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Statistisches Bundesamt: Armut in Deutschland größer als in Nachbarstaaten

Nach den neuesten Erhebungen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2009, sind die Deutschen mehr von Armut und Einkommensungleichheit betroffen als seine direkten Nachbarstaaten. Im Europäischen Vergleich schneidet Deutschland allerdings besser ab als der Durchschnitt.

Die Deutschen sind stärker von Armut gefährdet als die Tschechen, welche den niedrigsten Wert innerhalb der EU aufweisen. Nur Polen hat von allen Nachbarstaaten eine geringfügig höhere Armutsgefährdung.

In Deutschland liegt die Einkommensgrenze, bei der man als arm gilt, bei 940 Euro. Bei der Verteilung der Einkommen liegt Deutschland im unteren Bereich. Die obersten zwanzig Prozent der Bevölkerung verdienen etwa 4,5 Mal so viel wie die unteren zwanzig Prozent.


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WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Armut, Bundesamt, Statistisches Bundesamt
Quelle: www.focus.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.03.2012 15:24 Uhr von Really.Me
 
+7 | -4
 
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Also wenn ich in Tschechien unterwegs bin ist für mich das Bild ein anderes. Wer legt die Grenzen fest ab wann man "arm" ist? Wenn das jedes Land für sich selbst fest legt sind 940€ vllt. auch sehr hoch.
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27.03.2012 15:28 Uhr von Really.Me
 
+2 | -3
 
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Naja: Hier ein ganz interessanter Bericht (zwar etwas älter) der das alles relativiert!

http://www.radio.cz/...

Jedes Land legt seine Einkommensgrenze selber fest, in Tschechien liegt diese wohl sehr niedrig wodurch ein Großteil der Bevölkerung mit ihrem Gehalt darüber liegt, obwohl es wenig ist!

[ nachträglich editiert von Really.Me ]
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27.03.2012 15:33 Uhr von Jolly.Roger
 
+5 | -2
 
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Oder: "Statistisches Bundesamt: Armutsgrenze in Deutschland höher als in Nachbarstaaten"

Solange man die Armut über das durchschnittliche Einkommen definiert, und man diese nicht zum Vergleich mit heranzieht, ist die Aussagekraft relativ gering.
Man muss die 940€ in relation zur damit verbundenen Kaufkraft sehen.

Würde mich speziell im Fall Tschechien interessieren, wie hoch dort die Armutsgrenze liegt und was die für eine Kaufkraft damit haben. Armut ist nicht gleich Armut.

Lustig dabei: Hätten wir weniger Reiche (die den Durchschnittsverdienst heben) hätten wir auch weniger Armut (obwohl dann keiner auch nur einen Cent mehr hätte).

Aus diesem Grund dürfte wohl Tschechien dieses Ranking anführen. Ein homogeneres Einkommensgefüge (alle verdienen wenig) und schon gibts (statistisch) keine Armut...


@Really.Me:
Aus deinem Link:
„Wir haben damals das Existenzminimum relativ niedrig aufgestellt. Viel niedriger als die Polen, die es später nach unten korrigieren mussten, niedriger als in Ungarn, wo sich plötzlich die Hälfte der Rentner unterhalb des Existenzminimums wiederfand, also arm war. Für uns war das Existenzminimum nicht mehr und nicht weniger als ein Grundstein. Das hatte einen gewissen erzieherischen Effekt.“

„Wir haben am Anfang das System von unten kuriert, damit wir die Leute über die Armutsgrenze hiefen. Aber niemand hat den Auftrag erteilt: Unterstützt die Mittelschicht, damit auch sie sich von der kritischen Grenze entfernt. Es gibt also sehr wenig Menschen unterhalb dieser Armutsgrenze, aber viel zu viele, die nur knapp darüber liegen. Und die sind leicht verwundbar.“

[ nachträglich editiert von Jolly.Roger ]
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27.03.2012 15:36 Uhr von GangstaAlien
 
+1 | -1
 
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27.03.2012 15:41 Uhr von sv3nni
 
+19 | -1
 
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einfache lösung: wir koppeln den mindestlohn an die diätenerhöhungen im bundestag, und schon gehts allen besser ;)

[ nachträglich editiert von sv3nni ]
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27.03.2012 15:49 Uhr von LucasXXL
 
+3 | -3
 
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@sv3nni: nein du wirst Politiker und machst es besser! Nebenbei verdienst du auch noch mehr.
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27.03.2012 16:46 Uhr von Harzi45677457745
 
+13 | -7
 
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@BastB: Hast recht ! Kein Bock darauf für einen Hungerlohn arbeiten zu müssen und abends dann zur Ablenkung Verdummungs TV gucken zu müssen.Hab ich schon den ESM und die Rettungspakete erwähnt?

[ nachträglich editiert von Harzi45677457745 ]
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27.03.2012 16:52 Uhr von thatstheway
 
+3 | -3
 
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Das ist erst der Anfang , wenn weiterhin die Regierung unsere Steuergelder so verschwendet und das Lohndumping fortgesetzt wird,
haben wir bald die Spitze der Armutsskala in Europa erreicht.
Denn alle Staaten und deren Bewohner die jetzt noch mehr Prozentpunkte Armut als die BRD haben, werden von dieser bezahlt bzw. unterstützt ; und somit fehlt das Kapital im eigenen Land.
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27.03.2012 17:06 Uhr von Pr3dator
 
+2 | -3
 
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Bei den: Hartzern, die zwar Vollzeit über ZA angenommen werden würden weil voraussetzung wie FS und Auto vorhanden sind, aber motzen weil sie 8,50 (anstatt die Standard 7,01) die Stunde bekommen würden und die Stelle am Ende ablehnen oder Leugnen ein KFZ zu besitzen muss ich BastB recht geben.

Die die aber von jeder ZA - so gut sie auch bezahlen würde - zunächst erst einmal hinen angestellt werden weil vielleicht FS aber kein KFZ vorhanden ist können dann auch nix für...

Und dass die BA über 5 Jahre, die man vielleicht für ein Rostmühlen-KFZ sparen kann lieber weiter 33.000 EUR ALG-II + Zuschüsse aus dem Vermittlungsbudget zahlt ist sowieso allen klar ^^

Ganz zu schweigen von diesem Vermittlungsgutschein - 2000EUR für eine mind. 6 Monatige Anstellung. Nach neuer Arbeitslosigkeit sofort wieder Anspruch auf ´nen Vermittlungsgutschein (laut neuem Aktivierungsvermittlungsgutschein zum 01.04.2012).

Aber mal 600 EUR für n KFZ locker machen - selbst wenns als zinsloses Darlehen ist - fällt aus...

[ nachträglich editiert von Pr3dator ]
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27.03.2012 18:43 Uhr von hannesje
 
+1 | -4
 
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@Jolly.Roger: "Lustig dabei: Hätten wir weniger Reiche (die den Durchschnittsverdienst heben) hätten wir auch weniger Armut (obwohl dann keiner auch nur einen Cent mehr hätte)."

Klar, gibt es wenige Reiche, so würde es auch weniger Arme geben. Es würde einfach eine Umverteilung erfolgen. (es sei denn , das Geld fließt ab). Wenn ichs nicht hab, hast dus, und wenn dus nciht hast, hab ichs :p

Das Geld ist nie weg, es ist immer nur wo anders ;)
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27.03.2012 21:15 Uhr von alexanderr
 
+0 | -0
 
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27.03.2012 21:51 Uhr von Jolly.Roger
 
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@hannesje: "Klar, gibt es wenige Reiche, so würde es auch weniger Arme geben. Es würde einfach eine Umverteilung erfolgen. (es sei denn , das Geld fließt ab). Wenn ichs nicht hab, hast dus, und wenn dus nciht hast, hab ichs :p"

Nö, du hasts irgendwie nicht verstanden...

Würden z.B. aus NRW die 17 reichsten Personen einfach wegziehen, und natürlich ihr Geld mitnehmen, hätte NRW auf einen Schlag 100.000 Arme weniger.

Per (EU-)Definition liegt die Armutsgrenze bei 60% vom "durchschnittlichen Einkommen". Sind weniger Großverdiener da, ist diese Grenze entsprechend niedriger und es gibt weniger, die darunter liegen.
Die Frage ist, wie man das "durchschnittliche Einkommen" berechnet. Auch da kann man "tricksen"....
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28.03.2012 05:14 Uhr von nojustice
 
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an dem ganz disaster ist die cdu schuld die reichen stecken sich die taschen voll und die hilfsbedürftigen werden wie dreck behandelt und schikaniert wo es nur geht. die jobcenter machen alles was in deren macht liegt um existenzen zu zerstören. es wird getrickst und manipuliert wo es nur geht. angeblich renitente fällen werde in maßnahmen gesteckt und dort schikaniert bis sie resignieren und nicht mehr hin gehen. die maßnahmenträger stecken sich die taschen voll mit steuergeldern und man sitzt sich den ganzen tag sinnlos die beine in den bauch. der sinn besteht darin das die alg2 emfänger diese schikanen nicht mehr ertragen können und dann obdachlos werden und von der tafel leben. alles arrangiert und organisiert von der cdu und der bundeskanzlerin. keiner muckt auf weil jeder das geld braucht und nicht auf der straße landen will. kein wunder das es armut gibt in deutschand. die meisten werden mit der arschkarte in der hand geboren. solange unfähige menschen dieses land leiten und gestze initieren die unmenschlich sind wird sich auch nichts ändern. die maßnamen dienen dazu die menschen zwanghaft zu zeitarbeitsfirmen (moderne sklaventreiber) zu vermitteln. 30% der menschen die diese maßnahmen besuchen gehören nicht dort hin weil sie aus gesundheitlichen gründen nicht vermittelbar sind. ziemlich verlogen und ungerecht das ganze. es wird höchste zeit das angy in rente geht und eine gerechter partei das land regiert.
die jobcenter und ämter sind voll mit ausländerfeindlichen mitarbeiten die volle handlungsfreiheit haben und im wahrsten sinne des wortes allmächtig sind. nur die entscheidung eines richters wird annerkannt. die jobcenter arbeiten übrigens wie sekten. eine wohnung bekommt man ales harzler auch nicht auch wenn man auf der straße lebt aber ein student oder ein deutscher kriegt in 2 wochen eine ordentliche wohnung.
ach ja... wenn ein ausländer keine arbeit findet kommt so ein sau dummer faschospruch wie "das ist unser land, wem es nicht passt kann nach hause gehn". daran merkt man nur das die faschos zurück sind und ausländerfeindlichkeit salonfähig ist.
soviel zu der armut, ändern wird sich so und so nichts solange der bock der gärtner bleibt.


[ nachträglich editiert von nojustice ]
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28.03.2012 16:30 Uhr von ArrowTiger
 
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@nojustice: -- "an dem ganz disaster ist die cdu schuld... "

Sicher! Aber wir wollen mal nicht die SPD und die Grünen vergessen, die uns Hartz 1-4 und die Agenda 2010 erst eingebrockt haben!
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28.03.2012 22:52 Uhr von Palmzucker
 
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Das Problem ist einfach , dass wir uns ´´verkauft haben ´´. Dieser ganze ´´Importwahn´´ ,war vielleicht zu einer gewissen Zeit gut ,aber es wird uns auffressen bzw. es frisst uns ja schon auf !

Billiger, schneller , größer, flexibel ,100%tig service-orientiert etc. .

Noch geht es uns nicht schlecht . Jetzt kommt noch die Jackpot-Frage : Was ist eigentlich wirkliche Armut? :) .......
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09.05.2012 23:37 Uhr von shadow#
 
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@ArrowTiger: Als beschlossen wurde dass Uni-Absolventen die Leistungen gekürzt werden wenn sie nicht beispielsweise für einen Hungerlohn Spargel ausbuddeln, war längst die Dame Kanzlerin, der wir auch das Dosenpfand zu verdanken haben.

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