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Oskar Lafontaines Comeback in Berlin immer wahrscheinlicher

Oscar Lafontaine kehrt möglicherweise mit einem Doppelcoup auf das Parkett der Bundespolitik zurück. Gerüchten zufolge könnte der 68-Jährige nach der Saar-Wahl seine Kandidatur für den Parteivorsitz der Linken bekanntgeben und durch den Rückzug aus der Landespolitik den Weg für Rot-Rot an der Saar freigeben.

Als Indiz hierfür wird die Absage Lafontaines gewertet, wenn sich am Montag die Parteigremien zur Wahl-Nachlese in Berlin treffen. Derweil wird der Parteivorsitzende Klaus Ernst am Sonntag an der Saar weilen. Gregor Gysi schließt den Beginn einer Personaldebatte nach der Saar-Wahl ebenfalls nicht aus.

Eine Wiederwahl des Duos Gesine Lötzsch und Klaus Ernst auf dem Göttinger Parteitag im Juni gilt als unwahrscheinlich. Gute Chancen als weibliche Doppelspitze werden Lafontaines Lebensgefährtin Sahra Wagenknecht nachgesagt, doch diese bevorzugt offenbar den Fraktionsvorsitz der Bundespartei.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Berlin, Comeback, Oskar Lafontaine
Quelle: www.zeit.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.03.2012 13:17 Uhr von artefaktum
 
+4 | -4
 
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Das scheint ja Mode bei Politikern zu werden: Mit großem Getöse "abtreten" um dann "überraschend" zurückzukommen. (siehe auch Lindner letzte Woche von der FDP). Und ich wette um einiges: Auch Guttenberg kommt wieder.
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24.03.2012 13:20 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+17 | -4
 
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@artefaktum: Also Lafontaine mit Guttenberg oder Lindner zu vergleichen, ist schon sehr gewagt.

Und ob die Diagnose "Krebs" als Grund des vorübergehenden Rückzugs wirklich populär werden wird, denke und hoffe ich mal nicht ;-)

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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24.03.2012 13:22 Uhr von artefaktum
 
+3 | -12
 
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@Baron-Muenchhausen: Ist denn Lafontaine kein Politiker?

"Also Lafontaine mit Guttenberg oder Lindner zu vergleichen, ist schon sehr gewagt."

Na, sooo schlecht sind die beiden ja nun auch nicht. ;-)


[ nachträglich editiert von artefaktum ]
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24.03.2012 13:32 Uhr von artefaktum
 
+3 | -2
 
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@DerBelgarath: "Der gesundheitsbedingte Rücktritt war ja nicht der erste, man denke nur daran, wie er kurz nach der Machtergreifung seiner Partei 1998 das Amt des Bundesfinanzministers und des Prteivorsitzenden hinschmiss wie ein bockiges Kind!"

Nun ja, das kommt ja auch häufig vor. Siehe Ex-Bundespräsident Köhler oder Friedrich Merz von der CDU. Die haben ja auch beide hingeschmissen.
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24.03.2012 13:35 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+19 | -2
 
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@DerBelgarath: Freilich erinnere ich mich gut an den Rückzug 1998.

Damals wollte Lafontaine den neoliberalen Kurs Schröders nicht mittragen und hat seine Ideale über Posten und Einkommen gestellt.

Wie heute viele anerkennen, hat er damals vorbildlich gehandelt. Siehe auch Euro-Chaos, welches zwangsläufig daraus resultieren musste.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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24.03.2012 13:39 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+3 | -1
 
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PS: Lafontaine-Rückzug es war natürlich 1999 !
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24.03.2012 14:37 Uhr von artefaktum
 
+3 | -1
 
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@DerBelgarath: "(...) kann seine Flucht nicht vor Anfang 1999 stattgefunden haben."

Du kennst ja wahrscheinlich die Redewendung "Wenn zwei das gleiche tun, ...". Ich könnt mich immer schlapp lachen, wie alle (ich will mich da gar nicht immer rausnehmen) die Sachen so deuten, dass sie ins eigene Weltbild passen.

Wäre das damals Guttenberg gewesen, hätten viele gesagt: "Der steht zu seinen Überzeugungen!", "Der kann es sich leisten, der Politik auch eine Absage zu erteilen, wenn er sie mit seinen eigenen Werten nicht in Einklang bringen kann!". Achte mal drauf.
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24.03.2012 15:46 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+7 | -0
 
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@DerBelgarath: Rücktritt Lafontaines war am 11. März 1999 (Nach etwas über 6 Monaten im Amt).

Danach fing die Maschmeyer-Republik an.

Und das hier war Lafontaines ehemaliger Staatssekretär im Finanzamt: http://www.youtube.com/...

Der wurde übrigens jahrelang gemeinsam mit Lafontaine durch die Hofpresse als "Störenfried" verunglimpft, weil beide das Schicksal des Euros ankündigkte und dies die Öffentlichkeit nicht glauben durfte. Übrigens hat sich an der Richtigkeit der Begründung seit damals nichts geändert - im Gegenteil - sie ist heute anerkennte Lehrmeinung und Flassbeck als Ökonom viel Reputation eingebracht (selbst H. W. Sinn oder Hardchore-Neoliberaler Olaf Henkel müssen dies eingestehen). (Siehe auch: http://www.youtube.com/...)

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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26.03.2012 15:15 Uhr von ArrowTiger
 
+0 | -1
 
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@DerBelgarath: -- "man denke nur daran, wie er kurz nach der Machtergreifung seiner Partei 1998 das Amt des Bundesfinanzministers und des Parteivorsitzenden hinschmiss wie ein bockiges Kind!"

Arghhhh! Wann hat eigentlich der letzte Depp im Lande kapiert, daß Lafontaine nicht "hingeschmissen" hat, sondern die antisoziale Agenda-Politik Schröders nicht mittragen wollte. Ich wünschte mir, mehr Politiker hätten so viel Konsequenz...

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