27.03.12 14:21 Uhr
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Berlin: Über 100 Werfergranaten aus dem Zweiten Weltkrieg im Wald gefunden

Die Berliner Polizei staunte nicht schlecht, als sie von einem Spaziergänger zu einem ungewöhnlichen wie gefährlichen Fund gelotst wurde.

Insgesamt 135 Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg wurden bei Rahnsdorf gefunden. Es deutet einiges darauf hin, dass jemand mit einem Metallsuchgerät auf die Granaten gestoßen ist und diese dann teilweise gestapelt hat.

Augenscheinlich ist nichts passiert. Und der Finder hatte daher doppelt Glück, denn die Suche im Wald mit einer Metallsonde wird mit einem vierstelligen Eurobetrag bestraft.


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WebReporter: Havelmaz
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Berlin, Fund, Wald, Weltkrieg, Granate
Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.03.2012 14:55 Uhr von Andreas-Kiel
 
+10 | -0
 
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Die Suche im Wald mit einem Metallsuchgerät: ist strafbar und wird mit vierstelligen Eurobeträgen bestraft????

Wieso ist die reine Suche strafbar???
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27.03.2012 15:32 Uhr von Apophis_83
 
+3 | -0
 
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Rechtliche Situation: Die Rechtliche Situation ist in allen deutschen Bundesländern durch Denkmalschutzgesetze geregelt. Für die gezielte Suche nach Bodendenkmälern und vor allem das Graben auf solchen, ist eine Grabungs- oder Nachforschungsgenehmigung erforderlich, ansonsten drohen empfindliche Strafen. In einigen Bundesländern gilt es schon als Ordnungswidrigkeit, wenn man billigend in Kauf nimmt auf Bodendenkmäler zu stoßen. Die Genehmigung wird von den unteren oder oberen Denkmalschutzbehörden oder den Landesdenkmalämtern erteilt und ist an Auflagen gebunden.

Ungenehmigte Nachforschungen und Grabungen auf Bodendenkmälern werden als Raubgrabungen bezeichnet. Sie verstoßen nicht nur gegen das Denkmalrecht, sondern erfüllen in der Regel auch den Sachbestand der Unterschlagung und eventuell den der gemeinschädlichen Sachbeschädigung. Motivation für solche Raubgrabungen ist meist, sich durch einen Verkauf der Funde zu bereichern oder die Funde ungemeldet in die eigene Privatsammlung aufzunehmen. Der bislang bekannteste Fall von Raubgräberei mit Hilfe von Metalldetektoren ist jener der Himmelsscheibe von Nebra.

http://de.wikipedia.org/...
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27.03.2012 23:35 Uhr von Zitronenpresse
 
+3 | -0
 
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Interessant! Da wird jemandem der sucht, gleich Grabraub unterstellt. Beweise sind nicht nötig - weil zu lästig! Wo kommen wir denn dahin, wenn wir die Leute die wir verurteilen auch überführen müssen.

Oh man!
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28.03.2012 10:59 Uhr von Andreas-Kiel
 
+0 | -0
 
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@ Apophis_83, danke für Deine Ausführung, die ich auch schon einleuchtend finde. Allerdings unterstellt man damit ja auch sofort Grabraub etc. Ich habe als Jugendlicher z.B. mit selbstgebauten Metallsuchgeräten am Strand und im flachen Wasser nach z.B. verlorenen Fußkettchen oder auch Angelsachen (Blinker, Spinner etc.) gesucht. So etwas wäre ja dann nicht strafbar. Die interessante Frage ist ja, wie man eine allgemeine Suche nach Wertsachen etc. unterscheidet von einer Suche nach kulturellen Gegenständen.

Scheint wohl auch eine Grauzone zu sein.

[ nachträglich editiert von Andreas-Kiel ]

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