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Geldschwemme-Effekt bereits verpufft: In Spanien braut sich etwas zusammen

Spanien rückt erneut in den Fokus der Finanzmärkte. Obwohl kein Bankensektor stärker von der Billionen-Geldschwemme der EZB profitierte als der iberische, sind die positiven Effekte an der Börse bereits verpufft. Die Rendite spanischer Bonds legte seit Anfang März wieder um 4,85 bis 5,5 Prozent zu.

Die Preise für Kreditausfallversicherungen signalisieren nun eine Wahrscheinlichkeit für einen Zahlungsausfall von 30 Prozent. Die Krise ist struktureller Art: Seit Euro-Einführung stiegen die Lohnstückkosten um rund 38 Prozent, die Arbeitslosenquote beträgt 23 Prozent. 2012 soll das BIP um 1,3 Prozent schrumpfen.

Die Zweifel an der Reformfähigkeit des Landes wachsen. Kaum stimmte Madrid Anfang März dem Fiskalpakt zu, schon gab Ministerpräsident Mario Rajoy für 2012 ein um 1,4 Prozent erhöhtes Defizitziel von 5,8 Prozent bekannt. Indes sanken die Immobilienpreise bereits um 30 Prozent.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Geld, Bank, Spanien, Börse, Effekt
Quelle: www.welt.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.03.2012 12:21 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+24 | -3
 
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News-Checker haben einfach letzten Satz abgesägt. Dieser muss lauten:

"Indes sanken die Immobilienpreise bereits um 30 Prozent, Gift in den Büchern der Banken."

(Heute Mittag im Dienst mal wieder das Traum-Duo: shroomlock & Double_indemnity - man ahnte es bereits. Politik scheint - wie sich immer wieder bestätigt - nicht deren Metier. Von mir keine weiteren News bis Schichtwechsel).

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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23.03.2012 12:53 Uhr von AOC
 
+6 | -1
 
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juhuuuu: Deutschland´s Politiker, können nun endlich wieder mit ein paar Mrd Euro um sich Werfen.

Ist ja nur Geld, da wo es her kommt gibt es bestimmt noch mehr
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23.03.2012 12:55 Uhr von Clemens1991
 
+18 | -1
 
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Das System mit dem € kann auf Dauer nicht gut gehen...

denn die Volkswirtschaften in Europa sind viel zu verschieden! Noch können (eher müssen) wir Deutsche die Rechnung dafür tragen, aber das wird auch nicht unendlich gehen! Denn dann stecken wir selber mit drin...

und wer soll uns schon retten können??

Danke an den Deutschen Wähler, der die etablierten Europarteien in den letzten Jahrzehnten gewählt hat!
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23.03.2012 13:19 Uhr von dommen
 
+10 | -0
 
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in Spanien: braut sich schon seit Jahren "etwas zusammen"
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23.03.2012 13:25 Uhr von Peter323
 
+5 | -5
 
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@j.wankelbrecher: Ich habe alle Stufen bis zur Uni durch, auch die Hauptschule ne kurze Zeit. Wenn du es nicht selber erlebt hast, solltest nicht so ein Blödsinn reden
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23.03.2012 13:36 Uhr von Justus5
 
+2 | -0
 
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Wenn: wie ehrlich sind: Es braut sich schon seit Jahren in sehr vielen EU-Ländern was zusammen.
Ist wie bei Wasser, das langsam an den Siedepunkt kommt: Zuerst kleine Blasen, dann immer größere, bis es überschwappt....
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23.03.2012 14:06 Uhr von ArrowTiger
 
+5 | -0
 
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Video von Prof. Dr. Flassbeck: Wer einen Einblick in die Gründe des EU-Desasters haben möchte, dem empfehle ich, sich knapp 1 1/4 Stunden für den unten verlinkten Vortrag des Ökonomen Prof. Dr. Flassbeck Zeit zu nehmen. Auch wenn das Video lang ist: es lohnt sich wirklich!

"Wege aus der Euro-Krise - Prof. Dr. H. Flassbeck ": http://www.youtube.com/...

Flassbeck erklärt die Zusammenhänge m.E. auch für Laien sehr gut (auch wenn er zugegebenermaßen kein brillanter Redner ist ;-) Ein Kernpunkt sind die Lohnstückkosten und das festgelegte Inflationsziel.

Es sind mitnichten nur die Süd-Länder, die für die aktuelle Misere mitverantwortlich sind. Auch Deutschland hat absolut keinen Grund, gegen diese Staaten zu wettern! Den vermutlich einzig gangbaren Weg aus der Misere zeigt Flassbeck im Video auf - und der lautet übrigens nicht, daß diese Länder den Euro verlassen sollten! Das hätte, im Gegenteil, fatale Folgen für uns.
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23.03.2012 14:11 Uhr von Peter323
 
+1 | -6
 
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@j.wankelbrecher: ich glaube du verstehst es net.

Dieser Vergleich Hauptschule Gymi iss dermaßen diskriminierend den Leuten gegenüber, dass du diese Personengruppen beleidigst, nicht ich.

Der Unterschied zwischen Hauptschule und Gymnasium sind unterschiedliche Schwerpunkte.

Während in der Hauptschule z.B. viele Diktate und angewandtes rechnen unterrichtet wird, macht dieselbe Klasse im Gymnasium Textanalyse und z.B. Analysis oder allgemein höhere Mathematik.
Es sind einfach unterschiedliche Ausrichtungen für den späteren Beruf.

Ein einfaches Beispiel:
Geb einem Elektro Dipl. Ing. ein Digital Multimeter in die Hand, der was prüfen soll und geb einem Elektriker Meister einen in die Hand.
Gesellschaftlich höher gestellt ist der Dipl. Ing., aber er hat eine theoretischere Ausbildung genossen als ein ausgebildeter Elektriker und wird sich in der Anwendung schwerer tun, während der ausgebildetete Elektriker in der Forschung und Entwicklung sich sehr schwer tut.

Das ganze hat aber nix mit Niveau zu tun.
Gesellschaftlich wird das zwar so gesehen, aber in der Realität sind´s einfach völlig unterschiedliche Ausrichtungen.
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23.03.2012 14:20 Uhr von verni
 
+7 | -1
 
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Der dümmste: Trottel konnte das voraussagen und das bereits seit Jahren...wirklich jeder der so blöd wie 5 Meter Feldweg ist konnte auch ZAhlen die bereits vor 3-4 Jahren vorlagen, genau sagen, auf was wir zusteuern.

Spanien war bereits vor 10 Jahren im Eimer, genau so wie Portugal und Italien. Da hilft jetzt auch kein neuer Präsident oder eine Merkeltrulla die irgendwelche Durchhalteparolen schwingen...die Menschen vertreten dieses Volk nach wie vor nicht.

Es ist nach wie vor 100% sicher...wir steuern auf eine Katastrophe zu und jeder der etwas Erspartes hat, Lebensversicherung etc. wird beraubt werden dass es grad so kracht.
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23.03.2012 15:16 Uhr von seb86
 
+2 | -2
 
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inhaltlich falsch: nicht die rendite nahm um 4,85 bis 5,5% zu, sondern die durchschnittliche rendite der Bonds stieg von 4,85% auf 5,5% das ist ein erheblicher Unterschied. allgemein gelten Staaten mit mehr als 5% avg. yield bei den bonds (Industriestaaten zumindest) als langfristig nicht tragbar. Bevor wir allerdings weiter immer auf dem Euro und Europa rumhacken sollten wir mal die Augen aufmachen und vergleichen. Warum hält trotz der steigenden Defizite der Euro dem Dollar einigermaßen Paroli? Weil der Markt es so bewertet und damit aussagt, dass es in den anderen Industrienationen wahrlich nicht besser aussieht. Es ist eine globale Krise und nicht nur die Eurokrise!
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23.03.2012 15:57 Uhr von Flugrost
 
+1 | -1
 
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@verni: Wenn man am Tisch sitzen will, an dem die Welt geordnet wird, dann muss man mit einer europäischen Stimme sprechen.
Mit einer Stimme wird man in Europa aber erst sprechen, wenn das Gefälle zwischen den ersten 6-10 grössten Ländern verschwunden ist. Das heisst für Deutschland folglich: jetzt abgeben und teilen, damit später Europa mehr Power bekommt.
In der gegenwärtigen Wirtschaftsordnung werden die Staaten Europas sonst einfach ausgespielt oder zwischen den Grossmächten zerrieben. Sofern man inhaltlich akzeptiert, daß wir bereits Peak-Oil erreicht haben, sollte man auch verstehen, daß immer knapper werdende günstige Energiequellen für Verteilungskämpfe und irgendwann Binnenkriege sorgen werden. Von der Nahrungsverteilungsproblematik oder der "heimlichen" Privatisierung des planetaren Trinkwassers ganz abgesehen.
Es ist also keine langfristige Lösung dieser Probleme möglich, wenn Deutschland einen Sonderweg wählt oder aus dem Euro austritt. Im Gegenteil!
Wenn Du das Gefühl hast beraubt zu werden, dann kauf Dir halt was für Dein Papiergeld. Mein Tip wäre physisches Silber, aber einer (oder alle) wird/werden für das Schlamassel bezahlen müssen, das überall herrscht und in Griechenland oder Spanien nur besonders gut in Zahlen ablesbar ist.
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23.03.2012 16:20 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+1 | -0
 
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@arrowtiger: Thx für das neueste Flassbeck-Video.
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23.03.2012 20:00 Uhr von CoffeMaker
 
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"Mit einer Stimme wird man in Europa aber erst sprechen, wenn das Gefälle zwischen den ersten 6-10 grössten Ländern verschwunden ist. Das heisst für Deutschland folglich: jetzt abgeben und teilen, damit später Europa mehr Power bekommt."

Das würde bedeuten das man Deutschland auf Dauer ausbremst und den Lebensstandard auf das der anderen Länder runter bringt. Warum dann also nicht gleich Sozialismus oder Kommunismus? Ist im Prinzip das gleiche, aber moment mal, im Sozialismus oder Kommunismus betrifft es alle Menschen, in dem Szenario was du beschreibst nur die untere Schicht. Nee schon klar.

"Sofern man inhaltlich akzeptiert, daß wir bereits Peak-Oil erreicht haben, sollte man auch verstehen, daß immer knapper werdende günstige Energiequellen für Verteilungskämpfe und irgendwann Binnenkriege sorgen werden. "

Das glaube ich kaum. Das wird immer zu gerne als Argument benutzt um die Nationalstaaten abzuschaffen und ein Großeurpäisches Imperium zu schaffen.
Die Wirtschaft in Europa ist tief ineinander versponnen. Ein Krieg wäre so als wenn man in der Eisernen Jungfrau steckt und selbst den Auslöser betätigt das sie sich schließt. Den einzigsten Krieg den die Europäer noch führen können sind Kriege außerhalb Europas und das wird ja schon gezeigt wies geht.
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24.03.2012 01:51 Uhr von ZiemlichBelanglos
 
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Sorry, aber wenn man ernsthaft der Meinung ist, man könne "Europa" spielen und dabei lediglich auf die Wirtschaft schauen, der hat doch den Schuss nicht gehört. Für was brauch es Wachstum? Wer glaubt denn noch das Mär vom Wohlstand für Alle? Wir wollen essen und unsere individuellen Bedrüfnisse befriedigen. Wir wollen Arbeit, die unserem Leben einen Sinn gibt, die uns erfüllt. Wir wollen nicht für die Banken arbeiten, sondern um uns zu verwirklichen! Wann fangen wir endlich an zu leben?
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24.03.2012 08:54 Uhr von Mainzlmaennchen
 
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Wahrscheinlich Kriegsschulden: Es ist sehr leichtsinnig zu glauben, dass man diese Entwicklung bei der Unterschrift zur Gründung und zum Beitritt des Euro nicht gesehen hätte. Es sind einfache volkswirtschaftliche Zusammenhänge, die sich in den letzten Jahren gezeigt haben.

Ich will nicht überheblich klingen, aber ich habe mich schon zu Zeiten vor der Krise im Urlaub gefragt, wo das Geld plötzlich herkommt, das die Inländer der Südstaaten haben (müssen!), da sich mit dem Euro in ihren Ländern schlagartig alles verteuert hat: entweder der Gegenwert für das (finanzielle) Wachstum fehlt, oder er ist nur auf Pump vorhanden, denn so schnell steigert niemand seine Produktivität. Es war wohl eine Mischung aus beidem.

Wenn sogar ich mir die Frage gestellt habe, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie sich im Deutschland des letzten Jahrtausends, das für alles und jeden Experten hatte, geheime Gutachten fertigen ließ und sogar eine Parallelwährung bunkerte, niemand gestellt hat, bzw. dass sich niemand denken konnte, wie die Entwicklung sein wird.

Deshalb bin ich davon überzeugt, dass dieser Schock über die Verschuldung in den letzten Jahren nur "gespielt" war, und dass die, die entschieden haben, alles bereits erwartet haben. Ich bin mir sicher, Deutschland wurde - mit welchen Druckmitteln auch immer - zum Euro genötigt, um Kriegsschulden abzuzahlen, ohne es als "Kriegsschulden" zu bezeichnen.

Oder habt ihr euch gefragt, warum kein Politiker seit Kohl sich kritisch an diesem System äußert? Aus irgend einem Grund müssen sie ja die Klappe halten - insbesondere Kohl, der uns das ganze eingebrockt hat. Heute macht er einen auf "großen Europäer" und stellt den Frieden in Europa in den Vordergrund. Zudem ist sein Argument ein Scheinargument, da die Spannungen zwischen den Völkern heute nicht nur in Krisenherden, sondern aufgrund der Krise auch und gerade im "gesitteten" Zentraleuropa wieder größer sind als die letzten Jahrzehnte.

Er, seine Gefolgsleute und Nachfolger allein wissen wohl selbst am besten, warum dieses planmäßige Manöver in den Abgrund sein musste.

[ nachträglich editiert von Mainzlmaennchen ]

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