27.03.12 10:43 Uhr
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Jesus-Auferstehung nur eine optische Täuschung?

Das Turiner Grabtuch ist eines der fraglichsten Reliquien des Christentums. Dieses Tuch soll das Leichentuch von Jesus gewesen sein und wird seit dem 17. Jahrhundert im Turiner Dom aufbewahrt.

Nun will der Forscher de Wesselow mit Hilfe von Textilproben und Fasern herausgefunden haben, dass dieses Tuch in den Jahren um Christus entstanden sei. Außerdem seien die Fasern für die jüdische Textilherstellung typisch für das erste Jahrhundert nach Christus.

Mit seinen Recherchen konnte der Forscher nun die Theorie aufstellen, dass die Apostel und anderen Jünger nicht den auferstandenen Jesus aus Fleisch und Blut gesehen hätten, sondern nur ein Gesicht auf dem Leichentuch, welches sie für das von Jesus gehalten hätten.


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WebReporter: benjes
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Jesus, Täuschung, Auferstehung, Turiner Grabtuch
Quelle: de.nachrichten.yahoo.com
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42 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.03.2012 10:43 Uhr von benjes
 
+21 | -22
 
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Meiner Meinung nach ist diese These totaler Schwachsinn und nur Spekulation. So begriffsstutzig werden die Menschen damals auch nicht gewesen sein, dass sie ein Gesicht nicht von einem Auferstanden unterscheiden konnten und hätten in dem Fall wenigstens genauer hingesehen.
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27.03.2012 10:48 Uhr von camperjack
 
+25 | -29
 
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Meine Damen und Herren,
an diesem Kommentar des Autors können sie wunderbar sehen, wie begriffsstutzig und naiv noch heutzutage einige Individuen unter uns wandeln.

MfG
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27.03.2012 11:03 Uhr von Klassenfeind
 
+16 | -10
 
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Eines ist wissenschaftlich erwiesen Der Mann, den alle Jesus nennen, hing am Kreuz...er durfte in einer Art Gruft oder Höhle beerdigt werden..und dann war er weg..das hatte zur folge, das wir seit dem Ostern feiern ( die Wiederauferstehung)..Optische Täuschung ??...nööö..eher unwissen...vllt.war dieser Mann nicht wirklich tot..ist aufgewacht und einfach gegangen..was sollte er noch in dieser Höhle..wo er doch Hunger hatte..zb. ..
Daas haben seine Jünger aber nicht mit bekommen und seit dem denken viele er wäre auferstanden..oder so...
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27.03.2012 11:03 Uhr von machi
 
+28 | -5
 
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lieber Autor: Die erste Aufzeichnung der Geschichte ist von einem Evangelist, einer der aus Syrien ca. 70 Jahre später in den Bereich Jerusalem geschickt wurde um die Dinge dort für die Nachwelt festzuhalten..

Schonmal stille Post gespielt?
Schonmal stille Post nach 70 Jahren gespielt?
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27.03.2012 11:15 Uhr von Jolly.Roger
 
+28 | -7
 
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"Jesus-Auferstehung nur eine optische Täuschung?"

Jesus Leben nur eine optische Täuschung?


Ich frage mich echt, was wäre, wenn man heute eine Mädchenleiche mit Resten eines roten Umhangs in der nähe eines toten Wolfes finden würde....Ginge man dann auch davon aus, dass das Märchen von "Rotkäppchen" tatsächlich wahr ist?
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27.03.2012 13:00 Uhr von Floppy77
 
+10 | -9
 
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Wenn die damals gesehen haben wie Jesus sich: aus dem Grab empor erhebt, dann waren das ganz sicher Junkies.
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27.03.2012 14:05 Uhr von Grool
 
+4 | -4
 
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haha: stimmt alles
schon schwach da zu mystifizieren wo überhaupt kein grund dazu besteht
wenn doch die grundidee den meisten menschen schon klar und deutlich erscheinen sollte sollte man dann nicht vieleicht ab und zu auchmal sich selbst etwas zurücknehmen um im nachhinein sich selber und anderen menschen dadurch viel mehr weiterzuhelfen als wenn man nur sagt "Jesus Christ, why don´t you come save my life now?
Open my eyes, blind me with your light now." :D
wäre doch irgendwie für eine geselllschaft an sich ein viel effizienteres vorgehen^^

[ nachträglich editiert von Grool ]
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27.03.2012 14:52 Uhr von Smashpottklaus
 
+9 | -5
 
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@atze.friedrich: Zur Untermauerung lächerlicher Thesen ein christliches Magazin. Da kann ich auch die Ölfirmen lobpreisen und auf deren Website verweisen. Sehr wissenschaftlich.
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27.03.2012 14:53 Uhr von Grool
 
+2 | -9
 
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haha: du hast zeitgeist nicht verstanden
jesus existiert in dir und jedem menschen sonst auch
klingt religiös-fanatisch ist aber durchaus auch logisch nachvollziehbar der gedanke


ich würde mich in dem fall mal auf machi´s "stilles post prinzip" stützen

[ nachträglich editiert von Grool ]
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27.03.2012 15:21 Uhr von Nathan.der.Weise
 
+10 | -1
 
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Selbst als Ungläubiger ist man geneigt, eher eine spontane Auferstehung Jesu anzunehmen, als dass seine Jünger kollektiv zu dumm waren, ihren Rabbi von einem solchen Fetzen zu unterscheiden.
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27.03.2012 15:31 Uhr von Grool
 
+0 | -1
 
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wenn: man sich keine mühe macht in jeder hinsicht jow

schwach...
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27.03.2012 16:03 Uhr von Grool
 
+2 | -0
 
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solltest mal gleichzeitig lesen und zusätzlich verstehen anstreben

"jesus" ist eine idee ein imaginärer zustand des perfekten "menschseins"

und da dieser nicht existiert in keinster weise...sollte man sich auf das konzentrieren WAS existiert

das kommt diesem zustand ab und zu ganz nahe
aber sich eher bzw lieber auf diktatoren konzentrieren die eher- "verständlich" erscheinen ist keine lösung
im gegenteil!

[ nachträglich editiert von Grool ]
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27.03.2012 16:45 Uhr von Klecks13
 
+9 | -4
 
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@ hoenipoenoekel: Und wenn du es noch 100x wiederholst: Es ist Schwachsinn.

Die historische Existenz des Menschen(!) Jesus gilt nach heutigem wissenschaftlichen Stand als gesichert.

"Bei den Römern, die zu dieser Zeit das Sagen hatten und den Horde anfänge von Zivilisation brachten, mit mehr oder weniger Erfolg haben von dem Typen nie was gehört."

Stimmt nicht. Es gibt durchaus ein paar wenige schriftliche Aussagen zu ihm. Dass sich die Römer nicht groß mit ihm beschäftigten. liegt auf der Hand: Jesus war in ihren Augen lediglich ein dahergelaufener Unruhestifter, mit dem kurzer Prozess gemacht wurde. Er starb wie viele 1000 andere (größtenteils namenlose) Unruhestifter auch: Am Kreuz. Keine große Sache damals.

Zudem gibt es noch ein paar andere deutliche Indzien:

Die ersten frühchristlichen Gemeinden (die sich damals noch lange nicht als Christen sahen) entstanden z.T. kurz vor, z.T. kurz nach seinem Tod in und um Jerusalem. Zu deutsch: Deren Mitglieder waren Zeitzeugen; viele haben ihn persönlich gekannt! Wäre Jesus eine Fantasiefigur, dann wäre das sofort aufgeflogen;kaum einer hätte sich damit noch groß beschäftigt.

In den Jahren nach seiner Hinrichtung gab es mehrere Gerichtsverfahren wegen Gotteslästerung gegen christliche Gemeindeführer; auch gegen seinen Bruder Johannes. Auch hier gilt: sowohl Ankläger als auch Richter waren Zeitzeugen, die das Wirken Jesu live mitbekommen haben müssen. Zum Teil handelte es sich dabei um Priester, die auch für die Verurteilung Jesu mitverantwortlich waren.
In allen Verfahren werden die Inhalte seiner Lehren sowie seine Überhöhung zum Messias angeklagt - seine Existenz, sein Wirken, und seine Hinrichtung werden dagen zu keinem Zeitpunkt auch nur im Ansatz angezweifelt! Diese Verfahren sind übrigens historisch sehr gut Belegt.

Diese Ankläger und Richter, diese Vertreter der Jerusalemer Tempelpriesterschaft, hätten mehr als jeder andere Mensch in den letzten 2000 Jahren interesse daran gehabt, die Nicht-Existenz Jesu zu beweisen; schließlich wurde die Geschäftemacherei um den Tempelkult massivst von Jesus angeprangert. Aber: Sie taten es nicht. Im Gegenteil, für sie war der Mensch Jesus eine selbstverständliche Tatsache; sie hatten ihn ja selbst erlebt.

Wenn also selbst seine ärgsten Feinde, die es aus eigenem Erleben wissen müssen, ganz selbstverständlich eine real existierenden Person Jesus anerkennen - wie kommst du dann auf die abenteuerliche Idee, dass deine geschichtsverfälschenden Quellen 2000 Jahre später besser informiert sein könnten?

[ nachträglich editiert von Klecks13 ]
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27.03.2012 19:42 Uhr von CoffeMaker
 
+7 | -2
 
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Ich weiß nicht ob es einen Gott gibt, die Religionen allerdings wurden 100% von Menschen entwickelt.
Schon immer gab es Menschen die von dem leben wollten was andere erarbeiten. Die einen stahlen, andere krönten sich selbst zu Herrschern (Adel) oder aber erfanden Gottheiten um Almosen abzufassen.

Jesus in der heutigen Zeit wäre nichts anderes als ein listiger Schnorrer.

Man sollte sich mal fragen warum es keine Apostel mehr gibt? Die Religionen würden allerdings auch keinen Apostel dulden, ich meine, man stelle sich mal vor es käme ein Apostel und würde die Bibel/Koran oder was auch immer neu schreiben, was dann in den Religionen los sein würde. Ich denke jeder weiß was dann passiert.
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27.03.2012 20:04 Uhr von Again
 
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atze: "Die Schreiber des Neues Testaments gelten als vertrauenswürdig"
Wenn man an die Bibel glaubt schon.

"konnten sich die Schreiber Ungenauigkeiten einfach nicht leisten – ganz zu schweigen von bewussten Verdrehungen der Tatsachen! "
Oder aber sie konnten sich das nicht leisten, weil die Geschichte sonst langweilig ist.

@hoenipoenoekel:
Soweit ich weiß ist "Zeitgeist" kein besonders gut recherchierter Film. Man geht schon davon aus, dass es ihn gegeben hat.
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27.03.2012 20:52 Uhr von certicek
 
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Ich denke, daß diese Nachricht für viele Christen nicht wichtig ist. Vielleicht wird sie mit Interesse gelesen, aber das war es.
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27.03.2012 22:17 Uhr von Zitronenpresse
 
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Wer sich für den Jesus-Mythos interessiert, dem kann ich dehr das Bucht "War Jesu Cäsar?" empfehlen!

Jo - ich weiß, der Titel ist einfach nur Scheiße! Und das Buch behauptet auch nicht, dass Jesus Cäsar war, es behauptet vielmehr, dass die Figur Jesus aus dem Totenkult um Cäsar entstand.

Sehr zu empfehlen - kein Witz!
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28.03.2012 09:18 Uhr von Klecks13
 
+3 | -0
 
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@ Zitronenpresse: "es behauptet vielmehr, dass die Figur Jesus aus dem Totenkult um Cäsar entstand."

Was, mit Verlaub, Schwachsinn ist. Man muss schon eine gewaltige Menge an Fakten ignorieren und den kläglichen Rest arg zurechtbiegen, um zu einem solchen Schluss zu kommen.
Nur mal ein paar Punkte:

- Die historische Person Jesus gilt heute als gesichert; sein Wirken als Rabbi eingeschlossen.

- Die ältesten Hinweise auf christliche Gemeinden finden sich in Jerusalem um das Jahr 30 n.Chr. Die Mitglieder sind durch die Bank Juden; sie bezeichnen sich auch nicht als Christen sondern sehen sich selbst als "Erneuerer" des Judentums. Mit Totenkulten um römische Imperatoren hatten die Juden ganz sicher nichts am Hut.

- Petrus (Simon), Paulus (Scha´ul, lat. Saulus) und einige andere Apostel gelten heute als historisch weitgehend gesichert. Auch die Apostel sehen sich in der Tradition des Judentums. Nur Paulus bricht drastisch mit seinen jüdischen Wurzeln; verleugnet sie aber nicht. Auch für ihn wäre der Totenkult für einen römischen Herrscher ein Götzendienst gewesen.

- Die Lebensgeschichte Jesu, wie sie in den Evangelien und anderen Schriften erzählt wird, deckt sich mit Prophezeihungen des AT. Diese Lebensgeschichte ist die Grundlage des christlichen Glaubens. Seine Anhänger sehen darin den Beweis für seinen göttlichen Auftrag, Kritiker halten es dagegen für "Anpassungen", um den Anspruch Jesu als Messias zu legitimieren. Wie auch immer, diese Prophezeihungen sind weit älter als die Legenden um Cäsar; mögliche Überschneidungen daher nur zufällig.

- Auch die christliche Liturgie hat ihre Wurzeln im jüdischen Kult. Mag sein, dass im Laufe der Zeit römische Rituale mit eingeflossen sind. Diese lassen sich aber sicher nicht ausschließlich auf den Totenkult um Cäsar zurück führen. Es handelte sich wohl vielmehr um allgemein übliche Zeremonialriten, die bei einer Vielzahl von Kulthandlungen ausgeführt wurden.
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28.03.2012 10:28 Uhr von GEZeichnet
 
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Tuch: 2-dimensional - Gesicht: 3-dimensional: Macht selbst den Test: Schmiert Euch das Gesicht ein, legt ein Tuch darüber und dann breitet es wieder aus.
Du wirst Dein Gesicht nicht erkennen, weil ein 3- dim. Gegenstand nicht 1:1 auf 2-Dimensionen reduziert werden kann..
Und das Gesicht ist niemals länglich, sondern eher sehr breit. Ich wundere mich, dass dieses Tuch immer noch diskutiert wird.
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28.03.2012 10:51 Uhr von Radler1960
 
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@GEZeichnet: Das ist 100% richtig, mich wundert diese Diskussion auch!

An die anderen Spekulanten:
Unabhängig davon gab es damals viele Wanderprediger und Endzeitprediger im besetzten Judäa.
Man weiß heute sicher, dass viele der Aussagen Jesu nicht vom ihm stammen können, am Kanon der Bibel wurde noch zu Luthers Zeiten gebastelt (Stichwort Apogryphen), also nix mit Abschlluß im Jahr 90 oder so......
Mich würde eh interessieren wieviele derer, die sich schlau über Jesus unterhalten, überhaupt mal die Bibel mal ganz durchgelesen haben.
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28.03.2012 11:10 Uhr von Ruthle
 
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Unterhalter: damals gab es keine Zeitschriften, Radio und Fernsehen ect.
diese Prediger waren sowas wie Unterhalter. Jesus war eben ein besonders guter Unterhalter und deswegen am berühmtesten, ähnlich wie bsw. bei uns Günther Jauch.
Die sahen sich doch damals alles ziemlich ähnlich...gleiche Klamotten, lange Haare, Bart...sicher eine Art Doppelgänger, den jemand gesehn hat oder der das vielleicht sogar ausnutzte und Unterhalter die dies weitersponnen...
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28.03.2012 11:10 Uhr von ArrowTiger
 
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@Klecks13: -- "Die historische Person Jesus gilt heute als gesichert; sein Wirken als Rabbi eingeschlossen."

Das heißt, er war doch verheiratet! ;-) Ein unverheirateter Rabbi wäre geradezu als Skandal empfunden worden.

-- "Die Lebensgeschichte Jesu, wie sie in den Evangelien und anderen Schriften erzählt wird, deckt sich mit Prophezeihungen des AT. "

Sagt wer? Die christliche Textkritik sieht dies gänzlich anders! Keine einzige "Prophezeihung" weist auf Jesus als den erwarteten Messias hin - eher sind diese Prophezeihungen recht frei interpretierbar.

Daß das Christentum aus einem Cäsarkult entstanden sein soll, glaube ich allerdings auch nicht. Das war eher ur-jüdisch, Jesus wollte keine neue Religion erschaffen und hatte auch nichts anderes gelehrt, als traditionelle jüdische Lehre. Alles, was im NT zu finden ist, findet sich auch im AT bereits.

Und was die Evangelien betrifft, die hier a.a.O. genannt wurden: man kann sehr schön den Verlauf von relativ sachlicher Berichterstattung zu religiös entrückter Phantasterei und Märchenstunde verfolgen. Johannes ist daher sicher die schlechteste Quelle, wenn man historische Daten erhalten will. Johannes gilt eher als ein wenig geistig verwirrt. Dann schon lieber auf Markus zurückgreifen... ;-)
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28.03.2012 13:51 Uhr von Monika3
 
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Religionen: gehören sowieso in das Reich der Märchen und Sagen. Leider haben Religionen immer noch so eine Wirkung das sich Menschen deswegen die Köpfe einschlagen. Nur weil der eine an den komischen Allah und der andere an Jesus glaubt. Alles Schwachsinn, den der Mensch nicht braucht.
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28.03.2012 14:52 Uhr von Klecks13
 
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@ ArrowTiger: "Das heißt, er war doch verheiratet! ;-) Ein unverheirateter Rabbi wäre geradezu als Skandal empfunden worden."

Damit wirst du beim Klerus auf wenig Gegenliebe stoßen ;-)
Ich persönlich sehe das aber genauso. Dass ein Rabbi auf Wanderschaft keine Kinder brauchen kann, mag man noch hinnehmen. Aber Ehelosigkeit? Das wäre eine zu drastischer Bruch mit den Traditionen gewesen.

"Sagt wer? Die christliche Textkritik sieht dies gänzlich anders! Keine einzige "Prophezeihung" weist auf Jesus als den erwarteten Messias hin - eher sind diese Prophezeihungen recht frei interpretierbar."

Seine (angebliche?) Abstammung aus dem Hause David, die Geburt zu Betlehem, die Flucht nach Ägypten, Der Einzug in Jerusalem auf einer Eselin... Auch das er sich selbst als "der Menschensohn" bezeichnete, verweist auf die Ankündigung des Messias im AT bzw. in der Thora.

"Das war eher ur-jüdisch, Jesus wollte keine neue Religion erschaffen und hatte auch nichts anderes gelehrt, als traditionelle jüdische Lehre. Alles, was im NT zu finden ist, findet sich auch im AT bereits."

Allerdings in neuer Auslegung. Jesus sagte ja selbst, er sei gekommen, den Bund zu erneuern. Betonung auf erneuern, also keinen neuen schaffen.
In einigen Punkten stellt er sich deutlich gegen die traditionelle Auslegung: Er lässt z.B. "Auge um Auge, Zahn um Zahn" nicht mehr gelten, wertet Sünden gegen Mitmenschen höher als solche gegen religiöse Vorschriften und stellt generell den Umgang mit anderen Menschen höher als den Tempelkult. Was ihn letztendlich ans Kreuz brachte.

Insgesamt ging es ihm aber eher um eine Reform des Judentums als um die Gründung einer neuen Religion.
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28.03.2012 16:24 Uhr von ArrowTiger
 
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@Klecks13: -- "Damit wirst du beim Klerus auf wenig Gegenliebe stoßen ;-)"

Ich bereite mich schon mal mental auf meine Verbrennung vor... ;-)

-- "Seine (angebliche?) Abstammung aus dem Hause David, die Geburt zu Betlehem, die Flucht nach Ägypten, Der Einzug in Jerusalem auf einer Eselin... Auch das er sich selbst als "der Menschensohn" bezeichnete, verweist auf die Ankündigung des Messias im AT bzw. in der Thora."

Ja, ich weiß, daß das behauptet wird. Allerdings ist die Grundlage wohl äußerst schwach. Hier mangels Zeit für genauere Recherchen zwei schnell ergoogelte Links zum Thema:

"Prophezeiungen über Jesus - kritisch betrachtet": http://www.dittmar-online.net/...

"Beweisen eingetroffene Prophezeiungen, dass die Bibel das Wort Gottes ist?": http://www.heise.de/...

Wie im ersten Link schon steht: "Die Juden, wohl die genauesten Kenner des AT, haben Jesus aus sehr guten Gründen nie als Messias anerkannt". Dem sollte sicher Gewicht gegeben werden.

-- "Allerdings in neuer Auslegung. Jesus sagte ja selbst, er sei gekommen, den Bund zu erneuern. [...] Er lässt z.B. "Auge um Auge, Zahn um Zahn" nicht mehr gelten"

Sehe ich ähnlich. Zumindest schien er andere Schwerpunkte zu setzen. Der Bergpredigt kann ich zumindest auch als Atheist/Agnostiker (ich mag mich nicht entscheiden ;-) zustimmen. Ok, auch hier steht nichts neues, oder nichts was nicht auch in anderen Religionen und Philosophien zu finden ist. Aber das schadet ja nicht. ;-)

Allerdings verwundert mich das mit dem "Auge um Auge", da dies keine religiöse, sondern eine Rechtsvorschrift war. Diese sagte ja nur aus, daß die Strafe nicht größer sein soll, als die Tat. (Die damaligen Menschen neigten wohl genau so zur Übertreibung, wie wir heute.) In aller Regel wurde auch nicht "Auge um Auge" vergolten, sondern wie heute meist auch, über finanziellen Ausgleich. So barbarisch waren die alten Juden nun auch wieder nicht... ;-)

Ja, ich weiß, daß die Kirche dieses Rechtsgebot für ihre Zwecke uminterpretiert hat...

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