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Brainteaser: Unternehmen fordern Bewerber mit kniffligen Aufgaben heraus

Wie viel wiegt die Stadt Manhattan, wie viele Smarties gehen in einen Smart oder wie erklären Sie einem Blinden die Farbe - auf ähnliche Fragen müssen Bewerber immer öfter reagieren. Damit sollen Kreativität und logisches Denken unter Beweis gestellt werden.

"Die richtige Antwort auf die Frage zu finden, ist dabei gar nicht das Zentrale. Der Weg ist das Ziel: Wie geht der Bewerber an eine überraschende Aufgabenstellung heran? Das wollen wir sehen", meint ein Personalabteilungsleiter von CapGemini.

Die Denksportaufgaben heißen Brainteaser ("Hirnkitzler"). Die Lösungen dazu werden in manchen Foren bereits rege diskutiert. Wer allerdings in Bewerbungsgesprächen schon mit auswendig gelernten Lösungen punkten will, erhält statt des Jobs eher eine Absage.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Unternehmen, Bewerber, Kopfnuss, Bewerbungsgespräch, Denksport
Quelle: www.spiegel.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.03.2012 10:11 Uhr von no_trespassing
 
+9 | -3
 
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Kreativität, logisches Denken - schön und gut. Bezweifle allerdings, ob man fähige Kandidaten damit gewinnt. Man selektiert sicher den einen oder anderen Depp damit aus, der tatsächlich ausrechnen will, wieviel Manhattan wiegt.

Ob man damit aber wirklich fähige Leute gewinnt, das ist die Frage. Und glaubt man Maschmeyer, dann ist Fähigkeit eines der letzten Dinge, worauf es in den besser bezahlten Jobs ankommt. Netzwerken ist ja gefragt...
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21.03.2012 11:00 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+4 | -4
 
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Die Firmen suchen keine Fachidioten, sondern Leute, die Problemen lösungsorientiert begegnen.

Natürlich wird niemand exakt sagen können, wieviele Smarties in einen Smart passen. Aber die Vorgehensweise, um sich der Antwort zu nähern, legt offen, ob der Bewerber "verkopft" ist oder strukturiert denkt: Wieviele Smarties sind in einer Packung, welches Volumen hat diese Packung in etwa, welche Ausmaße hat der Smart, welcher Innenraum ergibt sich daraus, wieviele Packungen könnte man demzufolge darin verstauen - und das dann multipliziert mit der Anzahl Smarties in einer Packung.

Man ist auch nicht alltäglich in der Situation, einem Blinden eine Farbe erklären zu müssen, dafür ist man in höheren Positionen aber oft in der Situation, Ideen oder Inhalte vermitteln zu müssen. Dafür braucht es Empathie: Was von dem, was ich sage, ist mein Gegenüber in der Lage zu verstehen? Wie bringe ich ihn dazu, das, was ich für gut und vernünftig halte, mitzutragen? Wie motiviere ich ihn, meine Marschrichtung gemeinsam mit mir einzuschlagen.

Die moderne Arbeitswelt ist kein Gefüge aus Befehl und Gehorsam, der Arbeiter ist emanzipiert. D.h.: Wenn er von einer Idee überzeugt ist und sie vor allem versteht, trägt er sie mit Tatkraft und Herz mit. Tut er dies nicht, liegt das nicht daran, dass er faul wäre, sondern daran, dass er unfähige Vorgesetzte hat. Und um solche Vorgesetzten gar nicht erst im Unternehmen zu haben, lässt man sie einen Blinden erklären, wie eine Farbe aussieht.
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21.03.2012 11:03 Uhr von Criseas
 
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@Autor: Doch du kannst so einiges herausziehen...

dann wird der Bewerber zusätzlich gefragt wie er gedenkt das "Problem" zu lösen.....

Wie schwer ist Manhattan?
Wenn der Kandidat nicht zu dumm ist könnte er folgenden weg einschlagen...
Man könnte die Fläche von Manhattan nehmen und die durchschnittliche dicke des Betonmaterials.... nehme das durchschnittliche Gewicht und kann schonmal das Gewicht ohne Gebäude grob schätzen/errechnen.

etc.... die wollen sehen ob man kreative Lösungsansätze finden kann.... es geht hier auch nicht um Manager Plätze sondern um normale Mitarbeiter!
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21.03.2012 11:51 Uhr von falkz20
 
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der Autor wäre schonmal raus!!! denn Manhatten ist keine Stadt, sondern ein Stadtteil von New York ;)
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21.03.2012 11:53 Uhr von BoltThrower321
 
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Kappes. Für meinen Teil ist eher komplett anders. Den echte Profis schalten bei so einem Mist ab!

Fachkräfte und Pro´s lassen sich erst gar nicht darauf ein...

Ein sehr bekannter elektro Werkzeughersteller hat den slogan

"work, don´t play"

Solche Tests sind meiner Meinung nach herum gekaspere, das kann man auch anders und realitätsnäher machen.
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21.03.2012 11:59 Uhr von mr.sky
 
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ich bin ein dipl. inform. und solche Fragen sind nicht Zielführend.

Wenn man einen Depp eingestellt hat, so gibt es in D sowas wie Probezeit. Diese ist sehr oft 6 Monate lang. In dieser Zeit kann man sich von Deppen innerhalb von 2 Wochen trennen.

Das Unternehmen hat einen "kleinen" Schaden erlitten, aber es hätte auch anders laufen können. Nur wenn man einen "Wie schwer ist Manhattan" Test erfolgreich meistert ist es noch kein garant, dass der Bewerber ein Pro ist.
Solche "Schlußfolgerungen" sind dumm.


@falkz20
Du wärst auch Raus. Denn "Manhatten" kenne ich nicht und ist bestimmt kein Stadteil in New York. Jedenfalls nicht das New York in den USA

[ nachträglich editiert von mr.sky ]
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21.03.2012 12:00 Uhr von John2k
 
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@no_trespassing: Es ist doch kein Problem auszurechnen, wie viel Manhatten wiegt. Irgendwo liegen alle Bauzeichnungen, auf deren Grundlagen statische Berechnungen stattfinden. Sollte also kein Problem sein, mit einem gewissen Aufwand. Ansonsten gibt es sicherlich noch die Möglichkeit es zu schätzen, über die verbauten Stoffe.

[ nachträglich editiert von John2k ]
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21.03.2012 12:17 Uhr von Criseas
 
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@mr.sky: Glaub mir dein Studium befähigt dich sowas von garnicht einzuschätzen ob diese Art von Tests zielführend sind oder nicht...

Du hast weder Psychologie studiert noch Erfahrung in diesem Bereich... ganz im gegenteil du steckst in der Informatik.

Es geht bei diesem Test auch nicht darum Fachlich zu bewerten oder andere Einstellungshürden zu ersetzten... sondern lediglich zu erweitern!
Man kann eben sehr gut aus solchen Test kreatives und logisches Denken abstrahieren und sehen ob gewisse Grundlagen gewünschter Fähigkeiten von Sekundärskills vorhanden sind oder nicht.

Ob derjenige in seinem Fachbereich ein Kacknoob oder ein "pro" ist.... das steht doch auf einem anderen Blatt und kann auf zich andere Arten geprüft und herausgefunden werden...

Aber es spielt eben nicht nur Fachwissen eine Rolle... manche Leute sollen wie hier von einigen schon erwähnt, Empathie haben weil sie verkaufen müssen oder Ausbilden sollen. Vlt sollen sie Teamleiter werden wo Führungsfähigkeit eindeutig wichtiger ist als Fachliches wissen.

Mr.sky da spielt mehr rein als dir in einem Informatik studium vermittelt wurde.... du kannst Algorithmen beten und probleme abstrahieren.... aber du solltest das "Menschenlesen" Personalern und Psychologen überlassen ;). Und wenn du mal die "Ehre" hast, bewerber Fachlich überprüfen zu dürfen... fühl dich geschmeichelt das deine Mitarbeitermeinung eine Rolle spielt! ( Davon ausgehend das du keine Wichtige Position im Unternehmen hast, dass kann natürlich anders sein wenn du in höheren Positionen bist )
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21.03.2012 15:59 Uhr von Floppy77
 
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Deppen werden alle Nase lang eingestellt und: werden auch nicht während der Probezeit gefeuert, sondern landen früher oder später im Management.
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21.03.2012 17:42 Uhr von Kappii
 
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@mr.sky: Die Bewerben werden sicherlich nicht nur aufgrund der Antworten auf diese Fragen eingestellt. Aber wenn ich viele Bewerber mit ähnlicher Qualifikation habe, dir mir alle das Fachwissen von A-Z runterleiern können, kann dieser Test schon ein guten Anhaltspunkt dafür sein, wer Wissen anwenden kann oder wer es nur auswendigt lernt.
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21.03.2012 18:26 Uhr von Odysseus999
 
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Gute Nachricht: das bedeutet dann,
ich habe demnächst einen guten Job in dem meine Fähigkeiten geschätzt werden :)
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21.03.2012 23:33 Uhr von WinnieW
 
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Die Antwort auf die Frage wie erkläre ich einem: Blinden eine Farbe finde ich – ehrlich gesagt – die schwierigste.

Die anderen beiden Beispiel-Fragen sind reine Schätzfragen, die Antwort auf diese kann man noch grob schätzen.

Wieviel wiegt Manhattan? Ist natürlich ein wenig ungenau formuliert. Was gehört denn bitte dazu? Erdreich (falls ja, wie tief?), Straßen, Gebäude, Fahrzeuge, Menschen?

Die Frage wieviele Smarties in einen Smart passen ist noch am eindeutigsten formuliert. Wobei ich jetzt aus dem Stegreif gar nicht genau sagen könnte wie groß ein einzelnes Smartie ist.
So 8 mm im Durchmesser und 3 mm dick etwa? Ich war noch nie ein Fan von diesen Dingern.
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22.03.2012 02:21 Uhr von sharksen
 
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@mr.sky: Gerade als Dipl. Inf. solltest du für solche Kreativität offen sein... schon mal das Bewerbungsverfahren bei Google näher angeschaut, insbesondere den "brainteasing"-Teil?

Exakt solche Fragen wie "Wie viele Golfbälle passen in einen Schulbus?".. vermutlich hat Google aber höhere Ziele als deine Hinterhofwebdesignagentur und deswegen legen sie mehr Wert auf effektives und effizientes Denken.
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22.03.2012 07:29 Uhr von Phyra
 
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@WinnieW: gerade das mit den farben erklaeren ist mmn noch das einfachste, da blinde sehr empfindlich gegenueber geraeuschen sind und mann farben ueber die frequenz eine schallwelle als analogie zur frequenz des lichtes erklaeren kann.
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22.03.2012 08:43 Uhr von Edelbert88
 
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Bloß eine weitere Schikane in jetzt schon oftmals unfairen Bewerbungsverfahren. Ich würde auf so eine dumme Frage gar nicht eingehen, käme mir verarscht und nicht ernstgenommen vor.
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22.03.2012 10:32 Uhr von John2k
 
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@WinnieW: Wie viele Smarties in einen Smart passen ist nicht so schwer. Man braucht nur die Kennzahl wie viel cm³ ein Smartie einnimmt und wie viel Platz im Smart ist.

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