25.03.12 15:11 Uhr
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Nachfrage im Inland: Die Deutschen im Kaufrausch

Die niedrige Arbeitslosenquote und das anhaltende Wirtschaftswachstum treiben die Deutschen weiterhin zum Shoppen.

Die Euro-Krise geht anscheinend an den Deutschen vorbei. Selbst China ist am Schwächeln, während die Prognosen für Deutschland wieder einmal übertroffen wurden.

Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz, sagte: "Wir haben vor vier Monaten ein Prozent Wachstum prognostiziert und galten damit als extrem optimistisch", inzwischen seien die Prognosen jedoch bereits nach oben korrigiert worden.


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WebReporter: Klickklaus
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Inland, Nachfrage, Wirtschaftswachstum, Kaufrausch
Quelle: www.welt.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.03.2012 15:25 Uhr von CantusBuranus
 
+8 | -4
 
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Immer diese Propagandameldungen besonders, wenn Wahlen anstehen.

Letzten Dezember wurde gejubelt, die Deutschen seien zu Weihnachten im Kaufrausch. Hinterher dann versteckt die Ralitätsanpassung:
"Das Weihnachtsgeschäft ist enttäuschend für den Einzelhandel gelaufen. Die schwachen Daten verstärken die Zweifel, ob der private Konsum tatsächlich als Stütze der deutschen Konjunktur taugt." http://www.ftd.de/...

Oder:
"Das ist kein Zufall, sondern hat System, weil die Entwicklung des Einzelhandelsumsatzes einem in Deutschland seit mehr als einem Jahrzehnt nur die Tränen in die Augen treiben kann. Wenn man die inflationsbereinigten Einzelhandelsumsätze in Deutschland im Jahre 1998 gleich einhundert setzt und sie von dort an über alle Jahre bis heute weiterverfolgt, liegt man immer in der Größenordnung von einhundert und fast nie darüber. Der Konsum stagniert also. Die Krönung dieses Tiefgangs aber ist, dass man im Mai 2011 (bei den von der Bundesbank kalender- und saisonbereinigten Werten) bei sage und schreibe 93 landet, das ist tatsächlich der tiefste Wert seit 1998. Nach zwei sogenannten wirtschaftlichen Aufschwüngen und mitten in einem XXL-Boom also haben die Menschen in Deutschland in der Masse so wenig Geld in der Tasche, dass sie weniger beim Einzelhandel kaufen als jemals zuvor in den vergangenen 13 Jahren. "
http://www.badische-zeitung.de/...
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25.03.2012 15:54 Uhr von CantusBuranus
 
+8 | -3
 
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rosarote Luftschlösser: @BastB
das ist nicht die Aufgabe der Medien, sondern die Lieferung von halbwegs neutralen Fakten.
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25.03.2012 16:05 Uhr von architeutes
 
+2 | -5
 
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@CantusBuranus: Was soll man denn tun , gibt es eine positive Aussage wird
gemeckert , gibt es eine schlechte werden wieder alle
einen draufsetzen.
Ich denke für viele ist meckern zur Lebensaufgabe geworden.
Nenne eine Person aus dem öffentlichen Leben der nicht in
Stücke gerissen wird.
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25.03.2012 16:25 Uhr von CantusBuranus
 
+7 | -3
 
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ach so, schildern von Fakten ist also Gemecker?
Für einige scheint es zum Lebensinhalt geworden zu sein, sich in Scheinwelten zu flüchten.
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25.03.2012 16:39 Uhr von CantusBuranus
 
+6 | -2
 
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Wenn: im Dezember Jubelmeldungen von wegen Konsumrausch verbreitet werden und im Januar die Zahlen zeigen, dass der Konsum gefallen ist oder der langfristige Vergleich zeigt, dass seit den 90ern der Konsum rückläufig ist,
dann hat das nichts mit halb voll oder leer zu tun, sondern damit, was man uns in das Glas einschenkt.
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25.03.2012 16:42 Uhr von Draco Nobilis
 
+10 | -1
 
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Seid ihr kaputt? Nachrichten haben die Aufgabe zu informieren, nicht irgendwelche psychologische Propagandamschinen zu spielen.

Wenn ich sage die Sonne scheint aber es regnet dann ist das was ich sage unwahr. Was gibt es da zu rütteln? Wenn einem die ganze Presse soetwas vorkaut dann ist das kriminel und nichts anderes.

Übrigens hat UNSERE Psychologie damit nichts zu tun.
Da hat eher das Wetten der Goldman Sachs auf den Bankrott Griechenlands und gegen den Euro ein Gewicht.
Wenn nicht das EINZIGE Gewicht.
Berater der Banken die auf den Untergang des Euros wetten beraten unsere Regierung doch bitte den ESM zu stützen und alles zu geben damit der Euro nicht scheitert.
Das ist doch pervers.

Übrigens, viele Werte sind da im Minusbreich(siehe Quelle).
Den größten Sprung haben Elektrikgeräte gemacht(Smartphones). Ich frage mich aber gerade bei non-food Produkten immer: Welche Schicht kauft hier eigentlich was und welche nicht?

Dazu auch gut: Sparqoute Deutschlands, so hoch wie nie zuvor, dennoch totaler Bullshit da es nunmal nur 15% der Bevölkerung betrifft und der Rest quasi "arm" ist.
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25.03.2012 17:13 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+11 | -2
 
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Hirnwäsche, Lüge: In einer Rede ggü. dem DGB zum Jahreswechsel hatte UNCTAD-Chefökonom Prof. Heiner Flassbeck exakt zu dieser Lüge, die von der neoliberalen Hofpresse (Springer, Burda, Bertelsmann) pausenlos als Hirnwäsche verabreicht wird, Stellung genommen:

"Und nun gibt es noch eine schöne Legende, die ich widerlegen muss, die dem so fundamental widerspricht, was ich hier sage. Das ist die Legende, dass es in Deutschland doch eigentlich gut gegangen ist. Wir stehen doch gut da. Und das hat auch damit zutun, dass wir unsere Löhne gekürzt haben, dass wir flexibel waren, dadurch sind auch mehr Arbeitsplätze entstanden. Das stimmt genau nicht.

[...]

Das fing schon 1996 in „ein Bündnis für die Arbeit“ an, wo die Gewerkschaftsspitzen auch gesagt haben, wir wollen von nun an nicht mehr unsere Produktivität verfrühstücken, sondern wir wollen sie für die Beschäftigung reservieren. Das ist der Beschluss eines Bündnisses für Arbeit aus dem Jahr 1996 unter Helmut Kohl. Das hat fundamental nicht funktioniert. funktioniert. Warum es nicht funktioniert hat, kann ich ihnen erklären. Es ist nicht besonders kompliziert, obwohl sich die meisten Ökonomen damit schwer tun, aber nur, weil es so zentral gegen ihre Vorurteile geht. Man kann es daran fest machen, dass es nicht funktioniert hat, dass in Deutschland die Binnennachfrage seit dieser Zeit niemals gestiegen ist. Das rfahren sie allerdings nicht, wenn sie in die deutschen Zeitungen gucken.

Gestern war wieder so ein wunderbarer Tag, als die deutschen Einzelhandelsumsätze herauskamen. Das statistische Bundesamt bringt die deutschen Einzelhandelsumsätze heraus und schreibt schon oben drüber: Boom in Deutschland. Dann kommt der Einzelhandelsverband, der sagt, die Deutschen geben Geld aus wie verrückt. Und dann steht das in allen Zeitungen: die
Deutschen konsumieren auf Teufel komm raus. Das ist aber leider falsch. Es ist kein Boom.

Jetzt dürfen Sie alle mal ihre Einkommenssituation Revue passieren lassen in dieser Zeit. Da werden Sie feststellen, dass es Ihnen ganz genauso geht. Dass nämlich Ihre Einkommen im Durchschnitt mindestens unverändert geblieben sind, wenn sie an der unteren Skala sind, sind sie sogar gefallen. Obwohl Deutschland von 1994 bis heute eine fast oder meistens wachsende Wirtschaft hatte und eine steigende Produktivität. Nur diese reservierte Produktivität ist nicht in die Beschäftigung gegangen, weil die Gewinnnachfrage konstant war. Die Idee, die Chinesen niederzuhalten, kam erst später, eine Schrödersche Erfindung, Chinesen niederhalten, als Niedersachse kann man so etwas.

Die ursprüngliche Idee war, dass wenn man weniger Löhne hat pro Kopf, dass dann die Kopfzahl so steigt, dass es überhaupt niemals einen negativen Einfluss auf die Nachfrage
insgesamt hat. Dass das falsch ist, kann man an der stagnierenden Binnennachfrage in Deutschland nachweisen.
Wenn Sie den Deutschen Einzelhandel anschauen, schauen sie die Reihen an, die die Bundesbank veröffentlicht oder das Statistische Bundesamt veröffentlichen. Dann sehen sie,
dass der Deutsche Einzelhandel im November 2011 die wunderbare Zahl 98 erreicht hat, und 98 deswegen, weil es ein Index ist, aber die Basis dieses Index ist 2005 = 100.

Wenn Sie also 2005 = 100 setzen haben sie im November 2011 98 erreicht. Das ist ein irrer Boom. Und wenn Sie noch weiter zurückgehen in das Jahr 1994, dann finden wir heraus, dass der Deutsche Einzelhandelsumsatz unter seinem Wert von 1994 liegt. Ohne Inflationsrate."

Komplette Rede: http://frankfurt-rhein-main.dgb.de/...

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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25.03.2012 17:22 Uhr von TeleMaster
 
+2 | -0
 
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Für einige scheint es zum Lebensinhalt geworden zu sein, sich in Scheinwelten zu flüchten.
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Die von Dir gemeinten haben schlichtweg resigniert. Deswegen funktioniert in Deutschland der systematische Versuch Sichtweisen zu formen so gut - weil es immer mehr werden. Und am Stammtisch, oder hinter vorgehaltener Hand, heulen sie letzten Endes genauso rum; manchmal sogar noch viel dramatischer.
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25.03.2012 18:01 Uhr von Draco Nobilis
 
+6 | -0
 
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Zukunft. Alles was ich aber geschrieben habe ist wahr @BastB.
Es ist verdammt nochmal kein Pessimismus. Den all das ist schon passiert.

Ist es also Pessimismus wenn ich sage es regnet wenn es regnet? Ich will die Wahrheit, keine Lügenmärchen! Aber okay. Was genau ist den derzeit gut an der allgemeinen Entwicklung? Was genau sind die guten Details die man verbreiten kann?

Es mag richtig sein das Pessimismus eine Entwicklung negativ beeinflusst.
Aber als Beispiel: "Ganz Deutschland denkt die Benzinpreise werden zu Ostern steigen." Das ist Pessimismus. Aber es ist keine selbsterfüllende Prophezeihung, den der Preis würde auch steigen wenn alle das Gegenteil denken weil die Bevölkerung 0,00 Einfluss auf den Preis hat. Versorgungsgüter müssen gekauft werden. Daher steigen dessen Preise munter weiter. Die Leute wissen das unbewusst.

[ nachträglich editiert von Draco Nobilis ]
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25.03.2012 18:12 Uhr von KeinGutmensch
 
+1 | -3
 
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BENZIN 2 EURO UND MEHR! JAWOLL DAS IST DAS ZIEL!

PARENTAL CONTROL NOW!
NIEMAND DARF MEHR ALS 2 KINDER HABEN!
[editiert]
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25.03.2012 18:16 Uhr von thatstheway
 
+3 | -0
 
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CantusBuranus + Draco Nobilis: und Baron-Muenchhausen.
Ihr habt alle 100 % Zustimmung von mir.
Kaufrausch , das kann schon gar nicht stimmen wenn man nur mal die Lohnsteigerungsrate mit der der Preissteigerung in den letzten 10 Jahren vergleicht , sogar ohne Inflationsrate muss jeder merken das das ein Ding der Unmöglichkeit ist.
Und die Sparrate ist ja lachhaft, wer kann denn noch sparen bei diesen Verhältnissen ?
Der Großteil der Bevölkerung ist dem Lohndumping ausgeliefert, und das auf fast allen Gehaltsebenen, außer Manager, die bekommen mehr, dafür dürfen die ja Firmen finanziell an die Wand fahren.
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25.03.2012 18:27 Uhr von Justus5
 
+1 | -0
 
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Genau es wird gekauft, weils jeder spürt, dass das Geld unterm Kopfkissen demnächst nichts mehr wert ist, oder zumindest bald peu a peu weniger und weniger wert ist.
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25.03.2012 18:33 Uhr von Draco Nobilis
 
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regionale Erfahrungen ungleich überregional: Ja, ich habe nicht gesagt ihr sollt euer Geld zurückhalten.
Auch bei mir im Umfeld gab es gute und schlechte Entwicklungen.

Aber ich möchte mal Wissen was überregionale Ereignisse und Entwicklungen mit dem kleinsten Kreis zu tun haben.
Also was weißt du über positive überregionale Enwicklungen? Nenne doch mal deine Bereiche die besser laufen. (Komme jetzt bitte nicht mit dem Exportwirtschaftssektor, das ist schon wieder ein eigenes Thema.)

Diese harten Fakten sind das einzige was wir haben um die Sache mal zu ändern. Wenn aber jeder Opium/Propagandanews bekommt, wird sich nie etwas ändern. Wenn du in deinem Umfeld nur positive Entwicklungen hast gut, aber statistisch im Rahmen der harten Fakten ist das genaue Gegenteil der Fall. Du kannst nicht von deinem Umfeld auf alle hochrechnen.
(bsp. wir wollten wie viele andere auch eine Solaranlage auf dem Dach installieren, ja denkste wird mal eben eine Branche im Rahmen der "Energiewende" platt gemacht-.-)

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