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Limburg: Scharia wird von Gericht bei Klage um Brautgabe angewendet

Das Landgericht Limburg hat die Klage eines türkischen Mannes abgewiesen, der von seiner ehemaligen Schwiegertochter die bei einer Eheschließung traditionelle Brautgabe zurückforderte. Bei der Brautgabe handelte es sich um Goldschmuck im Wert von 12.000 Euro. Die Ehe hielt nur zwei Monate.

Das Gericht entschied nun, dass die Frau den Goldschmuck behalten dürfe, da die Brautgabe dazu diene, dass bei einer eventuellen Trennung eine Frau materiell abgesichert werde. Die Dauer der Ehe spiele dabei keine Rolle. Dies würde der Rechtsprechung türkischer Obergerichte entsprechen.

Beide Familien würden zu dieser Wertvorstellung islamischen Glaubens gehören, so das Gericht weiter. Gerichtssprecher Andreas Janisch betonte, dass bei einem solchen Streit zwischen zwei deutschen Familien womöglich anders entschieden werden könnte.


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WebReporter: Margez
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Deutschland, Gericht, Streit, Klage, Scharia, Limburg
Quelle: de.nachrichten.yahoo.com

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.03.2012 15:55 Uhr von Margez
 
+10 | -2
 
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Was leider nicht reinpasst: Der Gerichtssprecher meint, dass die Grundsätze fremder Kulturkreise in Entscheidungen eines Gerichtes miteinbezogen werden können, jedenfalls solange dies mit dem Grundgesetz konform sei.
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26.03.2012 16:04 Uhr von Nothung
 
+5 | -9
 
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Erlaubt es die Scharia denn, dass sich eine Ehefrau, noch dazu nach nur 2 Monaten, von ihrem Mann trennt? Konsequenterweise hätte die Scheidung dann auch nicht genehmigt werden dürfen.
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26.03.2012 16:09 Uhr von ElChefo
 
+12 | -4
 
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...keine Fragen. "Gerichtssprecher Andreas Janisch betonte, dass bei einem solchen Streit zwischen zwei deutschen Familien womöglich anders entschieden werden könnte."

Artikel 3 (1) sieht das ein wenig anders. Es darf kein "könnte" geben. Entweder wird gleich entschieden oder der Entscheidungsfällende hat seinen Job verfehlt.
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26.03.2012 16:09 Uhr von Python44
 
+9 | -4
 
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@ Nothung: Vielleicht hat ja der Mann 3 Mal laut gerufen "Ich verstoße dich" ?
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26.03.2012 16:18 Uhr von Dark_Apollo
 
+17 | -6
 
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Beide Familien würden zu dieser Wertvorstellung islamischen Glaubens gehören.

Das ist ja alles gut und schön zu welcher Glaubensrichtung diese angehören. Anzuwenden in diesem Fall ist aber allein DEUTSCES RECHT nach BÜRGERLICHEN RECHT. Außerdem gilt auch das deutsche GRUNDGESETZ

..

und nicht diese mittelalterliche Scharia oder irgendwelche türkische Gesetze

Punkt
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26.03.2012 16:23 Uhr von CrazyWolf1981
 
+10 | -5
 
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Wieso: bekomm ich hier nur das Gefühl, dass die Frau nicht aus Liebe geheiratet hat, sondern eher dazu gezwungen wurde? Schon als Kind dem Mann versprochen worden,dann wundert man sich. Hoffe die Frau muss jetzt nicht wegen verletzter Familienehre um ihr Leben kämpfen.

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