es ebenfalls.



"Eine schlechte Planung oder die Ausplünderung durch die eigenen Machthaber legitimieren das nicht."

Doch - die Probleme sind hausgemacht, du versuchst aber, Afrika und seine Bewohner von jeglicher Schuld freizusprechen.

Ich erkenne an und sehe auch, dass der Westen und immer mehr der Osten in Form der VR China in Afrika aktiv sind. Aber das Problem dort ist die absolute Basis, und dort sind die Leute eben für sich selbst verantwortlich, andere Mächte steigen erst an höheren Stufen ein (Infrastruktur, größerer Handel, Industrie).



"die Iren sind wegen der Kartoffelfäule massenweise verhungert, weil gleich mehrere Ernten ausfielen.
Das hatte nichts mit Überbevölkerung zu tun."

Doch, natürlich. Hätte es weniger Iren gegeben, hätten auch schlechtere Ernten ausgereicht.


Überbevölkerung misst sich immer daran, wie viele Menschen ein Land versorgen kann. Kann das Land diese Menschen nicht versorgen - aufgrund von zu wenig Anbaufläche, aufgrund von schlechter Bodenqualität, aufgrund von Ernteausfällen oder weil die Leute einfach nur keinen Bock hatten, etwas anzubauen.



"wenn du es richtig findest, daß Menschen verhungern"

Leg mir solche Worte nicht in den Mund.

Mitnichten finde ich es ´richtig´, dass irgendjemand irgendwo verhungert, aber ich bin realistisch genug um zu sehen, dass es den Leuten in Afrika nur gut gehen kann, wenn die Einwohnerzahl sich den Bedingungen anpasst. Dies sollte aber durch Geburtenregulation o.ä. passieren und nicht durch Leid.

Mich jedenfalls würden 200-300 Millionen glückliche Menschen, die in Ruhe leben können, mehr erfreuen, als 1 Milliarde die Hunger leidet und nichts zu trinken hat und an HIV erkrankt ist.
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28.03.2012 23:01 Uhr von Perisecor
 
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@ drame: "Das Problem ist doch nicht, dass es auf der Welt nicht genügend Nahrung gibt um alle Menschen zu ernähren. "

Korrekt.

Im Gegensatz zu mort und anderen meine ich jedoch, dass nicht die Wasser- und Nahrungsmittelvorkommen falsch verteilt sind, sondern die Menschen.



"Die Leute, die mit Lebensmitteln spekulieren verdienen am Leid der "Ärmsten" und das halte ich für äußerst fraglich und bedenklich und auch verwerflich."

Das trifft vor allem die Menschen in der 2. Welt, also Brasilien oder Indien oder auch Nordafrika.

Dort wird Nahrungsmittelüberschuss produziert oder der Bedarf von einer relativ kleinen Gruppe an Menschen gedeckt, die diese Nahrungsmittel dann via Handel an den Rest der Bevölkerung weitergeben.


In der 3. Welt herrscht aber in der Regel eine Eigenversorgung, teilweise mit minimalem Handelsanteil.

Darauf haben Börsen keinen Einfluss.


Uns in der 1. Welt treffen die Nahrungsmittelspekulationen übrigens auch, wir haben lediglich die Überproduktion und die finanziellen Mittel um das auszugleichen.


Nichtsdestotrotz sollte man Spekulationen darauf unterbinden - damit hilft man, wie gesagt, aber nicht den Ärmsten, sondern uns und denen zwischendrin.



"Ich finde nur, dass diese Menschen nicht hungern müssten, wenn es diese Spekulationen nicht gäbe. "

Unwahrscheinlich, da man die Lebensmittel und vor allem Wasser kaum sinnvoll von Nordamerika oder Europa zu den Leuten bekommt. Während man größere Strecken mit Schiffen zurücklegen könnte, scheitert es an der Weiterverteilung im Landesinneren.

So lange es keine Replikatoren á la Star Trek gibt, man also die Lebensmittel in beliebiger Höhe der Bevölkerung anpassen kann, muss man die Bevölkerung an die vorhandene Höhe der Lebensmittel anpassen.
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29.03.2012 00:10 Uhr von drame
 
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@perisecor: "Nichtsdestotrotz sollte man Spekulationen darauf unterbinden - damit hilft man, wie gesagt, aber nicht den Ärmsten, sondern uns und denen zwischendrin."

Das halte ich doch für ein vernünfitges Fazit.
Über die genaue (Lebensmittel-)Situation in Süd-Afrika bin ich nicht genau genug informiert und kann dazu leider auch nicht groß mitreden. Aber mit den Grundbedürfnissen von Menschen zu spekulieren und daraus Profit zu schlagen, ist eine ziemliche Pervertierung. Und dabei ist es vollkommen egal wo diese Menschen leben, die es trifft. Seien es nun Menschen auf den Philippinen, in Europa oder sonst wo.

Zu dem Thema "Verteilung der Menschen" kann ich mich nicht äußern, weil ich mich dazu nicht ausreichend informiert habe.

Da wir ja doch in den grundlegenden Punkten übereinstimmen, verabschiede ich mich an dieser Stelle aus der Diskussion.
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29.03.2012 12:25 Uhr von Copykill*
 
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Passt nicht ! Das zu erwartende Lebensalter steigt in den meisten Ländern
stetig an.
Sehr viele Krankheiten sind mittlerweile Heilbar.

Da hat der Mensch bzw. die Forschung ganze arbeit geleistet.

Aber fakt ist, die natürliche Auslese wird immer geringer.
Es gibt immer mehr Menschen, aber immer weniger Platz,
immer mehr Bedarf an Wasser und Lebensmittel.


Alles in allem, nur eine Frage der Zeit, bis es mit der Natürllichen Auslese wieder vorangeht
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29.03.2012 12:59 Uhr von irykinguri
 
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ja klar: @ neutrum

"würden nicht so viele verrecken wären wir gnadenlos Überbefölkert von da her hat es (leider) alles seine Richtigkeit. "



1. nein, falsch
2. nein, falsch
3. (euer) WIR (europa) sind (ist) überbevölkert und hier stirbt keiner so schnell.... in nordchina (nicht südchina, die aus indien kamen und alles essen) und russland zb sind sie nicht überbevölkert und da sterben sie... wo ist denn da die gerechtigkeit.. aber gut das die sterben und nicht wir.. obwohl WIR überbevölkert sind und denen alles wegessen, müssen die sterben weil die sind ja überbevölkert... ??????

die länder sind auch viel grösser, und überbevölkerung wird an einwohner/m² berechnet.... wenn man natürlich in einem armen land lebt kann man allerdings auch nicht so effizient wirtschaften was sich wieder auf das ergebniss auswirkt...

aber gut das DU es verstanden hast und das wir überbevölkert sind und die sterben müssen
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29.03.2012 17:19 Uhr von mort76
 
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Perisecor, wenn du das ganze wirklich realistisch sehen willst, mußt du akzeptieren, daß die Bevölkerung in Afrika so groß bleibt wie sie eben nun ist.
Es macht keinen Sinn, von dem auszugehen, was man gerne hätte.
Es werden keine 700 Millionen Afrikaner verhungern, und die afrikanischen Auswanderer werden auch nicht gerade mit offenen Armen in Europa empfangen.
Und selbst wenn- in Asien gibts ja das selbe Problem.
Man sollte also eher überlegen, wie man mit der Situation klarkommt, Wunschträume helfen da nicht.

Jetzt kann man fragen, ob es da beispielsweise sinnvoll ist, weltweit mehr Mais zur Äthanolherstellung zu verwenden als insgesamt gegessen wird...auch durch solche Umstände verschlimmert sich die Situation für diejenigen, die für ihre Lebensmittel eben weniger ausgeben können als die Nutznießer der von den Regierungen geförderten Umwandlung von Essen in Sprit.

Des weiteren arbeitet ja beispielsweise Monsanto daran, den afrikanischen Bauern ihre Gensaat anzudrehen- den Analphabeten dort und in Indien beispielsweise kann man die ganzen Nachteile ja verschweigen.
Und befindet sich das Zeug dann einmal auf dem Feld, kann man da langfristig nichts anderes mehr anbauen und muß gezwungenermaßen jedes Jahr bei Monsanto Dünger und Saatgut kaufen, denn die Methode, jedes Jahr einen Teil der letzten Ernte wieder auszusäen, funktioniert mit dem halbwegs sterilen Zeug ja nicht- da lauert also die nächste Falle für die Inderund Afrikaner, zuzüglich der Gefahren, die dadurch entstehen, daß die in der dritten Welt unkontrolliert herumexperimentieren dürfen.
Das ganze schadet der von dir erwähnten Selbstversorgung enorm...
Tja, da verfault dann halt auch schonmal eine ganze genmanipulierte Baumwollernte auf dem Feld- zehntausende Bauern waren ruiniert, tausende begingen Selbstmord.

Und diverse Hilfsmaßnahmen haben sich ja auch als kontraproduktiv erwiesen: Kleiderspenden ruinieren den Textilmarkt, etc.
Und diverse Staatschefs haben es sich mit unseren Spendengeldern da nun so rictig gemütlich gemacht...

Und Herr Ackermann ist da nun ein Teil des komplexen Problems, nicht ein Teil der Lösung.

Die einzige Lösung besteht darin, Entwicklungshilfe zu leisten, wo sie sinnvoll ist, im Sinne des Spruches von dem Mann mit dem Fisch oder der Angel.

Es macht keinen Sinn, über Nahrungsmangel wegen weltweiter Überbevölkerung zu diskutieren, wärend wir 60% unseres Essens wegschmeißen oder Kraftstoff aus wichtigen Nahrungsmitteln gewinnen...man kennt ja das Prinzip: an den dadurch steigenden Preisen für Nahrungsmittel verdient eben nicht die Bevölkerung, sondern der Zwichenhändler.
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29.03.2012 18:03 Uhr von Odysseus999
 
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